- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Moby aka Richard Melville Hall hat schon immer eine Vorliebe für richtig abgefahrenen Krach, die er damit erklärt, dass sich seine Mutter während der Schwangerschaft ab und zu auf eine gepflegte Acid-Reise schickt. Bevor jedoch das große Durchstarten beginnt, machte der New Yorker sich in unermüdlicher DJ-Arbeit in sämtlichen US-Clubs einen Namen. Die ersten Releases von Moby gibts's in Kleinstauflage bei Independent-Winzlabels, bevor die Majors auf ihn aufmerksam werden.
Sein Debut in Majorland erfolgt 1995 mit "Everything Is Wrong", wo er so ziemlich alles hinein wurstelt, was er im Laufe seines Lebens an musikalischen Stilen aufschnappt. Das Besondere daran ist jedoch, dass aus dieser Frickelei eine eigenständige, homogene Mischung entsteht. Überhaupt ist musikalische Einfalt nicht unbedingt Mobys Sache. So schockt er die Fanschar 1996, als er kurzerhand ein waschechtes Rockalbum herausbringt, nur mal so nebenbei, um zu zeigen, dass er alles macht, nur nicht Erwartungen erfüllen. Drohender Singletitel: "That's When I Reach For My Revolver"!
Außerdem fällt sein Engagement für Tiere und sein Lebensstil auf, der so gar nicht zum technoiden Selbstverständnis von Party, Drogen und Happiness passt. Moby ist strikter Veganer. Seine Weisheiten tauchen in den Booklets der CDs auf, selbstverständlich auch mal mit dem Zusatz versehen, dass dies seine eigenen Gedanken sind, die man nicht unbedingt teilen muss, um die Musik zu mögen, und umgekehrt. Ist er nicht süß?
Mit der '97 er Scheibe "I Like To Score" kehrt er wieder in den Schoß der Elektronikhirne zurück und man kann sehen, dass das seine wahre Stärke ist. So ist seine Adaption des "James Bond Themes", obwohl für Moby-Verhältnisse eher eindimensional, auf Anhieb ein mittelschwerer Hit. 1999 schafft er mit "Play" den unerwarteten Riesenwurf. Begeisterte Presse, Werbejingles mit Moby-Soundtrack und ausgedehnte Konzertreisen sorgen für Moby-in-aller-Munde. Aber aufgepasst: im Bezug auf diesen Querkopf keine Erwartungen hegen, denn sie werden garantiert nicht erfüllt!
Im Juli 2001 erscheint zum Rekordalbum "Play" die dazu gehörige DVD. Den Inhalt bilden ein knapp 90-minütiger Megamix des Albums mit Beteiligung von Rae & Christian und Mike D, sowie computeranimierte Visuals. Die Hit-Videos und ein vom Cheffe selbst Handkamera-gefilmtes Tour-Tagebuch soll die Wartezeit zu neuem Material verkürzen. Mitten in die Vorbereitungen zum Play-Nachfolger platzt der Terror-Anschlag des 11. September 2001. Moby, der in unmittelbarer Sichtweite zum World Trade Center wohnt, ist geschockt, wie so viele Millionen andere Menschen auch. Im Tagebuch auf seiner Homepage versucht er seine Gedanken auf die Reihe zu bringen und teilt sie mit seinen Fans. Dabei gibt er sich verletzlicher als man ihn gemeinhin einschätzt. Er macht so idealistische Vorschläge wie den, dass die USA die religiösen Fanatiker mit fingierten Sex-Photos diskreditieren könnte, was ihm neben Verwunderung auch jede Menge Spott einbringt.
Im Mai 2002 erscheint der "Play"-Nachfolger "18", mit dem Moby sein Talent für träumerische Melodien erneut unter Beweis stellt. Begleitet von einem bis dato bei Moby noch nicht gekannten Medien-Trara geht die Erfolgsstory munter weiter und natürlich begibt sich der Tausendsassa auch wieder auf Tour. Diese führt ihn abermals rund um den Globus und versetzt Mobyaner auf der ganzen Welt in Verzückung. Vorher bringt er jedoch noch eine eigene Fernseh-Show auf MTV an den Start. In 'Señor Moby's House of Music' spielt er die Sachen, die ihm gefallen. Chartbreaker und ungesignte Bands geben sich hier musikalisch die Klinke in die Hand. 2003 hat er - neben allen Tour-Aktivitäten - sogar Zeit, mit Britney Spears einen Song aufzunehmen. Moby-Fans sind alles andere als begeistert, aber zu ihm passt das, denn ausrechenbar war er eigentlich noch nie, der gute Richard Melville Hall.
Im Sommer 2003 tritt er schließlich mit der beunruhigenden Nachricht an die Öffentlichkeit, eventuell nie wieder auf Tour gehen zu wollen. Er möchte stattdessen heiraten und kleine Mobyleins in die Welt zu setzen. Die Fangemeinde hofft natürlich, dass das ein Scherz war. Die Tatsache, dass der Gute bis zu diesem Zeitpunkt fünf Jahre fast permanent auf Tour war, lässt schließen, dass Moby wohl mehr als erschöpft ist und deshalb so einen Unsinn redet. Schade wär's allemal, denn dann müssten seine Fans auf wilde Partys bei seinen Konzerten in Zukunft verzichten.
