Porträt

laut.de-Biographie

T-Pain

Im Hip Hop-Geschäft gibt es sie immer wieder, die Hookmaschinen. Wenn die Rapper zwischen ihren Strophen Verschnaufpausen brauchen, übernehmen sie das Mikro und geben dem Song das gewisse Etwas.

T-Pain ist einer dieser Sänger, die die Refrains der Rap-Songs wie am Fließband abarbeiten. Als Faheem Najm im Jahr 1985 in Tallahassee, Florida geboren, schlägt der Heranwachsende recht früh den Weg des Musikers ein. Schon in jungen Jahren baut er das Kinderzimmer in ein Studio um, trällert Songs und begleitet sich selbst auf dem Keyboard. Er schließt die Schule ab und gründet die Band Nappy Heads. Die Jungs machen Rap, haben aber mit ausbleibendem Erfolg zu kämpfen. Nichtsdestotrotz erlangen sie einen gewissen Bekanntheitsgrad in der Nachbarschaft, sowie eine gewisse musikalische Expertise, die sich im Fall von T-Pain noch bezahlt machen sollte.

Denn all das liefert Voraussetzungen für eine kleine Hollywood-Story. 2003 erlaubt sich der Sänger und Rapper einen Spaß und produziert eine Coverversion des äußerst erfolgreichen Akon Songs "Locked Up". Er nennt seine Version "I'm Fucked Up" und dudelt sich so in die lokalen Radiostationen. Akon, der sich gerade selbst als Hookmaschine etabliert, hört den Song und findet Gefallen daran. Er macht den gerade Volljährigen ausfindig. Denn Akon ist gerade dabei, mit seinem eigenen Label Konvict Music durchzustarten. Die Beiden einigen sich und fortan ist T-Pain für das Jive-Imprint unter Vertrag.

Akon lässt seine weitreichenden Kontakten zu allerlei Rappern spielen und verschafft T-Pain für sein Debüt "Rappa Ternt Sanga" Gastauftritte etlicher namhafter Rapper: Mike Jones, Styles, Trick Daddy, die YoungBloodz und BoneCrusher. Als Chef und Freund ist er natürlich auch selbst von der Partie. Besonders die erste Single "I'm Sprung" schießt ohne Vorwarnung in die amerikanischen Charts. Der Grund ist leicht erklärt: Neben dem simplen R'n'B/Hip Hop-Mix sticht T-Pains Stimme aus dem Rest der Konkurrenz heraus. T-Pain gibt seiner Stimme mit technischer Hilfe eine etwas andere Note. Mit der Unterstützung eines Vocoders verzerrt er stellenweise seine Stimme und setzt somit die Klangqualität des eigenen Organs herunter. In ähnlicher Weise hatte Cher vor einigen Jahren mit ihrem Song "Believe" die weltweiten Charts regiert.

Sowohl "I'm Sprung" als auch der Nachfolger "I'm N Luv (Wit A Stripper)" katapultieren T-Pain in die erste Riege einer neuen R'n'B-Generation, die simple Instrumentals mit Hilfe von bekannten Rappern bearbeitet. Zusätzlich kümmert sich T-Pain um große Teile der Produktion und hat somit großen Einfluss auf das eigene Soundbild.

Die Erfolgssträhne bricht auch mit dem zweiten Album "Epiphany" nicht ab, das Mitte 2007 erscheint. Insbesondere die Tracks "Buy U A Drank" und "Bartender" laufen in jedem Club der Welt rauf und runter. "Buy U A Drank" landet schließlich auf Platz Nummer Eins der amerikanischen Charts. T-Pain ist der neue Star und jeder will ihn für eine Kollaboration buchen. Auf "Epiphany" erweist er u.a. Yung Joc, Akon, Shawnna und Kardinal Offishall die Ehre. Darüber hinaus kollaboriert T-Pain mit Kanye West auf dessen Gassenhauer "Good Life", die dritte Single seines Albums "Graduation". Außerdem veredelt er die Raps von Rick Ross, Fabolous, Plies, E-40, Birdman & Lil Wayne und den Gesang von R. Kelly und Chris Brown. Um die eigene Karriere noch besser selbst in die Hand zu nehmen und an die finanzielle Zukunft der Familie zu denken, startet T-Pain schließlich 2007 mit seinem eigenen Label Nappy Boy Entertainment.

Alben

T-Pain - Revolver: Album-Cover
  • Leserwertung: 1 Punkt
  • Redaktionswertung: 1 Punkte

2011 Revolver

Kritik von Simon Langemann

Überproduzierter Autotune-Soundbrei für die Ballermann-Party. (0 Kommentare)

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