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Als der Death Metal Ende der 80er, Anfang der 90er kräftig rollt, geht es den meisten Bands darum, so schnell und brutal wie möglich zu wirken. Ein paar Jungs aus Halifax in England verzichten 1988 dagegen auf übertriebenes Gebretter und versuchen, Brutalität eher durch langsame, schleppende Riffs zu erreichen.
Die fünf Burschen hören auf die Namen Nick Holmes (Vocals), Greg Mackintosh (Gitarre), Aaron Aedy (Gitarre), Stephen Edmondson (Bass) und Matthew 'Tuds' Archer (Drums). Um dem düsteren, mit Death Growls intonierten Sound ihrer Band Rechnung zu tragen, leihen sie sich bei John Milton den Namen seines größten Werkes aus: Paradise Lost. Ihre Mischung aus Doom und Death Metal bannen sie auf zwei Demo Tapes, ehe das aufstrebende Label Peaceville Records auf sie aufmerksam wird.
Dieses veröffentlicht 1990 das Debüt "Lost Paradise". Darauf hält man sich noch relativ treu an das Konzept der beiden Demos, hinterlässt aber international schon einigen Eindruck bei Presse und Fans. Mit Kay Field haben Paradise Lost als erste Death Metal-Band weiblichen Gesang auf ihrer Scheibe.
Vor allem die Tatsache, dass sie sich stilistisch fast schon im Doom Bereich bewegen, aber auch die kryptisch-interessanten Texte von Shouter Nick Holmes machen von Anfang an den Reiz der Engländer aus.
Einen Quantensprung legen sie mit ihrem zweiten Werk "Gothic" hin. Das ein Jahr später erscheinende Album definiert quasi einen neuen Stil: Gothic Metal. Obwohl die Sisters Of Mercy schon wiederholt auf weiblichen Gesang zurückgegriffen haben, handelt es sich im extremen Metal dabei mehr oder minder um ein Novum.
Sarah Marrion leiht Paradise Lost auf dem Album ihre Stimme, auch The Raptured Symphony Orchestra trägt zum Erfolg der Scheibe bei. Diese Verbindung tritt eine Welle los, die unzählige andere Bands gebiert, die ebenfalls Death Growls mit weiblichem Gesang kontrastieren.
Peaceville kann mit der schnellen Entwicklung der Band nicht mithalten. Diese wechselt zu Music For Nations. Dort erscheint 1993 "Shades Of God", das noch weniger mit dem Death Metal der Vergangenheit zu tun hat. Stattdessen importieren die Briten immer mehr Elemente des Gothics in ihren Sound. Vor allem Nick hat sich stimmlich enorm verbessert.
Vom Label werden sie aber, vollkommen deplatziert, mit Kreator und Morbid Angel auf US-Tour geschickt. Dass Paradise Lost da mit ihren langsamen, melancholischen Songs nicht reinpassen, ist klar. Es folgt eine erfolgreichere Tour durch Europa und heavy rotation auf MTV, sowie Lobeshymnen von Größen wie Metallica.
Obwohl der Weg steil nach oben weist, zeichnet sich immer mehr ab, dass Tuds mit der Entwicklung nicht so recht Schritt halten kann. "Icon" markiert den absoluten Durchbruch für Paradise Lost. Nach der Veröffentlichung trennt sich die Band von Tuds.
Die Platte ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert: Nick singt plötzlich und erinnert dabei nicht selten an James Hetfield. Die Mischung aus den gefühlvollen Leads von Greg und den simplen, aber druckvollen Riffs von Aaron ist einzigartig, das Album gerät zum absoluten Meisterwerk.
Matts Nachfolge tritt der ehemalige Life-Drummer Lee Morris an, der sein Debüt auf dem überall gelobten "Draconian Times" abgibt. Das Album setzt den Weg des Vorgängers konsequent fort und verfeinert die Stärken noch etwas. Auf der Limited Edition gibt es noch eine Coverversion des Sisters-Hits "Walk Away", mit denen die Engländer wenig später auch auf Tour gehen.
Auch wenn sie live nicht wirklich überzeugen, (auf der "Icon" Tour im Vorprogramm von Sepultura erscheinen sie wieder völlig deplatziert), ist der Erfolg nicht von der Hand zu weisen. Touren in Japan, Australien, Brasilien und Mexiko folgen, allein in den USA sind sie nicht unterwegs.
Dann aber verstören sie viele Fans und Kritiker 1997 mit der Veröffentlichung von "One Second". Auf dem sechsten Album tönen auf einmal verstärkt elektronische Elemente, dafür weniger Gitarren. Drumcomputer und Synthies bedeuten für viele Fans ein harte Nuss. Die Band orientiert sich hörbar Richtung Charts und nimmt dafür einen deutlichen Verlust an Härte in Kauf.
