Porträt

laut.de-Biographie

Kovenant

1992 fangen Nagash (Ex-Dimmu Borgir und Blackheart an, unter dem Namen Covenant ein paar Low-Budget-Demos aufzunehmen, wobei Nagash Gesang, Bass, Drums und Keyboards übernimmt und Blackheart die Klampfen beisteuert. Musikalisch handelt sich hierbei um recht gut gemachten, atmosphärischen Black Metal, der aber unter der schwachen Produktion ziemlich leidet. Auch als schließlich das englische Mini Label Mordgrimm Records die Scheibe veröffentlicht, wird der Sound nur unwesentlich besser.

Doch die beiden Norweger haben Blut geleckt und schnappen sich drei weitere Kollegen, um aus dem Projekt eine Band zu formen. Hellhammer von Mayhem setzen sie hinter die Drums, Astennu, ein Kollege bei Dimmu Borgir, mit dem Nagash auch dessen Soloprojekt Carpe Tenebrum eingespielt hat, übernimmt die zweite Gitarre und Sverd von Arcturus die Keyboards. Mit Jezebel Deva, die schon für Cradle Of Filth und Therion gearbeitet hat, holen sie sich weibliche Verstärkung für einige Gesangslinien. "Nexus Polaris" kann zwar grob in die atmosphärische Black Metal Richtung geschoben werden, zeigt aber schon unkonventionelle Ansätze. Das Album erscheint über Nuclear Blast Records und wird von einem wirklichen genialen Cover aus der Feder von Andreas Marshall (u.a. Blind Guardian) geziert.

Dann gehen einige Neustrukturierungen vor sich: erst fliegt Sverd recht schnell wieder aus der Band und Nagash steigt bei Dimmu Borgir aus, um sich voll auf Kovenant zu konzentrieren. Außerdem sehen sie sich mit dem Problem konfrontiert, dass es in Schweden eine Elektropop-Band namens Covenant gibt. Somit ändern sie kurzerhand den Anfangskonsonanten und die Sache ist gegessen. Mit "Nexus Polaris" fahren die Jungs dann sogar noch einen Grammy ein und machen sich danach an die Aufnahmen zum neuen Album.

Da sich die musikalischen Vorstellungen von Nagash und Astennu nicht mehr decken, zieht dieser bald Leine und auch Jezebel macht sich vom Acker. Nachdem das Logo ausgetauscht und der Name verändert war, und auch die Musik sich ziemlich gewandelt hat, beschließen die drei, Nägel mit Köpfen zu machen und verpassen sich neue Pseudonyme. Nagash wird zu Lex Icon, Blackheart zu Psy Coma und Hellhammer zu Von Blomberg.

"Animatronic" hat mit den Black Metal-Sounds der beiden ersten Scheiben recht wenig zu tun. Vielmehr sprengen sie mit dem Album musikalische Grenzen und integrieren Industrial Sounds und elektronische Spielereien in ihre Musik. Ehe sie in den USA mit Amorphis und Moonspell auf Tour gehen, steigt Gitarrist Angel bei Kovenant ein. Dann machen sie sich neben ein paar weiteren Auftritten auch an die Arbeiten zum neuen Album "SETI" (Search For Extra Terrestrial Intelligence), auf dem ihnen Erik Ljunggren, Keyboarder bei Zeromancer, mit denen sie durch Europa getourt sind, unter die Arme greift. Auch die Tatsache, dass Angel inzwischen Mitglied bei den Synthiepoppern von Apoptygma Berzerk ist, wirkt sich auf das neue Album aus. Ende März 2003 kommt die Scheibe auf den Markt und lässt sich stilistisch inzwischen genauso wenig einordnen, wie die Finnen von ... And Oceans.

Alben

The Kovenant - SETI: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2003 SETI

Kritik von Michael Edele

Science Fiction-Metal für die gängigen Gothik-Schuppen. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare