"Wir sind die Sonne, die scheint, Baby, Baby / Und ihr dreht durch wie die Raver auf der Mayday / Erfrischend wie in der Wüste Punica zu finden / Und am Mic die zwei mit den unikaten Stimmen / Jan Delay und D-Flame / Hey, DJ, mach so laut wie's geht!"
Jan Phillip Eißfeldt, der Mann der vielen Pseudonyme, nölt sich mit wahrhaft unikater Stimme seit Anfang der 90er durch die aufblühende Deutsch-Rap-Szene. Nach überschaubar erfolgreicher Anlaufzeit landet die von ihm mitgegründete Crew Absolute Beginner 1998 mit "Bambule" einen Mördertreffer: Hip Hop made in Germany ist erwachsen geworden.
Ein kapitaler Irrtum unterläuft dem, der versucht, Eizi Eiz auf einen schnöden Rap-Künstler zu reduzieren, denn: "Wer Hip Hop macht und nur Hip Hop hört, betreibt Inzest." Er bleibt tief in der Hamburger Punk-Szene verwurzelt, Funk, Reggae und Dancehall regieren im Eißfeldtschen Universum ebenso. Gemeinsam mit Produzent Tropf veröffentlicht er (als La Boom) ab 1999 auf dem eigenen Label Eimsbush Tapes, die sich wie geschnitten Brot verkaufen. 2002 schieben La Boom mit "Atarihuana" eine Instrumental-LP nach.
Nichts dauert ewig: Eißfeldts Eimsbush Records, das seit 1997 dem Rap-Nachwuchs der Hansestadt eine Basis bot, muss sechs Jahre nach seiner Gründung Insolvenz anmelden. Eißfeldt selbst hat keinen Grund zu weinen: Neben seinem florierenden Engagement bei den Beginnern hebt er 2000 in eine Solo-Karriere ab.
Auf dem Sampler "Pop2000" erscheint mit "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann" die wohl beste Coverversion, die jemals jemand hat einem Nena-Song angedeihen lassen. Weder das Reggaegewand noch der Alias Jan Delay können verschleiern, was die Stimme umgehend offenbart: So nasal bringts nur ein einziger dürrer Hamburger fertig. Die Single erreicht Platin-Status.
"Vorsicht: Kein Hip Hop!" Ein Sticker auf Jan Delays Debütalbum warnt vor Enttäuschungen. Wer sich davon abhalten lässt, hat selbst schuld und verpasst eine Reggaeplatte, die von der Kritik zu Recht in höchsten Tönen gelobt wird. Unterstützt von der Sam Ragga Band und produziert von Matthias Arfmann, der bereits an den Reglern der Beginner den Shit tight machte, demonstriert Eißfeldt zum einen, dass jamaikanische Volksmusik mit deutschen Texten denk-, mach- und überaus hörbar ist.
Zum anderen tritt er auf "Searching For The Jan Soul Rebels" den Beweis an, dass Gesellschaftskritik weder zwingend in einer Anti-alles-Punk-Attitüde noch in Gutmenschelei enden muss. Hochintelligent und grandios komisch prangert Jan Delay im Alltag verborgenen Rassismus an, nimmt Volksverdummung durch die Medien aufs Korn und watscht das Mitläufertum kritikloser Musikkonsumenten mit einem entschiedenen "Ich Möchte Nicht, Dass Ihr Meine Lieder Singt" ab.
Als "Kurt-Cobain-Syndrom" bezeichnet er, was diese Menschen treibt: Jeder hört das Zeug, das er eigentlich nicht versteht, weil es halt in ist - und ganz nebenbei ordentlich groovt. "Flashgott" mit einem Feature von Xavier Naidoo erreicht eine nahezu spirituelle Ebene.
"Das System" macht - in Form von Zensur - allerdings auch vor "Searching ..." nicht Halt. "Söhne Stammheims" muss entschärft, "Sag Mir, Wo Die Blumen Sind" zum Teil sogar neu geschrieben werden. Das ist zwar nicht wirklich neu, rückblickend fällt auf: Schon mit "Flashnizm" haben die Beginner im Hip Hop aufgeräumt. Ein politisches Album in einer Szene, in der normalerweise über bewusstseinserweiternde Drogen gerappt oder einfach gebattelt wird? Das geht! (Nicht, dass Jan letzteres nicht außerdem täte: Zusammen mit Dynamite Deluxe machte er einst "Grüne Brille" zum Hit, auf Fettes Brots "Nordisch By Nature" mischte er ebenfalls mit.)
Was will also ein Jan Delay? Die "Jugend von heute" zum gewalttätigen und unreflektierten Kampf gegen die Obrigkeit anstacheln? Och, nö! Lieber ein bisschen zum Nachdenken anregen. "Oben sitzen, runterkucken. Ab und zu grüßen, ab und zu spucken" - und hoffen, dass die Leute seine Songs und Texte begreifen und sich bestenfalls sogar den einen oder anderen Gedanken machen. Nicht mehr - aber auch nicht weniger.
