Porträt

laut.de-Biographie

Dream Evil

Bis in den Herbst 1999 ist Fredrik Nordström lediglich als einer der besten schwedischen Produzenten bekannt. Unter seiner Regie und in seinem Studio Fredman in Göteborg haben neben Dimmu Borgir, Hammerfall, In Flames und The Haunted noch unzählige andere Metal-Bands ihre Alben aufgenommen.

An seinem Ruf als begnadeter Produzent soll sich auch nach dem Herbst 2002 nichts ändern, aber zu dieser Zeit macht der Mann Nägel mit Köpfen, hängt sich die Klampfe um und gründet zusammen mit dem 13 Jahre jüngeren, griechischen Gitarristen Gus G (Firewind, Ex-Nightrage/Mystic Prophecy) die Band Dragon Slayer. Nachdem er den Kerl in einem Griechenland Urlaub kennen gelernt hat, lädt er ihn nach Schweden ein, und schon kurz nach seiner Ankunft sitzen die beiden im Studio, schreiben die ersten Songs und überlegen, wer sonst noch bei der Band mitmachen könnte.

Als erster fällt ihnen der ebenfalls aus Göteborg stammende Snowy Shaw (Ex-King Diamond/Mercyful Fate/Memento Mori und 1000 andere Bands) als Drummer ein. Der lehnt zwar zunächst mal ab, trommelt das Album dann aber als Studiomusiker ein. Als die ersten Roughmixes stehen, spielen sie die Songs Niklas Isfeldt vor, den Fredrik noch als Backgroundsänger von Hammerfall kennt. Als dieser dazu singt, ist sofort klar, dass er der Richtige für den Job als Sänger ist, und mit seinem Kumpel Peter Stålfors haben sie auch gleich den richtigen Bassisten.

Da die Labels natürlich von Anfang an hellhörig waren, unterschreiben Dragon Slayer schnell bei Century Media, jedoch rät ihnen das Label, sich besser einen anderen Namen auszudenken und das erste Album "Dragon Slayer" zu nennen. Als großer Dio-Fan kommt Fredrik schließlich mit dem Namen Dream Evil an, und für die anstehende Photosession zum Album treffen sämtliche beteiligten Musiker zum ersten Mal aufeinander. Das Debüt erscheint im April 2002 und schlägt im Power Metal-Bereich ein wie eine Bombe. In Japan avanciert das Teil innerhalb kürzester Zeit zum Importalbum Nr. 1. Die Band spielt den Sommer über auf allen größeren Festivals und eröffnet für Blind Guardian deren Shows in Schweden.

Snowy ist inzwischen fest bei der Band eingestiegen und ist somit im Oktober des Jahres auch auf der Japan Tour dabei. Noch nicht mal wieder zu Hause, bekommen sie das Angebot, Hammerfall auf deren anstehenden Europatour im Februar/März 2003 zu begleiten. Century Media sind der Meinung, dass eine neue Veröffentlichung vor der Tour eine feine Sache wäre, weshalb Dream Evil ein gutes Stück früher als geplant wieder ins Studio gehen und "Evilized" einspielen. Das Album erscheint Mitte Januar, kurz darauf sind sie mit Hammerfall und Masterplan on the road.

Nach einem weiteren Japantrip und einer kleineren Pause sitzen sie wieder im Studio und spielen vier Songs für die "Children Of The Night" EP ein, auf der sich auch ein Live-Video des gleichnamigen Songs befindet. Zur Promotion spielen sie einige Akustik-Gigs für mehrere Radiostationen, bei denen Snowy die zweite Klampfe übernimmt, da Gus mit Mystic Prophecy unterwegs ist. Für das nächste anstehende Album haben sie dann tonnenweise Material zur Verfügung, selbst Snowy hat an die 20 Songs geschrieben.

The "The Book Of Heavy Metal" erscheint am 31. Mai 2004 und kommt in der Special Edition mit einer zusätzlichen, einstündigen Bonus DVD daher, auf der es reichlich Behind-The-Scenes Material zu sehen gibt. Als Special Guests sind auf dem Album Andy LaRocque (King Diamond), Metal Mike Chlascak (Ex-Halford, Painmuseum) und Stefan Elmgren (Hammerfall) dabei.

Auf Tour geht es im Anschluss mit den beiden deutschen Acts Chinchilla und Metalium, wobei Saxon den Headlinerposten übernehmen. Zu der Zeit ist Gus aber schon ausgestiegen, um sich ganz auf Firewind zu konzentrieren. Seinen Platz nimmt Mark Black ein, der auf den Dates in Japan sein Livedebüt mit Dream Evil hinlegt. Im August 2005 steigen Sänger Niklas und Basser Peter vorrübergehend aus, kehren aber Mitte September schon wieder reumütig zur Band zurück. Dafür packt Snowy im Frühjahr '06 seine Sticks ein, um sich anderweitig zu beschäftigen. Für ihn throhnt seitdem Patrik Jerksten auf dem Drumhocker, der sich das knallige Pseudonym Pat Power ausgedacht hat.

In dieser Besetzung geht es an die Aufnahmen zum Album "United". Der limitierten Erstausgabe liegt noch eine weiter CD bei, auf der es fünf zusätzliche, neue Songs zu hören gibt. Da sich bei Gitarrist Mark Mitte 2007 Nachwuchs ankündigt, gibt er seinen Job bei Dream Evil auf, die sich Dannee Demon an die zweite Klampfe holen. Anfang des nächsten Jahres beschäftigen sie sich mit der Veröffentlichung eine DVD/DCD, die auf den Namen "Gold Medal In Metal (Alive & Archive)" hören soll.

Darauf gibt es einen Livegig aus Stockholm zu sehen und zu hören. Beim Archivmaterial sind einige Sachen dabei, die bislang nur in Japan zu haben sind und bei denen noch Gus G. und Snowy Shaw mitspielen. Außerdem haben sie noch drei neue Studiotracks mit draufgepackt, die das Package schön abrunden.

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Dream Evil - United: Album-Cover
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2006 United

Kritik von Michael Edele

Für Fünfjährige mit Einschlaf- und Bettnässproblemen. (0 Kommentare)

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