Nick hat seinen Gesang erneut weiter entwickelt, dabei aber den rauen Charme seiner Stimme eingebüßt. Vor allem live auf der Bühne bringt der Mann seine Gesangslinien noch nicht allzu sicher. Doch der Erfolg scheint Paradise Lost recht zu geben: Das Album landet recht hoch in den Charts. Für die Single "True Belief" versuchen sie sich sogar an einer Coverversion von The Smiths.
Nach der Best Of "Reflections" gehen sie mit "Host" noch einen Schritt weiter und landen beim Major Label EMI Electrola. Der Name Depeche Mode schwebt wie ein übermächtiger Schatten über dem Album. Greg und Nick machen aus ihrer Vorliebe für die Band keinen Hehl, auch ihr Outfit hat sich radikal verändert.
Die Fans reagieren enttäuscht, etliche der ehemals zahlreichen Fanpages machen dicht oder verkümmern. Obwohl viele aus dem Metal-Genre der Band den Rücken kehren, gewinnen Paradiese Lost zahlreiche neue Anhänger dazu.
Folglich findet sich aus verkaufstechnischer Sicht auch keinen Grund, auf "Believe In Nothing" große Veränderungen vorzunehmen. Ganz im Gegenteil holen sich Paradise Lost mit John Fryer den ehemaligen Depeche Mode- und HIM-Produzenten und spielen ein Album ein, das mindestens ebenso viel Lob wie Tadel einfährt.
Trotzdem muss man erwähnen, dass sie die Gitarren wieder etwas mehr braten lassen. Nach der Scheibe trennen sich Band und Label. Paradise Lost finden beim deutschen G.U.N Records Label eine neue Heimat.
Dort erscheint Ende Oktober 2002 "Symbol Of Life". Elektro-Papst Rhys Fulber (Front Line Assembly/Fear Factory) produziert das Album, auf dem sich ein gewisses Back-to-the-roots-Feeling ausmachen lässt. Die Gitarren gewinnen noch mehr an Dominanz, aber der letzte Biss scheint der Scheibe noch zu fehlen.
Für die Dates in Europa sind sie anschließend mit Within Temptation und Lithium unterwegs, ehe sie mit Opeth und Tapping The Vain durch die USA ziehen. Nach ein paar Skandinavien-Abstechern mit Amorphis gibt Lee seinen Ausstieg bekannt, da er sich nie wirklich in die Band integriert fühlte.
Nach einiger Zeit der Ruhe kündigen Paradise Lost ihr zehntes Album an, das sie schlicht mit dem Bandnamen betiteln. Für die Aufnahmen haben sie sich den Blaze-/Kill II This-Drummer Jeff Singer geholt. Tapping The Vain Sängerin Heather Thompson übernimmt ein paar Backing Vocals. Nicht nur die Haare von Nick und Greg sind wieder gewachsen, auch "Paradise Lost" ist deutlich härter und rauer, als alles was sie seit "One Second" von sich gegeben haben.
Ob sie auch als Live-Band dazu gewonnen haben, wollen sie eigentlich im April 2005 im Vorprogramm von Judas Priest unter Beweis stellen, müssen aber absagen, da Greg gesundheitlich angeschlagen ist.
Dafür sind sie kurz darauf mit den Israelis von Orphaned Land unterwegs. Doch der Gesundheitszustand von Greg bleibt bedenklich, weswegen er bei den Konzerten in Kiev, St. Petersburg, Bukarest und Sofia nicht teilnehmen kann. Jeff ist mittlerweile fester Bestandteil der Band. Mit ihm machen sich Paradise Lost an die Aufnahmen zum elften Studioalbum. Als diese schon halb durch sind, unterzeichnen sie einen neuen Deal bei Century Media und stellen die Scheibe in Kanada fertig.
Im November 2006 sind sie mit Opeth in England unterwegs und veröffentlichen Mitte Mai des folgenden Jahres mit "In Requiem" ein wirklich starkes Album, zu dem Nick auch im Interview Stellung bezieht.
In Europa stellen sie das Album im September schon mal vor, ehe es im Oktober/November mit Nightwish durch die USA geht. Außerdem erscheint Ende November noch die Dokumentation "Over The Madness", die bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wird. Es soll nicht die einzige DVD der Band bleiben: Schon Ende Mai 2008 legen sie mit "The Anatomy Of Melancholy" nach, auf der es einen guten Live-Durchschnitt der bisherigen Schaffensphase von Paradise Lost zu sehen gibt.
Dass sie als Liveband leider alles andere als überragen, stellen Paradise Lost kurz zuvor auch schon wieder auf dem Rock Hard Festival 2008 unter Beweis. Da ist Jeff Singer noch dabei, aber im August lässt er über die offizielle Homepage vermelden, er steige aus familiären Gründen aus der Band aus. Deshalb fallen die geplanten Südamerika-Dates aus, die europäischen Termine bestreiten Paradise Lost mit einem Aushilfsdrummer.
