Porträt

laut.de-Biographie

Arch Enemy

Nachdem Michael Amott bei Carcass so etwas wie Grindcore-Geschichte geschrieben hat, ist nach "Heartworks" von 1992 die Luft raus. Dass er sich auf diesen Stil nicht limitieren lassen will, beweist er anschließend bei der Stoner-Doom-Band Spiritual Beggars, die er im selben Jahr gründet.

Vorchecking: Cro, Anathema, Passenger, Celo & Abdi u.v.m.
Vorchecking Cro, Anathema, Passenger, Celo & Abdi u.v.m.
Außerdem ab Freitag im Plattenladen: Arch Enemy, Equilibrium, Fu Manchu, Hellyeah, Jack White, Kasabian, Mayhem, Uriah Heep, The Who, Tina Turner u.v.m.
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Damit nicht genug: Gemeinsam mit seinem ebenfalls Gitarre spielenden Bruder Christopher, Drummer Daniel Erlandsson (Ex-In Flames) und Shouter Johan Liiva, der genau wie Michael schon bei Carnage mitzockte, ruft er 1996 Arch Enemy ins Leben.

Als Quartett geht es ins Studio, doch eigentlich spielt Michael bis auf die Drums alles selbst ein. "Black Earth" entsteht in Zusammenarbeit mit Produzent Frederik Nordström, der Acts wie Dimmu Borgir, In Flames und At The Gates zu amtlichen Sounds verholfen hat.

Obwohl die Basis von Arch Enemy eindeutig im Death Metal liegt, sind es die ausgefeilten Melodien und die zweistimmigen Gitarrenläufe, die den Sound von Anfang an bestimmen. Den guten Eindruck von "Black Earth" setzt "Stigmata" souverän fort, doch der Projekt-Charakter bleibt bestehen.

Die Drums spielt Darkane-Stöckeschwinger Peter Wildoer ein und am Bass steht Martin Bengtsson von Armageddon, dem Nebenprojekt von Chris. Wieder ist es die Kooperation von Frederik und Michael, die produktionstechnisch keine Wünsche offen lässt. Musikalisch lassen die beiden Amott Brüder eh nichts anbrennen. In Japan schon mit ihrem Erstwerk verehrt, nimmt in Europa Century Media die Band unter ihre Fittiche und lizenziert "Stigmata".

Arch Enemy - War Eternal
Arch Enemy War Eternal
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Auch das ein Jahr später nachgeschobene Album "Burning Bridges" erfüllt alle Erwartungen und zeigt die musikalischen Fähigkeiten und vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Musiker deutlich ausgereifter. Hinter den Drums sitzt wieder Daniel Erlandson, den Bass bedient inzwischen Sharlee D'Angelo, der auch bei Mercyful Fate, Witchery, Sinergy oder Dismember aktiv ist bzw. war. In dieser Besetzung gehts auf die ersten Dates in Südamerika, als Co-Headliner mit Hammerfall.

Es folgen ausgedehnte Touren durch Europa, Japan und die USA, unter anderem mit Dark Tranquillity, In Flames und Children Of Bodom, wobei Sharlee aber nicht an allen Touren teilnimmt. Vor allem in Japan gerät jedes Konzert zum Erfolg, weshalb im selben Jahr "Burning Japan Live" folgt. Dass sich die Wege von Sänger Johan und Arch Enemy danach trennen, kommt für viele überraschend.

Noch viel überraschender jedoch fällt die Entscheidung über die Nachfolge von Johan aus. Mit Sängerin Angela Gossow - einer aus Köln stammenden jungen Frau, die bisher bei Asmodina und Mistress hinterm Mikro stand - vergeben sie den Gesangsposten an jemanden, der nicht nur mit attraktivem Äußeren, sondern auch mit einer verdammt ausdrucksstarken Stimme überzeugt. Den Mix des Albums legt man in die Hände von Andy Sneap (Testament, Nevermore oder Kreator).

Im März 2002 kommen nach Japan und den USA endlich auch die deutschen Fans in den Genuss der neuen Scheibe "Wages Of Sin". Teil zwei der Doppel-CD bietet neben drei Coverversionen von Judas Priest, Iron Maiden und Europe vier Songs, die bisher nur als Japan-Export erhältlich waren.

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Arch Enemy "Ich wollte klingen wie ein Monster"
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Auf dem Live-Sektor muss Deutschland aber zurückstecken, denn die Band tourt zunächst nur mit Opeth durch Großbritannien und geht nach ein paar Festivalauftritten mit Nile und Hate Eternal in die USA, um dort sechs Wochen durch die Lande zu ziehen. Das klappt so gut, dass sie zwei Monate später als Headliner mit God Forbid und Sworn Enemy dorthin zurückkehren und wieder mächtig absahnen.

Bis Anfang 2003 touren Arch Enemy weiterhin kreuz und quer über den Planeten und machen sich anschließend mit Andy Sneap wieder an die Arbeiten zu "Anthems Of Rebellion". Die einzelnen Keyboardpassagen auf dem Album spielt Michaels alter Kumpel Per Wiberg (Spiritual Beggars) ein. Chris Amott steuert ein paar klare Gesangslinien bei.

Schon bevor die Scheibe Ende August erscheint, spielt die Band auf diversen Festivals und bestätigt zudem eine Tour als Support für Nevermore im Herbst durch Europa. Der Erstpressung liegt eine Gratis-CD mit speziellen Livetracks der "Wages Of Sin"-Tour sowie 5.1 Surround-Mixen der Songs des neuen Albums bei.

