Porträt

laut.de-Biographie

The-Dream

Manchmal ist es ja fast bemitleidenswert, wie wenig Aufmerksamkeit den Songwritern und Produzenten des Pop-Betriebes zuteil wird. Da rackern sie sich ab, schreiben großartige Songs, komponieren herrliche Melodien, aber bekannt wird nur eine Marionette, die früher oder später in der Drogensucht oder bei einem gewalttätigen Lebensabschnittspartner landet.

Doch in seltenen Fällen gelingt auch den emsigen Musikern im Hintergrund der Schritt in die Öffentlichkeit. Auf einmal stehen sie im Mittelpunkt des Geschehens. Terius Nash ist ein Beispiel, wie man den Weg in die Herzen der Fans durch die Hintertür nehmen kann. Zuerst verdiente er sich seine Sporen als Songwriter für Pop/R'n'B-Acts wie B2K, Nivea und Rihanna bis er schließlich unter seinem Künstlernamen The-Dream selbst zum Popsternchen wurde.

Seine Wurzeln hat Nash im amerikanischen Süden, wo er sich in Atlanta als High School-Abgänger an einer Karriere als R'n'B-Sänger versucht. Viele Fans findet er zwar nicht, jedoch das Gehör des Produzenten Christopher "Tricky" Stewart, der den Sänger wegen seiner musikalischen Begabung kurzerhand zu einem tragenden Teil seines RedZone Entertainment-Teams macht.

Ein wahrer Erfolgsgriff: Nash hängt zwar seinen eigenen Künstlertraum vorerst an den Nagel, mausert sich aber mit seinem Partner Stewart schnell zum gefragtesten Songwriter bzw. Produzenten der Stunde. B2Ks Single "Everything" ihres "Pandemonium!"-Albums bricht durch die Decke und auf einmal wollen sogar Britney Spears und Madonna mit dem Team arbeiten. Für das Diven-Duo kreieren sie "Me Against the Music" für Mary J. Blige "Just Fine".

Mit einem gerade volljährigen Mädchen aus Barbados hat man jedoch noch größeres vor: Für Rihanna zaubert Nash den Track "Umbrella", den man dank Ohrwurm-Hook und Def Jam-Marketingpower allerortens als unbestreitbaren Single des Jahres 2007 feiert.

Es folgen Platin-Platten, Kritiker-Lob und Grammy-Nominierungen. Zeit für Nash sich auf seinen alten Traum zu besinnen: Sowieso wollen verschiedene Labels den Mann im Hintergrund selbst zum Star machen. Def Jam macht das Rennen und nimmt Nash, der sich jetzt The-Dream nennt, mit seinem programmatisch betitelten Label Radio Killa unter Vertrag.

Bald folgt das Debüt "Love/Hate", das mit catchy Single ("Shawty Is A 10") und Unterstützung von Rihanna und Fabolous schnell die Charts und Tanzflächen entert. Kollaborationen mit dem Wer-ist-Wer des urbanen Musikmarktes folgen sogleich: Twista, Mariah Carey, Rick Ross, Jamie Foxx, Kanye West, T.I., Ciara, T-Pain, Akon, Mario, LL Cool J, Plies, Young Jeezy - die Liste nimmt kein Ende.

Weitere Meilensteine auf dem Weg zum richtig erfolgreichen Star tütet er außerdem ein: Mit MTV arbeitet Dream an einer Reality-Show, mit Kanye West soll ein Kollaborationsalbum folgen und die eigene Klamottenlinie Millionaire Love Affair bereichert die urbane Modewelt.

Obwohl The-Dream mittlerweile überaus erfolgreich als eigenständiger Künstler unterwegs ist, schreibt und produziert er weiterhin Hits für Kollegen von Beyoncé bis Lionel Richie. Seine Zusammenarbeit mit Mary J. Blige bringt ihm schließlich seinen ersten Grammy als Produzent ein.

Um sicher zu gehen, dass ihm diese Ehre auch als Künstler selbst zuteil wird, veröffentlicht er 2009 sein hochgelobtes Zweitwerk "Love Vs Money". Wenn es nach Chartsplatzierungen gehen würde, hätte Dream die Trophäe sicher. Seine Songs, mit ihren Synthie-Harmonien und ihrer käsigen Hook-Dominanz, regieren die Top 100 noch vor rivalisierenden Refrain-Maschinen wie T-Pain oder Akon.

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