Die Arbeiten am nächsten Album starten die Briten ebenfalls mit einem bezahlten Studiodrummer. Allerdings meldet sich kurz vor den Aufnahmen im März der ehemalige At The Gates/Cradle Of Filth-Schlagzeuger Daniel Erlandsson bei ihnen. Durch Jeff Walker (Carcass) hat er vom verwaisten Drumhocker bei seinen alten Kumpels von Paradise Lost erfahren und ist nach einem kurzen Vorspiel dabei.
Bevor das neue Album im September erscheint, kommt Ende Mai bereits "Drown In Darkness - The Early Demos" heraus. Darauf gibt es die remasterten Demos "Paradise Lost" von 1988 und "Frozen Illusion" von '89 zusammen mit sechs Live-Tracks des "Plains Of Desolation"-Bootlegs ebenfalls von '89 zu hören. Um auf die Scheibe "Faith Divides Us - Death Unites Us" einzustimmen, gibt es eine Pre-Listening-Session in der Dortmunder Zeche Hugo, wo Sänger Nick Holmes die anstehende Veröffentlichung Stellung kommentiert.
Das Album markiert einen weiteren Silbruch bei den Briten und bringt ihnen anfangs wenig Glück. Gitarrist Gregor Mackintosh muss einen Krankheitsfall in seiner Familie verkraften und wird auf der Europatournee kurzfristig von Terrorvision-Keyboarder Milly Evans ersetzt. Im September 2010 headlinen die Jungs die Jägermeister-Bühne des Ozzfest, bevor man auf die Idee kommt, dass v15-jährige Jubiläum des Überalbums "Draconian Times" live zu zelebrieren.
Dies passiert bei sieben ausgewählten Konzerten in Europa, bei denen Paradise Lost das gesamte Album spielen und noch den einen oder anderen Song ergänzen. Das London-Konzert erscheint im November 2011 auf der Doppel-DVD "Draconian Times MMXI", die mit allerlei Bonusmaterial aufwartet.
Nick Holmes zum Drummer-Wechsel und dem Album, das seit heute online steht.
In der Zeche Hugo luden Paradise Lost zur Listening Session für das neue Album "Faith Devides Us - Death Unites Us". Seit heute steht die Scheibe auch auf MySpace (siehe Surftipps).
Nachdem der erste Höreindruck von "Faith Devides Us - Death Unites Us" ziemlich positiv ausfiel, war es natürlich keine Frage, dass wir Sänger Nick Holmes auch noch zum Gespräch baten. Während Gitarrist Greg Mackintosh von diversen Gläsern Rotwein bereits odentlich Schlagseite hat und seine Interviewpartner sich einigen Herausforderungen gegenüber sehen, den fiesen Akzent des Briten zu verstehen, macht Nick Holmes noch einen ausgesprochen frischen und aufgeweckten Eindruck.
Zwar ist die Aussprache des Sängers kaum weniger undeutlich, als die seines Gitarristens, doch man muss ja schließlich auch mal was arbeiten für sein Geld.
Nick, was hältst du denn von der ganzen Veranstaltung hier?
Oh, ich finde das eigentlich ziemlich cool. Die Location hier ist der Hammer.
Aber der Sound war jetzt leider nicht so der Brüller.
Naja, so schlimm fand ich das jetzt nicht. Man konnte schon erkennen, worum es geht (lacht).
Durchaus. Ich nehme mal an, du hast das Album schon mal zuvor gehört und das war nicht die Premiere für dich.
Puh, ich hab die Scheibe mindestens schon 500 mal gehört und ich bin ausgesprochen zufrieden damit. Das ging mir weiß Gott nicht mit jeder Scheibe von uns so (lacht).
Was hast du denn die ganze Zeit gemacht, während wir uns das Album angehört haben. Ist das für dich interessant, die ganzen Journalisten dabei zu beobachten und ihre Reaktionen zu sehen?
Auf jeden Fall! Das ist ja etwa wie wenn man als Maler bei seiner Ausstellung die Reaktionen der Besucher beobachtet. Ok, wir sind ziemlich stolz auf die Scheibe und setzen recht hohe Erwartungen in sie. Wenn wir nicht so überzeugt von den Songs wären, hätten wir uns wahrscheinlich nie hier raus mit euch gewagt (lacht). Dann hätten wir wahrscheinlich Aaron geschickt. Aber ganz ehrlich, ich hör mir das Album mindestens einmal die Woche an. So was habe ich sonst eigentlich kaum mit den eigenen Scheiben gemacht, und das Teil ist jetzt seit Februar im Kasten. Ich denke wirklich, dass wir mit "Faith Devides Us – Death Unites Us" viele Fans zufrieden stellen werden. Allen kann man es eh nie recht machen.
Da bin ich mir sicher. Einige der Songs haben mich deutlich an die "Icon"- und "Draconian Times"-Zeiten erinnert. Einer könnte mit seinen tonnenschweren Riffs sogar von "Lost Paradise" stammen.