Da Amerika inzwischen zu einem der wichtigsten Märkte für die Band avanciert, sind sie dort anschließend wieder mit Slayer und Hatebreed auf der Jägermeister-Tour unterwegs und supporten quasi im Anschluss Iron Maiden in Kanada.

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In Europa lassen sie sich mit Zyklon und Stampin' Ground sehen, ehe sie Ende des Jahres noch mit Dark Tranquillity und The Haunted die ultimative Schweden-Harke auspacken. Zwischenzeitlich entstehen nicht nur neue Songs für Spiritual Beggars, sondern auch für Arch Enemy.

Zwar spielt Chris auf dem neuen Album noch mit, doch kündigt er jetzt schon seinen Ausstieg an. Den Platz nimmt vorerst Ex-Nightrage/Dream Evil und Firewind-Klampfer Gus G ein. "Doomsday Machine" erscheint Mitte August 2005, als Arch Enemy schon lange wieder auf der Ozzfest-Tour unterwegs sind. Deutschland darf sich das Quintett erst im Oktober kurz zu Gemüte führen.

Wie nicht anders zu erwarten, kehrt Mitte März 2007 auch Christopher wieder zu Arch Enemy zurück. Sein zwischenzeitlicher Ersatz Fredrik Åkesson ist damit wieder raus, die Arbeit am neuen Album in vollem Gange. Wie Arch Enemy diese allerdings erledigen, ist schon fast ein Geheimnis, denn die Band ist quasi ununterbrochen auf Tour.

Zwischenzeitlich geben sowohl Angela als auch Michael einen Gastbeitrag auf dem "Metal"-Album von Annihilator und Ende September steht schließlich "Rise Of The Tyrant" in den Regalen. Kaum veröffentlicht, sind Arch Enemy natürlich wieder auf Tour und begleiten Machine Head, Trivium und Shadows Fall auf ihrer Europa-Rundreise.

So langsam aber sicher wird es auch einmal Zeit, eine DVD zu veröffentlichen. So lässt die Band in Japan die Kameras mitlaufen. Das Ergebnis landet schließlich in Form von "Tyrants Of The Rising Sun" beim Label und Ende November 2008 als DVD und Live-CD im Handel.

Den Rest des Jahres verbringen Arch Enemy zur Hälfte auf Tour, zur Hälfte im Studio, wo sie Songs aus der Prä-Angela Gossow-Ära neu aufarbeiten. Anfang 2009 steht die Truppe in Dubai auf dem Desert Rock Festival auf der Bühne und ist in Europa und Südamerika unterwegs. Die Quasi-Best-Of "The Root Of All Evil" erscheint im Herbst 2009, für die alte Hits der ersten drei Alben neu eingespielt wurden, diesmal aber mit Angela Gossow am Mikro. Als die Scheibe das Licht der Welt erblickt, sind Arch Enemy bereits wieder in Asien, Australien und Neuseeland auf Tour. 2011 folgt "Khaos Legions", auf dem sich die Amott-Brüder mal wieder so richtig austoben.

Allerdings nicht sonderlich lange, denn Christopher packt Anfang 2012 mal wieder seine Sachen und steigt aus. Da das alles aber im freundschaftlichen Rahmen ablief, hatte der Rest der Band Zeit, sich mit dem Arsis-Gitarristen Nick Cordle Ersatz zu suchen - nicht nur für die anstehenden Touren, sondern auch für das nächste Studioalbum, das in Schweden eingeschreddert wird. So weit, so gut.

Doch dann kommts: Während im Frühjahr 2014 auf allen Kanälen "War Eternal" beworben wird, verkündet Angela Gossow, dass sie nicht mehr länger bei Arch Enemy growlt. Das Ganze kommt für Aussenstehende völlig überraschend, lief scheinbar aber ganz ohne Drama ab - Gossow bleibt der Band als Managerin erhalten. Und, ebenfalls interessant: Das Mikro bleibt in Frauenhand. Alissa White-Gluz (bisher The Agonist) übernimmt. "War Eternal" wird damit zur Feuertaufe für die Kanadierin.

Interviews

Arch Enemy: "Metaller sind unglaublich aggressiv!"

Juli 2005 "Metaller sind unglaublich aggressiv!"

Interview von Michael Edele

Kaum zurück von der Promotiontour in Italien, ruft die zierliche Frontlady mit der großen Stimme auch schon beim laut.de-Redakteur an, um auch mit ihm über das neue Album "Doomsday Machine" und den fehlenden Zusammenhalt in der Metalszene zu diskutieren. (0 Kommentare)

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Yesterday Is Dead and Gone
Under Black Flags We March
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Bang Your Head 2012 Konstant gut

Konstant gut, Bang Your Head 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Konstant gut, Bang Your Head 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Konstant gut, Bang Your Head 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Konstant gut, Bang Your Head 2012 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Summer Breeze 2011 Gewohnt starke Performance.

Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Gewohnt starke Performance., Summer Breeze 2011 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Summer Breeze 2008 Deutsch-Schwedische Connection.

Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Thomas Kohl) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Deutsch-Schwedische Connection., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Termine

Fr 15.08.2014 Dinkelsbühl (Festivalgelände)
Fr 05.12.2014 Ludwigsburg (MHP Arena)
Sa 06.12.2014 Oberhausen (Turbinenhalle)
So 07.12.2014 Saarbrücken (Garage)
Mo 08.12.2014 Hamburg (Docks)

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