Porträt

laut.de-Biographie

Evereve

1994 erscheint eine Split-CD, auf der sich neben Parracide noch eine bis dato unbekannte Band namens Evereve aus Lörrach befindet. Mitglieder sind Tom Sedotschenko (Voc.), die beiden Gitarristen Stephan Kiefer und Thorsten Weißenberger, Basser Stefan Müller, Marc Werner (Dr.) und Michael Zeissl (Key.). Den Namen haben sie, wie unzählige andere Bans auch, aus J.R.R. Tolkiens Buch "Der Herr Der Ringe". Es dauert aber noch bis zum nächsten Demo "Songs Of...." bis Nuclear Blast die Band verpflichtet und 1997 das offizielle Debüt "Seasons" auf den Markt bringt.

Evereve - Tried & Failed
Evereve Tried & Failed
Songs, zu denen man unbedingt Sex haben sollte.
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Das Album verbindet ziemlich alles, was es im Independent-Bereich zu hören gibt, und kann vom Langhaarigen bis zum Schwarzkittel jeden begeistern. Ein Hauptgrund hierfür sind nicht nur die tollen Melodien, sondern auch Toms außergewöhnliche Gesangsleistung, die vom aggressiven Schreien über klagendes, wehmütiges Trauern bis hin zu ergreifenden Melodien jede Emotion abdeckt. Auf Tour mit Amorphis beweisen sie, dass sie das Ganze auch live reproduzieren können.

Aus immer noch nicht geklärten Gründen fackelt im Dezember '97 der Proberaum mit dem kompletten Equipment der Band ab. Was diese aber nicht davon abhält, auf dem Nachfolger "Stormbirds" zu zeigen, dass Evereve kein One-Hit-Wunder, sondern im Gegenteil noch ausgereifter geworden sind. Gemeinsam mit dem Barmbecker Symphonie Orchester und Gastsänger Yorck Eysel von Love Like Blood gehen sie auf eine Reise durch innere Abgründe und tiefe Depressionen. Trotz heftiger Diskussionen mit dem Label wird das Album schließlich mit dem Schwanen-Cover veröffentlicht, mit dem sich die Band bis heute nicht so recht identifizieren mag. Von April bis Mai sind sie mit Crematory auf Tour und fangen anschließend mit dem Songwriting für die dritte Scheibe an.

Im Januar '99 geben sie überraschend den Ausstieg von Sänger Tom bekannt. Da dieser schon seit langem nicht mehr zu den Proben aufgetaucht, sieht man sich gezwungen, Ersatz in Benjamin Richter zu suchen, der bis dato bei Vermilion Fields am Mikro steht und inzwischen mit Thanateros unterwegs ist. Zwar ist auch Dan Swanö (Nightingale, Unicorn, Ex-Edge Of Sanity, u.v.a.) im Gespräch, jedoch verläuft der Kontakt irgendwann im Sande. "Regret" wird mit Benjamin als Aushilfssänger eingespielt und alles sieht soweit gut aus, ehe im Mai auf einmal die Meldung erscheint, dass sich Tom in seiner Wohnung das Leben genommen hat. Obwohl man sich nicht mehr ganz grün war, ist die Nachricht für alle ein Schock. Trotz allem steht im September '99 "Regret" in den Läden. Die Entwicklung der Band ist eindeutig, die Songs sind kompakter, geradliniger und eingängiger geworden. Was Benjamin live her macht, stellt er auf der Nuclear Blast-Tour mit Hypocrisy und Kovenant unter Beweis.

Im Januar 2000 geben sie den Ausstieg von Drummer Marc aufgrund zeitlicher Probleme bekannt. Ersatz findet sich in Martin Claas, mit dem man kurz darauf in den Staaten unterwegs ist. Nach der Rückkehr trennen sich die Wege von Evereve und Nuclear Blast, da die Band bei einem anderen Label mehr Perspektiven sieht. Auf dem chaotischen Wave Gotik-Treffen 2000 spielen sie auch ohne Gage, was ihnen einige Credits bei den Fans einbringt, und im Oktober unterschreiben sie endlich bei Massacre Records.