Ausgiebige Touren mit der Sam Ragga Band tragen Style und Message in jeden Winkel der Republik. Anschließend steht dann erst einmal wieder die Crew an erster Stelle: Die Beginner (die sich mittlerweile von ihrem Namenszusatz "absolut" verabschiedet haben) verzeichnen im August 2003 mit "Blast Action Heroes" das kommerziell erfolgreichste Album ihrer Karriere. Jan Delay hat Pause - aber nicht für immer. "Mercedes Dance", der zweite Solo-Longplayer, steht im Sommer 2006 in den Startlöchern. Die Vorab-Single "Klar" schürt die Spannung der wartenden Fans, die ohnehin bereits mit den Hufen scharren.
Diese werden dann auch nicht enttäuscht: Der Hamburger präsentiert ein mehr als ordentlich durchgefunktes Pop-Album. Rio Reisers "Für Dich" wird in ein neues Gewand gesteckt, bleibt aber auch versehen mit topaktueller Produktion eine wundervolle Schnulze. Die Kooperation mit Altrocker Udo Lindenberg kommt derart organisch um die Ecke, dass man meint, die beiden stünden seit Jahren gemeinsam in der Gesangskabine. "Seid doch mal ehrlich!" Eigentlich tun sie das ja auch.
Mit Rückendeckung durch die Live-Combo Disko No. 1 wird "Mercedes Dance" auf die Bühne gestellt. Während im Januar 2007 mit "Searching - The Dubs" noch schnell ein Dub-Album der ersten Solo-Veröffentlichung in die Läden gelangt, laufen die Vorbereitungen für die Tour bereits. Das Potenzial, das Funk und Reggae innewohnt, serviert man sie nicht aus einem klinisch reinen Studio sondern schweißgetränkt einem ebensolchem Publikum, dokumentiert "Mercedes-Dance Live" im CD- und DVD-Format.
Und weils so schön war, bleibt das nicht der letzte Album-Livealbum-Doppelschlag: "Wir Kinder Vom Bahnhof Soul" erscheint 2009 in der Studio-Version, ein Jahr später als Live-Aufnahme.
"Ich möchte nicht, dass ihr meine Lieder singt." Das dürfte ein frommer Wunsch bleiben.
Über die Millionäre bei Metallica und Musikpiraten (mit Album-Prelistening).
Hip Hop-Reggae-Funk-Mix-Chef Jan Delay steht mit seinem drittem Solo-Album "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" in den Startlöchern. Wir sprachen mit ihm unter anderem über eine prägende Begegnung in New York.
Hektisches Treiben im ersten Stock des "Hotel Bayerischer Hof" in München, wo die Plattenfirma Universal Music gleich zwei Künstler durch Interview-Marathons jagt. In einem der Räume geht gerade eine Fotosession mit Hip Hopper Dizzee Rascal zuende. Dizzee kommt zur Tür raus, nickt kurz rüber und verschwindet wieder.
Im anderen Raum steht Jan Delay den Pressevertretern einzeln Rede und Antwort. Er gibt freundlich die Hand. Die für ihn typische Sonnenbrille hat er nicht auf, dafür aber eine Baseball-Cap. Gemeinsam setzt man sich aufs grüne Sofa, das ein wenig an die berühmte Couch erinnert, auf der Loriot immer seine Sendungen präsentierte. Da bleibt es nicht aus, dass Delay und die Interviewerin sofort den gleichen bescheuerten Geistesblitz haben und Zitate aus Sketch-Klassikern wie "Die Nudel" und "Das Filmmonster" auspacken. Beide lachen sich kurz kaputt, beruhigen sich aber auch schnell wieder. Das ist auf jeden Fall schon mal ein guter Anfang!
Der Titel Deines Albums ist stark wortverwandt mit dem Titel der Biografie der drogenabhängigen Christiane F. "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" aus den 70ern. Ist die offensichtliche Ableitung "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" nur eine spontane Idee gewesen oder hat das Buch tatsächlich nachhaltigen Eindruck bei Dir hinterlassen?
Das Buch hat zwar einen starken Eindruck hinterlassen bei mir. Ich finde es ein geiles Buch und auch einen geilen Film. Und es ist vor allem etwas Deutsches, das internationales Format hat. Aber es hat nichts mit der Platte zu tun. Ich finde, dass es ein gutes Wortspiel ist. Auch wenn man das Buch und den Film gar nicht kennt und sich einfach nur "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" vor Augen führt, ist es trotzdem ein geiler Titel und er drückt das aus, was ich sagen will mit dieser Platte. Es heißt, Du seist bei den Aufnahmen völlig anders vorgegangen als beim Vorgänger "Mercedes Dance". Was genau hast du anders gemacht? Bei "Mercedes Dance" hatte ich mir vorgenommen, eine Funkplatte zu machen, wusste aber nicht wirklich, wie das geht. Also habe ich mich einfach blind reingestürzt und Beats vorproduziert, wie ich das beim HipHop immer mache. Dann habe ich diverse Musiker ins Studio eingeladen, und wir haben zusammen zu diesen Beats gejammt und das aufgenommen. Im Anschluss daran habe ich ewig am Rechner an dem Material rumgefrickelt und bin halb wahnsinnig geworden. Trotzdem ist es eine schöne Platte geworden.
