Porträt

laut.de-Biographie

Lock Up

So beschissen das Bier in England zum größten Teil schmeckt, es weckt in stockbesoffenen Musikern doch immer wieder den Drang, das ein oder andere geile Projekt ins Rennen zu schicken. Bei zwei bis 18 Pint unterhalten sich die beiden Napalm Death-Recken Shane Embury und Jesse Pintado über die gute alte Zeit und wie einem da noch ziemlich cooler Lärm um die Ohren gebrettert wurde.

Also kriechen die beiden kurz zum nächsten Proberaum, rödeln ein 4-Track-Demo ein und gehen, sobald sie wieder geradeaus sehen können, ins Studio. Dort angekommen werden acht Stücke eingespielt. Drumgozilla Nick Barker (Ex-Dimmu Borgir/Cradle Of Filth) parkt seinen Arsch auf dem Drumhocker, spricht: "Dann schauen wir mal, was wir hierzu spielen" und knüppelt das Album in einem Take durch, ohne einen der Tracks auch nur vorher gehört zu haben.

Nachdem das erledigt ist, schnappen sich die Chaoten ihr kleines schwarzes Büchlein und stoßen beim Blättern auf Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain), der natürlich zusagt, die drei nach Schweden holt und in seinen Abyss Studios das Ding kurz eingröhlt. Nuclear Blast fackeln auch nicht lange, sondern lizensieren die Scheibe für den deutschen Markt und schmeißen somit einen Hassbatzen auf den Markt, der sich gewaschen hat. Dummerweise lassen sich die Hauptbetätigungsfelder der vier Herren nicht entsprechend koordinieren, weshalb es zu keiner Tour kommt.

Nur 2000 kommt es in Wacken vor 20.000 Leuten zu einem legendärem Auftritt, bei dem statt Peters allerdings Tomas Lindberg (Ex-At The Gates) ins Mikro röhrt. Da dieser seinen Job so souverän erledigt und auch jede Menge Spaß dabei hat, verpflichten sie ihn als permanenten Ersatz.

Für die neue CD nimmt sich das Quartett etwas mehr Zeit und entert im Februar 2001 die Framework Studios, um "Hate Breeds Suffering" einzutrümmern. Produziert wird die Scheibe von Russ Russels; mit Mitch Harris übernimmt ein weiterer Napalm Death Recke das Engineering. Im Januar 2002 wird "Hate Breeds Suffering" endlich veröffentlicht und überzeugt, genau wie sein Vorgänger, auf ganzer Linie.

In der Folgezeit kommt es sogar immer wieder zu vereinzelten Auftritten und obwohl Jesse 2004 bei Napalm Death rausfliegt, bleibt er mit Lock Up weiter aktiv. So schneiden sie 2005 in Japan sogar ihre Live-Scheibe "Play Fast Or Die" mit. Tragischerweise verstirbt der Gitarrist 2006, weswegen Lock Up zunächst einmal auf Eis liegen. Erst 2009 raufen sich die verbliebenen drei Mitgleider erneut zusammen und holen sich den Criminal-Klampfer Anton Reisenegger in die Band.

Mit ihm zusammen arbeiten sie neue Songs aus und schroten 2011 schließlich "Necropolis Transparent" ein.

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