Porträt

laut.de-Biographie

Throwdown

Im Sommer 1997 entsteht im sonnigen Orange County in Kalifornien aus einer Laune heraus die Band Throwdown. Gitarrist Tommy Love, Basser Dom Macaluso, Shouter Keith Barney, Drummer Marc Jackson und Klampfer Javier Van Huss bringen noch im selben Jahr, ebenfalls unter dem Titel "Throwdown", ihre erste Single heraus und praktizieren derbsten Hardcore, einen sicheren Garanten für blutige Moshpits. Ihr Name birgt übrigens eine sarkastische Anspielung auf die meist recht klapprige Statur der fünf Gesellen.

Schon im darauf folgenden Jahr stellen sie ihren ersten Longplayer "Beyond Repair" via Indecision Records in die Läden. Bereits kurz nach der Veröffentlichung steht Brandon Schiapetti an Stelle von Van Huss an der zweiten Gitarre. Er bleibt der Band aber auch nicht lange erhalten und kratzt nach der nächsten Single schon wieder die Kurve.

Seinen Platz nimmt Dave Peters ein, der 2000 mit Throwdown das Werk "You Don't Have To Be Blood To Be Family" einprügelt. Als nächster verlässt Drummer Marc die Formation. Für ihn kommt der ehemalige Eighteen Visions-Fellgerber Ken Floyd.

Mit Eighteen Visions verbindet Throwdown eine seltsame Gemeinschaft: nicht nur, dass die Bands häufig gemeinsam auf der Bühne stehen, sie tauschen auch locker flockig ihre Mitglieder aus. Van Huss, Schiapetti, Peters und Brüllwürfel Dave Peters haben alle irgendwann mal bei Throwdown und danach oder davor bei Eighteen Visions in Lohn und Brot gestanden, oder tun dies immer noch.

Neben einer tiefen Freundschaft verbindet die beiden Bands auch ihr striktes Festhalten an der Straight Edge-Szene, der sie sich verpflichtet fühlen. Wie in diesen Kreisen üblich, prägen Begriffe wie 'true', 'straight', 'family', 'traitor' und alles, das dem Tough-Guy-Image zuträglich ist, die Texte von Throwdown.

Ihr nächstes Werk "Haymaker" erscheint 2003 bei Trustkill Records. Über Roadrunner, die den Vertrieb für Trustkill in Europa übernehmen, gibt es das Album Anfang Oktober 2004 auch in Deutschland. Die Platte verpasst Fans von Hatebreed oder A Perfect Murder einen Satz heiße Ohren. Fast zur selben Zeit erscheint auch die DVD "Together, Forever, United".

Neben einigen Nebenprojekten fahren Throwdown gemeinsam mit Children Of Bodom, Fear Factory und Lamb Of God die Ozzfest-Tour mit. Im Januar 2005 entern sie mit Produzent Zeuss (Hatebreed, Shadows Fall) die Planet Z Studios und nehmen "Vendetta" auf.

Inzwischen steht nur noch Matt Mentley an der Gitarre und Ben Dussault sitzt hinter den Drums. Das Album erscheint in den Staaten schon im Juni, weshalb Throwdown den Sommer über im Rahmen der 'Sounds Of The Underground'-Tour mit Opeth, Chimaira, Poison The Well, Unearth und einigen Bands mehr in den USA auf Tour gehen. In Europa erscheint "Vendetta" Ende Juli.

Zwar setzen Throwdown Ende des Jahres auch nach Europa über, doch dort kommt nur Großbritannien in den Genuss der Band, wo sie mit Arch Enemy und Strapping Young Lad unterwegs sind. Tourpausen sind nur was für Weicheier. So bleiben die Jungs quasi ununterbrochen on the road. Kleineren Touren im Frühjahr folgt die 'Sthress'-Tour im Sommer. Im Herbst gehts mit Evergreen Terrace und Maylene & The Sons Of Disaster direkt weiter.

Wo sie die Zeit finden, zwischendrin auch noch ein weiteres Album zu schreiben und aufzunehmen, bleibt Throwdowns Geheimnis. Zumal sie mit Mark Choiniere einen neuen Gitarristen einlernen müssen, da Matt den Bass von Dom Macaluso übernommen hat. Mark scheint aber ein genauso großer Fan von Dimebag Darrell zu sein, so werden die Pantera-Einflüsse auf "Venom & Tears" nicht weniger. Den Europa-Vertrieb hat mittlerweile SPV für Trustkill übernommen, und so liegt die Scheibe Anfang August in den Regalen. Wie nicht anders zu erwarten, ist die Band zu der Zeit schon wieder unterwegs.

Nachdem sie im Anschluss an die Veröffentlichung einmal mehr ununterbrochen getourt haben, machen sich Throwdown erst Ende 2009 wieder an ein neues Album. Auf "Deathless" sind die Parrallelen zu Pantera nach wie vor zu finden, doch entwickeln Throwdown mehr und mehr einen eigenen Stil.

Nach fast fünf Jahren entern Throwdown zusammen mit Produzent Zeuss das Studio und stellen das siebte Werk "Intolerance" fertig. Für die Studiosessions nimmt Jarrod Alexander hinter dem Drumkessel Platz, während Sänger Dave Peters hauptsächlich die Ideen für die elf neuen Songs beisteuert. Seit "Haymaker" ist er das einzig verbliebene Mitglied.

Über die Jahre hat die Orange County-Band ihren eigenen Stil entwickelt. Die Vergleiche mit Pantera treffen nur noch auf die Gesangskunst von Dave Peters zu.

Alben

Throwdown - Intolerance: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2014 Intolerance

Kritik von Uli Brechtold

Kompromisslos, hart und eigenständiger als je zuvor. (0 Kommentare)

Throwdown - Vendetta: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Vendetta

Kritik von Michael Edele

Hardcore-Brett mit deftiger Metal-Schlagseite. (0 Kommentare)

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