Porträt

laut.de-Biographie

Eighteen Visions

Orange County hat unzählige Bands hervorgebracht, manche groß, andere klein, aber eine Band wie Eighteen Visions dürfte selbst hier etwas besonderes sein. Musikalisch definitiv der Hardcore-Gemeinde zugehörig, lässt ihr Äußeres aus dem Blickwinkel der Szene-Polizei doch arg zu wünschen übrig. Nein, so einfach machen sie es einem nicht. Mit Schubladendenken kommt man bei Eighteen Visions nicht weit. Sie tragen gerne auch mal ein Hemd und gestyltes Haar ist Pflicht. Harte Musik, schön verpackt als Gesamtkunstwerk.

Seit Mitte der Neunziger betreiben James Hart (voc.), Ken Floyd (git.), Mick Morris (bass) und Keith Barney (git.) die Band. Moment, fehlt da nicht ein Drummer? Richtig. Trevor Baby stößt erst spät hinzu, denn zu Beginn der Eighteen Visions sitzt Floyd hinter den Fellen, wechselt aufgrund seiner Songwriter-Fähigkeiten allerdings an die Axt, und Baby heuert als neuer Schießbudenmann an. Zuvor veröffentlichen Eighteen Visions allerdings als Vierer sechs Platten, die alle Spielarten der harten Gitarrenmusik variieren, von Hardcore über Metalcore bis zu Screamo.

Während die beiden ersten Alben "Yesterday Is Time Killed" und "Lifeless" bei Kleinstlabeln erscheinen, zeichnet ab dem 2000er Release "Until The Ink Runs Out" das Hardcore-Label Trustkill für die Veröffentlichungen von Eighteen Visions verantwortlich. Das Album "Vanity" von 2002 ist vielleicht das einzige Hardcore-Album mit schreiend pinkem Cover, und auch das eher klassisch anmutende Artwork von "Obsession", das im Februar 2005 hierzulande erscheint, erteilt dem ungeliebten Schubladendenken wieder mal eine Absage.

Im Juni 2006 kommt, mit wesentlich düsterem Cover, die Platte "18 Visions" auf den Markt. Nicht mal ganz ein Jahr später, im April 2007 löst sich die Band dann, für Fans sehr überraschend, auf. Kleiner Trost für die US-Fans sind die zwei Abschiedskonzerte, einmal am 19. April in San Diego und einen Tag später in Anaheim.

Alben

Eighteen Visions - Obsession: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2005 Obsession

Kritik von Mathias Möller

Eine Hardcore-Platte darf nicht so sauber klingen. (0 Kommentare)

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