Das Jahr 2004 hingegen beschert der Welt die zweite Platte unter Mobys Pseudonym Voodoo Child. Die Idee zu "Baby Monkey" kommt ihm nach einer durchfeierten Nacht zum Abschluss der 18-Tour. Die Erkenntnis überkommt ihn, dass er 'simple and straight forward dance music' doch richtig geil findet. So setzt er sich zuhause hin und nimmt seine Version dessen auf, was Leute zum Arschwackeln bringen soll.
Unter dem Banner 'simple and straight forward dance music' segelt auch der einzige neue Track, den Moby 2006 auf seiner ersten Greatest Hits-Scheibe veröffentlicht. "Go - The Very Best Of Moby" dokumentiert den Aufstieg eines Musikers, der 2001 mit einer hitverdächtigen Scheibe seinen Höhepunkt erreichte. Aller Anfang ist schwer, und so referiert der Titel nicht umsonst auf den Track "Go" mit der Titelmusik aus "Twin Peaks", der Moby Anfang der 90er zu einem Major-Plattenvertrag verhalf.
Komplett neue Moby-Songs gibt es erst wieder auf "Last Night", das im März 2008 erscheint. Vor der Veröffentlichung beschreibt Moby das neue Album als "eclectic dance record" und meldet der Presse, dass er diesmal etwas ganz neues gewagt hätte. Die erste Single "Disco Lies" ist bereits vorab auf dem Soundtrack zu dem Horrorfilm "Cloverfield" zu hören.
Über alte Fabriken, das neue Album und die Arbeit mit David Lynch.
Ein Gespräch mit Moby über sein neues Album "Wait For Me" und die Zusammenarbeit mit David Lynch.
Richard Melville Hall a.ka. Moby hat in seinem Heimstudio im Gästeschlafzimmer ein neues Album aufgenommen. Für die erste Single hat David Lynch das Video gedreht. Oder vielleicht auch gezeichnet. Jedenfalls besteht es aus flackerndem Gekrakel, dunklen Comic-Häuserschluchten und einem deprimierten, schwebenden Kopf, der darin umherfliegt. Und das alles passt sogar zur Single. Vielleicht kann Moby das erklären.
Am Vorabend in Berlin angekommen, sieht Moby nicht so aus, als habe er richtig gut geschlafen. Die letzten sechs Stunden Interviews sind wahrscheinlich auch nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Wie soll man es ihm da übel nehmen, dass er erst mal in eine Rede-Routine verfällt, die vor Allem Diktiergeräte und Notizblöcke füllen soll?
Im Interviewt-Werden ist er Profi, das merkt man sofort. Er sieht einen an, und ohne den Bruchteil einer Sekunde nachzudenken spult er nach jeder Frage mit sonorer Stimme eine Antwort ab. Erst im Lauf des Interviews fängt er an, mal lauter und mal leiser zu sprechen, mehr von sich aus zu erzählen und kurze Pausen zu machen um sich zu überlegen, was er sagen will.
Genießt du deinen Aufenthalt hier in Berlin?
Das ist wohl das 50ste Mal, dass ich in Berlin bin. Ich glaube das erste Mal, das ich herkam, war 1990. Da war ich hier, um mit Westbam zusammen aufzulegen.
Bei der Loveparade?
Genau genommen direkt vor der Loveparade, in ein paar verschiedenen Clubs. Westbam war in New York, da hatte ich ihn getroffen und wir hatten uns angefreundet. Und er hat mich das erste mal nach Berlin eingeladen. Aber ich war seit dem sehr oft hier, für meine eigenen Konzerte und für Konzerte mit anderen Leuten, daher kenne ich die Stadt ziemlich gut.
Und gefällt es dir hier?
Ja, sicher.
Wir haben ja eine Menge leerstehende, alte Fabrikhallen hier. Wirst du da manchmal nostalgisch und bekommst Lust, mal wieder in einer zu wohnen?
Ich glaube ich habe den größten Teil meines Lebens damit verbracht, in alten Fabriken zu leben und zu arbeiten. Mein Studio und mein Appartment sind ehemalige Fabrikgebäude. Das Gebäude in dem wir gerade sitzen sieht auch wie eine ehemalige Fabrik aus. Aber hier in Berlin - als ich in den Neunzigern herkam gab es eine Menge alte Fabriken, aber inzwischen wurden sie alle abgerissen um für andere Sachen Platz zu schaffen. Es gibt eine Menge neue Gebäude hier.
Ich habe dieses Interview gesehen, dass David Lynch mit dir geführt hat, in dem ihr beide mit leuchtenden Augen über verlassene Fabrikhallen redet, über ihre Atmosphäre und ihre faszinierenden Texturen ...
Ja, wir beide lieben alte Fabriken.
Bedauerst du also, dass sie abgerissen wurden?
[Hier kommt Moby das erste Mal aus dem Interview-Modus. Ja... sagt er, nickend und nachdenklich in die Luft blickend.]