Oha, nicht schlecht! Ich denke, dass auf dem Album alle Stärken von uns sehr gut gebündelt wurden. Man kann so ziemlich aus jeder Ära unseres Schaffens Merkmale finden, wobei der Schwerpunkt definitiv auf unserer früheren Phase liegt. Allerdings sind wir inzwischen in der Lage, aus geilen Riffs gute Songs zu schreiben. Das war früher nicht immer der Fall. Das kam meiner Meinung nach erst so in der "Host"-Phase. Jetzt kombinieren wir diese Fähigkeit mit den Riffs aus unserer Frühphase. Selbst einige Death Metal-Riffs können wir so nun anständig verarbeiten. Das ist wohl das, was du mit "Lost Paradise" verbindest.
Ihr arbeitet ja bei einigen Songs mit arabischen Skalen.
Ja, das war natürlich Gregs Idee. Ich war da eigentlich erst mal dagegen, weil das auch meine Art zu singen und die Arrangements beeinflusst. Aber letztendlich klingt das einfach so geil, dass man da nichts dagegen haben KANN (lacht). Also musste ich mir eben was ausdenken, das zu dem Sound passt.
Die meisten der Tracks zünden eigentlich direkt beim ersten Hören, aber eine Nummer wie "Living With Scars" muss doch auch für dich verdammt schwer gewesen sein. Wie hast du darauf denn bitte eine Gesangslinie gefunden?Alter, da sprichst du was an … Ich arbeite bei so was gern so, dass ich das jeweilige Riff als Loop laufen lasse und dann mehrere Gesangslinien ausprobiere. So kann ich dann Stück für Stück vorgehen und das Ganze schließlich zusammen setzen. Wenn irgendwas nicht passt, kommt es eben in die Tonne. Aber an dem Song hab ich mir echt fast die Zähne ausgebissen. Greg hat auch Ewigkeiten an der Nummer gesessen und dran rumgebastelt. Der Song ging mir irgendwann richtig auf den Sack, weil ich echt nicht wusste, wie ich da ran gehen sollte. Aber letztendlich hat uns das so viel Arbeit gekostet und wir sind mit dem Ergebnis so zufrieden, dass er doch noch auf dem Album gelandet ist.
Hattet ihr schon mal die Situation, dass Greg mit einem Song ankam und du nur dachtest: 'Fuck you, dazu find ich nie ne Gesangslinie'?
Ständig, Mann. Ständig (lacht). Ich versuche dann natürlich doch immer was zu finden, aber manchmal funktioniert das einfach nicht und alles, was ich versuche, klingt irgendwie dämlich. Dann geht der E-Mail-Verkehr zwischen mir und Greg natürlich los und ich beschwer mich über die bekloppten Riffs und Melodien die er schreibt. Er sagt mir dann, dass ich mich gefälligst mal anstrengen und mir was ausdenken solle, usw. Da sind schon einige gepfefferte Mails zwischen uns hin und her gegangen. Manchmal läuft es aber auch einfach darauf hinaus, dass ich über einen bestimmten Part gar nichts singe, weil die Melodie von Greg einfach auch ohne bestens funktioniert. Aber eigentlich sollte man per E-Mail nie diskutieren, vor allem nicht, wenn es Streitpunkte gibt. Man weiß nie, wie das vom anderen jetzt genau gemeint ist, weil man ja keine Mimik, Gestik oder Klangfarbe der Stimme zur Verfügung hat. Das gibt meist nur noch mehr Missverständnisse. Aber bis auf den Song hatten wir eigentlich kaum Probleme bei der neuen Scheibe.
Zu "In Truth" schrieb Greg in der Songinfo: Ein experimenteller Song, der sicherlich die Meinung spalten wird.
Der Meinung bin ich auch. Wir haben lange an dem Song gearbeitet und versucht, ihn vielleicht ein wenig straighter und eingängiger zu gestalten, aber das Ergebnis klang irgendwie nur nach wischiwaschi. Deswegen haben wir letztendlich diese Version genommen. Das Stück erinnert ein wenig an "Christendom" von "Icon". Das war ebenfalls ein recht experimenteller Song. Ich glaube aber nicht, dass wir "In Truth" sonderlich oft live spielen werden. Der Song entstand aus einer besonderen Situation heraus und deswegen wollten wir ihn auf dem Album haben. Es hat einen ganz besonderen Vibe.
Du variierst deinen Gesang sehr stark auf dem Album. Denkst du beim Entwerfen der Gesangslinien eigentlich auch immer schon an die Live-Situation, oder ist es dir wichtiger, auf dem Album deine Vorstellungen genau umsetzen zu können?
