Porträt

laut.de-Biographie

David Lynch

Tausendsassa David Lynch ist als Künstler ein echtes Universalgenie. Regie, Schauspielerei, Malerei, nichts ist vor jenem Mann sicher, der seine Begabung auch selbst als vollkommen uneingeschränkte Gabe betrachtet. Der Musiker David Lynch mag medial weniger bekannt sein als der Filmemacher. Doch Sound, Lyrics und Kompositionen begleiten diesen Schöpfer großen Zelluloids wie "Blue Velvet", "Wild At Heart" oder "Twin Peaks" durch die gesamte Karriere.

David Lynch - The Big Dream Aktuelles Album
David Lynch The Big Dream
Dunkle, abgründige Lieder, zäh wie altes Erdöl.

Töne und Klänge, die stets eine gewisse Abgründigkeit transportieren, sind unerlässlicher Baustein seines filmischen Schaffens. Lynch selbst produziert nahezu jeden Score seiner Streifen. In Haus- und Hofkomponist Angelo Badalamenti und der feenhaften Chanteuse Julee Cuise findet er die idealen Partner in Crime und Langzeitkollaborateure.

Bereits Ende der 80er intensiviert er sein musikalisches Streben. Gemeinsam mit Badalamenti komponiert er 1989 die komplette Filmmusik für seine Kultserie "Twin Peaks". Unter Anderem beinhaltet dies das berühmte und einflussreiche "Laura Palmer Theme". Hinterher geht es gleich weiter: "Industrial Symphony No. 1" ist als Soundtrack Programm und länger als der zugehörige gleichnamige Kurzfilm. Für Julee Cruise trainiert er hernach die eigene Wortbastelei im Songwriting und schreibt Julee Cruise alle Texte für ihre ersten beiden Soloplatten "Floating Into The Night" (1989) und "The Voice Of Love" (1993).

2001 tritt Lynch erstmals als Performer in Aktion. "Bluebob" heißt das ungewohnt rockige Werk, das er gemeinsam mit John Neff schreibt und aufnimmt. Trotz seiner erfrischenden Tracks bleibt das Album jedoch weithin unbekannt und verschwindet rasch wieder in der Versenkung. Erst Ende 2011 veröffentlich der Meister des Surrealen sein erstes echtes Soloalbum namens "Crazy Clown Time".

Und das Debüt des damals fast 66-Jährigen Exzentrikers hat es in sich. Um die eigene meist verfremdete Stimme und Gastsängerin Karen O (Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs) bastelt er eine dekonstruktive Melange aus Elektro, Minimal Industrial, umgestalteten Gitarrenklängen und einem Rest melodischer Eingängigkeit, die nicht nur jeden Freund experimenteller Frusciante-, Waits- oder Swans-Scheiben das Herz höher schlagen läßt.

Im Sommer 2013 legt der Mann aus Montana seinen nicht minder faszinierenden Zweitling "The Big Dream" vor. Die Musik bleibt superb, aber unberechenbar. Diesmal jedoch ein wenig mehr geerdet durch einen leicht bluesigen Ursprung der Songs. Sogar ein Dylan-Cover ist dabei ("The Ballad Of Hollis Brown"; Original von Dylans 1964er Album "The Times They Are a Changin'"), das freilich mit dem Ausgangsstück nicht mehr all zu viel gemein hat. Lynch selbst bezeichnet seinen persönlichen Zugang zur Musik folgendermaßen: "Meistens spricht die Musik zu mir und erzählt mir von ganz allein und sehr direkt, wie sie aussehen möchte."

Alben

Videos

The Big Dream (Moby Reversion Featuring Mindy Jones)
I’m Waiting Here (feat. Lykke Li)
I'm Waiting Here feat. Lykke Li
Crazy Clown Time
  • David Lynch

    Offizielle Webpräsenz.

    http://www.davidlynch.com