Ja... ich meine, das ist die Natur des Fortschritts, aber ich muss zugeben, ich liebe schöne, alte, verlassene Fabriken des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, einfach weil es solche gewaltigen, kräftigen Gebäude sind.
Ich weiß nicht.
Es klingt nach Einflüssen aus der klassischen Musik, oder z.B. Blues.
Mmmh, wenn ich ein Album mache, versuche ich möglichst wenig über die Inspiration dahinter nachzudenken, ich versuche nur Musik zu machen, die mir gefällt. Bei diesem Album weiß ich zum Beispiel nicht mal, was für ein Stil das ist. Ich habe nur versucht ein schönes Album zu machen, dass ich lieben würde und hoffentlich auch andere lieben würden.
Du hast in irgendeinem Interview gesagt, dass du, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, "metal machine music" machen würdest.
Also, zu den wenigen Dingen die ich bereue, gehört, dass ich nicht genug experimentiert habe. Die Alben anderer Leute, die mir gefallen, sind meistens klanglich sehr offen. Sonic Youth, TV on the Radio - ich liebe deren Herangehensweise an's Musikmachen. Einiges von der Musik, die ich gemacht habe, ist vielleicht etwas zu professionell, denn ich bevorzuge eigentlich Alben die eher experimentell, eher Lo-Fi sind.
Naja, du hast ja einige Lo-Fi-Elemente und einige verzerrte Sounds auf deinem neuen Album. Aber du hast ja auch einen Punk-Hintergrund: Juckt es dich da nie, noch weiter zu gehen? Also mit dem Experimentieren. Z.B. aggressive Rhythmen einzusetzen.
Ich experimentiere gerne, ich mache aber auch gerne emotionale Musik, die die Leute hören können, wenn sie an einem Sonntag Morgen im Bett liegen. Als ich aufwuchs, hatte ich Freunde, die sehr experimentelle Musik gemacht haben, z.B. 12-Ton-Musik. Intellektuell fand ich das interessant, aber es war so emotionslos. Was ich am meisten an Musik liebe, ist die emotionale Seite.
Du legst also keinen großen Wert auf Komplexität?
Hm, nein. Als ich ziemlich jung war, habe ich Musiktheorie studiert. Dann klassische Musik. Mit 14 habe ich Punkrock entdeckt. Und ich habe die Einfachheit des Punkrock ungemein geliebt. Ich habe eine Menge Freunde, die sehr komplexe Musik mögen, aber mir ist es egal ob sie simpel oder kompliziert ist. Für mich zählt nur die emotionale Komponente.
Es ist ja ziemlich erstaunlich, wie dein Erfolg von Anfang an entfernt mit David Lynch verbunden war ...
[Mobys erster Hit "Go" setzte eine Melodie aus einer Fernsehserie von Lynch ein - Anm. d. Red.]
Stimmt.
Siehst du darüber hinaus Parallelen in eurem Schaffen?
Ich liebe David Lynch und alle seine Filme. Das einzige was wir gemeinsam haben, ist vermutlich, dass wir beide Musik und Kunst mögen, die eine starke emotionale Seite hat. Wenn man sich seine Filme anschaut: Selbst die experimentellsten davon sind emotional! Es gibt Regisseure die sehr trockene, nüchterne Filme machen. Lynchs Filme sind voller Emotionen. Selbst wenn sie keine Geschichte, keinen Plot haben, gibt es Gefühle. Gefühle der Traurigkeit, oder der Freude, der Wut, der Verwirrung - er macht sehr menschliche, emotionale Filme. Und ich glaube die Musik die ich mache, ist manchmal auch ziemlich emotional. Ich mag intellektuelle Musik nicht. Ich mag auch dumme Musik nicht. Aber ich mag einfach keine Musik die nur auf der Ebene der Ideen abläuft. Ich habe auch mal Philosophie studiert. Wenn ich also meinen Verstand beanspruchen will, lese ich Schopenhauer.
Also... David Lynch hat ja den Videoclip für deine erste Single, "Shot in the Back of the Head" gemacht. Ich nehme mal an, er hat dir keine Interpretation dazu gegeben?
Nein. Ich habe ihm das Lied geschickt und fünf Tage später kam dieses Video zurück.
Ohne irgendeinen Kommentar?
Er hoffte, ich würde es mögen. Und ich finde es großartig, dass an diesem Video - und an der Single selbst - überhaupt nichts Kommerzielles ist. Die Single hat keine Vocals und kann nicht im Radio gespielt werden und das Video ist so dunkel, dass es nicht auf MTV laufen kann. Daher ist der alte Punkrocker in mir sehr glücklich, dass wir diese erste Single umsonst rausgeben und dass es keine Möglichkeit gibt, sie kommerziell zu verwerten.
Warum?
Naja, viele erwarten von dir inzwischen vielleicht eher leichte und tanzbare Musik.