Ich denke eigentlich schon jedes Mal auch an die Live-Situation. Viele Songs werden ja live schon mal von uns getestet, ehe wir sie im Studio aufnehmen. Bis auf wenige Ausnahmen gingen die Gesangsaufnahmen dieses Mal relativ schnell von der Hand, wobei die Growls deutliche schneller und einfacher aufzunehmen sind, als die Klargesang-Sachen. Wir haben beim Songwriting aber generell die Live-Situation im Hinterkopf, denn es hört ja mit den Aufnahmen nicht auf. Das kannst du machen, wenn du deine Band eh nur als Studiokonzept angelegt hast, aber Paradise Lost sind ja eine Liveband. Aber so konkret mach ich mir da auch keine Gedanken drüber, da ich ja im Studio auch nicht mit irgendwelchen Hilfsmitteln arbeite. Ich geh mal davon aus, dass ich das, was ich im Studio bringe, auch live reproduzieren kann. Noch bin ich nicht zu alt für den Scheiß (lacht).
Was soll ich sagen. Er hat seine Entscheidung getroffen, und auch wenn wir seine Entscheidung bedauern, können wir ihn voll und ganz verstehen. Er hat zwei kleine Kinder und mit uns war er schon lange und viel unterwegs, weswegen er sie nicht so oft gesehen hat, wie er sich das wünschte. Außerdem kam letztendlich nicht genügend Geld bei der Sache rum, um eine richtige Familie ernähren zu können. Er hilft uns aber hin und wieder noch aus, wenn Adrian Erlandsson, der neue Drummer, gerade verhindert ist. Die Trennung von Jeff verlief in aller Freundschaft und wir treffen uns noch hin und wieder, da gab es kein böses Blut.
Adrian hat aber noch nicht auf der Scheibe gespielt, oder?
Nein, er ist erst später bei uns eingestiegen. Auf der Scheibe hat Peter Damin gespielt, der ein absolut fantastischer Drummer ist und wirklich alles spielen kann. Er hat sogar mal bei Doctor Alban gespielt, du weißt schon, der Zahnarzt mit diesem "It's My Life" …
Du verarschst mich!
Nein, ehrlich. Er hat auf der Scheibe gespielt und auch auf diversen Reggae-Sachen. Er spielt hauptsächlich als Studiodrummer, hat aber auch eine eigene Band in Schweden. Das ist eher so ne Hardrock-Sache, aber die Schweden stehen drauf. Schwedische Musiker sind echt der Hammer, der Kerl hat seine Sachen in drei Tagen eingespielt. Wenn du mal nen guten Metal-Musiker brauchst, such ihn in Schweden!
Die haben da aber auch ganz andere Möglichkeiten und werden schon in frühester Jugend als Musiker gefördert. Davon kannste in Deutschland höchstens träumen.
Klar, das ist in England nicht anders. In Schweden spielt ja auch jeder Metalfan in mindestens zwei Bands. Und jetzt haben wir mit Adrian schon den nächsten Schweden in der Band. Ich finde eigentlich, dass jede Band ihren eigenen Schweden haben sollte. Mindestens einen! (lacht).
Wie wahr, wie wahr …
Nick Holmes über rosa Drumkits, schwer zu deutende Texte und Musiker-Kommentare.
Als ich früh morgens ins Büro von Century Media rein schneie, ist noch nicht viel los - mir wird erst einmal ein Kaffee angeboten. Als ich etwas befremdet auf die rosafarbene Tasse schaue, macht mir der Blick auf die Alternative (die Tasse vom Kollegen, die schon seit der Wiedervereinigung nicht mehr gespült wurde) klar, dass rosa doch gar nicht so schlecht ist.
Allerdings lässt mich die Aussage von Promoter Gerrit, dass es sich bei Nick Holmes und Greg Mackintosh um zwei ausgesprochen lustige Vögel handeln soll, ein wenig am Verstand des Mannes zweifeln. Paradise Lost als Spaßvögel? Habe ich da was verpasst? Ganz offensichtlich, denn als ich wenig später (mit der rosa Tasse in der Hand), den Raum betrete, in dem Sänger Nick Holmes auf mich wartet, begrüßt der mich trotz der frühen Tageszeit und der etwas unruhigen Nacht in der Nähe des Hotellifts mit einem breiten Grinsen, nachdem er die Tasse gesehen hat.
Hey Nick, Gerrit bat mich, dich direkt mal nach der "In Dub"-EP zu fragen, da du dich gestern darüber beschwert hast, dass man euch nur auf eure alten Scheiben anspricht.
Hahaha, das stimmt. Wieso gerade auf die "In Dub"-EP?
Weil ich die auch noch als Vinyl daheim habe.
Ah, ok. Das ist nach wie vor eine gute Scheibe, die inzwischen recht schwer zu bekommen ist. Das war die erste EP, die wir aufgenommen haben und die war richtig laut, hahaha. Das ist auf Vinyl immer so eine Sache. Aber ich finde das Teil nach wie vor klasse. Die müsste inzwischen sogar einiges wert sein.
Hm, muss ich gleich mal auf ebay checken, hahaha. Aber wie ich mich kenne, behalte ich das Teil sowieso. Aber zum Thema, ich bin ja froh, dass es euch nach wie vor gibt.
