Der Nazi-Vorwurf gegen Heino wird teuer für Jan Delay. Auch nach der Zahlung von Schmerzensgeld bleibt die Strafanzeige bestehen.

Hamburg (mab) - Ende April hatte Heino eine Klage gegen Jan Delay eingereicht, nach dem dieser ihn während eines Interviews als Nazi bezeichnet hatte. Der Schlagerstar verlangte von seinem Gegenüber nicht nur eine Unterlassungserklärung, sondern auch 20.000 Euro Schmerzensgeld. Laut Bild kam Delay dieser Forderung nun nach und überwies die Summe sowie die entstandenen Anwaltskosten.

Außerdem verpflichtet sich der Beginner mit der unterschriebenen Unterlassungserklärung wenig überraschend, Heino nie wieder als Nazi zu bezeichnen. Das erhaltene Schmerzensgeld behält Heino übrigens nicht für sich. Er will es zwei wohltätigen Einrichtungen spenden. "Es geht an zwei Behindertenwerkstätten in Bad Münstereifel und Bethel in Nordrhein-Westfalen", verriet der 75-Jährige.

Fall noch nicht abgeschlossen

Obwohl der Fall damit zivilrechtlich geklärt ist, bleibt die Strafanzeige gegen Delay weiterhin bestehen. Heino erklärte dies wie folgt: "Ich habe in meinem Leben viele Beschimpfungen erdulden müssen, aber irgendwo hört es auf!"

Neben der Klage hatten Delays unüberlegte Aussagen nach Bekanntwerden auch heftige Kritik in der Presse und sozialen Netzwerken ausgelöst, weshalb der Sänger in der ZDF-Kultursendung aspekte nur wenig später zurückruderte.

Fotos

Heino und Jan Delay

Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein) Heino und Jan Delay,  | © laut.de (Fotograf: Michael Grein)

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6 Kommentare mit 11 Antworten

  • Vor 3 Jahren

    sowas geht? Die Klage aufrechterhalten obwohl man sich einigt?
    Fühlt sich an wie im Mediamarkt an der Kasse für nen neuen Fernseher bezahlen, und dann muss man nochmal bezahlen damit man ausm Parkhaus fahren darf.

  • Vor 3 Jahren

    genau, caff! das sind zwei getrennte sachen. in der schweiz auch. klage ist zivilrecht (schmerzensgeld, schadensersatz und so); anzeige = strafrecht. und da hat onkel heino das teil entweder nicht zurückgenommen - was ich nicht glaube - oder die staatsanwaltschaft hat gesagt: "uns doch latte, ob ihr euch einig seid. es ist nunmal passiert und aufgrund des öffentlichen interesses (eine fiese generalklausel, die die brüder immer bei bedarf aus der kiste ziehen und damit im grunde jede noch so abwegige ermittlung rechtfertigen können) ziehen wir das verfahren kraft eigener arroganz......räusper.......kraft eigener kompetenz durch."

    • Vor 3 Jahren

      okay, i see.
      Wenn die Staatsanwaltschaft die Klage aufrecht behält... okay.
      Wenn Heino aber trotz "Einigung" die Klage aufrecht erhält ... auch wenn es zwei Dinge sind, dann hat das für mich nen Faden Beigeschmack.
      Das ist wie wenn zwei Länder Waffenstillstand machen, und das eine Land halt noch ein paar Bombenflüge macht "weil wir die halt noch grad übrig hatten und raus mussten bevor Verfallsdatum abläuft."

      und so wies oben steht ists ja schon Heinos Entscheidung. Rechtlich mag das okay sein, charakterlich find ichs ... nicht so dufte.

    • Vor 3 Jahren

      Bei der Beleidigung handelt es sich allerdings um ein reines Antragsdelikt, dessen Verfolgung die Staatsanwaltschaft nicht mit öffentlichem Interesse Begründen kann (§ 194 I StGB sieht die Generalklausel nicht vor). Ein fehlender Strafantrag stellt im Gegenteil ein Strafverfolgungshindernis dar.

    • Vor 3 Jahren

      ja, aber nicht mehr hinterher. heino hat doch den antrag gestellt. selbigen können die auch nach dessen rücknahme aufrecht erhalten. hab ich in hb schon x-fach erlebt.

    • Vor 3 Jahren

      Wäre das nicht ein Verstoß gegen § 77d I StGB?

    • Vor 3 Jahren

      Dein Name... ergibt Sinn... lange Leitung :hangover:

    • Vor 3 Jahren

      aber wenn die beiden das scho zivilrechtlich geklärt haben,warum dann nicht gutseinlassen ?ich seh da kein öffentliches interesse, so wird doch nur steuergeld für nichtigkeiten verplempert.

    • Vor 3 Jahren

      lass doch den staatsanwalt auch mal in der zeitung stehen.

    • Vor 3 Jahren

      hat der auch ne neue cd draussen ?

    • Vor 3 Jahren

      leider nicht, general klauselwitz. meiner bescheidenen ansicht nach zwar schon, weil es die vorschrift und die darin angestrebte verfahrensherrschaft des geschädigten aushebelt. aber rechtsprechung deckt da die praxis der staatsanwälte. nach dem motto: wenn das öffentliche interesse soooooo groß ist, dass es dem interesse des rücknehmenden antragsstellers diet, müssen wir das machen dürfen, weil sonst sodom und gomorrha ausbrechen.....unser staat eben....naja...

  • Vor 3 Jahren

    Also man kann von diesem (kalkulierten) Medienspektakel halten was man will aber wenn dadurch wirklich 20.000,- für Behinderte gespendet wurden ist das ganze dann doch irgendwie positiv zu sehen.