Porträt

laut.de-Biographie

Sick Of It All

Hört der geneigte Musikfan das Wort Hardcore, denkt er fast automatisch an Sick Of It All. Die Band aus New York City, bestehend aus den Brüdern Lou (Vocals) und Pete Koller (Gitarre), Armand Majidi (Drums) und Rich Caprinao (Bass), gründet sich 1985 bei den Kollers im Keller. Seitdem haben sie alle Höhen und Tiefen der Hardcore-Szene miterlebt und sind aus derselben nicht mehr wegzudenken.

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Seit 1986 tourt die Band fortwährend durch die Clubs und sammelt eine ansehnliche Anhängerschar um sich. Dadurch finden ihre 1987 erscheinende erste EP "Sick Of It All" und ihr erstes Album "Blood, Sweat & No Tears" relativ oft den Weg in die Plattenschränke der Hardcore-Fans.

Nach der ersten richtigen Scheibe starten sie 1989 aber erst richtig durch und gehen mit den Bad Brains auf Tour quer durch die USA. Armand steigt zwischenzeitlich aus, um sich auf sein Nebenprojekt Rest In Pieces mit dem zukünftigen Helmet-Klampfer Rob Echevarria und dem ehemaligen Agnostic Front/Youth Of Today-Basser Craig Setari zu konzentrieren, ist aber rechtzeitig für die Tour mit D.R.I. wieder am Start.

Bevor 1991 "We Stand Alone" erscheint, macht sich Armand doch aus dem Staub. Auch Rich beginnt vorrübergehend Fahnenflucht. Für sie springen Eddie Coen (Bass) und E.K. (Drums) in die Bresche.

Als der Hardcore im folgenden Jahr eine schwere Zeit durchmacht (viele einschlägige Clubs schließen), kratzt das Sick Of It All nur wenig. Rich und Armand sind wieder an Bord und mit "Just Look Around" haben sie ein verdammt starkes Album im Gepäck. Die Scheibe schlägt nicht nur in der Hardcore-Szene ein, sondern gilt auch für Metaller als interessant und wichtig.

Auch Europa und Japan sind inzwischen aufmerksam geworden. Nachdem Sick Of It All dort ihre schweißtreibenden Liveperformances zum besten gegeben haben, kehren sie 1993 in die USA zurück. Rich steigt aus, Armand holt seinen alten Kollegen Craig Setari ins Line-up.

Als die Band bekannter wird, ereilt sie dasselbe Schicksal wie zuvor schon Metallica, Judas Priest oder Cradle Of Filth: Ein Schüler läuft Amok und trägt dabei ein Shirt der Combo. Die Medien stürzen sich auf das Thema, allerdings beziehen sowohl die New York Times als auch der Rolling Stone deutlich Stellung für SOIA.

Sick Of It All - Nonstop
Sick Of It All Nonstop
Alte Moshpit-Hits, neu aufpoliert.
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Auf ihrem nächsten Album "Scratch The Surface" lassen sie sich in dem Track "Goatless" eindeutig darüber aus. Das Album ist ein Kracher, führt aber zu einem Aufschrei in der Hardcore-Szene, da Sick Of It All beim Major EastWest unter Vertrag stehen. Da es sich nur um einen Vertriebspartner handelt, die Band aber weiterhin alles selbst in der Hand hält, glätten sich die Wogen.

Die Scheibe verkauft sich über 200.000 Mal und ist die bis dato erfolgreichste. In Europa stehen Sick Of It All derweil mit Größen wie Aerosmith oder Rage Against The Machine beim Roskilde Festival auf der Bühne.

Neben den regelmäßig erscheinenden, neuen SOIA-Scheiben nimmt Lou zusammen mit Napalm Deaths Shane Embury unter dem Namen Blood From The Soul ein Album auf. Nach dem 1997er-Album "Built To Last" trennt sich das Quartett wieder von EastWest und unterschreibt für "Call To Arms" bei Fat Wreck Chords, dem Label von NoFX-Cheffe Fat Mike.

Musikalisch ändert sich natürlich kaum etwas. "Yours Truly" hämmert 2000 voll aufs Fressbrett. Nachdem Lou auf dem Ensign-Rundling "Cast The First Stone" einen Gastbeitrag abliefert, nehmen sie die Band mit auf Tour durch Europa und kündigen nach der Rückkehr für 2002 die nächste Live-Scheibe "Live In A Dive" an.

Damit überbrückt die Band aber nur ein wenig Zeit, ehe im folgenden Jahr "Life On The Rope" erscheint. Ein wenig erinnern sie fast an Motörhead, da sie ihren Stil zwar stur beibehalten, dabei aber auf gleichbleibend hohem Niveau agieren. Als kleines Schmankerl haben sie den ehemaligen Cro-Mags-Shouter John Joseph als Gaströhrer ans Mikro gestellt.

Als Fan will man von den New Yorkern gar nichts anderes hören, höchstens vielleicht noch ein paar B-Seiten und Raritäten, die es schließlich in Form von "Outtakes For The Outcast" gibt. Im November 2005 sind SOIA Teil der europäischen Eastpack Resistance-Tour und schippern mit Walls Of Jericho, 7 Seconds, The Bones, Unearth und Ramallah durch die Gegend.

2006 unterschreiben sie in den Staaten bei Abacus Records, für Europa bei Century Media. Mit den Dropkick Murphys, Horrorpops und The Tossers touren die New Yorker im März durch die Staaten, bevor Mitte April, pünktlich zum 20-jährigen Jubiläum, "Death To Tyrants" erscheint. Einmal mehr macht das Quartett vor, wie man als Hardcore-Band klingen muss.

Das neue Label Abacus/Century Media hat sich derweil umgehört, wer bereits Coverversionen von Sick Of It All verbrochen hat und veröffentlicht im April 2007 das Tribute-Album "Our Impact Will Be Felt". Darauf versuchen sich Hatebreed, Sepultura, Bleeding Through und 17 weitere Acts an Songs der New Yorker.

Nach über 20 Jahren im Geschäft haben SOIA nach wie vor den Ruf, eine exzellente Liveband zu sein, und sind entsprechend oft um den Globus getourt. Zum 25-jährigen Jubiläum beschenken sie sich selber und stellen Mitte April 2010 "Based On A True Story" in die Regale.

Da es nach dieser Zeit aber auch Zeit für eine Art Best-Of ist, entern sie einfach einmal mehr die Antfarm Studios bei Tue Madsen und nehmen unter seiner Regie für "Nonstop" zwanzig Songs aus ihrer langen Karriere neu auf.

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Sick Of It All - Nonstop: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2011 Nonstop

Kritik von Michael Edele

Alte Moshpit-Hits, neu aufpoliert. (0 Kommentare)

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DNC (Do Not Comply) (Lyric Video)
  • Sick Of It All

    Offizielle Bandpage, News, Merchandise und Klimbim. Alles ziemlich flashy.

    http://www.sickofitall.com/
  • Sick Of It All@MySpace

    Clean up my cupboard it's MySpace.

    http://www.myspace.com/sickofitallny

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