Porträt

laut.de-Biographie

Amerie

"Ich lache oft an den falschen Stellen. Ich lache nämlich immer, wenn ich nervös bin." Zur Nervosität besteht kaum Anlass, dafür um so mehr Grund zur Heiterkeit: Nach ihrem Ausflug vor die Kamera kehrt die R'n'B-Lerche Amerie mit ihrem zweiten Album "Touch" zur Musik zurück. Die Dinge laufen rund.

Kopierschutz: Sonymusic ruft Millionen CDs zurück Aktuelle News
Kopierschutz Sonymusic ruft Millionen CDs zurück
Sonymusic gibt sich engültig geschlagen. Das Majorlabel ruft seine infizierten CDs aus den Plattenläden zurück und bietet den Käufern einen Umtausch an.

Amerie Rogers entstammt, wie etliche Kolleginnen im Geschäft, einer Militär-Familie. Ihr afro-amerikanischer Vater ist Mitglied der Army; nach ihrer Geburt am 12. Januar 1980 in Fitchburg, Massachusetts verbringt Amerie demzufolge ihre Kindheit auf verschiedenen Militärstützpunkten. Dabei kommt sie viel herum. Unter anderem lebt sie dreieinhalb Jahre lang in Deutschland, in der Nähe von Gießen; deutsche Brötchen sind ihr noch bestens im Gedächtnis. Sie liebt die ständigen Umzüge: "So wurde es nicht langweilig, und ich habe viel über Menschen gelernt." Ameries Mutter ist Koreanerin. Sie bringt asiatische Kultur in Haus und Küche der Rogers ein. Amerie lernt zunächst Koreanisch; aus Angst, ihre Tochter könne deshalb nicht richtig Englisch sprechen, stellt Mutter Rogers die zweisprachige Erziehung allerdings früh ein. Sie legt statt dessen den Grundstein für Ameries Interesse an der Kunst. (Die Liebe zur R'n'B-Musik erbt sie dagegen vom Vater.)

Bereits als Kind tanzt Amerie und tritt bei Talentwettbewerben auf. Dabei unterstützen ihre Eltern zwar ihre Bestrebungen, drängen sie aber nicht. Besonders Ameries Mutter legt Wert auf eine solide Ausbildung; wie die meisten Eltern sähe sie ihre Tochter gerne als Rechtsanwältin oder Professorin. Nach Abschluss der High School schreibt sich Amerie - die Eltern haben sich mittlerweile in Virginia niedergelassen - an der Georgetown University in Washington, DC ein. Obwohl sie angibt, sich immer da zu Hause zu fühlen, wo sie gerade ist, bedeutet Washington für sie "Heimat". 2000 hat Amerie einen Abschluss in Englisch und Kunst in der Tasche. Auch wenn sie das Gelernte in ihrem weiteren Werdegang nicht direkt anwendet, profitiert sie doch von der Erfahrung eines Studiums.

Parallel dazu bastelt sie seit 1997 an ihrer Karriere als Sängerin, die einen großen Schritt nach vorne macht, als sie in Washington auf Rich Harrison trifft. Der Produzent und Songwriter arbeitet unter anderen mit Mary J. Blige, Gwen Stefani, Missy Elliott und Destiny's Child; für "Crazy In Love" mit Beyoncé wird er 2004 mit einem Grammy geehrt. Wohlmeinende Freunde Ameries bringen in Erfahrung, dass sich Rich auf der Suche nach einer Sängerin befindet; sie stellen den Kontakt her. Man telefoniert und trifft sich, da Amerie keineswegs zu einem ihr unbekannten "Produzenten" nach Hause kommen möchte, im Fastfood-Restaurant um die Ecke. Die Chemie stimmt; die beiden nehmen mehrere Demos auf, die letztendlich in einem Plattenvertrag mit Columbia resultieren.

Amerie - Touch Aktuelles Album
Amerie Touch
Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ...

Das Label bringt im Frühjahr 2002 Ameries Debüt-Single "Why Don't We Fall In Love" auf den Markt, das zugehörige Album "All I Have" folgt wenig später. Sowohl "Why Don't We Fall In Love" als auch die zweite Single "Talking To Me" sind besonders als Videos sehr erfolgreich; für "Why Don't We Fall In Love" erhält Amerie den Soul Train Lady Of Soul-Award in der Kategorie "Bester neuer R'n'B/Rap-Act". Direkt nach der Fertigstellung ihres Albums begibt sich Amerie auf Tournee. Sie tourt mit Usher und Nelly, singt gemeinsam mit Nas vor 10.000 und mehr Leuten. 2003 nimmt sie zusammen mit LL Cool J das Duett "Paradise" auf, dann "Too Much For Me". Zwischenzeitlich wird das Angebot, an der Entwicklung einer Fernsehshow mitzuwirken, an Amerie herangetragen; sie nimmt an und moderiert "The Center". Ihr Debüt als Schauspielerin erlebt sie an der Seite von Katie Holmes und Michael Keaton in Forest Withakers Komödie "First Daughter".

Nach diesem kleinen Exkurs in andere Gefilde kehrt Amerie zur Musik zurück. Eineinhalb Jahre investiert sie in die Arbeit an ihrem zweiten Album. "Touch" wird wieder von Rich Harrison produziert, allerdings schwingt sich Amerie in den Status einer Executive Producerin auf. Sie hat eine klare Vorstellung davon, wie alles klingen und aussehen soll und möchte in alle Arbeitsschritte, auch in die Videoproduktion, eingebunden sein. Selbständig zu arbeiten, habe sie sich bei ihren gemeinsamen Aufnahmen von Nas abgeschaut, verrät Amerie im Interview. "Ich bin ein typischer Steinbock. Ein totaler Kontrollfreak."

"Touch" erscheint 2005 und zeigt neue Seiten von Ameries Persönlichkeit; "es repräsentiert, wer ich bin". Mit einer Ausnahme schreibt Amerie an allen Songs mit. Die erste Singleauskopplung "1 Thing" wird zu ihrem bisher größten Hit und bringt ihr (in einer Reihe mit Mariah Carey, Gwen Stefani und Shakira) eine Nominierung für "Best Female Video" bei den MTV Music Awards ein. Als zweite Single folgt der Titeltrack "Touch", produziert von Crunk-Master Lil Jon.

News

Alben

Amerie - Touch: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2005 Touch

Kritik von Dani Fromm

Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ... (0 Kommentare)

Videos

Why R U
Why Don't We Fall In Love
1 Thing
Take Control

Fotogalerien

Pressefotos Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ...

Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ..., Pressefotos | © SonyBMG (Fotograf: ) Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ..., Pressefotos | © SonyBMG (Fotograf: ) Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ..., Pressefotos | © SonyBMG (Fotograf: ) Man könnte meinen, man sei in einem Softporno gelandet ..., Pressefotos | © SonyBMG (Fotograf: )

Noch keine Kommentare