Porträt

laut.de-Biographie

Malevolent Creation

Die ursprünglich aus Buffalo, New York, stammende Death/Thrash Metal-Band Malevolent Creation siedelt sich relativ kurz nach ihrer Gründung 1987 in Florida an. Somit zählt sie zur sehr aktiven Extremmucke-Szene in der dortigen Gegend, aus der Acts wie Death, Obituary oder Atheist stammen.

Die beiden ehemaligen Resthaven-Mucker Schreihals Brett Hoffmann und Klampfer Phil Fasciana holen sich Gitarrist John Rubin, Basser Mark Van Erp und Drummer Mark Simpson in die Band. In dieser Besetzung erhalten sie schon mit dem zweiten Demo einen Vertrag mit Roadrunner und bringen 1991 mit "The Ten Commandments" ein verdammt fieses Stück Todesblei in die Regale. Allerdings sieht das Line-Up schon bald wieder anders aus: Für Basser Mark und Gitarrist John (die beide zu Monstrosity abwandern) übernehmen Jason Blachowicz (Bass) und Jeff Juszkiewicz (Gitarre).

Jeff bleibt allerdings nicht lange dabei. Zwischenzeitlich zählt sogar Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) zur Band. Dieser kehrt jedoch bald wieder nach Schweden zurück, um dort sein eigenes Ding durchzuziehen. So deutet sich an, was später zu einer Tradition werden soll: Bandmitglieder kommen und gehen wie anderen Orts die Zeugen Jehovas.

Das Motto lautet: 'If you're too slow, you gotta go!' Um die Tour mit Demolition Hammer und Devastation zu fahren, holen sich Malevolent Creation John Rubin nochmal zurück, begrüßen aber auf der 92er-Scheibe "Retribution" mit Klampfer Rob Barret und Drummer Alex Marquez zwei ehemalige Solstice-Recken.

Doch beide kratzen nach der Scheibe schon wieder die Kurve und drücken Klampfe und Sticks dem Heimkehrer Rubin bzw. 'Crazy Larry' Hawke in die Hand, die zu "Stillborn" ihr Scherflein beitragen. Rob heuert derweil bei Cannibal Corpse an, Alex verkauft seinen Arsch zunächst an Demolition Hammer.

"Retribution" wird von vielen als ihre schwächste Platte bezeichnet und zieht auch jede Menge Ärger nach sich. Während der Tour mit Cradle Of Filth zum Album wird Sänger Brett gefeuert und Basser Jason übernimmt den Job zusätzlich. Der Vertrag mit Roadrunner läuft aus und der verrückte Larry (mit dem Phil und Rob Barret Hate Plow gestartet haben) ist tragischerweise bei einem Brand ums Leben gekommen.

Dave Culross heißt der neue Mann hinter den Kesseln, der ursprünglich bei Suffocation den Beat angab und seinen Einstand 1995 auf "Eternal" feiert. Nachdem die Probleme mit Roadrunner beinahe zum Split geführt hätten, sind Malevolent Creation jetzt bei Pavement Music unter Vertrag. Im folgenden Jahr bringt die Band das Album "Joe Black" heraus, das drei neue Songs und einige alte Demoaufnahmen, Remixe und Outtakes enthält: eigentlich nur für Die-Hard Fans interessant.

Die Wechsel innerhalb der der Band setzen sich fort, beeinträchtigen die Veröffentlichungen aber kaum. Obwohl inzwischen wohl schon jeder halbwegs fähige Musiker bei Malevolent Creation war, gibts für "The Fine Art Of Murder" eine komplette Runderneuerung. Phil spielt jetzt auch noch ein paar Keyboards ein, holt Sänger Brett zurück, schickt Basser/Sänger Jason in die Wüste um ihn an der Axt durch Gordon Simms zu ersetzen und lässt die zweite Gitarre wieder von Rob Barret schrubben. An den Drums sitzt wieder Dave Culross, da Roddy in Richtung Hate Eternal und Nile abgewandert ist.

