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Auf dem Höhepunkt der Death Metal-Welle beschließen John Gallagher (Gitarre/Vocals), Vince Matthews (Vocals), Jason Leatherton (Bass/Vocals), Rob Belton (Drums) und Brian Latta (Gitarre) 1991, eine Band zu gründen, ihre Einflüsse aus Grindcore, Hardcore und eben Death Metal zu vermischen und mit einem im konservativen Amerika extrem anrüchigen Namen zu garnieren.
Ursprünglich noch als Dead Fetus unterwegs, folgen nach der Umbenennung in Dying Fetus schnell die ersten Veröffentlichungen. Die beiden Demos, die 1993 und '94 erscheinen, bringen sie ein Jahr später in Eigenregie als ihre erste CD heraus. Um sich im Underground schon mal einen Namen zu machen, setzten Dying Fetus auf Live-Shows.
Auf der CMJ Music Convention im Lincoln Center New York treten die fünf als Genrevertreter des Death Metal auf und machen den meisten Anwesenden ganz schnell klar, dass sie mit dieser Musikrichting wohl eher wenig anfangen können.
Ihr zweites Album "Purification Through Violence" kommt in den Staaten über das kleine Label Pulverizer Records und in Europa über Die Hard Music auf den Markt. Trotz des provokanten Albumtitels handeln die Texte der Band nicht von sinnlosen Metzeleien, sondern sind eher vom Hardcore beeinflusst und entsprechend politisch motiviert. Nicht nur die Musik gerät relativ komplex, sondern auch ihre Texte regen zum Mitdenken an.
Die anschließende Tour durch Nordamerika bestreiten Dying Fetus mit Kataklysm und Monstrosity während der Sommermonate. Nach der Tournee packt Belton seine Koffer. Kevin Talley (Ex-Deity) nimmt auf dem Drumhocker Platz.
Der Durchbruch gelingt mit "Killing On Adrenaline". Dying Fetus avancieren zu gefragten Interviewpartnern und tauchen in mehreren Hundert Magazinen auf. Für den europäischen Vertrieb ist fortan das deutsche Morbid Records Label zuständig, in den USA kümmert sich die Band mit dem eigenen Blunt Force Records Label selbst um ihre Belange.
Auch eine Tour durch Europa und Nordamerika folgt, die insgesamt über 50 Dates beinhaltet und durchwegs erfolgreich verläuft. Im Dezember 1998 steigt Gitarrist Brian aus. Der ehemalige Roadie Sparky Vyles, der auch schon bei M.O.D. gespielt hat, übernimmt die Gitarre.
1999 veröffentlichen sie "Infatuation With Malevolance" erneut auf ihrem eigenen Label und packen ein paar Bonustracks dazu. Auf dem 2000er Werk "Destroy The Opposition" und der vorangehenden EP "Grotesque Implaelment" scheinen Dying Fetus ihren Sound dann gefunden zu haben, denn die Zutaten von "Killing On Adrenaline" werden eigentlich nur verfeinert und verbessert, aber nicht mehr großartig verändert.
Die Tour zum Album absolvieren sie mit Morbid Angel, Crown, Enslaved und Behemoth im Rahmen der alljährlichen X-mas Touren. Nach einigen weiteren Shows kriselt es innerhalb der Band mächtig. Jason, Sparky und Kevin packen allesamt ihre Sachen und machen einen gepflegten Abgang, um Misery Index zu gründen.
Die beiden verbliebenen Mitglieder suchen sich mit Basser Sean Beasley (Ex-Garden Of Shadows), Gitarrist Bruce Grieg und Drummer Erik Sayenga neue Mitstreiter und gehen mit diesen mit Sodom auf Japan-Tour. Danach wird Europa noch mal zusammen mit Monstrosity und Woitzer beackert. Auch in den USA stehen Dates mit Mastodon und The Hoods auf dem Programm.
Doch auch Bruce kratzt die Kurve. Erst im Oktober 2002 stößt Mike Kimball als Nachfolger zur Band. Mit ihm beginnen die Arbeiten an "Stop At Nothing". Anschließend schieben Dying Fetus eine Frühlingstour ein, ehe das Album in die Läden kommt.
"Stop At Nothing" bietet wieder ausgefeilten Extrem-Metal mit intelligenten Lyrics. Kaum ist die Scheibe raus, befinden sich die Jungs quasi ununterbrochen auf Tour. Im Oktober muss jedoch Shouter Vince Matthews seine Koffer packen. Er wird nicht ersetzt, John und Basser Sean teilen sich die Vocals. Als Quartett gehen Dying Fetus mit Six Feet Under, Nile, Cataract und Disbelief auf Tour und kicken danach Drummer Erik aus der Band. Seinen Platz nimmt bis auf weiteres Duane Timlin (Divine Empire) ein.
Nachdem sie im Studio die Songs für das nächste Album aufgenommen haben, geht es im November 2006 mit Cannibal Corpse und Necrophagist rund, ehe "War Of Attrition" Anfang März auf den Markt kommt. Im Mai muss man sich schon wieder die Hose festhalten. Da wüten Dying Fetus mit Cattle Decapitation, Skinless und War From A Harlot's Mouth über europäische Bühnen.
Das Besetzungskarussell dreht sich weiter. Nicht nur Drummer Duane ist schon bald weg vom Fenster, auch Gitarrist Mike packt seine Klampfe wieder ein. John erinnert sich daraufhin an das Motto 'reduce to the max' und macht sich nur auf die Suche nach einem neuen Schlagzeuger. Zusammen mit Trey Williams machen John und Sean nun als Trio weiter und nehmen so auch "Descend Into Depravity" auf. Nachdem die Scheibe Ende September 2009 auf dem Markt ist, geht es mit Cannibal Corpse, Obscura und Evocation durch Europa.
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