Ich habe ja schon früher viele verschiedene Sorten Musik gemacht. 1996 kam "Animal Rights" raus, dass mehr in die Punkrock-Richtung ging. Eigentlich habe ich über die Jahr vor allem das gemacht: Verschiedene Arten von Musik. Ich liebe zwar tanzbare Musik, aber ich liebe auch Punkrock. Ich hatte eigentlich nie das Bedürfnis, mir eine Sorte Musik rauszusuchen, um die dann zu machen. Manche Musiker sind ziemlich gut darin, sich ein Genre auszusuchen und 20 Jahre dabei zu bleiben. Aber ich weiß nicht - wahrscheinlich liebe ich Musik einfach zu sehr, um in einem Genre festzustecken.
Du hast auch gesagt, dass "Wait for me" ein besonders persönliches Album werden würde. Animal Rights kam mir schon sehr persönlich vor. Aber "Wait for me" wird wahrscheinlich mehr Erfolg haben. Im direkten Vergleich wirkt es eher ruhig und brav.
Wenn ich ein Album mache, denke ich nicht darüber nach, wieviel Erfolg es haben wird, sondern darüber, wie ein einzelner Mensch es in seinem Leben einsetzen kann. Und so sehr ich das Album "Animal Rights" auch mag - es ist sicher kein leicht anzuhörendes Album. Es ist nichts, was man an einem Sonntag Morgen im Bett anhören kann. Und ich stelle mir gerne vor, dass wenn jemand ein Album von mir kauft oder klaut, er es in seinem Leben unterbringen kann. Wenn also jemand "Wait for Me" hat, kann er es hoffentlich auf verschiedene Weisen gebrauchen. Es ist natürlich keine Dance-Scheibe und nicht dass, was man auf einer Party um 23:00 auflegt. Aber dazu gibt es ja glücklicherweise schon genug gute Musik.
Du hattest so gut wie alles selbst in den Händen bei diesem Album und hast sogar das Cover selbst gezeichnet. Hast du dich dadurch eingeengt gefühlt, dass andere immer mehr für dich gemacht haben oder dadurch, dass ein bestimmtes Image von dir entstanden ist, dass dich darin eingeschränkt hat, was für Musik du machen konntest?
Nunja, ich komme aus einem richtigen Underground-Milieu. Die Wahrheit ist: Mein kommerzieller Erfolg war ein riesiger Zufall. Ich war unbekannt und hatte einen Vertrag mit dem unbekannten Independent-Label "Mute Records". Kommerzieller Erfolg war da nicht vorgesehen. Ich dachte ich würde mein Leben damit verbringen, experimentelle Untergrund-Musik zu machen und keinen Erfolg damit zu haben. Der kommerzielle Erfolg, den ich hatte, war reiner Zufall und ziemlich verwirrend. Und bei diesem Album wollte ich einfach nicht über teure Foto-Sessions, teure Designer oder auch nur teure Musikvideos nachdenken, sondern einfach versuchen etwas zu machen, was mir wirklich gefallen würde. Etwas fokussierteres, bescheideneres. Es ist ein sehr schlichtes, bescheidenes Album. Es ist kein riesiges Pop-Album mit einer millionenschweren Promo-Kampagne. Ich habe ein Album gemacht und hoffe das ein paar Leute es anhören werden. So einfach ist das.
Ich vermute, du hast es dir wieder angehört, seit es fertig ist. Bist du rundum zufrieden damit?
Ich habe überhaupt noch kein Album gemacht, mit dem ich ganz zufrieden bin. Aber was dieses Album angeht: Das mag ich wirklich. Ich brauche allerdings auch sehr lange um die Musik, die ich selbst gemacht habe, einschätzen zu können, weil ich alles selbst mache. Und wenn ein Album fertig ist, habe ich jeden Song 1000 mal gehört. Ich habe keine Übersicht. Manchmal brauche ich fünf Jahre, um etwas, was ich gemacht habe, einigermaßen objektiv betrachten zu können.
Die Interviewzeit ist um. Während ich noch schnell zwei Fotos schieße, kommen wir auf den neuen Star-Trek-Film zu sprechen. Wir sind ganz einer Meinung: Die Weltraumszenen sind jetzt viel atmosphärischer und besser, weil die Geräusche weggelassen wurden. Geräusche gibt es im Weltraum nämlich gar nicht. Jeder echte Sci-Fi-Geek weiß das.
"Danke für das Interview", sage ich. "Danke für die nette Unterhaltung" sagt Moby, nicht mehr im Interview-Modus.
Moby, Multiinstrumentalist, Ex-Punkrocker und Elektroniktüftler aus New York kam zu einer kleinen Tour nach Deutschland. LAUT sprach mit dem sympathischen "Busy Musician" über Deutschland, die Musik, Drogen und vieles mehr.
Die LAUT-Redakteure Daniel Straub und Alexander Cordas trafen Moby vor seinem Konzert in der Stuttgarter Villa Berg in mondäner Backstage-Atmosphäre.
Hat der Name "Moby" irgendeine spezielle Bedeutung, oder ist er einfach nur ein Spitzname?
Mein bürgerlicher Name ist Richard Melville Hall. Aber als ich geboren wurde, dachten meine Eltern, Richard Melville Hall wäre ein zu langer Name für ein kleines Baby, also haben sie mich Moby genannt. Ein Grund dafür ist, daß ich mit Hermann Melville verwandt bin, der Moby Dick geschrieben hat. Wenn mich Leute Richard nennen, weiß ich gar nicht, mit wem die reden.
