Porträt

laut.de-Biographie

At The Gates

At The Gates sind als eine der Bands zu nennen, die den typisch schwedischen Death Metal-Sound mit griffigen Melodien versorgen. Die Personalliste, die die "Gardens Of Grief" EP einspielt, liest sich wie folgt: Tomas Lindberg (voc), Anders Björler (g), Jonas Björler (b), Adrian Erlandsson (dr) and Alf Svensson (g). Die EP erscheint 1991 über das Dolores Label und bringt den Jungs eine Tour mit angesagten Bands wie Dismember, Bolt Thrower, Massacre and Immolation ein.

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Peaceville werden auf die begabte Band aufmerksam und bieten ihnen einen Deal an. So erscheint "The Red In The Sky Is Ours" ebendort. Mit den ebenfalls recht angesagten My Dying Bride folgt eine Tour. Nach dem 1993 nachgeschobenen Zweitwerk "With Fear I Kiss The Burning Darkness" ist für Gitarrsit Alf schluss, Martin Larsson nimmt seinen Platz ein. Inzwischen sind At The Gates schon so bekannt, dass MTVs Headbangers Ball ihren ersten UK-Auftritt beim Nottingham Rock City Festival aufnimmt und ein Special daraus macht. Anschließend gehen die Schweden erst einmal auf ausgedehnte UK-Tour mit Anathema und Cradle Of Filth.

"Terminal Spirit Desease" schlägt 1994 nicht nur auf den britischen Inseln gewaltig ein, sondern auch auf dem europäischen Festland: At The Gates werden fortan in einem Atemzug mit anderen Schweden-Größen wie Dismember oder Entombed genannt, obwohl sie sich musikalisch erheblich unterscheiden.

Danach wechselt die Truppe zum großen Bruder von Peaceville, Earache, und semmelt für diese 1995 "Slaughter Of The Soul" ein. Die melodische Komponente wird noch weiter ausgearbeitet und sogar Keyboards kommen zum Einsatz.

At The Gates - At War With Reality Aktuelles Album
At The Gates At War With Reality
Geschredder, Groove und Melodien: Das Comeback-Album zündet tatsächlich!

Das Video zu "Blinded By Fear" rotiert bei Headbangers Ball dermaßen oft, dass die Verantwortlichen schon dazu aufgefordert werden, Anfragen zu ignorieren: das Teil könne ja nun nicht jede Woche laufen! Auch eine Nominierung für den schwedischen Grammy kann die Band 1995 notieren. Die USA stehen dann auch endlich auf dem Tourplan. Zusammen mit Morbid Angel und Napalm Death gibts für die Amis zünftig was auf die Ohren und Augen.

Dummerweise ist danach Schluss mit der Band. Die beiden Björler-Brüder entschließen sich, zusammen mit Drummer Adrian At The Gates zu verlassen und mit The Haunted durchzustarten. Die anderen sind daraufhin der Meinung, dass sich der Spirit ohne die beiden nicht mehr einfangen lässt und lösen die Gruppe kurzerhand auf. Tomas Lindberg taucht in der Folge immer wieder in unterschiedlichen Formationen auf (unter anderem bei Hide, The Great Deceiver, The Crown und Lock Up), jedoch stets ohne sich wieder fest zu verpflichten.

2001 legen sie posthum "Suicidal Final Art" nach, auf dem sie neben Altbekanntem auch einige Demo-Tracks und zwei Videos packen. Und das wär es dann gewesen – zumindest für einige Zeit.

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Denn wie so viele Bands sind auch At The Gates mit der Auflösung nicht so schrecklich konsequent. So kommt es 2007 zur ersten Wiedervereinigung. Man wolle im Festivalsommer 2008 ein paar finale Abschiedskonzerte spielen, erklärt die Band, um sich endlich gebührend zu verabschieden. Der Split anno 1996 sei zu rasch über die Bühne gegangen. Der Auftritt beim Wacken-Open Air wird später auf der Live-DVD "The Flames Of The End" veröffentlicht.

Obwohl die Schweden danach wieder anderen Aktivitäten nachgehen, gibt es ab 2010 weitere gemeinsame Konzerte. Irgendwo glimmt eben noch immer der Funke. Und als bei The Haunted 2012 ordentlich Geschirr zerdeppert wird, wirkt dies als Brandbeschleuniger: Anders Björler steigt aus und reaktiviert die alte Combo, die anderen sind ebenfalls rasch wieder an Bord (wobei Jonas Björler parallel dazu den The-Haunted-Dampfer am Laufen hält).

Und diesmal wird es sogar eine richtige Reunion – mitsamt nagelneuem Album. Tatsächlich erscheint im Oktober 2014 "At War With Reality", das erste Studiowerk seit 19 Jahre. In Göteborg ticken die Uhren offenbar anders – und in der Metal-Welt geschehen noch Zeichen und Wunder.

News

Alben

Videos

Death And The Labyrinth (OFFICIAL VIDEO)
At War With Reality (Album Track)
Live In Krakow 1995
The Making of Slaughter Of The Soul Part 4

Termine

Mi 10.12.2014 Essen (Turock)
Do 11.12.2014 Hamburg (Markthalle)
Sa 13.12.2014 Leipzig (Conne Island)
So 14.12.2014 Wien (Arena)
Di 16.12.2014 Aarau (Kiff)

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