Porträt

laut.de-Biographie

Monstrosity

Als sich die Swamps in Florida Anfang der 90er als wahre Brutstätte der Death Metal-Szene etablieren, sind auch Monstrosity eine der zahlreichen jungen und talentierten Bands, die sich diesem brutalen Stil verschrieben haben.

George 'Corpsegrinder' Fisher (Vocals), John Rubin (Gitarre), Mark Van Erp (Bass), Lee Harrison (Drums) und Tony Norman (Gitarre) aus Fort Lauderdale machen sich schon mit ihrem ersten Demo "Horror Infinity" schnell einen Namen. Somit dauert es nicht lange, bis Nuclear Blast auf den Plan treten und den Jungs einen Deal anbieten. Kaum verwunderlich, schließlich spielen hier ehemalige Mitglieder von Bands wie Atheist, Cynic oder Malevolent Creation. Auf dem Debüt Album "Imperial Doom" gastiert Cynic-Gitarrist Jason Gobel, da Tony schon weg vom Fenster ist. Fans und Presse nehmen die Scheibe ähnlich euphorisch auf, und auch ihre erste Tour durch Zentraleuropa mit Pestilence kann sich durchaus sehen lassen.

Nach einem Videoshooting zum Track "Final Cremation" und anschließenden finanziellen Querelen mit dem Label, suchen sich Monstrosity doch lieber einen andern Deal und einen anderen Gitarristen, da Rubin den Umzug nach Tampa nicht mitmacht, sondern bei Malevolent Creation einsteigt. Der Neue an der Klampfe hört auf den Namen Jason Morgan, mit ihm eröffnen sie unter anderem für Obituary oder Pantera. Basser Mark darf aufgrund eines Drogendeliktes nicht außer Landes reisen, und so müssen Cannibal Corpse-Gitarrist Rob Barret und später Kelly Conlon (Ex-Death) aushelfen.

Ein neues Label findet sich erst nach einem weiteren Demo namens "Slaves And Masters", in Conquest Music, die ihr zweites Album "Millenium" veröffentlichen. Darauf zeigt sich die Band technisch gereifter und versierter. Den Bass übernimmt auch auf CD Kelly Conlon und die Gitarren spielt Jason Morgan alleine ein. In Deutschland erscheint die Scheibe über Nuclear Blast, die zumindest wieder für den Vertrieb in Europa zuständig sind. Mit dem ehemaligen Nevermore-Gitarrrist Pat O'Brian an der zweiten Klampfe gehen Monstrosity zunächst auf eine siebenwöchige Tour durch Nordamerika, um anschließend auch Mexiko, Peru und Kolumbien zu beackern, ehe sie mit Vader durch Europa cruisen.

Corpsegrinder hat sich inzwischen zu Cannibal Corpse verdrückt, O'Brian folgt ihm nach der Tour. An Corpsegrinders Stelle röhrt Jason Avery (Ex-Eulogy) ins Micro. Wieder daheim, machen sie sich an die Aufnahmen zu "In Dark Purity". Mitsamt des darauf enthaltenen Slayer-Covers von "Angel Of Death" steigt die Scheibe in die CMJ College Radio Charts auf Platz 9 ein und avanciert zum bestverkauften Album der Band. Direkt nach den Aufnahmen kratzt auch Jason Morgan die Kurve, um sich dem Alas-Projekt von Morbid Angel/Hate Eternal-Klampfer Eric Rutan anzuschließen.

Neuer Mann an der Gitarre ist schließlich Tony Norman, der auch schon auf dem Album zu hören ist. Basser Kelly fliegt nach den Aufnahmen raus, weswegen in Person von Mike Poggione ein neuer Tieftöner ins Haus steht. Dieser hat auch schon bei Trivium und Capharnaum für die tiefen Frequenzen gesorgt. Im Zuge der Veröffentlichung geht die Band auf Headlinertour durch die USA, auf der sie Dimmu Borgir und Samael begleiten. Auf diesen Gigs schneiden sie ein paar Shows mit, die später als Live-Album veröffentlich werden sollen.

Dieses erscheint 2001 in Form von "Enslaving The Masses". Es enthält neu abgemischte Versionen der beiden Demos und der Debütscheibe noch mit Corpsegrinder (CD 1) und eine Live-Scheibe (CD 2), auf der Jason Avery zu hören ist. Avery macht es aber auch nicht lange bei der Monstrosität und räumt Ende 2001 seinen Platz für Sam Molina, um sich auf seine Karriere als Tattoo-Künstler zu konzentrieren. Mit Sam begeben sich die Jungs auf eine ausgedehnte Tour, an deren Ende die Arbeiten zum nächsten Studioalbum stehen. Diese nehmen sie im Sommer/Herbst 2003 auf, "Rise To Power" steht Anfang Februar 2004 via Metal Blade in den Läden, womit sie auf dem selben Label sind, wie ihre Konkurrenten von den Kannibalen-Leichen.

Bevor das Album erscheint, erfolgt schon der nächste Wechsel, denn Jason Avery kehrt zur Band zurück. Doch anstatt Sam Molina zu feuern, krallt er sich die Gitarre und ist fortan neben Tony Norman der zweite Klampfer. Im September drehen sie in Europa ein paar Runden mit Dying Fetus, Vader und Krisiun, ehe sie im Oktober noch mit Vomitory, Sceptic und Lost Soul durch den Osten ziehen. Auch 2004 stehen schon wieder einige Dates in Europa an, die aber schon nach weniges Auftritten flach fallen, da kein Geld dabei reinkommt.

Dafür kehren sie im März '06 schon wieder mit Deeds Of Flesh, Vile und Impaled zurück. Zu dieser Zeit ist Tony Norman auch schon bei den reformierten Terrorizer als Gitarrist/Bassist eingestiegen. Obwohl bei denen aufgrund des plötzlichen Todes von Jesse Pintado nichts mehr passiert, nimmt seinen Platz Mark English ein. Auch Avery ist wieder im Gemüse verschwunden, weswegen Brian Werner ins Micro röchelt. Der scheint aber mehr oder weniger nur eine Übergangslösung zu sein, denn letztendlich brüllt ein Kerl names Mike Hrubovcak für die Band in der Gegend rum.

Erstaunlich genug, dass von der Urbesetzung nur noch Drummer Lee Harrison übrig ist, doch gerade der hält das Schiff weiter auf Kurs und produziert einmal mehr das neue Album "Spiritual Apocalypse", das Anfang April erscheint. Schon bevor die Scheibe in den Regalen steht, sind Monstrosity wieder mit Marduk und Cattle Decapitation unterwegs.

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