Porträt

laut.de-Biographie

Bloodbath

Dass sich vor allem in Skandinavien die Musiker mit nur einer Band selten zufrieden geben, ist kein Geheimnis. Oft sind die Projekte stilistisch von den eigentlichen Hauptbands nicht so weit entfernt, aber nur hin und wieder kommt dabei auch etwas wirklich Bemerkenswertes heraus. Bei Bloodbath kann man aber mit Fug und Recht behaupten, dass sich die Hauptbands der beteiligten Musiker schon seit einiger Zeit in deutlich anderen Gewässern tummeln.

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Bloodbath entspringen ursprünglich einer Idee der beiden Katatonia-Mucker Anders 'Balkkheim' Nyström (Gitarre) und Jonas Renkse (Bass). Zusammen mit dem Tausendsassa Dan Swanö (Drums) und dem Opeth-Frontmann Mikael Akerfeldt machen sie Ernst und knüppeln auf die Schnelle die EP "Breeding Death" ein. Das Ziel, lupenreinen Death Metal zu zocken, wie er eigentlich seit Jahren kaum mehr in der Szene vorkommt, erreicht das Quartett voll und ganz. Century Media erkennen das Potential der Band und veröffentlichen im November 2002 das Debüt "Resurrection Through Carnage".

Presse und Fans zeigen großes Interesse, doch auf eine Tour oder zumindest einzelne Auftritte warten alle vergebens. Dafür dauert es nur knappe zwei Jahre, ehe ein Nachfolger in den Regalen steht. Mikael hat dem Projekt aus Zeitgründen den Rücken gekehrt, dafür darf mit Peter Tägtgren (Hypocrisy, Pain) ein weiterer Alleskönner ins Line-Up und ans Mikro. Da sich mit Martin 'Axe' Axenrot von Witchery (später Opeth) ein wirklich genialer Drummer findet, krallt sich Dan die zweite Klampfe und legt mit Anders für "Nightmares Made Flesh" ein paar Riffs hin, die sich gewaschen haben. Wer auf den schwedischen Death Metal-Thron steigen will, muss sich fortan mit Bloodbath messen.

Doch schon kurz nachdem das zweite Studioalbum "Nightmares Made Flesh" im Kasten ist, verlässt Tägtgren die Band schon wieder. Bei einem bereits geplanten Live-Auftritt im Jahre 2005 hilft Åkerfeldt noch einmal als Sänger aus. Fortan tun sich aber Probleme auf, einen neuen, ebenbürtigen Sänger zu finden, so dass selbst auf der Homepage der Band Sänger aufgefordert werden, sich zu bewerben. Da sich dort allerdings hautpsächlich Luftpumpen melden, geben Bloodbath irgendwann entmutigt auf. Nachdem auch Dan dem Projekt den Rücken kehrt, um sich wieder verstärkt um seine eigenen Projekte zu kümmern, scheint der Ofen fast endgültig aus zu sein.

So dauert es auch bis zum Sommer 2007, ehe die Schweden ein neues Line-Up und neue Songs ankündigen. Mikael Åkerfeldt ist als Shouter wieder mit dabei, Dans Platz an der Klampfe hat Per 'Sodomizer' Eriksson (Ex-21 Lucifers) übernommen. In dieser Besetzung spielen sie die EP "Unblessing The Purity" ein, die Mitte März 2008 über Peaceville Records erscheint. Auf dem Party.San Open Air in Bad Berka treten sie im Sommer als Co-Headliner auf.

Bloodbath - Grand Morbid Funeral
Bloodbath Grand Morbid Funeral
Grabgeiles Geröchel im Nekrokosmos.
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Weil man 2008 besonders fleißig am Werk ist, werfen Bloodbath auch noch das Album "The Fathomless Mastery" und die Live CD/DVD "The Wacken Carnage" ins Rondeau. Nach längerer Stille lassen sich Bloodbath 2010 unter anderem auf dem Rock Hard Festival, dem Hellfest und dem englischen Bloodstock blicken. Letzteres schneiden sie für die 2011 erscheinende "Bloodbath Over Bloodstock" DVD mit, auf der sich auch Ausschnitte vom 2008er Party.San Open Air und exklusive Interviews befinden.

2012 steigt Mikael Åkerfeldt erneut aus. Bloodbath dümpeln also wieder einmal sporadisch vor sich hin. 2014 kündigt die Band allerdings ein neues Album an. "Grand Morbid Funeral" erscheint im November selben Jahres. Natürlich mit Vocals. Die übernimmt - mal wieder - ein echter Hochkaräter: Paradise Losts Nick Holmes.

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  • Bloodbath

    Offizielle Homepage.

    http://www.bloodbath.biz
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