Man beginnt auch zügig mit den Aufnahmen, präsentiert den Fans aber auf der Homepage eine Überraschung. Für Benjamin wird Keyboarder Michael fortan die Vocals übernehmen. Da dieser schon immer für die Ausarbeitung der Gesangslinien verantwortlich zeichnet und seine Stimme verbessert hat, ist der Schritt zum "offiziellen" Sänger nicht mehr weit. Dass das durchaus seine Rechtfertigung hat, beweist er im Juni 2001 mit der Veröffentlichung von "E-Mania". Was sich die Jungs aber bei den selten dämlichen Pseudonymen wie MC W1febeater oder MZ Eve 51 gedacht haben, sollte man mal klären.

 - Aktuelles Interview
Evereve "Bei Titten und S/M-Anspielungen ist das Geschrei immer groß ..."
Nachdem sich Evereve mit "Tried And Failed" sehr erfolgreich zurück gemeldet haben, stellt sich Sänger MZ den Fragen von laut.de-Redakteur Edele, der extra zu diesem Zweck eine Party mal nicht als Letzter verlassen hat. Was dabei Sinnvolles rüber kam, lest ihr im folgenden.

Mit Subway To Sally geht es danach auf Tour, einige Headliner-Gigs sowie die Teilnahme am Feuertanz Festival mit In Extremo folgen. Schon zu diesem Zeitpunkt tüftelt das Quintett an den neuen Songs, was sie aber immer wieder für ein paar Einzelgigs unterbrechen. Im September steigt Basser Stefan Müller aus und macht Platz für ein weiters Pseudonym: O-IQ. Danach stehen die Aufnahmen zu ".enetics - 11 Orgies For Massenjoyment On The Dark Side Of The Planet" an. Die Scheibe erscheint am 24. März und hat neben einem sehr schön gestalteten Cover auch jede Menge gute Musik und einige Überraschungen zu bieten.

Neben einigen kleineren Unfällen (Gartengrill explodiert beinahe, Autounfall mit Totalschaden) stehen Einzelgis und Fetivalauftritte u.a. mit Type O Negative und Das Ich auf dem Plan. 2004 beginnt mit einem Highlight in der Bandgeschichte, denn es steht eine Headlinershow in Moskau an. Von dort wieder zurückgekehrt, ziehen sich Evereve zunächst in den Proberaum zurück, um an neuen Song zu arbeiten. Ende des Jahres müssen sie leider den Ausstieg von Gitarrist SK Kiefer Durden vermelden, der mehr Zeit für sein Privatleben haben will. Nach einem Ersatz sucht die Band allerdings nicht, sondern macht ab sofort als Quartett weiter.

Im Januar beginnen die Aufnahmen zum nächsten Album, an denen sich auch Alexander Ivanov, Sänger der russischen Rockband Amulet als Gastsänger beteiligt. Für das Artwork arbeiten sie mit den bekannten Erotic-Art-Künstlern Markus Richter und Cane Hoyer zusammen. "Tried & Failed" erscheint Ende Juni 2005 und ist ein starkes Album, das dank der Mithilfe von Synth-Guru Jörg Hüttner einige fantastische, klassische Arrangements zu bieten hat.

Interviews

Alben

Evereve - Enetics: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 Enetics

Kritik von Michael Edele

Nur die beknackten Pseudonyme sind geblieben ... (0 Kommentare)

Evereve - E-Mania: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2001 E-Mania

Kritik von Michael Edele

Neue Stimme bei der innovativen deutschen Gothik-Metal-Formation. (0 Kommentare)

  • EverEve

    Gute Aufmachung, viefältiger Inhalt, interessante Bilder.

    http://www.evereve.net
  • Evereve bei MySpace

    Hörproben.

    http://www.myspace.com/evereve

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