Als wir die Lieder dann schließlich als Band live gespielt haben, kam plötzlich der Funk rein und es wurde immer besser. Irgendwann dachte ich, okay, jetzt weiß ich, wie so eine Funkplatte geht. Insofern ist "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" die Platte, die ich eigentlich mit "Mercedes Dance" machen wollte, aber die ich ohne "Mercedes Dance" nicht hätte machen können.
Und schließlich war die Zeit reif für "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" ...
Ja, wir haben uns gesagt, das Handwerkliche haben wir jetzt nach 200 Konzerten drauf. Also habe ich mich dieses Mal nicht erst mal alleine hingesetzt und Beats aufgenommen, sondern gleich in Sessions zusammen mit meiner Rhythmusgruppe, also Keyboards, Bass, Gitarre, Schlagzeug, zu schreiben begonnen. Dabei sind etwa 20 bis 30 Demos entstanden. Daraus habe ich dann die Songs fürs Album entwickelt. Im Anschluss haben wir alles arrangiert und sind ins teure Studio gegangen, wo wir alles auf alte Bandmaschinen mit teuren, alten, geilen Mikrofonen aufgenommen haben. So, wie man das früher gemacht hat. Dann haben wir das Ganze dann für uns in die Neuzeit geholt und überspielt in den Rechner, wo wir wieder schneiden und alles machen konnten, wie wir das gewohnt sind. Wie lange hat dieser ganze Prozess gedauert?
Eineinhalb Jahre. Eigentlich habe ich gedacht, ich spare mit dieser neuen Variante Zeit und Nerven, aber das war ein Trugschluss (lacht). Im Endeffekt hat alles länger gedauert, aber es ist auch viel besser geworden, und nur so konnten wir erreichen, was wir uns als Ziel gesetzt hatten.
Ich hab schon seit Ewigkeiten mit Tropf, meinem besten Freund und Mitproduzenten der Platte ein Studio. Mein Bereich ist da eher der kleine Verschlag, wo man vorproduzieren, schneiden und arrangieren kann. Und er hat einen richtig großen Raum, weil er ja auch Engineer ist. Da könnte man theoretisch auch Platten mischen ... zwar nicht ganz so wie in den großen Studios, aber das ist natürlich das Ziel irgendwann.
Die Texte spielen bei Dir immer eine große Rolle. Wie gehst Du beim Schreiben vor?
Das ist ganz, ganz harte Arbeit. Da muss ich mich wirklich in meiner Bude hinsetzen und konzentrieren, auch wenn das jetzt vielleicht bisschen blöd klingt. Natürlich bringt mir das Textschreiben Spaß. Aber es ist mir eben auch sehr wichtig. Schließlich habe ich mittlerweile einen Ruf zu verlieren (lacht). Oft sitze ich dann da und verwerfe alles immer wieder. Dann ist das Blatt vielleicht auch mal voll mit irgendeinem Scheiß, weil man so gedankenverloren rumgekritzelt hat. Aber im Endeffekt kann es passieren, dass zwei Tage lang nichts bei rumkommt. Dann habe ich da zwar schon ein paar Zeilen dastehen, einen Anfang, den ich richtig geil finde. Aber das muss ja auch in dem gewissen Flow weitergehen, auf diesem Level, in dieser Qualität und die Reime müssen cool sein und so weiter. Das muss alles stimmen und darum komme ich dann manchmal nicht weiter.
"Showgeschäft" beschäftigt sich mit den Eintagsfliegen in der Medienwelt. Verfolgst Du TV-Sendungen wie "DSDS" oder "Germany's Next Topmodel" im Fernsehen oder schaust Du in so eine Show höchstens mal kurz rein?
Ich habe gar keine Zeit, mir das alles anzugucken. Wenn ich das dann mal doch mal tue - und da landen wir sofort bei einem anderen Titel von meiner Platte, und zwar "Überdosis Fremdscham" - dann muss ich sofort weiterzappen, weil ich mich einfach schäme für diese ganze Würdelosigkeit. Es ist so, dass sich der Text natürlich mit diesen Sendungen auseinandersetzt. Aber meine Intention ist eher die, auf eine entertainende Art zu versuchen, den Leuten klar zu machen, dass das ein unsolider Beruf ist. 'Also Augen auf bei der Berufswahl, Leute! Wenn Ihr nicht wirklich das innere Feuer habt und vor allem das Talent, egal, ob das jetzt Musik, Schauspiel, Regie oder sonst was ist, dann lasst die Finger davon! Denn Ihr werdet aufs Maul fallen so wie Axel Schulz und Ihr werdet zum Gespött der Leute. Diejenigen, die da wirklich und schon lange auf dem roten Teppich sind, und denen Ihr nacheifert, die sind nur da, weil sie sich den Arsch aufreißen, und das schon seit Jahren. Für die ist das nicht nur Beruf sondern Berufung'. Aber letzten Endes ist es ein lustiger Song (lacht kurz auf).
Wie schaut denn dann zuhause Deine Musikecke aus? Stehen da noch die alten Vinylplatten herum oder ist alles bereits digitalisiert?
Ich habe zwar eine Riesen-Plattensammlung, aber die wird inzwischen selten angefasst. Ich habe einen Mischer und zwei Plattenspieler, die so umfunktioniert sind, dass sie einen Sync abgeben an den Laptop und so kann ich alle Songs genauso auflegen wie mit Platte. Die Stücke kommen aus dem Laptop, aus der iTunes-Mediathek. So legen ja heutzutage auch alle DJs auf - man muss nichts mehr schleppen. Es ist aber trotzdem noch so wie früher.
Holst Du Dir dann Musikstücke inzwischen nur per Download oder kaufst Du auch noch CDs?
Ich will unbedingt CDs haben, wenn ich etwas sehr gut finde. In meiner Küche habe ich super viele CDs. Aber heutzutage kommen nicht so oft Sachen heraus, bei denen ich das ganze Album haben will, da geht's nur um einzelne Songs. Deshalb lade ich auch viel herunter.
Damit die Songs von Deinem neuen Album nicht schon vor der offiziellen Veröffentlichung irgendwo im Internet landen, hast Du die Promo-CDs, die an die Medienvertreter verschickt wurden, manipuliert. Die Soundqualität ist bewusst schlechter gemacht worden und Du unterbrichst die Songs immer wieder mit Kommentaren wie "Das Internet ist schuld" ... Das ist ein zweischneidiges Schwert. Ich kann mich nicht hinstellen und sagen, 'Ihr seid alle Schweine, wenn Ihr Stücke illegal runterladet und nicht dafür bezahlt': letztendlich haben viele Leute nun mal kein Geld. Es ist einfach nur schade, dass der Wert von Musik komplett verschwunden ist und die Menschen kein Bewusstsein mehr dafür entwickeln. Für sie ist es nichts Geklautes, denn sie haben ja nichts zum Anfassen.
Eigentlich müsste die Musikindustrie, die das schon seit zehn Jahren verpennt hat, endlich mal eine Variante finden, wie trotzdem den Leuten schmackhaft gemacht werden kann für alles zu bezahlen. Es geht ja auch darum, dass wieder ein wenig Geld reinkommt, weil so, wie das im Moment ist, läuft das ganze Ding ungebremst mit 80 gegen 'ne Wand. Aber ich will hier auch gar nicht rumjammern. Vielleicht entwickelt sich ja irgendwann ein Bewusstsein dafür und es wird so wie in Estland oder Lettland, wo ein ganz anderes Wertebewusstsein herrscht.
Wie ist es in Estland oder Lettland?
Da war ich mal mit den Beginnern und dem Goethe-Institut, dort lädt überhaupt niemand illegal runter, weil man das total uncool findet. Das ist für die Kids dort wie ein Zwei-Streifen-Turnschuh. Ich will aber jetzt auch nicht der Lars Ulrich [von Metallica, die Red.] sein. So was finde ich superpeinlich: Der Multimillionär, der sich darüber beklagt ... So lange die Leute zu den Livekonzerten kommen, und man damit irgendwie Geld verdient, ist doch alles gut.
Apropos Urheberrecht: Bei der "Mercedes Dance"-Tour und dem dazu veröffentlichten Livealbum hast Du Samples des Funk-Klassikers "Word Up" von Cameo in den Song "Türlich, türlich" reingepackt. Hast Du jemals eine Reaktion von Cameo dazu bekommen?
Von Cameo? Ne. Aber mit dreizehn Jahren war ich mal in New York, und da wollte ich unbedingt so 'ne Hip Hop-Frisur haben, so ein Hi-top-Fade, bei dem die Haare lang nach oben gestellt waren und die Seiten am Kopf ausrasiert. Und dann bin ich mit meinem Vater Downtown gewesen, sah bei so einem Friseur die ganzen Fotos herumhängen von coolen Hip Hop-Frisuren und wollte unbedingt da rein, weil ich damals noch nie beim Friseur gewesen war. Plötzlich stand da Larry Blackmon, der Sänger von Cameo, mit einem derben Hi-top-Fade und ich, öh, öh, öh, (reißt die Augen auf) … guckte nur. Und das war meine einzige Begegnung mit Cameo. Aber das war wirklich eine Begegnung!
Der Beginner über bausparende Deutsche, sein neues Album und einen Track mit Helge Schneider und Moses P.