Was? Wieso? Gab es irgendwelche Gerüchte, von denen ich wissen sollte?
Glaube nicht, aber nachdem euer erstes Album "Lost Paradise" hieß und euer letztes "Paradise Lost" hätte man ja vermuten können, dass sich da ein Kreis schließt.
Ach so, nö, das ist doch noch lange keine Grund, sich aufzulösen, hahaha. Man kann doch nicht planen, wie lange man als Band noch weitermachen will. Ok, eigentlich kann man das natürlich schon, aber wir machens wohl noch eine Zeit lang, und irgendwie mussten wir die Scheibe doch nennen. Da ist uns wohl nicht viel eingefallen, und deswegen hieß sie eben "Paradise Lost".
Alles klar. Und was ist mit eurem Drummer Jeff Singer? Ist der jetzt fest in der Band?
Ja, auf jeden Fall. Wir haben mit ihm das letzte Album aufgenommen und haben anschließend unsere Tourneen begonnen, um mal zu sehen, wie wir mit ihm zurecht kommen. Das hat letztendlich super funktioniert, aber wir wollten anfangs eben ein wenig vorsichtig sein. Es kommt ja immer wieder vor, dass sich jemand, mit dem du dich anfangs hervorragend verstehst, sich letztendlich als ein totales Arschloch rausstellt. Aber mit Jeff ist das echt super, er fügt sich klasse bei uns ein. Jeff hat ja auch schon damals bei uns vorgespielt, als wir uns für Lee entschieden haben. Jeff hat den Job damals nicht bekommen, weil sein Drumset genau die selbe eklig pinke Farbe hatte wie deine Kaffeetasse, hahaha.
Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?
Doch, absolut! Also hör mal, wie sind eine Gothic Metal-Band und dann kommt da einer mit einem pinkfarbenen Drumset an? Das geht doch gar nicht. Heute lachen wir über die Story, aber Jeff war damals ziemlich angepisst, hahaha. Als Lee uns dann verlassen hatte, stand er aber gleich wieder bei uns im Proberaum und hat den Job ja jetzt auch bekommen. Als Drummer war er auch schon das erste Mal toll, aber die Farbe ... das ging gar nicht. Seltsam, denn eigentlich ist Lee so was wie der größte Glamrocker aller Zeiten, das Drumset hätte eher zu ihm gepasst, als zu Jeff.
Ich habe mal gelesen, dass Lee meinte, er hätte sich nie wirklich als Teil der Band gefühlt.
Ne, hat er auch nicht. Ich meine, hallo, er war ein Glamrocker! Wie soll er sich da als Teil einer Gothic Metal-Band fühlen? Das passt nun mal irgendwie nicht zusammen. Er hatte eine ganz andere Einstellung zum Leben und zur Musik, und auch was den Humor und solche Sachen angeht, hat es nie wirklich funktioniert. Er hat echt versucht, mit uns klarzukommen, was bestimmt auch nicht immer einfach ist, aber es hat auf Dauer einfach nicht funktioniert. Gegen Ende wurde es dann richtig schwierig, zusammen noch auf einen arbeitstechnischen Nenner zu kommen. Das ging dann nicht mehr. Ich meine, was erwartest du denn? Lee ist so ein Strahlemann, der war die ganze Zeit so fröhlich und immer gut drauf. Das kotzt einen irgendwann einfach an, hahaha.
Meine Fresse ... kommen wir zur CD. Nach den ersten Durchläufen fällt auf, dass ihr soundmäßig auf "In Requiem" sehr breit gefächert zu Werke geht. "Ash And Debris" ist beispielsweise ein deutlicher Schritt back to the roots.
Da hast du mit Sicherheit recht, wir wollten das Album wieder riff-orientierter gestalten. Die letzten Alben von uns waren eher gesangs-orientiert, und das wollten wir ein wenig ändern. Damit ist man an bestimmte Vorgehensweisen gebunden, die man bei riff-orientierten Scheiben nicht unbedingt hat. Wir wollten einfach, dass die Gitarren mal wieder so richtig schön heavy sind und knallen, ohne dabei große Abstriche in Sachen Melodie zu machen. Wir haben auch zum ersten Mal seit langem die Drums und die meisten Gitarren live eingespielt, ohne dabei groß zu editieren. Das macht das Ergebnis etwas weniger perfekt, aber dafür kraftvoller.
Richtig.
Wieso ausgerechnet der Song? Als ich das Album zum ersten Mal gehört habe, hätte ich geschworen, dass "Unreachable" die erste Single wird.
Hahaha, ging mir genauso, aber Century Media wollten "The Enemy" haben. Das hätte ich nie erwartet, aber wenn sie das so wollen, ok. Mir solls recht sein. Wir schreiben eh keine Singles, zumindest nicht bewusst. Wir kommen einfach aus einer musikalischen Ecke und aus einer Mentalität, bei der man nicht erwartet, dass die Musik im Radio oder auf MTV läuft. In den USA sieht das anders aus, aber wir sind nun mal eine europäische Band. Letztendlich entscheidet aber eh das Label und von daher – was solls.
