Porträt

laut.de-Biographie

Akon

Nicht nur im Pop-Bereich werden die ganz großen Werbetrommeln angeschmissen. Vielversprechende Black Music-Künstler dürfen schon länger ebenfalls vom Know-How der Werbeindustrie profitieren. Ein Beispiel hierfür: der im Senegal geborene Sänger Akon.

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Dessen Plattenfirma pimpt sein "Locked Up" in einer weltweiten Kampagne mit dem jeweils national kredibelsten Rapper. Die Staaten machen den Anfang mit Styles P, Frankreich folgt mit dem Pariser Rap-Monarchen Booba und Deutschland schließlich stellt Azad.

Die Geschichte des Musikers beginnt im Senegal. Als Sohn des Jazz-Musikers und Percussionisten Mor Thiam verbringt Akon die ersten sieben Jahre seines Lebens in dem afrikanischen Staat, stark beeinflusst durch seinen Vater, der in musikalischen Kreisen zu Weltruhm kommt. Kein anderer soll angeblich besser auf der Djemba spielen.

Während der junge Aliaune also seine Kindheit genießt, tourt das Familienoberhaupt mit so prestigeträchtigen Namen wie Freddie Hubbard, Nancy Wilson, B.B. King oder Lester Bowie. Als er samt Familie nach New Jersey übersiedelt, kommt er erstmals mit Hip Hop in Kontakt und verschreibt sich diesem Musikstil.

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Mit der Auseinandersetzung mit einer neuen Kultur beginnen für Akon jedoch auch die Probleme. Für die Schule bringt er immer weniger Interesse auf, die Straße reizt den Heranwachsenden zunehmend und schließlich frönt er dem Dasein eines Kleinkriminellen. Musik bleibt jedoch ein großer Bestandteil seines Lebens.

Vor Schlimmerem bewahrt ihn sein Stiefbruder, der bekannte Choreograph Divine Stevens, der zu der Zeit von Puff Daddy bis Usher einige namhafte Kontakte in seinem Adressbuch hat. Stevens geht auf eigene Faust mit dem Material des Bruders bei einigen Plattenfirmen hausieren und kann schließlich Steet Records Coorporation von dessen Talent überzeugen. Es gibt nur ein Problem: Akon sitzt gerade wegen eines minderschweren Vergehens im Knast.

Diese Zeit verarbeitet er schließlich in seinem Song "Locked Up", der ihm später zu einem weltweiten Erfolg verhilft. Das Jahr 2004 gehört der Arbeit am Album, das unter dem Namen "Trouble" im folgenden Juni in Amerika über die Ladentische geht. Akzeptable Verkaufszahlen stellen sich aber erst ein, als Styles P von der Crew The Lox auf einem Remix erscheint.

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Melodiösere Tracks finden neben orientalischen Tanzstücken ("Bananza") und traditionell angehauchten Beiträgen Platz. Im ganzen fährt Akon jedoch keinen einheitlichen Stil. Die Frage, ob er jetzt ein gefährlicher Gangster oder ein introvertierter Denker ist, bleibt offen.

Auf seinen musikalischen Lorbeeren will sich Akon jedoch nicht ausruhen. Er gründet bald sein eigenes Unternehmen Konvikt Music. In seinem Fall liegt dieser Schritt auch gar nicht so fern: Auf der einen Seite hat Akon definitiv musikalisch das Zeug dazu, ein eigenes Label zu leiten - immerhin hat er den Großteil seines Debüts selber produziert.

Zum anderen ist die Gründung der eigenen Firma auch eine Notlösung, da er als verurteilter Straftäter eher schlechten Jobaussichten entgegenblickt, sollte es mit der Musik nicht klappen. Sein Label soll insbesondere anderen talentierten Knastinsassen beim Neustart helfen. Haupteinnahmequelle Akons ist und bleibt jedoch die Diamantenmine, die er mit seinem Vater führt.

Die DVD "His Story" gestattet Einblick in des Künstlers unglaubliche Popularität in seinem Herkunftsland, dem Senegal. Akons Ruhm hat Landesgrenzen mittlerweile allerdings längst gesprengt: Sein zweites Album "Konvicted" fährt weltweit gleich mehrfach Platin ein.

Stars wie Eminem, Gwen Stefani, Snoop Dogg, Young Jeezy, Lil Wayne, T-Pain und Wyclef Jean scheinen sich um Feature-Auftritte auf einem Akon-Album nur so zu reißen. Der Trend weg von Hip Hop- und R'n'B-Standards hin zu elektronischeren, fast Techno-lastigen Klängen tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.

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Akon - Freedom: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2008 Freedom

Kritik von Dani Fromm

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