Nach - "Klar!" - ordentlicher Vorlage erscheint heute "Mercedes Dance", Jan Delays zweiter Streich in voller Länge. Funkelnde Perlen und groovende Clubhits schmieren einem, falls es jemandem seit "Searching For The Jan Soul Rebels" tatsächlich entfallen sein sollte, noch einmal zentimeterdick aufs Brot: Herr Eißfeldt ist allem voran eins - ein derber Styler.
Das Endspiel ist geschlagen. Die Welt war zu Gast bei Freunden und - kaum zu glauben! - das Leben nach der Fußball-WM: Es existiert. Ich schleppe mich am bisher heißesten Tag des Jahres über dampfenden Asphalt in ein mindestens ebenso dampfendes Büro und frage mich, wie zum Teufel ich mir einen "Füchse sind gar keine Rudeltiere"-Kommentar verkneifen soll, wenn gleich das Telefon klingelt. Rrrrring! Eißfeldt?! Ein vollkommen gechillter Jan Delay rettet mich - zehn Minuten zu früh - vor dem abgedroschensten aller Scherze. Danke.
Jan Delay-Interviews, wohin man schaut. Schön, dass du auch für uns Zeit hast. Du hast mal gesagt, Rap sei die einfachste Musik der Welt, Reggae die zweiteinfachste. Wo ordnest du Punk ein?
Auf jeden Fall über Rap - weil Punk hab ich noch nie gemacht. Eigentlich ist Punk zwar noch einfacher, aber das Ding ist: Ich kann bei dieser Aussage natürlich nur von Sachen ausgehen, von denen ich Ahnung hab'. Und Punk lag mir bisher fern. Nicht von der Ideologie oder vom Hören her, sondern einfach vom Machen.
Hast du deswegen mit Hip Hop angefangen, dann Reggae, und wie geht's weiter?
Abgesehen davon, dass ich gesagt hab', Hip Hop sei die einfachste Musikrichtung der Welt, ist es auch immer noch die Geilste. Das ist, was mich zum Musikmachen gebracht hat, was für immer in mir drin sein wird und was nie rausgeht. My heart belongs to Hip Hop, auf jeden Fall. Alles andere kommt.
Je größer die Erfahrung, um so größer die Ziele und um so mehr traut man sich auch zu. Desto mehr nimmt man in Angriff und hat die Energie, weiterzumachen, wenn man mal zu scheitern droht. Das ist natürlich: Immer, wenn man Neuland betritt, merkt man auf einmal, was das alles für Schwierigkeiten mit sich bringt. Das ist aber auch immer 'ne Herausforderung, diese zu meistern. Irgendwann in 20, 30 Jahren schreib' ich dann Opern.
Großartig. Da freu' ich mich schon mal drauf.
Aber nur mit dem Sampler, und mit Logic.
Glaubst du, Rap ist nur einfach zu machen, oder auch einfach zu konsumieren?
Es ist gar nicht so einfach zu machen. Man darf das auf gar keinen Fall missverstehen. Rap ist ja nicht Punk - man braucht schon Skills. Wenn man aber das Talent hat, die Skills und vor allem die Erfahrung, und das ein paar Jahre gemacht hat, dann ist es einfach leichter, eine gute Hip Hop-Platte zu machen, als was anderes. So hab' ich das gemeint. Ich meine damit nicht: Jedes Baby kann rappen.
Zurück zu deiner Frage: Rap ist noch viel leichter zu konsumieren, als zu machen, würde ich sagen. Gerade heutzutage, wo Rap vermutlich die meistgehörte Musikrichtung weltweit ist und in allen Ebenen und Foren stattfindet: Sei es in High-End-Werbeclips, in der Werbung überhaupt, im Netz in irgendwelchen Portalen, im Musikfernsehen, im Radio oder zu Hause: Du kommst halt supereinfach an alles heran, weil alles an dich herangetragen wird. Das ist ein Major-Spiel geworden.
Als ich mit Hip Hop angefangen habe, so vor 17, 18 Jahren, da war das nicht so. Damals musste man sich, wenn man es konsumieren wollte, selber reinhängen, sich reinklinken, die Plattenläden abgrasen, in andere Städte fahren und versuchen, sich jeden Schnipsel aus irgendeiner Zeitung auszuschneiden, wenn denn überhaupt mal was über Rap drinstand. Damals war es wirklich schwer, es zu konsumieren. Das war aber halt genau so eine Herausforderung, die uns gekitzelt hat und auf die wir Bock hatten.