An "Prelude To Descent" fallen sofort die interessanten Gesangslinien auf.
Ja, ich bin vor einiger Zeit über eine CD mit gregorianischen Mönchsgesängen gestolpert und war echt enorm beeindruckt davon. Greg ging es genauso, und wir waren uns sehr schnell einig, dass wir das irgendwie in einen Song einbringen wollten. Allerdings nur in der Strophe, mit einem modernen Chorus. In der Mitte der Nummer lassen wir es dann richtig krachen und haben so einen recht abwechslungsreichen Song gebastelt.
Ich habe die Scheibe jetzt ein paar Mal durchlaufen lassen, und bisher ist "Sedative God" mein Favorit.
Ah, ok. Den Song haben wir am Ende der Aufnahmen zu "Paradise Lost" geschrieben. Wir hatten damals keine Single, und es stand dann zur Debatte, ob wir wieder mal etwas aus den 80ern covern, aber da hatten wir keinen Bock drauf. Schließlich haben wir auf die Schnelle den Song geschrieben, und ich bin immer noch beeindruckt, wie gut die Nummer in der Kürze der Zeit geworden ist. Normalerweise schreibst du in so einer Situation keinen wirklich guten Song. Letztendlich haben wir ihn dann doch nicht als Single veröffentlicht, sondern ihn für das neue Album verwendet.
Von der Art her erinnert er mich schwer an die "Icon" und "Draconian Times"-Sachen.
Ja, auf jeden Fall. Cool, oder?
Aber hallo! Der Titel des Songs klingt ja danach, als würdest du mit dem Spruch 'Religion ist Opium fürs Volk' übereinstimmen.
Öh, ursprünglich war damit gemeint, dass, wenn man sich seinen Verstand nur genügend betäubt – mit was auch immer – man sich fühlt wie im Nirvana. Aber deine Beschreibung ist eigentlich noch besser als meine, hahaha. Die werde ich ab jetzt verwenden, danke dafür, hahaha. Aber das ist genau der Sinn von meinen Texten. Ich möchte sie so offen und interpretierbar wie möglich halten. Ich will mich nicht hinstellen und irgendwas predigen, den Leuten irgendwas vorschreiben oder meine Meinung kund tun. Ich sage doch keinem, dass er nicht an Gott glauben soll. Wenn euch der Glaube an Gott etwas gibt, dann bitte bleibt dabei. Ich finde das vollkommen in Ordnung, jeder soll tun, was ihn glücklich macht. (In dem Moment erklingt auf einmal "Temple Of Love" von den Sisters. Nick zieht sein Handy aus der Tasche, schaut kurz drauf, grinst und drückt den Anrufer weg.) Meine Frau ... die ist jetzt bestimmt stinksauer, hehehe.
Ich nehme mal an, du bist noch länger hier unterwegs, so schnell würde ich mich an deiner Stelle nicht mehr heimtrauen. Aber zurück zum Thema. In den Linernotes auf der Promo hast du geschrieben, dass du normalerweise immer mehr Text zu einem Song hast, als letztendlich verwendet wird.
Ja das stimmt. Aber das Gute am Metal ist, dass sich deine Texte eigentlich nicht reimen müssen, du somit also nicht auf irgendwelche Versformen achten musst. Ich versuche, mich immer so weit wie möglich der Melodie des Songs anzupassen, und dabei fliegen dann eben mal ein paar Wörter raus. Mir war es als Kind schon wichtig, dass die Lieder, die ich mir angehört habe, sowohl textlich als auch musikalisch zusammengepasst haben. Das will ich eben nun auch in unseren Songs verwirklichen.
Hast du schon mal überlegt, die Texte in ihrer ursprünglichen Form ins Booklet zu schreiben oder online zugänglich zu machen?
Das würde sich nicht wirklich rentieren, da es sich meist nur um Präpositionen oder einzelne Wörter handelt, die sich aus dem Zusammenhang durchaus erschließen lassen. Es ist ja nicht so, dass ich Dinge weg lasse, durch die der Sinn der Textes sich verändern würde oder besser zu verstehen wäre.
Das ist so was wie eine inoffizielle Dokumentation. Der Kerl, der das gemacht hat, ist ein großer Fan der Band, und eigentlich sollte es eine Art Doku über die Gothic-Szene werden. Im Endeffekt hat es sich aber zu einer Doku über Paradise Lost entwickelt. Für Fans von uns kann das eine ganz interessante Sache sein, aber wir hatten damit nur bedingt was zu tun. Klar, es geht um uns, aber wir hatten letztendlich keinen Einfluss darauf, was im Film landet und was nicht. Ich habe das Teil bisher noch nicht einmal gesehen, kann dir also echt nicht sagen, wie er ist.
