Porträt

laut.de-Biographie

The Black Crowes

Die Geschichte der Black Crowes reicht ganz, ganz weit zurück. Der damals 12-jährige Rich Robinson bekommt von seinem Vater eine Gitarre geschenkt. Zeitsprung: Wir schreiben das Jahr 1988. Mittlerweile haben die Robinson-Brüder Rich (Gitarre) und Chris (Gesang) den Basser Johnny Colt, Jeff Cease (Gitarre) und Steve Gorman (Schlagzeug) um sich geschart, und rocken und rollen unter dem Namen Mr. Crowe's Garden.

Bei einem Gig in New York werden sie vom namhaften Produzenten George Drakoulias entdeckt. Für lächerliche 5.000 Dollar nimmt er sie unter Vertrag. Die Frage ist: braucht die Welt eine Band, die sich der Musik von vor 20 Jahren verschrieben hat? Anscheinend schon, denn 1990 veröffentlichen die mittlerweile zu den Black Crowes mutierten Jungs ihr erstes Album ("Shake Your Moneymaker") und geben auf einer Ochsentour für diverse große Bands den Anheizer (ZZ Top, Aerosmith, Heart). Die Bemühungen werden auf Anhieb mit Platin belohnt.

Die zweite Scheibe "The Southern Harmony And Musical Companion" schafft den Einstieg in die US-Charts auf Platz Eins. Exzessive Touren durch die ganze Welt folgen (inzwischen ist Keyboarder Eddie Hersch festes Bandmitglied). Zeitgleich beginnen die Crowes (wie auch Pearl Jam) sich gegen das Preisdiktat des Ticketmaster zur Wehr zu setzen. Sie halten die Eintrittspreise des Konzerns für übertrieben hoch. Notfalls will man in einem Zirkuszelt touren, wozu es jedoch (leider) nicht kommt.

Die weiteren Alben "Amorica" (1995) und "Three Snakes And One Charm" (1996) bringen nicht mehr denselben Erfolg wie zu Beginn ihrer Karriere. Nach diversen Umbesetzungen sind sie jedoch 1999 gut erholt und mit wieder aufgeladenen Akkus am Start. Die Platte "By Your Side" (1999) wird von den meisten Kritikern mit Lobeshymnen bedacht, aber davon scheint die Plattenfirma (Sony) nicht sonderlich beeindruckt zu sein, denn kurz darauf kommt es zum Split. Bei V2 finden die Crowes eine neue Heimat. Befreit von Querelen erscheint 2001 "Lions".

Die Scheibe verkauft sich nur mäßig und auch die Zusammenarbeit mit V2 klappt nicht wie erwartet. Anfang 2002 verlässt Drummer Steve Gorman die Band. Das streitbare Brüderpaar Robinson dementiert zwar einen endgültigen Split, kündigt aber eine längere Auszeit an. Chris arbeitet bereits an einem Solo-Album, während Rich mit Royston Langdon (Ex-Spacehog) an einem neuen Projekt bastelt. Erst Anfang 2005 raufen sich die neu zusammen gesetzten Krähen wieder zu einigen US-Konzerten zusammen.

Anscheinend laufen die gemeinsamen Auftritte ganz geschmeidig, so dass einer weiteren Zusammenarbeit nichts mehr im Wege steht. Nach mehreren Livemitschnitten erscheint 2008 mit "Warpaint" das erste neue Studioalbum, gefolgt ein Jahr später von "Before The Frost...Until The Freeze". Auf der Doppel-CD "Croweology" (2010) präsentieren sie ihre alten Stücke in rein akustischem Gewand noch einmal neu.

Trotz der Tourtätigkeit bleibt offenbar genügend Zeit für Nebenprojekte. Gitarrist Rich bringt 2011 ein Soloalbum mit dem Titel "Through A Crooked Sun" heraus. Sänger Chris veröffentlicht als Chris Robinson Brotherhood 2012 im Abstand von wenigen Monaten gleich zwei Alben: "Big Moon Ritual" und "The Magic Door". "Hier können wir tun, was wir wollen. Es fühlt sich kosmisch an", erklärt er begeistert.

News

Alben

The Black Crowes - Croweology: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2010 Croweology

Kritik von Alexander Cordas

Vehemenz und Drive verpuffen im Schunkelrhythmus. (0 Kommentare)

The Black Crowes - Warpaint: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 Warpaint

Kritik von Alexander Cordas

Altbackener Rock'n'Roll im positivsten Sinne ... (0 Kommentare)

The Black Crowes - Lions: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2001 Lions

Kritik von Alexander Cordas

Album Nummer sechs mit züchedelischem Ballast an Bord. (0 Kommentare)

The Black Crowes - By Your Side: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

1999 By Your Side

Kritik von Alexander Cordas

Handgemachter Rockänrollbluesboogiesoul ohne jeglichen technischen Firlefanz (0 Kommentare)

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