Porträt

laut.de-Biographie

Lamb Of God

Die Wurzeln von Lamb Of God reichen bis ins Jahr 1990 zurück, als sich Gitarrist Mark Morton, Drummer Chris Adler und Basser John Campbell an der Virginia Commonwealth University kennen lernen. Den ersten Proberaum beziehen sie in einem Schuppen hinter dem Haus von Chris' Eltern in Richmond, Virginia. Dort lassen sie sich bei eisigen Temperaturen voll laufen, frieren sich trotz eines kerosinbetriebenen Heizlüfters den Arsch ab und versuchen, ein paar Metalsongs auf die Beine zu stellen.

Nach seinem Abschluss zieht Mark nach Chicago, doch die anderen beiden machen mit Gitarist Abe Spear weiter und holen sich Shouter Randy Blythe. Zu dieser Zeit noch unter dem Namen Burn The Priest unterwegs, sitzen sie fünf Tage die Woche an ihren Instrumenten, schließlich schläft die heimische Konkurrenz in Richmond nicht. Um technisch mit den anderen Schritt halten zu können, legen sie eine enorme Disziplin an den Tag.

Mark hält es nicht allzu lange in Chicago aus und kaum ist er wieder zurück in Richmond, steigt er bei den Jungs wieder ein. Schließlich sacken sie tatsächlich einen Deal mit Legion Records ein und veröffentlichen 1997 eine Split-EP mit Agents Of Satan. Ein Jahr später erscheint das selbstbetitelte Album, auf dem Today Is The Day-Sänger Steve Austin ein Gastspiel gibt. Kurz nach dem Album steigt Spear wieder aus und Chris' Bruder Will kommt ins Boot.

Namentlich wandeln sie sich vom Saulus zum Paulus und wollen nicht mehr am Priester zündeln, sondern sich fortan eher lammfromm geben. Nachdem sie bei Prosthetic Records unterzeichnen, nehmen Lamb Of God 2000 mit Steve Austin ihr Debüt "New American Gospel" auf. Gemeinsam mit Shadows Fall, Scissorfight, Darkest Hour, From Autumn To Ashes und Unearth geht es im Mai 2002 die Ostküste hoch und runter, bevor sie Ende des Jahres zurück ins Studio gehen, um den Nachfolger einzutüten.

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Dieser hört auf den Namen "As The Palaces Burn" und erfährt nicht nur durch Ex-Megadeth-Klampfer Chris Poland tatkräftige Unterstützung. Auch Devin Townsend legt als Produzent Hand an. Erneut geht es im Mai auf Tour, woran sich die Headbanger's Ball-Tour und zahlreiche, weitere Auftritte anschließen. Inzwischen sind sie über den Underground-Status hinaus gewachsen und besitzen einen Deal beim Majorlabel Epic in der Tasche.

Während sie "Ashes Of The Wake" aufnehmen, veröffentlichen sie mit "Terror And Hubris" ihre erste DVD. Auf "Ashes Of The Wake" assisitiert einmal mehr Chris Poland und sogar Testament-Saitenwizard Alex Skolnick. Nach einer mehr als erfolgreichen Ozzfest-Tour geht es mit Children Of Bodom, Fear Factory und Throwdown durch die Staaten, bevor Großbritannien in den Genuss der Band kommt. Parallel zu den Touren arbeiten Lamb Of God auch an der zweiten DVD "Killadelphia".

Epic beauftragen derweil Colin Richardson, das "Burn The Priest"-Album mit einem neuen Mix zu versehen, und Mark Morton gibt auf "Transgression" von Fear Factory eine Kostprobe ab. Nach diversen Sommer-Dates erscheind die DVD Anfang Dezember auch hierzulande.

