Porträt

laut.de-Biographie

Machine Head

Nach der EP "Torture Tactics" nimmt Robb Flynn Anfang der 90er bei Vio-Lence seinen Hut und gründet seine eigene Combo Machine Head.

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Anstatt wie bei Vio-Lence nur die Klampfe zu schwingen, stellt er sich bei seiner neuen Combo auch gleich noch hinter's Mikro. An die zweite Gitarre stellt er Logan Mader, den Bass bedient Adam Duce und hinter den Drums sitzt kurzfristig Walter Ryan (Ex-Possessed). Dieser macht aber schnell wieder Platz für Chris Kontos, der sich auf der Tour mit Napalm Death und Obituary beweisen muss. Zum Zeitpunkt der Tour haben sie den Deal mir Roadrunner Records zwar schon in der Tasche, jedoch noch kein Album auf dem Markt.

"Burn My Eyes" erscheint erst Ende 1994 und schlägt mit seiner brachialen Mischung aus Thrash und heftigen Grooves enorm ein. Schnell fällt der Begriff 'Neo-Thrash' und Machine Head gelten als Trendsetter, die mit ihrer Platte überall in die Charts einsteigen. Die Scheibe avanciert zum bestverkauften Debüt des Labels. Kaum ist das Album erschienen, geht es mit Slayer und Biohazard auf Tour durch die Staaten. Mit Slayer touren sie auch durch England, wohin sie im Mai des folgenden Jahres schon als Headliner zurückkehren.

Während es mit Machine Head kaum besser laufen könnte, nimmt sich Robb die Zeit und zieht mit Basser Jason Newsted (Ex-Metallica), Gitarrist Andreas Kisser (Sepultura) und Drummer Tom Hunting (Exodus) die beiden Projekte Sexoturica und Quarteto Da Pinga auf. Chris Kontos verabschiedet sich '96 in Richtung Konkhra, was allerdings nur halb so wild ist, denn mit Dave McClain (Ex-Sacred Reich/Murdercar) holen sie sich einen mehr als nur adäquaten Ersatz in die Band. Der lässt sich aber eine ganze Zeit lang bitten und so müssen sie ihre Gigs in Australien mit einem Session-Drummer absolvieren.

Mit der erfolgreichen Tour im Rücken, soll 1996 ganz im Zeichen neuer Studioarbeit und des zweiten Albums stehen. Leider läuft nicht alles wie geplant. Gestohlene Instrumente, auf mysteriöse Weise gelöschte Stimm- und Gitarrenspuren und ein unglücklicher Autounfall von Drummer Dave McClain, dessen zertrümmertes Knie ihn für Monate arbeitsunfähig macht, verzögern das Erscheinen von "The More Things Change" bis März 1997. Dafür chartet das Album wieder allerorts und glänzt auf der Limited Edition sogar mit Coverversionen von Ice T und Discharge.

Die obligatorische Tour zum Album führt Machine Head nunmehr mit Acts wie Skinlab, Pantera oder Megadeth um die ganze Welt mit dem Höhepunkt, auf der großen Bühne bei den begehrten Ozzfests spielen zu dürfen. Nach mehr als 200 Auftritten weltweit geht man, die Schrecken der letzten Aufnahmen noch im Hinterkopf, im März 1998 relativ früh wieder ins Studio, um den dritten Longplayer "The Burning Red" einzuspielen, der im August 1999 auf den Markt kommt.

Zu diesem Zeitpunkt ist Logan jedoch bereits aus der Band geflogen und kurzzeitig bei Soulfly untergekommen, um anschließend vor allem als Produzent zu arbeiten. Der neue Mann an der Klampfe hört auf den Namen Ahrue Luster (Ex-Man Made God) und hat 'ne Frisur wie 'ne explodierte Ananas. Auch das "The Burning Red" stößt nicht überall auf Gegenlieben. So muss sich das Album von einigen Fans den Vorwurf gefallen lassen, einige Hip Hop-Elemente zu viel zu verwerten, was der Güte der Scheibe an sich keinen Abbruch tut.

Nach ausgedehnten Touren beginnt man im September 2000 am vierten Album "Supercharger zu basteln. Den Mix legt die Band, wie schon beim Debüt, in die Hände von Colin Richardson. Trotz einiger Nu Metal-Anklänge kracht die Scheibe 2001 erneut mit einer gesunden Härte aus den Boxen. Gitarrist Luster steigt im Mai jedoch schon wieder 2002 wegen kreativer Differenzen aus und wechselt zu Ill Nino, mit denen Machine Head kurz zuvor noch unterwegs waren. Phil Demmel, der schon früher mit Robb bei Vio-Lence zusammen gearbeitet hat, soll ihn auf der Sommer Tour ersetzen.

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Dabei kommt er gleich zu CD-Ehren, denn vom With Full Force Open Air 2002 schneiden Machine Head die Aufnahmen mit und packen zwei Songs davon mit dem fantastischen Auftritt in der Brixton Acadamy auf ihre erste Live CD "Hellalive". Den Namen hat ein Fan auf der Homepage vorgeschlagen, als Dank ist er im Booklet zur CD vermerkt und wurde mit einigen Gimmicks versorgt. Ebenfalls zur Abstimmung auf der Homepage freigegeben waren einige Vorschläge für Coverversionen, die Machine Head aufnehmen wollen.

