Porträt

laut.de-Biographie

The Agonist

Wer online nach The Agonist sucht, wird wohl zunächst auf eine gleichnamige Web-Zeitung stoßen, die sich sehr kritisch mit dem Weltgeschehen im Allgemeinen und den USA im Besonderen auseinander setzt. Wer sich mit der pharmakologischen Bedeutung befasst, erhält die Belehrung, ein Agonist könne einen bestimmten Transmitter ersetzen oder imitieren. Der Mediziner solle wissen, dass es sich dabei um einen Muskel oder einen Teil des Nervensystems handelt.

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Wer allerdings des Griechischen mächtig ist, mag sich über die Übersetzung als der Handelnde/Führende im Klaren sein. Dies dürfte der Grund gewesen sein, aus dem sich das kanadische Quartett, bestehend aus Alissa White-Gluz (Vocals), Danny Marino (Gitarre), Chris Kells (Bass) und Simon McKay (Drums) diesen Namen für ihre Band ausgesucht hat, nachdem man sich zunächst The Tempest nannte. Immerhin besitzt die attraktive Sängerin eine starke Persönlichkeit, die sich nicht nur politisch engagiert, sondern auch mindestens so stark für die Umwelt eintritt.

Das liest sich leicht aus den Texten heraus, die die Dame für ihre Band geschrieben hat. Musikalisch grob im Metalcore angesiedelt, ist die Sängerin sowohl in der Lage, derbst zu shouten, als auch mit einer verführerischen Stimme zu singen. Davon vermag man sich nicht nur auf dem Ende Juli 2007 über Century Media erscheinenden "Debüt" überzeugen, sondern schon zuvor auf der Tour mit God Forbid ein Bild zu machen.

Nach ein paar völlig deplazierten Auftritten mit Gothic-Trulla-Bands wie Epica und Visions Of Atlantis geht es direkt im Anschluss mit Sonata Arctica weiter, bevor The Agonist im Herbst beweisen müssen, dass sie auch vor Overkill bestehen.

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The Agonist Lullabies For The Dormant Mind
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Montreal scheint ihnen aber wohl zu langweilig, denn schon zwei Wochen später sind sie mit den Black Metallern von Enslaved wieder bis in den Dezember hinein unterwegs. Auf Tour fühlen sich die Jungs und das Mädel eindeutig am wohlsten. Mit Chris Adolph holen sie sich einen zweiten Gitarristen für die Liveshows ins Boot.

Der hat auf das Songwriting zum nächsten Album aber keinen Einfluss, was nichts daran ändert, dass die Scheibe deutlich experimenteller, abwechslungsreicher, extremer und unberechenbarer als das Debüt ausfällt. "Lullabies For The Dormant Mind" erscheint Ende Februar 2009 und sorgt für einige, offene Münder. Höchste Zeit also, die Sachen zu packen und den nächsten Tourbus zu besteigen.

Doch einmal mehr klappt es mit dem zweiten Gitarristen nicht so recht und bevor 2010 vorbei ist, steht Pascal Jobin an der zweiten Klampfe. Auch er muss sich direkt auf Tour beweisen und zeigen, dass er mit Dauertouren durchaus klar kommt. In Europa hält sich der Erfolg nach wie vor in Grenzen, doch in den USA ist die Freude groß, als im Juni 2012 "Prisoners" erscheint.

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