Porträt

laut.de-Biographie

The Temptations

Mit souligen Hits wie "Papa Was A Rollin' Stone" und "My Girl" schreiben The Temptations in den sechziger Jahren Musikgeschichte.

Als sich im Jahr 1960 die fünf Jünglinge Paul Williams, Elbridge Bryant, Otis Williams, Eddie Kendricks und Melvin Franklin in Detroit das erste Mal über den Weg laufen, ahnt noch keiner, was diese Zusammenkunft alles auslösen soll.

Mit reichlich Soul im Blut, grenzenlosem Optimismus und dem unbedingten Willen, es von der Straße nach ganz oben zu schaffen, gründet das Quintett die Band The Temptations. Zwar landet das Kollektiv bereits kurz nach der Gründung in den Armen der Motown-Verantwortlichen, doch der erhoffte Durchbruch bleibt zunächst aus.

Das liegt zum Teil an bandinternen Spannungen, die im Jahr 1963 schließlich zum Eklat führen: Auf einer Weihnachtsfeier schlägt Elbridge Bryant seinen Kollegen Paul Williams mit einer Bierflasche krankenhausreif. Kurz darauf erhält der unberechenbare Elbridge die rote Karte. Seinen Platz nimmt David Ruffin ein.

Von nun an zeigt die Erfolgskurve der Formation nach oben. Unter der Regie des Produzenten Smokey Robinson landen die Temptations ihre ersten Hits ("My Girl", 1965, "You're My Everything", 1967). In der Folge tourt der Fünfer mit in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Alben im Gepäck quer durch die Staaten: "Die ersten Tourneen waren unvergesslich. Wir waren eine richtige Einheit. Jeder war fokussiert und mit Begeisterung bei der Sache", erinnert sich Otis Williams.

Doch der Erfolg hat auch seine Schattenseiten. Zwischen Konzertbühnen und roten Teppichen verliert David Ruffin zunehmend die Orientierung. Drogen und Starallüren tun ihr Übriges, so dass sich der Sänger immer weiter ins Abseits katapultiert. Im Jahr 1968 ziehen die anderen Mitglieder schließlich die Reißleine und ersetzen auch Ruffin - durch Dennis Edwards.

Keine drei Jahre später stehen die nächsten Personalveränderungen an. Für Eddie Kendricks und Paul Williams kommen Ricky Owen und Richard Street. Die ständigen Line Up-Wechsel wirken sich negativ auf die Karriere aus. Nach unzähligen Top Ten-Alben und zahlreichen ausverkauften Tourneen steht die Band Anfang der Siebziger vor dem Aus. Als sich Paul Williams im Jahr 1973 das Leben nimmt, geht gar nichts mehr.

In der Folge versuchen sich die restlichen Mitglieder als Solokünstler, doch bis auf Eddie Kendricks erhält keiner den Erfolg der Vergangenheit auch nur ansatzweise aufrecht. Das Schaffen der Temptations gerät allerdings nie komplett in Vergessenheit.

Immer wieder angeleierte Reunion-Versuche, reihenweise Liftetime-Awards und der Respekt nachfolgender Soul-Generationen lassen den Stern der Band auch im neuen Jahrtausend hell strahlen.

Otis Williams blickt 2013 noch gerne zurück: "Wir waren eine großartige Band, die in der Lage war, großartige Songs zu schreiben. Das Schönste war aber, dass wir mit unserer Musik schwarze und weiße Kids zusammenführen konnten."

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