Wie lang hat er euch denn begleitet, und wie nah ist er euch dabei gekommen?
Wir kennen ihn jetzt schon etliche Jahre, er ist echt ein netter Kerl. Das war also nicht irgendwie aufdringlich und penetrant, wenn er in unserer Umgebung abhing. Nach einer gewissen Zeit hatte ich mich daran gewöhnt, dass er immer mit der Kamera herum gerannt ist, da fiel einem das kaum mehr auf.
Du hast den Film bisher also noch nicht gesehen?
Nö, aber die anderen, und nachdem was sie erzählt haben, ist der Streifen schon in Ordnung. Es gibt also nichts, was wir in der Art nicht in der Öffentlichkeit wissen wollen oder irgendwelche peinlichen Szenen, die unsere Frauen oder Freundinnen nicht sehen sollten, hahaha.
Schade eigentlich ... ich hab mir den Trailer angeschaut und hab gesehen, dass da eine ganze Reihe anderer Musiker sich zu eurem Einfluss auf die Musikszene und ihre eigene Musik äußern. Unter anderem sind das Barney Greenway von Napalm Death und auch Mille von Kreator.
Ja, stimmt. Den Ausschnitt mit Barney hab ich sogar gesehen. Mit Barney verstehen wir uns sehr gut, das ist ein klasse Kerl. Und Mille hat wohl auch ein paar nette Worte über uns verloren. Dabei war das gar nicht so teuer, wir haben mussten beiden einfach nur ein paar Euros zuschieben und schon war die Sache im Kasten, hahaha.
Wusst ichs doch, die sind alle käuflich, hahaha.
Ja, allerdings war Mille teurer als Barney. Der macht für ein paar Euro alles, hahaha. Nein, nur ein Scherz.
Vor ein paar Monaten kam eine DVD von euch raus, die irgendwann in den 90ern aufgenommen wurde. Was ist der Sinn solch einer Veröffentlichung?
Frag mich nicht. Da blicke ich auch nur bedingt durch. Das war damals, glaube ich, ein Konzert für MTV. Keine Ahnung, wie es dazu überhaupt kam, und ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, die Crowd dazu anzufeuern, "Fuck MTV" zu rufen. Seltsamerweise haben die das auch auf dem Band so gelassen, was ich nach wie vor äußerst amüsant finde. Warum das allerdings erst jetzt veröffentlicht wird, kann ich dir auch nicht sagen.
Ja, aber das scheint gerade um sich zu greifen. Erst vor kurzem habe ich eine DVD vom Metal Church-Auftritt auf dem Dynamo 1991 bekommen. Ok, ich mag die Band, aber ich habe da nur deshalb was drüber geschrieben, weil die DVD das einzige Livedokument mit Mike Howie am Mikro ist.
Oh, cool. Ich mag Metal Church sehr, und Mike war meiner Meinung nach der beste Sänger, den sie hatten. Aber ich schätze mal, das ist das selbe Ding wie bei uns, und die Band hatte da genauso wenig Einfluss drauf wie wir. Das macht das Label eben, oder wer auch immer die Rechte an den entsprechenden Sachen hat.
Wenn du einen Moment oder ein Erlebnis benennen müsstest, das dich am meisten in deine Musikerlaufbahn beeindruckt oder beeinflusst hat. Was wäre das dann?
Puh, harte Frage. Das lässt sich echt nur schwer beantworten, aber da du ja schon mit dem Dynamo angefangen hast, unser Headliner-Auftritt dort war schon ein bemerkenswertes Erlebnis. Wir haben damals vor etwa 120.000 Leuten gespielt, und das war schon der Hammer. Aber auch die Südamerika-Gigs mir Ozzy Osbourne waren der Wahnsinn. Ich meine, wir haben inzwischen mit all unseren Idolen schon mal irgendwo gespielt, und schon allein das sagen zu können, ist verdammt beeindruckend für einen selber.
Wie sieht es denn mit Auftritten in der kommenden Zeit aus?
Da kommt einiges auf uns zu. Wir spielen natürlich auf ein paar Festivals. Dann im September werden die Headliner-Shows folgen. Ein paar Dates mit Type O in England stehen an, und im Oktober sind wir mit Nightwish in den Staaten.
Nightwish planen schon ihre Touren? Die haben doch noch nicht mal ihre Sängerin bekannt gegeben (das Interview fand Ende April statt).
Jahaha, das ist momentan das große Geheimnis, das alle lüften wollen. Ich glaube, ich weiß, wer den Job hat, aber ich bin mir nicht 100%ig sicher, also werde ich den Mund halten. Das ist ja alles so aufregend, hihihi.
Äh, ja. Is klar ...
Faith Divides Us - Death Unites Us (2009), Drown In Darkness (2009), The Anatomy Of Melancholy (2008)
Reflections (1998), One Second (1997), Draconian Times (1995), Icon (1993), Shades Of God (1992), Gothic (1991), Lost Paradise (1990)
19,90 €
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