Porträt

laut.de-Biographie

Cattle Decapitation

Ursprünglich starten Cattle Decapitation nur als Nebenprojekt der in San Diego beheimateten Grindcoreler von Locust. Doch im Laufe der Zeit entwickelt sich das Projekt zu einer ernstzunehmenden Band, auch wenn von den einstigen Gründungsmitgliedern später kein einziger mehr dabei ist.

Die beiden Locust-Mucker David Astor (Bass) und Gabe Serbian (Drums) stampfen die Band zusammen mit Scott Miller als Gitarrist/Schreihals 1996 aus dem Boden. Das Besondere ist, dass sie sich nicht mit dämlichen Gore-Lyrics abgeben, wie es 90% aller Grindcore-Combos gerne machen. Stattdessen setzen sie sich verbal recht drastisch für die Rechte von Tieren ein und schrecken dabei auch vor politisch ziemlich brisanten Themen nicht zurück.

Als Miller auf Nimmerwiedersehen verschwindet, krallen sich die beiden den Strangulation-Drummer Travis Ryan, der nebenbei auch bei den Gore-Metallern von Anal Flatulence (Kultname schlechthin!) ins Mikro schreit. Mit Ryan in der Band wechselt David vom Bass zum Schlagzeug und Gabe von den Drums zur Gitarre (logisch, oder?).

In dieser Besetzung veröffentlichen sie 1999 "Human Jerkey" über das kleine Satan's Pimp-Label und ein Jahr später noch "Homovore". Mit Roy Oftedal schließt sich ihnen endlich ein Bassist an, mit dem sie ihre dritte Scheibe "To Serve Man" einspielen. Im selben Jahr steigt Josh Elmore als zweiter Klampfer ein, der zuvor bei 7000 Dying Rats zockt. Gabe kratzt kurz darauf die Kurve, um sich als Drummer wieder bei Locust einzubringen.

In Deutschland bekommen sie mit dem Cover einige Probleme, da sich SPV weigern, die Scheibe so zu vertreiben. Das kratzt die Jungs nur bedingt und so geht es im November 2002 mit Cannibal Corpse, Hate Eternal und Macabre auf US-Tour.

Doch auch mit David ist auf lange Sicht nicht anständig zu arbeiten, weshalb er schließlich aus der Band fliegt. Ersatz finden die übrigen Mitglieder in Michael Laughlin, der zuvor bei Creation Is Crucifixion die Felle gegerbt hat. Der Mann sitzt somit auch auf den Dates mit Hate Eternal, Deicide und Krisiun hinter den Kesseln.

Mit ihm und Produzentenlegende Bill Metoyer (u.a. Slayer, W.A.S.P., Six Feet Under) nehmen sie "Humanure" auf, das Mitte Juni 2004 in die Regale kommt. Auf dem Album gibt es eine fröhliche Familienzusammenkunft zu bestaunen, denn nicht nur Originalfronter Miller ist als Gast mit dabei, sondern auch David und sämtlich Mitglieder von The Locust.

Auch das Cover dieser Scheibe sorgt für einige Unruhe und muss schließlich geändert werden. Mit Deicide, Goatwhore und Jungle Rot brettern sue durch die amerikanische Heide. Anschließend wird es etwas ruhiger im Hause Cattle Decapitation. Erst Ende Juni 2006 melden sie sich mit ihrem nächsten Album zurück. Auf "Karma Bloody Karma" gibt es wieder einen Gastauftritt vom The Locust-Keyboarder Joey Karam und auch John Wiese von Sunn o))) leistet seinen Beitrag.

Das Drummer-Problem bleibt auch weiterhin bestehen. Nachdem kurzfristig Kevin Talley (Ex-Dying Fetus/Misery Index/Chimaira) hinter den Kesseln sitzt, darf David McGraw das nächste Langeisen eintrommeln. Das hört auf den Namen "The Harvest Floor" und erscheint Ende Januar 2009.

An der musikalischen Ausrichtung ändert das nur wenig, auch wenn sie auf "Monolith of Inhumanity" im Mai 2012 erstmals mit so etwas wie Melodien arbeiten.

Alben

Cattle Decapitation - Humanure: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2004 Humanure

Kritik von Michael Edele

Nach dem freundlichen "Muh" im Intro wird grunzgeschrien. (0 Kommentare)

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