Da nicht nur die Tour ausgesprochen gut in diesem Line-Up funktioniert, sondern da es auch menschlich gut zwischen Phil und den anderen funktioniert, steigt er als festes Mitglied bei Machine Head ein und macht sich mit der Band an die Kompositionen zum neuen Album. Zwischenzeitlich wird sich Robb darüber klar, dass sein Alkohol- und Drogenkonsum langsam aber sicher aus dem Ruder läuft und er unterzieht sich einer Therapie. Diese erweist sich als ausgesprochen wirkungsvoll und positiv und so macht er sich dann mit neuer Kraft an das nächste Album.

Die Aufnahmen laufen zwischen Juni und August ab und Andy Sneap verpasst der Scheibe in England einen verdammt fetten aber transparenten Sound. In der Zeit nehmen sie nicht nur die Songs für das neue Album auf, sondern auch ein paar der geplanten Coverversionen. Doch die Zeiten sind hart, denn der Deal mit Roadrunner ist vorbei und irgendwie will kein anderes Label anbeißen, ohne eine Single fürs Radio. Zwischenzeitlich spielt Robb sogar mit dem Gedanken, bei Drowning Pool als Sänger einzusteigen, konzentriert sich aber dann doch weiter auf Machine Head.

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Obwohl viele der Tracks länger als früher sind, klingen sie doch kompakt wie nie. Robb hat die persönlichsten Texte seines Lebens geschrieben und arbeitet in "Left Unfinished" sogar seine Adoption auf. "Through The Ashes Of Empires" erscheint Ende Oktober, und schon kurz nach dem Veröffentlichungsdatum macht sich die Band auf die 'Through The Ashes Of Europe'-Tour, zusammen mit Kill II This, Breed 77 und Sikth.

Machine Head sind so erfolgreich wie nie zuvor, neben den Gigs bei Rock Am Ring und Rock im Park stehen sie auch als Headliner auf der Bühne des Rock Hard Festivals 2004. In den USA sind sie zusammen mit Chimaira und Trivium im Rahmen der Roadrage Tour unterwegs. Ende des Jahres schneiden sie, erneut in der Brixton Academy, Material für ihre erste DVD mit. 2005 startet auch schon recht vielversprechend, denn zusammen mit The Darkness und Sepultura spielen sie auf dem ersten, großen Open Air in Dubai.

Nachdem Robb schließlich als einer von vier Teamcaptains als Songwriter zum 25-jährigen Jubiläumsalbum von Roadrunner beiträgt, erscheint Anfang Oktober auch die DVD "Elegies". 2005 stehen noch diverse Touren auf dem Plan, ehe sie sich auf das Songwriting konzentrieren und im August '06 ins Studio gehen. Waren die Songs auf "Through The Ashes Of Empires" schon relativ lang, so stellen die neuen Nummern alles andere in den Schatten.

"The Blackening" nennt sich das neueste Werk der Band aus San Francisco. Von acht Songs knacken zwei die 10-Minuten-Marke. Von Langeweile ist allerdings keine Spur, denn die Tracks sind kompositorisch so dicht wie nie zuvor. Bevor die Scheibe Ende März erscheint haben Machine Head schon die nächsten Dates mit Lamb Of God, Gojira und Trivium hinter sich. Weiter geht's im April mit Megadeth und Heaven & Hell (bei denen es sich bekanntlich um Black Sabbath mit Dio am Mikro handelt).

Innerhalb der Band lief es in den Jahren nicht immer ganz rund. Phil hatte damit zu kämpfen, dass er auch auf der Bühne manchmal mit Ohnmachtsanfällen umgehen musste und Robb und Adam stehen sich auch des Öfteren mit geballten Fäusten gegenüber. Dennoch hält die Besetzung und auch die Erfolgswelle bleibt ungebrochen. Entsprechend wagen sie sich 2011 mit "Unto The Locust" an ihre bis dato ambitioniertestes Werk und schreiben darauf kleine Epen.

Dass sie diese aber durchaus live reproduzieren können, beweisen sie auf den anschließenden Touren und der nächsten Live-Scheibe "Machine F**King Head - Live" Ende 2012. Als sie Anfang 2013 damit beschäftigt sind, Ideen für das nächste Album zu sammeln, verlässt Basser Adam Duce die Band Ende Februar in aller Freundschaft. Die restlichen Mitglieder wollen zunächst mal als Trio weiter machen und sehen, wohin die Reise geht.

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Machine Head im Schlachthof, Wiesbaden. Trotz/wegen wechselnder Gitarristen war der Auftritt erst richtig interessant.

Trotz/wegen wechselnder Gitarristen war der Auftritt erst richtig interessant., Machine Head im Schlachthof, Wiesbaden. | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Trotz/wegen wechselnder Gitarristen war der Auftritt erst richtig interessant., Machine Head im Schlachthof, Wiesbaden. | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Trotz/wegen wechselnder Gitarristen war der Auftritt erst richtig interessant., Machine Head im Schlachthof, Wiesbaden. | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Trotz/wegen wechselnder Gitarristen war der Auftritt erst richtig interessant., Machine Head im Schlachthof, Wiesbaden. | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

Rock Hard Festivel 2004 Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend.

Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele) Machine Head waren ein würdiger Headliner für den Sonntag Abend., Rock Hard Festivel 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Michael Edele)

Termine

Sa 09.08.2014 Winterthur (Salzhaus)
Mo 11.08.2014 Dornbirn (Conrad Sohm)
Fr 15.08.2014 Dinkelsbühl (Festivalgelände)
Sa 16.08.2014 Hamburg (Großmarkt Hammerbrook)
  • MachineHead1.com

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