Porträt

laut.de-Biographie

The Ponys

Noise Pop-Titane nannten amerikanische Journalisten den Sound der Ponys so ziemlich von Anbeginn ihrer Karriere. Darunter kann man sich jetzt natürlich alles mögliche vorstellen, gemeint ist wohl aber eine stilistische Verwandtschaft zu echoverliebten Rockbands der 80er wie The Jesus & Mary Chain und My Bloody Valentine genauso wie zu Klassikern des Genres aus der Frühzeit, zum Beispiel The Velvet Underground und eben die Rolling Stones. Die Band selbst steuert in Interviews natüurgemäß gerne gegen solche Vergleiche, lässt aber verlauten, dass man vom Rock'n'Roll der 50er Jahre genauso beeinflusst sei wie von aktuellen Musikströmungen, die man ihrem melodischen Indierock nicht anhöre.

2001 ist das Gründungsjahr des Quartetts aus Chicago, nachdem es Sänger und Gitarrist Jered Gummere fertig bringt, seine Freundin Melissa Elias, die er an der State University Illinois im etwa 200 Kilometer entfernten Normal kennen gelernt hatte, zu sich nach Chicago zu locken. Als zusätzlicher Anreiz wartet für die Dame dort ein fester Job beim Playboy, in der Redaktion des Magazins allerdings. Elias übernimmt fortan den Bass, Ian Adams die zweite Gitarre und Nathan Jerde setzt sich an die Drums.

Nach der Debütsingle "So Sentimental" auf dem Label Contaminated im Jahr 2003 nehmen The Ponys in dieser Besetzung ein Jahr später ihr Debütalbum "Laced With Romance" für das In The Red-Label aus L.A. (Boss Hog, Black Lips, Andre Williams) auf, wodurch Tourneen mit The Fall und den The Fiery Furnaces zustande kommen.

Der Nachfolger "Celebration Castle" erscheint 2005, an den Reglern sitzt bereits der in Indie-Fachkreisen als Gott verehrte Steve Albini (Nirvana, Pixies, PJ Harvey, The Stooges), was naturgemäß eine stattliche Mund-zu-Mund-Propaganda in Gang setzt. Auf Tour geht man u.a. mit den Dirtbombs, die ebenfalls auf In The Red veröffentlichen. Die Presse schwärmt von eingängigen New Wave-Rock'n'Roll-Hymnen, die nun auch mal an The Cure und stimmlich an Richard Hell (frühes Television-Mitglied) erinnern.

Nach "Celebration Castle" verlässt Ian Adams die Band 2005, da er den Spaß an der Sache insgesamt verloren zu haben scheint. Seinen Platz nimmt Gitarrist Brian Case (Ex-90 Day Men) ein. Dem Höhenflug der Truppe tut dies keinen Abbruch mehr, das renommierte New Yorker Matador-Label hat bereits die Fühler nach den Chicago-Rockern ausgestreckt. Dort erscheint 2007 das dritte Werk "Turn The Lights Out", produziert von John Agnello, der bereits Alice Cooper und Dinosaur Jr. zu seinen Klienten zählte.

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