In vielen Deiner Videos agierst Du als einer der Hauptcharaktere. Ist die visuelle Seite wichtig für Dich und magst Du es, zu schauspielern?
Nein, ich bin Musiker. Ich habe kein besonderes Interesse daran vor der Kamera zu stehen. Wenn wir ein Video machen und es irgendwie sinnvoll ist, mich darin auftauchen zu lassen, weil ich derjenige bin, der die Musik macht - gut - aber ich bin nicht scharf darauf, Schauspieler zu werden. Das ist so ein schreckliches Klischee - der Musiker wird zum Schauspieler - ich möchte das verhindern so gut es geht.
Das "Bodyrock-Video" ist sehr witzig, wie Du neben diesem Typen stehst und für ihn die ganze Zeit die Szenerie gestaltest. Wie kam es zu dieser Idee?
Ich mache die Videos gar nicht. Ich tauche auf und bin eher ein Helfer. Ich habe damit ungefähr soviel zu tun wie der Typ, der den Lastwagen fährt. Ich engagiere den Regisseur, er legt mir die Idee vor und ich sage dann "ja, das hört sich gut an", aber in Wirklichkeit bin ich doch Musiker. Ich habe auch nichts mit dem Skript zu tun, denn wenn es scheiße ist, kann ich anderen die Schuld geben.
Bist du von Bildern fasziniert? Du hast ja viel Filmmusik gemacht.
Schon, aber ich bin eigentlich nur eine einfache Typ, der Musik macht. Und wenn die Musik für Filme benutzt wird - schön. Als ich angefangen habe Musik zu machen, habe ich sie für mich selbst gemacht. Ich mag die Idee, Platten für die Öffentlichkeit aufzunehmen, aber das ist schon alles was ich mache, ich weiß, das ist simpel.
Dein Schaffen war immer mehr oder weniger politisch, glaubst Du, daß sich Kunst und Politik vertragen, und siehst Du Dich selbst als einen politischen Künstler?
Ich glaube schon. Ich denke, die Musik, die ich mache ist nicht politisch. Die Abhandlungen, die ich schreibe sind sicher politisch, aber es hängt auch davon ab, wie Du "politisch" definierst. Für manche ist jede Handlung oder Nicht-Handlung etwas mehr oder weniger politisches. Mit Musik hast Du die Möglichkeit, Hunderttausende und Millionen zu erreichen, und das ist eine Verantwortung, die ich sehr ernst nehme.
Du bist also nicht der Ansicht, daß Kunst isoliert dasteht?
Ich sehe überhaupt nichts isoliert. Sogar isoliert sein hat etwas politisches. Es ist nicht schlimm, wenn Musik, Kunst oder Literatur nur unterhalten will. Aber oftmals ist Politik das Ergebnis, wenn Leute ins Theater gehen oder ein Buch lesen, es ist einfach ein kompliziertes System.
Glaubst Du, Du kannst die Leute mit dem, was Du schreibst, erreichen?
Sicher, beim Touren merke ich das. Bei jeder Show, die wir spielen, kommen Leute und sagen mir, wie sie die Texte schätzen, die ich schreibe. Ich bekomme viel Feedback.
Was hältst Du von der aktuellen Musikszene, hörst Du selbst viel, und inwiefern bist Du davon beeinflußt?
Ich mag Musik. Ich mag Dance, Drum 'n' Bass, R'n'B, Hip Hop, House, ich mag alles. Sicher gibt es viel Musik auf der Welt, von der ich nicht wirklich beeinflußt werde. Ich mag Country und Western Musik, Drum 'n' Bass, aber es beeinflußt mich nicht wirklich. Ich bin da eher der Konsument. Ich mag es in Clubs zu gehen und Musik zu hören, ganz egal ob das dann Jazz, Punkrock oder House ist.
Hast Du irgendwelche Lieblingskünstler?
Hmm, das ist witzig, wenn Du mir diese Frage stellst, merke ich, daß ich mich sehr geändert habe, hättest Du mich das vor zehn Jahren gefragt, hätte ich viele Meinungen dazu gehabt, aber heute habe ich keine speziellen Lieblingskünstler. Letzte Nacht habe ich Led Zeppelin gehört, das war sehr gut. Ich neige dazu, zu sagen, daß immer das, was ich gerade höre meine Lieblingskünstler sind. Wenn ich Patsy Cline höre, ist sie meine Lieblingskünstlerin. Genauso, wenn ich Mr. Fingers höre. Es kommt immer darauf an, was ich gerade höre.
Wie schreibst Du Deine Songs. Benutzt Du irgenwelche klassische Sachen wie Piano, oder schnappst Du irgendwo Samples auf; wie läuft das bei Dir ab?
Manchmal setze ich mich hin und spiel Klavier, manchmal sitz ich vor dem Synthesyzer oder spiele mit dem Sampler oder auf der Gitarre, Schlagzeug, Drum-Machine. Die Songs entstehen auf vielfältige Weise.
Wir haben mittlerweile Oktober. Stichwort Oktoberfest und München. Hast Du Zeit gehabt, Dir ein wenig die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, oder ist Dein Tag mit doofen Interviews vollgestopft?
Ich war schon so oft in Deutschland, mir gefällt es hier, aber ich habe schon so viel gesehen, deswegen muß ich nicht mehr den Touristen spielen. Es gibt Teile in Deutschland, die ich sehr mag. Ich mag den Schwarzwald und die Berge im Südosten von Bayern. Ich war schon ungefähr zwanzigmal in meinem Leben in München, also muß ich dort eigentlich nichts mehr sehen.
Gefällt es Dir zu reisen und die unterschiedlichsten Länder und Leute zu sehen?
Ja, weißt Du, die Art, wie ich verreise ist sehr seltsam. Ich glaube ich reise mehr als irgend jemand sonst auf diesem Planeten, sogar mehr als Leute, die für Fluggesellschaften arbeiten. Ich liste Dir mal auf, wieviel ich reise, um Dir eine Vorstellung davon zu geben, es ist wirklich bizarr. Bis zum Ende dieses Jahres werde ich zweimal in Australien gewesen sein, zweimal in Neuseeland, dreimal in Japan, in Deutschland ungefähr zehnmal, England vielleicht zwölfmal, in jedem Land in Westeuropa zweimal, in jedem Staat in den USA, in Kalifornien 15 mal, Kanada ... Ich fliege kreuz und quer über den Atlantik, ich komme mir schon wie ein Pendler vor. Es ist schon eine verrückte Art zu reisen, wenn man an keinem Ort länger als einen Tag bleibt. In Stuttgart bin ich heute um zwei Uhr morgens auf dem Parkplatz aufgewacht und wir hauen um Mitternacht wieder ab, aber so bekomme ich die meisten Orte mit.
Reist du auch mal als Privatperson und nicht als Musiker Moby?
Ich würde es hassen. Ich reise so viel für meine Arbeit. Das ist ungefähr so, wie wenn Du für Burger King arbeiten würdest, dann wäre das letzte was Du in Deiner Freizeit machst, bei Burger King abzuhängen. Das letzte was ich aus Spaß machen würde, wäre in einen Flughafen zu gehen. Ich mag es wirklich sehr, beruflich zu reisen, aber wenn ich frei habe halte ich mich so weit von Flughäfen entfernt, wie es nur geht. Ich assoziiere Flughäfen mit Arbeit - nach Deutschland zu fliegen, um auf Tour zu gehen, nach Japan, um Interviews zu geben. Vielleicht sollte ich einfach mal anfangen nur so zum Spaß auf Flughäfen zu gehen.
Würdest Du Dich selbst als Workaholic bezeichnen?
Ich würde nicht sagen, daß ich ein Workaholic bin, ich bezeichne mich eher als geschäftig. Ich werde depressiv, wenn ich nicht arbeite. Nimm zum Beispiel Puff Daddy. Er scheint wirklich ein Workaholic zu sein. Er hat immer neue Sachen am Start. Ich habe kein Interesse daran, eine Bekleidungsfirma zu gründen, ein Restaurant zu eröffnen oder solches Zeug, ich möchte schöne Platten machen.
Was Dir auch gut gelingt.
Danke
Laß uns ein wenig über Deine Statements sprechen. Vieles, was Du erwähnst ist bedrückend, wenn man sich damit näher beschäftigt. Wie schaffst Du es, fröhliche Lieder zu schreiben, oder ist das eine Art Therapie für Dich?
Die Welt ist kompliziert. Es gibt schöne Sachen und es gibt traurige Sachen, die Welt hat einfach viele Seiten. Die Sachen, zu denen ich mich gezwungen fühle, etwas zu schreiben, tendieren dazu, zu der ernsteren Seite zu gehören, aber ich bin nicht verzweifelt. Alles was ich sagen kann ist, daß die Welt sehr kompliziert ist.
Als Du zur Technomusik gekommen bist, hat Dich da die deutsche Szene beeinflußt?
Ja, elektronische Musik aus Deutschland war schon immer ein gewaltiger Einfluß. Ob das nun Kraftwerk oder DAF waren, oder einige Technoscheiben aus den frühen Neunzigern, Deutschland war schon immer eines der Zentren für elektronische Musik.
Über Kraftwerk gibt es ja schon seit längerem das Gerücht, daß sie eine neue Platte machen werden. Was denkst Du über ihre Position in der elektronischen Musik heute? Glaubst Du, sie haben noch etwas zu sagen?
Sicher, jeder hat die Fähigkeit, etwas zu sagen. Wenn jemand älter wird heißt das ja nicht, daß er aufhören sollte, Platten zu machen. Wer weiß, vielleicht machen sie ja eine schreckliche Platte, vielleicht ist sie aber auch klasse, obwohl, sie haben noch keine schlechte Platte gemacht.
Was denkst Du über die Love Parade als Bewegeung, wenn Du berücksichtigst, daß heute Tabakkonzerne und das große Geld als Sponsoren dahinter stehen?
Was ich nicht verstehe ist, daß die Love Parade Sponsoren braucht. Es ist ja eine Parade, es ist umsonst. Ich sage nicht, daß es schlecht ist, aber eigentlich ist es ja ein spontanes Ereignis. Leute kommen zusammen, laufen durch Berlin und feiern das Leben und Technomusik. Deswegen verstehe ich nicht, warum da Sponsoren mit eingebunden sind.