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Anfang 2006 geht es erneut zurück ins Studio, um die Arbeiten an "Sacrament" aufzunehmen. Diese unterbrechen Lamb Of God nur kurz, um im Juni im Zuge der 'Unholy Alliance'-Tour die US-amerikanischen Bühnen zu entern, gemeinsam mit Slayer, Mastodon und Children Of Bodom. Als "Sacrament" in den Staaten erscheint, verkaufen die Musiker schon in der ersten Woche 63.000 Exemplare und entern sofort Platz acht der Billboard-Charts.

Das werte Teil erscheint hierzulande im September. Da sind die Lämmchen schon wieder mit der GiganTour in den Staaten unterwegs. Auf keiner größeren Festival-Tour fehlt die Band und doch beginnen sie bereits Anfang 2008 mit der Produktion der nächsten DVD. Die Adler-Brüder geben auch diverse Drum- und Gitarrenworkshops in dieser Zeit. Die DVD "Walk With Me In Hell" erscheint Ende Juni 2008 und überbrückt die Zeit bis zum nächsten Studioalbum, welches sie im Herbst in Angriff nehmen.

Ende des Jahres touren sie zwar noch mit Metallica, doch ansonsten konzentrieren sie sich komplett auf ihr fünftes Studioalbum. Das trägt den Namen "Wrath", erscheint im Februar 2009 und treibt den Härtegrad des Vorgängers noch ein wenig nach oben. Nach den ersten Abstechern auf den alten Kontinent Anfang Februar, sind sie wenig später bereits wieder in Australien und Japan aktiv, ehe der große Tourreigen in den USA steigt.

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Spätestens mit dem 2012 erscheinenden Album "Resolution" haben sich Lamb Of God als anerkannte und gefragte Band etabliert.

Ein herber Rückschlag ereilt die Band allerdings im selben Jahr: Auf der laufenden Europatournee wird Randy Blythe in Tschechien festgenommen. Die Anklage: Körperverletzung mit Todesfolge. 2010 stößt der Frontmann bei einem Konzert in Prag einen auf die Bühne gekletterten Fan. Dieser fiel auf den Hinterkopf und erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Randy kommt in Untersuchungshaft, wird aber schließlich gegen eine Kaution in Höhe von 400.000 Dollar wieder freigelassen. Im Dezember 2012 beginnt unter erheblichem Medienecho der Gerichtsprozess. Lamb Of God, die zwischenzeitlich gezwungen sind, sämtliche Aktivitäten ruhen zu lassen, treibt der Vorfall beinahe in den Bankrott. Knapp ein Jahr nach der Festnahme wird Blythe schließlich freigesprochen.

Die Geschehnisse reflektiert die Band nicht nur in dem 2014 erschienenen Dokumentarfilm "As The Palaces Burn". Das 2015 erscheinende Album "Sturm Und Drang" enthält Texte, die Blythe während seiner Inhaftierung schreibt. Kurz zuvor erscheint bereits Randys autobiographisches Buch "Dark Days: A Memoir", das sich ebenfalls zu großen Teilen mit der Haft auseinandersetzt.

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Lamb Of God in Böblingen 2006 Lamb Of God sorgen auch vor Slayer für mächtig Bewegung.

Lamb Of God sorgen auch vor Slayer für mächtig Bewegung., Lamb Of God in Böblingen 2006 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Lamb Of God sorgen auch vor Slayer für mächtig Bewegung., Lamb Of God in Böblingen 2006 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Lamb Of God sorgen auch vor Slayer für mächtig Bewegung., Lamb Of God in Böblingen 2006 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Lamb Of God sorgen auch vor Slayer für mächtig Bewegung., Lamb Of God in Böblingen 2006 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Termine

Di 17.11.2015 Stuttgart (LKA Longhorn)
Do 19.11.2015 Oberhausen (Turbinenhalle)
Fr 20.11.2015 Wiesbaden (Schlachthof)
Mi 25.11.2015 München (Kesselhaus)
Sa 28.11.2015 Leipzig (Haus Auensee)

Surftipps

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