Die Leute nicht unbedingt. Aber die Deutschen (lacht). Nein, Quatsch. Ja, da ist was dran. Letztendlich muss ich natürlich betonen, dass ich die Platte, die ich da gemacht habe, nicht als Funk-Platte bezeichnen würde. Das ist schon eher 'ne Pop-Platte mit Funk-Anleihen. Jetzt aber richtiger dreckiger, echter Funk ... Die Leute sind nicht zu dumm dafür, sondern es ist zu komplex, eben weil es so einfach ist - denkt man. Besteht ja auch nur aus Loops. Aber der Groove, das ist so komplex und geht so rein, dass es eine gewisse Form von Anspruch transportiert. Das musst du erst mal packen, im Kopf, das alles verstehen und vor allem: darauf dann auch Bock haben.
Ich glaube, dass das für die meisten schwere Kost ist. Die Masse will's eben einfach. Genau wie die Masse selbst dann, wenn es genauso viel kostet, halt lieber zu McDonalds geht, oder zu Burger King, anstatt sich für den gleichen Betrag Zutaten im Laden zu kaufen und dann zu Hause selber zu kochen. Das ist eben kompliziert und kostet viel mehr Zeit und Energie und alles. Auch, wenn's am Ende besser schmeckt und gesünder ist: Die meisten gehen zu McDonalds. Ich kenn' dieses Gefühl. Ich ess' da ja auch manchmal.
Die Deutschen "scheißen auf Mucke, wir wollen lieber bausparen". Ist das so? Oder sieht man nicht vielmehr da, wo man den besseren Einblick hat, auch den Dreck besser?
Ich bin immer mehr positiv überrascht von der Entwicklung. Bei dem Text geht's natürlich vor allen Dingen um die letzten 70 Jahre. Hmm... sagen wir: 50 Jahre. Wenn du 30 oder 40 Jahre zurück gehst, dann kannst du dieses Zitat in Stein meißeln, weil es hier wirklich so war. Hier wurde auf Mucke geschissen, auf allerlei Kunst und auf Lebensfreude. Lebensfreude in Zusammenhang mit Kultur und Kunst. Die Leute hatten genau diese Ansichten: Es ging ums Bausparen, ums Regeln aufstellen, um Sauberkeit und Pflicht und Ordnung.
Ich muss Deutschland zugestehen, dass da im Verlauf der letzten 20 Jahre einiges passiert ist und dass diese Haltung vor allen Dingen innerhalb der letzten fünf Jahre von den nachfolgenden Generationen nach und nach aufgebrochen wird, weil sie keinen Bock mehr auf diesen Bitterfrust haben, auf diese Jammermentalität und dieses Abblocken jeglicher schöner, groovender, subkultureller Einflüsse, weil das ja irgendwelche falschen Gedanken transportieren könnte.
"Musikanten aus deutschen Landen sind fast immer ohne Soul." Willst du damit etwa implizieren, Italiener oder Schweizer seien funkier? Oder ... Belgier?
Egal, was man von Jovanotti halten mag...
Höi! Jovanotti rockt!
Ja. Das meine ich aber auch ernst.
Das meine ich auch ernst!
Der hat halt vor 15, 16 Jahren schon angefangen, Groove, andere Rhythmiken und andere Subkulturen nach Italien zu importieren, und füllt heute immer noch Stadien damit. Auch, wenn er jetzt so ein komischer Ethno-Trommler-Typ geworden ist, und ich das überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann. Aber: Ich find' das halt gut! Vor allem finde ich gut zu sehen, dass so etwas in Italien auf einer derart breiten Ebene funktioniert. Das zeigt mir, dass in Italien die Akzeptanz für solche Dinge schon viel früher da war. In Deutschland füllen Seeed und Gentleman noch nicht ganz die Stadien.
Unser italienischer Kollege wird sich freuen, das zu hören. Zumal er bereits Weltmeister ist.
Und was in Frankreich abgeht, brauch' ich dir gar nicht erst erzählen. Ich sehe Frankreich auf jeden Fall als Vorbild für alle Formen von Subkultur, auch über die Musik hinaus. Auch Film, auch Fernsehen, auch Bücher - alles! Vom Essen brauch ich gar nicht anfangen. Frankreich ist einfach der Shit. Dagegen können wir alle mal scheißen gehen - ganz Europa kann da scheißen gehen.
Um noch ein bisschen an deiner Platte herum zu sezieren: "Kirchturmkandidaten" liefert ja wieder ein prächtiges Beispiel dafür, wie weit zuweilen der Ernst des Themas und die Fluffigkeit des Sounds auseinander klaffen. War das beabsichtigt?
Nee. Das wird der Mühe nicht gerecht, die ich mir gegeben habe, den Text so entertainend und mit so lustigen Reimen wie möglich zu erzählen. Ich finde, das wird ein bisschen aufgebrochen, es läuft dann auch mit der Musik zusammen und man kann es sich besser reinziehen, ohne an Erfurt denken zu müssen.
So was ist mir wichtig - von Jahr zu Jahr mehr: Wenn ich etwas erzählen will, das über "ich bin fett und mein Beat auch" hinaus geht, dann muss man das da-rein-da-raus-mäßig konsumieren können. Beim Tanzen, wenn du weißt, was ich meine. Ich hab ja eben nicht gesagt: "Wah, der Robert Steinhäuser, der war in der Schule, und dann hat er alle abgeknallt", sondern ich hab' das halt irgendwie, keine Ahnung, anders erzählt. Beiläufiger. Und lustiger.
Woher nimmst du deine Szenarien? Aus den Nachrichten?
Ja, klar. Nur wenn ich derzeit Nachrichten schaue, dann ist da nix, das ich in irgendeiner Form entertainend wiedergeben könnte. Das, was da seit einer Woche passiert, zieht mich einfach nur runter.
[Das Gespräch fand am 20. Juli statt. Neben immer noch feiernden italienischen Fußballfans beherrschten Bomben in Bagdad und Kampfhubschrauber über Gaza-Stadt die 10-Uhr-Nachrichten.]
Ja, das war wirklich Arbeit. Ich wollte eine Single ohne explizite Aussage. Ich wollte eine Single, bei der der Refrain einfach nichts ist - und das in jeder Sprache. Wenige Silben, so dass es jedem klar ist, dass auch jeder Engländer das mitsingen könnte. Sich dann auch in den Strophen die ganze Zeit am Riemen zu reißen, um das Ganze möglichst einfach zu halten, das war auf jeden Fall Arbeit. Hat aber auch Spaß gemacht.
Deswegen genau dieses Stück als erste Single?
Genau. Das war mir ganz wichtig: Neuer Sound, neue Musik, neue Klamotten, neues Artwork und eben auch neue Inhalte.
Weg vom Polit-Agitator-Image?
Das vor allem. Davon weg, hin zum Glam. Das Ding ist eine Tanzplatte, und beim Tanzen soll man den Kopf aus- und den Arsch einschalten.
Keine Steine mehr werfen?
Ach, nachts, wenn die Sonne untergegangen ist, dann zieh' ich immer noch durch die Straßen und zünd' 'ne H&M-Filliale an. In mir drin schmeiß' ich immer noch Steine. Ja, doch. Ganz ehrlich: Bei dem, das gerade jetzt abgeht, kommt der Steineschmeißer wieder extrem zum Vorschein. Gerade aus Solidarität, weil den meisten da drüben nichts anderes übrig bleibt, um ihrem Ärger Ausdruck zu verleihen, als eben ein Stein.
Hmm. Und dann machst du so eine Schnulze wie "Für Dich"? Da hat wohl für den Club noch was für die Engtanz-Runde gefehlt?
Das auch. Aber das hab' ja nicht ich gemacht. Das ist von Rio.
Ach, danke. Das ist mir schon klar. Aber interpretiert hast es schon du, oder?
Ja, klar. Ich mach' auf dieser Platte Pop-Musik. Genauso, wie für mich auf jede Platte - auch auf eine Hip Hop-Platte - ein schöner ruhiger Song gehört, gehört natürlich auch auf eine Pop-Platte so ein Song. Da dieser meiner Meinung nach einer der drei besten ist, die in diese Richtung gehen und je auf deutschem Boden geschrieben worden sind, war für mich klar, dass ich das Ding irgendwann einmal bringen muss.
Ich mach' so was nur, wenn mir am Original was fehlt und ich weiß, dass ich es auf ein ganz anderes Level hieven kann. Sowohl sound- als auch groove- als auch musikrichtungsmäßig. Genau wie bei "Irgendwie", da hab' ich auch ganz etwas anderes draus gemacht und dem Song das gegeben, das mir gefällt. So ist das jetzt bei "Für Dich" auch. Dieser Song burnt halt die alte Version komplett. Nicht Rio, aber die Musik. Sonst würde ich so was nicht tun. Ich würde keine Coverversion machen, wenn ich das Stück einfach nur nachspiele, und fertig ist die Laube. Das find' ich doof. Man muss dem Ganzen immer noch etwas Neues geben, sonst hat die Sache keinen Sinn.
Was ist so schlimm an einem Track mit Björk?
Björk ist schlimm.
Lieber Helge Schneider?
Auf jeden Fall! Der ist der Allerderbste, den es gibt. Genau so wie Ali G und Borat aus England, bei dem ich immer denke: Der Typ ist ein Genie! Oder wenn ich Christian Ulmen sehe, in "Mein neuer Freund", und immer denke: Der Typ ist ein Genie! So ist das bei Helge Schneider auch. Es gibt ein paar Lichtgestalten, da fass' ich mir immer nur an den Kopf und bin einfach komplett beeindruckt von deren Talent.
Eine Zusammenarbeit mit Helge Schneider hast du aber nicht im Kopf?
Doch. Ich hätte mal Bock drauf. Ich wollte eigentlich für diese Platte eine Sache mit Moses P und Helge Schneider machen - das hätte ich cool gefunden. Aber ich hatte keine Features mehr offen und auch keinen Song, der dazu gepasst hätte. Aber irgendwann werd' ich das machen.