Warst Du schon mal dort?
Ja, dieses Jahr.
Hat es Dir gefallen?
Die Love Parade ist wirklich faszinierend, aber ich mag keine großen Menschenmassen.
Wo hast Du Dich dann aufgehalten?
Ich bin abgehauen, nach Frankreich.
Dein Lebensstil ist ja sehr strikt, Du bist Veganer, kein Alkohol und Zigaretten ...
Ja, immer diese schrecklichen Klischees, ach.
Ich habe nur davon gelesen.
Ja, aber ich sollte mal eine Pressemitteilung oder so was veröffentlichen, weil ich oft danach gefragt werde. Ich bin Veganer, esse keine tierischen Produkte, ich bin aber kein Faschist. Es gibt viele Veganer, die mit ihrem Philosophie vollgestopft sind. Ich würde gerne in einer Welt voller Veganer leben, aber gleichzeitig respektiere ich jedermanns Lebensstil. Was Du erwähnt hast, ist teilweise falsch. Ich trinke und nehme manchmal auch Drogen, ich bin nicht der strikte Antialkoholiker und Abstinenzler.
Wie ist es eigentlich, vor einem Publikum zu spielen, wenn Du weißt, daß viele der Leute mit Drogen vollgepumpt sind?
Mich interessiert es nicht wirklich, was die Leute machen. Wenn die Leute Drogen nehmen wollen, laß sie es tun, wenn sie saufen wollen, laß sie es tun, es ist ihre Entscheidung. Ich möchte nur nicht, daß sich die Menschen weh tun. Trinken und Drogen verringern Deine Chancen, ein schönes Leben zu haben, wenn Du älter wirst, und das ist es, worum ich mich sorge. Ich könnte es nicht ertragen, 50 oder 60 Jahre alt und nicht mehr in der Lage zu sein, mich an Sachen zu erinnern aufgrund von dummen Sachen, die ich in meiner Jugend gemacht habe. Wenn ich jetzt trinke, mache ich das sehr unregelmäßig und ich versuche, nicht so viel zu trinken. Ich möchte mir mein Leben nicht kaputt machen.
Fühlst Du Dich in Deinem Denken mit Bands wie Consolidated oder Rage Against The Machine verbunden?
Ich bewundere Bands wie Consolidated oder Rage Against The Machine, aber das Verständnis der Welt aus deren Sicht ist für mich zu einfach gestrickt. Sie sehen die Welt in sehr simplen Begriffen wie, Gut und Böse, Richtig und Falsch. Ich sehe die Welt als sehr kompliziert an. Wenn Leute versuchen, Politik zu vereinfachen, denke ich, sie haben's nicht geschnallt.
Meinst Du so, wie beim Krieg in Bosnien?
Das ist ein perfektes Beispiel! So wie wenn man sagt, daß die Serben schlecht und die Moslems gut seien. Es gibt böse Serben und es gibt gute, genauso wie es böse und gute Moslems gibt. Es ist nie so einfach. Wenn Rage Against The Machine hingehen und sagen, die amerikanische Gesellschaft wäre schlecht und Marxismus wäre toll. Dann sage ich: "Das ist falsch!". Ich lebe lieber in der amerikanischen Gesellschaft als im Rumänien von 1985. Diese politische Sicht ist sehr naiv und kommt mir vor, wie wenn Leute sich über eine Sache Gedanken machen, wenn sie 18 sind und nie ihr Denken ändern. Es gibt ja diese Typen, die mit 45 immer noch Marxisten sind, obwohl jeder gesehen hat, daß der Marxismus nicht funktioniert hat, und er HAT nicht fuktioniert. Planwirtschaft ist einfach ein Mißerfolg. Die Menschen sollten bescheidener sein und nicht denken, nur weil wir manchmal glauben, etwas sei richtig, daß es dann letztendlich auch richtig ist.
Wenn ich mir Deine Songs anhöre, habe ich den Eindruck, Du bist eher ein Europäer als ein Amerikaner.
Ich bin in New York geboren und in Connecticut aufgewachsen und habe nie in Europa gelebt. Als ich aufwuchs, habe ich viel europäische aber auch genauso viel amerikanische Musik gehört. Ich habe das auch schon von anderen gehört, aber wenn Du amerikanische Musik erwähnst, meinst Du dann Sachen wie Bruce Springsteen, und europäische Musik, meinst Du dann Schlager oder Volksmusik? (Anmerkung der Red.: Moby benutz die deutschen Wörter "Schlager" und "Volksmusik") Ich bin von so vielem beeinflußt worden, ich schmeiß das alles zusammen.
Du hast so verschiedene Künstler wie Michael Jackson und Depeche Mode geremixt. Wie muß ein Song sein, damit Du ihn remixt?
Es ist hilfreich, wenn es ein Künstler ist, den ich mag, oder der für mich interessant ist. Meistens ist es aber so, wenn ich einen mach, dann, weil ich gerade nichts anderes zu tun habe. Ich ruf dann gerne mal meine Kumpels an und sag "hey, ich mache einen David Bowie-Remix oder Metallica-Remix", es ist einfach sehr interessant.
Du bist in Deutschland bei Mute-Records gelandet, die ein sehr eigenständiges Repertoir an Bands unter Vertrag haben. Gibt es da eine spezielle Atmosphäre, oder was hat da den Ausschlag gegeben?
Sie geben mir sehr viel Freiheit. Das komische an Mute ist, daß sie 20 oder 30 Bands unter Vertrag haben und nur Depeche Mode, Nick Cave und ich bringen der Firma wirklich Geld. Depeche Mode bezahlt das ganze, wenn die gehen würden, wäre Mute am Ende. Die meisten Bands wurden unter Vertrag genommen, weil Mute sie mag. Acts wie Pan Sonic werden nie kommerziell erfolgreich sein, aber Mute mag sie.
Aber sie schreiben Dir nicht vor, was Du zu tun oder zu lassen hast?
Nein! Ich habe bei Mute in Europa und V2 in den USA unterschrieben, eben weil sie mir eine Menge Freiheit lassen, das ist einfach schön.
Wir machen ein Internet -Musikmagazin, machst Du viel im Internet, und wenn ja, wie nutzt Du es?
Hauptsächlich für E-Mails, aber nicht in Deutschland, weil Euer Telefonsystem schrecklich ist. Ich versuche schon die ganze Zeit ins Netz zu gehen. Ich weiß nicht, was mit Eurem Land los ist, vielleicht wollt ihr nicht am 20. Jahrhundert teilnehmen? Es ist schon komisch, in einem Land wie Deutschland, das technisch so weit fortgeschritten ist, machen mich drei Sachen wahnsinnig. Das eine sind Kreditkarten und daß hier keiner damit bezahlt und das Internet und die Tatsache, daß so wenig Menschen das Internet benutzen. Meine Cousins sind acht und surfen, genauso wie meine 50jährige Tante. Ja, Kreditkarten. Ich kaufe mein ganzes Zeugs mit Kreditkarten, ich habe niemals Bargeld dabei. In Düsseldorf haben sie mich am Flughafen in einem Laden angestarrt als wäre ich bescheuert, als ich mal ein Buch mit Kreditkarte bezahlen wollte. Rauchen ist das dritte, sehr seltsam, daß man überall rauchen darf ...
Was hältst Du von MP3?
Ich denke, es ist eine interessante Idee, und ich glaube in zehn Jahren wird man sich die meiste Musik aus dem Netz herunterladen. Keine Ahnung, ob das dann MP3 oder irgendein anderes Format sein wird. Ich denke das wird die Zukunft der Musik sein.
Was machst Du für Deine Homepage im Internet?
Ich mache meine eigene Website gar nicht. Es gibt einen ganzen Haufen Moby-Websites, aber das machen dann andere.
Kannst Du Dir vorstellen, eine Platte nur im Internet zu veröffentlichen?
Mein Ziel ist es, Musik zu machen, die die Leute hören. Und wenn das dann bedeutet, daß es sich die Leute dann anhören, sicher. Mir ist es egal, ob das CDs, Kassetten, Vinyl oder MP3s sind, das interessiert mich weniger. Ich möchte einfach, daß die Menschen sich die Musik anhören, die ich mache. Meistens ist es doch so, wenn Bands Sachen im Internet veröffentlichen, daß es letzten Endes nur um die Werbung geht, die sie damit machen können. Nimm Public Enemy. Sie veröffentlichen ihre Platte im Internet und zwei Wochen später als CD. Im Moment ist es so, wenn Du den Begriff "Internet" vor ein Produkt setzt wird es interessanter. Ich liebe das Internet, ich kann mir im Moment nicht vorstellen ohne zu leben. ich kommuniziere viel mit anderen über das Internet.
Es ist sicher praktisch, speziell wenn Du so viel unterwegs bist.
Ja, das ist es, außer in Deutschland.
Moby, vielen Dank für das Interview.
Sagt Eurer Regierung, sie sollen den Telefonmarkt deregulieren, das ist wirklich schrecklich!
Wait For Me.Remixes! (2010)
18 + B-Sides (2003)
The End Of Everything (2001), Play (1999), Play (1999), I Like To Score (1997), Animal Rights (1996), Everything Is Wrong (1995), Ambient (1993), Moby (1992)
| Thema | Posts | Letzter Beitrag | |
|---|---|---|---|
| {ersteller.avatar} |
{thread.titel} {ersteller.name} |
{thread.antworten} |
{letzter.zeit} {letzter.name} |
|
Ein Küken schwört Rache! musicjunk111 |
2 |
20.03.08, 13:54 Screwball |
|
|
Moby Forum Deutschland djnd |
1 |
21.07.07, 20:10 djnd |
|
|
Multitalent Moby Anonymous |
14 |
29.10.05, 10:00 Infinity |
|
|
Lift me up+Hotel Jens101 |
3 |
07.08.05, 02:57 cucumbersandwich |
|
|
Moby - honey? Anonymous |
18 |
27.05.05, 20:49 Traumwolkenzuechter |
Format
Homepage: