Porträt

laut.de-Biographie

Poison The Well

Die Wurzeln von Poison The Well gehen auf eine Band namens An Acre Lost zurück, die von Sänger Aryeh Lehrer und Gitarrist Ryan Primack in Südflorida gegründet wurde.

Nach der Namensänderung in Poison The Well spielen in der Band bis 1998 insgesamt drei verschiedene Gitarristen, drei unterschiedliche Sänger, drei Bassisten geben sich die Klinke in die Hand, und der Platz auf dem Drumhocker wird ebenfalls herum gereicht. Es dauert also eine ganze Zeit lang, bis sich neben Klampfer Ryan noch der zweite Saitenschrubber Derek Miller, Shouter Jeff Moreira, Basser Mike Gordillo und Drummer Chris A. Hornbrook einfinden.

In dieser Besetzung gelingt es ihnen endlich, ihre erste EP "Distance Only Makes The Heart Grow Fonder" über das belgische Good Life Recordings Label zu veröffentlichen. Zu dieser Zeit sind die Jungs noch alle auf der Highschool und müssen sich ihre Tourpläne also so zurecht legen, dass ihre Schulzeiten darunter nicht leiden. Durch den Erfolg der EP erregen sie die Aufmerksamkeit von Trustkill Records und haben recht schnell ein Angebot von ihnen auf dem Tisch. Somit machen sie sich im Oktober '99 an die Aufnahmen zu "The Opposite Of December" und gehen anschließen ausgedehnt auf Tour.

Da alle inzwischen die Highschool abgeschlossen haben, steht der Verbreitung ihres aggressiven Metalcore mit leichten Melodie-Anflügen, nichts mehr im Wege. Zwischen Anfang 2000 und Ende 2001 sind Poison The Well beinahe konstant auf Tour und teilen sich den Bus unter anderem mit Cryptopsy oder Candiria. Die Zeit dazwischen nutzen sich natürlich, um am Nachfolger "Tear From The Red" zu arbeiten, der 2002 erscheinen soll. Allerdings blieb bei den ganzen Touren Basser Mike auf der Strecke, weswegen für in Jav Van Huss (Ex-Eighteen Visions) in die Stahlsaiten greift.

Als das Album erscheint ist schnell klar, dass sich das Quintett zu besseren Songwritern entwickelt hat. Zwar ist die Härte und die Aggression des Metalcores nach wie vor zu hören, doch die Melodien nehmen einen größeren Raum ein. Vor allem Sänger Jeff klingt in manchen Momenten schwer nach Deftones' Chino Moreno. Das macht den Sound von Poison The Well aber nur variabler und somit auch für eine breitere Käuferschicht interessant. Dass der Posten am Bass inzwischen schon wieder diverse Male gewechselt hat, ist dabei fast schon Nebensache.

Da die finanziellen Möglichkeiten von Trustkill begrenzt sind, wechseln die Jungs zum Major Label Atlantic und veröffentlichen dort ihr drittes Langeisen "You Come Before You". Auch auf diesem Album geht die Tendenz eindeutig zu noch mehr Melodie, und Vergleiche mit Incubus, den Deftones, Refused oder in den härteren Momenten auch zu Hatebreed, sind nicht selten. Atlantic lässt es sich natürlich auch nicht nehmen, die beiden ersten Scheiben neu aufzulegen, und so erscheinen im Oktober 2004 sowohl "The Opposite Of December" als auch "Tear From The Red" über Roadrunner Records nochmals in Deutschland.

In den Staaten ist die Band Teil der Vans Warped-Tour und steht neben Acts wie Rancid, Avenged Sevenfold, Andrew W.K. oder Less Than Jake auf der Bühne. Auf den Europadates mit The Dillinger Escape Plan sieht man schon wieder ein neues Gesicht am Bass. Erst mit Brown - der seine ersten Gastspiele auf der Tour mit Kittie, Shadows Fall und Killswitch Engage gibt - kommt so etwas wie Ruhe ins Line-Up. Der Tourmarathon nimmt und nimmt kein Ende und im September 2004 muss Gitarrist Derek Miller einsehen, dass ihm der Stress zuviel wird. Er nimmt seinen Hut und gibt den Posten an Jason Boyer (Ex-All Hell Breaks Lose).

Ob einer der Jungs tatsächlich noch Miete zahlt oder sogar eine eigene Wohnung hat, ist zweifelhaft. Zuhause scheint sich jedenfalls keiner der Musiker lange aufzuhalten, denn auch 2005 und 2006 stehen ganz im Zeichen von Live-Auftritten. Der Ausflug zum Majorlabel war schön aber nicht von Dauer und so stehen sie letztendlich bei Ferret unter Vertrag, die sich über die Dauertourer freuen. Fast vier Jahre nach dem letzten Album "You Comes Before You" steht endlich der Nachfolger "Versions" in den Regalen.

Die Fluktuation innerhalb der Band setzt sich allerdings nahtlos fort und so besteht der Kern nach wie vor nur aus Sänger Jeffrey, Gitarrist Ryan und Drummer Chris. Für die Live-Dates, die schon wieder bis Ende Mai anstehen, springen Michael MacIvor (Bass) und Brad Clifford als bezahlte Session-Musiker ein.

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Apathy Is A Cold Body
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