Um den Vertrag mit Pavement zu erfüllen, erscheint 2000 das Best Of-Album "Manifestation", bevor Band und Label getrennte Wege gehen. Blachowicz, Soars und Roddy gründen derweil Divine Empire und fahren damit zunächst ganz gut. Bei Malevolent Creation geschieht derweil das Unglaubliche: mit dem Album "Envenomed" erscheint ein zweites Album in Folge, auf dem die Besetzung gleich bleibt. Die Scheibe erscheint bei Arctic Records. Hate Plow-Schreihals Kyle Symons steuert Gastvocals bei. Nachdem sie schließlich von der Europatour mit In Aeternum, Hate Plow und Rotten Sound in die USA zurückkehren, wird Sänger Brett erst mal von der Polizei am Flughafen verhaftet, da immer noch ein Haftbefehl von 1995 wegen Drogenbesitzes aussteht.

Als er wieder entlassen ist, beginnen Malevolent Craetion schon mit den Arbeiten am Nachfolger "The Will To Kill". Wegen der Terroranschläge in New York am 11. September wollen sie nicht unbedingt auf US-Tour gehen. Der Produktion der nächsten Scheibe kommt aber Bretts zweiter Rausschmiss im Januar 2002 in die Quere, der immer noch zu sehr den Drogen zugeneigt ist, als dass man anständig mit ihm arbeiten könnte.

Nach Ersatz müssen Malevolent Creation aber nicht lange suchen, da Rob und Phil einfach Kyle Symons von Hate Plow in die Band holen. Mit Nuclear Blast ziehen sie sich einen Vertrieb für Europa an Land und buchen sich die Greenhouse FX Studios von Eric Rutan (Ex-Morbid Angel, Hate Eternal).

Als Produzenten engagieren sie Jean Francois Dagenais (Kataklysm), der aber Probleme hat, als Kanadier ins Land der unbegrenzten Dämlichkeiten einzureisen. Drummer Dave verabschiedet sich wieder mal von der Band, da er sich mehr aufs Privatleben konzentrieren will. Sein Nachfolger heißt Justin Dipinto (Ex-Divine Rapture). Im November 2002 erscheint " The Will To Kill", zu dem James Murphy (Ex-Death/Obituary/Testament) einige Soli beisteuert, obwohl er schon einige Zeit mit Krebs zu kämpfen hat.

Nachdem sie auf der 'No Mercy'-Tour dabei waren machen sich Malevolent Creation schnell an die Aufnahmen für "Warkult". Ganz in der Band-Tradition haben sie den nächsten Wechsel zu verzeichnen. Dave Culross hat sich doch dazu entschlossen, wieder einzusteigen. Dieses Mal klappt es auch mit dem Nachbarn, und J.F. Degenais sitzt hinter den Reglern.

Nachdem sie das Album aufgenommen haben, kommt das Angebot, auf dem Rock Hard Festival 2004 zu spielen, das Malevolent Creation natürlich annehmen. Letztendlich müssen sie den Gig aber canceln, da sie sich den Flug über den Atlantik nur leisten könnten, wenn sie noch ein paar weitere Shows in Deutschland spielen können. Da der Booker das aber nicht auf die Reihe bringt, ist damit eben Essig.

Stattdessen muss man sich als Fan auf Ende Juni vertrösten lassen, ehe man mit "Warkult" das nächste Langeisen der Jungs um die Ohren bekommt. Überraschungen gibts zwar keine, aber enttäuscht wird auch niemand. Die üblichen Besetzungswechsel-Spielchen setzen sich fort, was Malevolent Creation erstaunlicherweise nie daran hindert, fleißig auf Tour zu gehen. Auf "Doomsday X" sind mit dem Trio Hoffman, Fasciana und Blachowicz die wichtigsten drei Mucker am Start, und auch sonst sind nur bereits bekannte Kollegen beteiligt.

Neben einer Live-Scheibe und einer weiteren Best-Of melden sie sich erst 2010 mit neuem Material zurück. Das Triumvirat bleibt einmal mehr dasselbe, die Drums vermöbelt auf "Invidious Dominion" mit Gus Rios von Divine Empire aber ein neues Gesicht.

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