Danach leck' ich mir ja schon alle zehn Finger. Nach der ganzen vielen Arbeit mit Tropf: Wie sieht's denn mit La Boom aus? Haben wir aus dieser Ecke noch etwas zu erwarten?
Auf jeden Fall. Wir sind immer am Machen. Wenn wir 'ne La Boom-Sache machen, dann ist das, wie wenn andere sich treffen und Basketball spielen, ins Kino oder saufen gehen oder zu Hause chillen. Wir treffen uns und machen Musik. Einfach so, ohne Intention. So ist La Boom entstanden.
Wir haben natürlich ein paar Songs, die La Boom-mäßig sind, aber die würden wir nie rausbringen. Wenn wir eine neue La Boom-Sache machen, dann wird das genauso etwas komplett anderes sein, wie wenn ich etwas Neues mache. Tropf sieht das genauso, weil: Wir wollen uns ja nicht wiederholen. es gibt nichts Schlimmeres als Bands, die über Jahre an einem bestimmten Sound und dem immer gleichen Ding festhalten. Bei den meisten ist das so, weil sie nicht anders können. Aber wir können eben anders.
Wir hatten Bock, Pop-Musik zu machen, haben richtige Pop-Balladen geschrieben und Pop-Songs gemacht. Svenja, unsere Backgroundsängerin bei den Beginnern, hat gesungen. Das sind wunder-wunderschöne Lieder geworden. Von La Boom wird irgendetwas kommen, aber es wird nicht das sein, was auf "Atarihuana" zu hören war.
Ein Datum gibt es entsprechend wohl noch nicht.
Nö, das ist Freizeit-Musik. Das ist Hobby-Shit. Deshalb ist es auch so geil, weil es aus keinem der gängigen Kontexte kommt. Ein paar Leute machen zusammen Musik und wollen ganz nach oben oder Geld verdienen, oder jemand hat einen komplett unorthodoxen Musikgeschmack und hält Pop für den Antichrist - aus solchen Kontexten kommt es eben nicht. Einfach nur zwei Typen, die auf alles flashen, was es an Musik gibt, und einfach Bock drauf haben, geile Musik zu machen. Weil sie sich sehr gerne mögen und gegenseitig wissen, was sie draufhaben. Das ist es: Wirklich nur der Spaß an der Sache.
Weil wir eben die Pop-Schweine sind, die wir sind, klingt das auch so. Dann ist es nicht so, dass es am Ende irgendwelchen verdudelten Free-Jazz gibt. Wir haben Pop-Arrangements im Kopf, und deshalb wird es auch so: Weil wir selber so was gerne hören.
Zu begrüßen. Gerade bei Hip Hop-Leuten begegnet man oft dieser Schubladen-Attitüde. "Ich hör' keinen Funk, ich hör nur Hip Hop." Selbst bei von mir hochgeschätzten Kollegen: "Ich kann zu Funk nicht bouncen."
Das ist natürlich schade. Man muss sich darauf einigen, dass es einfach nur noch gute und schlechte Musik gibt.
Wer hat die Definitionsmacht?
Jeder für sich selbst. Ich sag nicht, dass jemand da ist, der sagt: "Das ist gut, das ist schlecht." Ich fände schön, wenn jeder Mensch, jedes Individuum für sich selber eine Tabelle erstellt und entscheidet: Gut oder schlecht. Aber nicht: "Ich hör' nur Hip Hop, ich hör' kein dies und hör' kein das", sondern einfach nur: "Ich hör' keine schlechte Musik." Aber das bedarf der Hilfe von Bill Gates, McDonalds, MTV und allerlei anderer schöner Globalisierungs-Weltkonzerne, damit das die Leute erreicht.
All die Leute, gegen die du doch Steine schmeißen willst - oder Disco-Kugeln.
Denen kann man diese Einstellung sowieso nicht verkaufen, weil die schnell merken: Damit ist ja gar kein Geld zu machen.
Mercedes-Dance Live (2007), Searching - The Dubs (2007)
Atarihuana (2002)
| Fr | 06.08.2010 | Parklichter Bad Oeynhausen (Bad Oeynhausen) | |
| Sa | 07.08.2010 | SonneMondSterne (Saalburg) | |
| Fr | 13.08.2010 | Open Flair (Eschwege) | |
| Sa | 14.08.2010 | Taubertal Festival (Rothenburg) | |
| So | 15.08.2010 | Dockville Festival (Hamburg) | |
| Do | 19.08.2010 | A-Frequency Festival (St. Pölten) | |
| Do | 02.09.2010 | Ludwigsburg (Schlosspark) |
Hübsch und neu, inklusive Kostproben und Video ("Jantube").
http://www.jandelay.de
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Jan Delay Radiokonzert DASDING_Radio |
1 |
01.10.08, 11:54 DASDING_Radio |
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Jan Delay zu Gast bei MTV TRL am 30.11.2007 MTV Tickethotline |
2 |
27.11.07, 19:37 Rower |