Porträt

laut.de-Biographie

Skinlab

Ursprünglich 1994 noch unter dem Namen Defiance gegründet, benennt sich die in der Bay Area gegründete Band um Sänger/Basser Steev Esquivel bald schon in Skinlab um. Seine Mitstreiter sucht sich Steev mit dem Gitarristen Adam Albright sowie Drummer Paul Hopkins zusammen. Dieser hat zuvor schon bei Bizarro mitgewirkt, dem Projekt des ehemaligen Forbidden/Testament-Gitarristen Glen Alvelais.

Albright ist aber bald wieder Geschichte. Für ihn steigen Mike Roberts und Gary Wendt ein. Als Quartett machen sie sich zügig an die Aufnahmen zu ihrem Debütalbum, bei dem ihnen nicht nur Machine Head-Fronter Robb Flynn hilfreich zur Seite steht, sondern auch Andy Sneap (Nevermore, Kreator, Fozzy) den Produzentenjob übernimmt. Kaum ist das Album auf dem Markt, klinken sie sich auf insgesamt drei Europatouren ein und sind somit jeweils einmal mit Machine Head, Exodus und Grip Inc. in unseren Breitengraden zu sehen.

Im Anschluss stehen sie mit Exodus, Stuck Mojo und Skrew auch auf amerikanischen Bühnen. Allerdings verabschieden sich dann sowohl Mike, als auch Gary, weswegen in Sachen Gitarristen akute Not am Mann ist. Von Skrew holen sie sich einfach Steve 'Snake' Green und den ehemaligen Killing Machine/Lääz Rockit-Klampfer Scott Sargeant, die beide schon auf der '98 erscheinenden EP "Eyesore" zu hören sind. Die EP erscheint quasi zwischen zwei Touren. Erst im Anschluss beginnen die Aufnahmen zum zweiten Album.

Auch auf "Disembody: The New Flesh" fungiert Andy Sneap wieder als Produzent und sorgt für einen anständigen Sound. Am fetten, jedoch auch immer komplexen Sound der Band hat sich nicht viel geändert - das Wiederaufleben der Bay Area Szene, das sich viele erhofft haben, bleibt jedoch traurigerweise aus. Die Touren mit Entombed durch Europa und anschließend mit Napalm Death durch die Staaten, sind die letzten für Scott. Er packt seine Koffer und gibt seinen Job and Glen Telford (Ex-Weird Shut) ab.

2002 kehren sie mit "reVolting Room" zurück und überzeugen auch mit diesem Album wieder voll. Sie läsen sich etwas von den erfolgreicheren Vorbildern Machine Head, was der Truppe sehr gut zu Gesicht steht. Zwar verpflichten sie als Produzenten Steve Evetts (u.a. Sepultura, Hatebreed, Snapcase), aber letztendlich legt auch Andy Sneap noch einmal Hand an das Album. Als Gäste sind Mitglieder von Unjust, 36 Crazyfists und Vile auf der Scheibe zu hören.

Nach der Veröffentlichung begleiten sie Superjoint Ritual auf deren US-Tour und stehen im Oktober als Support von Soil in England auf der Bühne. Als sich Steev eine Verletzung an der Hand zuzieht, liegen Skinlab erst einmal auf Eis. In der Folgezeit brüten alle an irgendwelchen Projekten. Im August 2003 hat Steev mit Snake und den Pissing Razors-Muckern Rick Valles (Bass) und Eddy Garcia (Drums) Def Ignition am Start, die sich bald in Re:Ignition umbenennen. Allerdings spielt Snake dort Bass und Steev Gitarre. Inzwischen sind neben den beiden noch Tim Howell (Gitarre), Dave Moore (Vocals) und Mark Hernandez (Drums) mit dabei.

Im April 2004 werfen Century Media noch die Doppel-CD "Nerve Damage" auf den Markt, die sich wirklich lohnt, gibt es doch zwei neue Songs zu hören, sowie die längst vergriffene EP und anderes, rares Material. Das Album soll eigentlich einen Vorgeschmack auf die nächste Scheibe bieten, doch irgendwie scheint im Skinlab-Camp nichts mehr richtig voran zu gehen. Steev ist auch eine Zeit lang als neue Sänger bei Exodus im Gespräch und gerade, als man denkt, dass Skinlab Geschichte sind, kommt Ende 2005 die Meldung, dass Steev, Snake, Mike Roberts und Drummer Paul an neuen Songs arbeiten.

Was da aber dran ist, bleibt fraglich, denn die Homepage der Band ist vom Netz und Steev und Snake scheinen sich voll auf Re:Ignition zu konzentrieren. Zumindest bis in den Sommer 2007 hinein, denn im August vermelden Crash Music, dass sie sich mit der Band einig sind, 2008 ein neues Album zu veröffentlichen. Für Gitarrist Glen Telford ist inzwischen aber Julian Peach (Ex-December) mit dabei.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare