- Top 100
- Redaktionsempfehlungen
- Zuletzt gehört
Format
Playlist
Aktuelle Sendung
SeitHomepage:
Aus Schweden kommen bekanntlich viele grandiose Rock'n'Roll-Bands. Schön dreckig sind die meisten, und dass sie ihre Klappe weiter aufreißen als die Briten, dürfte seit den Hives hinlänglich bekannt sein. Trotzdem tut man den Wikingern hin und wieder auch einmal Unrecht. "Wir glauben ehrlich, dass unsere Platte besser ist als alles von The Who, den Kinks oder den Small Faces. Es ist sogar eine rundere Sache, als viele Alben der Beatles und Stones".
Eben dieses weltberühmte angebliche Zitat macht den Mandos seit Jahren schwer zu schaffen. Jeder holt es aus der Kiste. Resultat: Die Schwedenhappen stehen als arrogante Schnösel da. Richtiger wird es dadurch nicht. Gegenüber Laut.de ergreifen die Rocker dann auch endlich ihre Chance und räumen mit dem Kainsmal ein für alle mal auf. Doch es gibt noch wesentlich mehr Wissenswertes über sie zu erfahren.
Mando Diao sind fünf Jungs aus einem Kaff in der schwedischen Provinz. Borlänge tut sich vor allem mit seinen Mordraten und als Anführer von Drogenstatistiken hervor. Mitte der Neunziger versuchen sich die Frontmänner Gustaf Norén und Björn Dixgård an ihren ersten musikalischen Gehversuchen.
Einige Mitstreiterwechsel später, genauer im Jahr 1999, finden sich sich in folgender Besetzung zusammen: Die Frontmänner an Mikros und Gitarre, Daniel Haglund an der Orgel, Samuel Giers am Schlagzeug und Carl-Johan Fogelklou am Bass. Ab dem Moment ist es ihnen ernst, und sie beginnen, Schule sowie Mädchen aus ihrem Gedächtnis zu streichen, schließen sich in einem Ferienhaus ein und arbeiten sechs Monate an ihren Songs.
Darauf hin spielen sie sich ihre Ärsche in diversen Clubs der Umgebung ab. Ein Lokalreporter feiert sie als größer als Oasis. Das Demo landet zeitgleich auf dem Tisch des Schwedischen MTV-Moderators Tommy Gärdh, der ebenso wie die Jungs aus Borlänge stammt und von den Aufnahmen begeistert ist. Er lässt Mando Diao in seiner Sendung spielen, übernimmt ihr Management und ergattert einen Deal bei der EMI.
Die veröffentlichen im September 2002 das erste Album der jungen Schweden in ihrem Heimatland. Außerdem touren sie mit ihren Landsleuten von Kent und den Hellacopters durch Schweden. Sie machen Witze über die "Mannequins" von den Hives und tönen: "Ich glaube nicht, dass wir jemals einen Zuschauer bei unseren Konzerten enttäuscht haben! Jeder wird zufrieden sein!"
Dann bekommen sie den Deal, der wohl im Moment ein absoluter Erfolgsgarant ist. E-Plus setzt ihren Song "Lady" für die internationale Handywerbung von ein. Höchste Zeit, dass das Album auch im Rest der Welt in den Regalen steht. In Deutschland ist es im März 2004 so weit, man kann "Bring 'Em In" erwerben. Parallel touren sie durch Europa, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland.
Doch im Kopf ist die Band schon viel weiter. Längst haben sie an neuen Songs gebastelt, die sie so schnell wie möglich unter die Leute bringen wollen. Doch live gehen sie das Risiko nicht ein. Da bleiben sie ihren alten Songs treu. Denn sie wollen, dass ihre Fans nicht enttäuscht werden. Eigentlich bräuchten sie sich da keine Sorgen zu machen, denn angeblich zeigen sich alle restlos begeistert von den neuen Tracks. Kühn träumen sie schon, ihr nächstes Album könne ein Doppelalbum oder ein Boxset werden, wenn die Plattenfirma sie ließe. Und das, nachdem der Erstling nicht mal die 40-Minuten-Grenze erreichte.
Da bleibt nur eine Frage: Was soll der Name? Der hört sich ja eher nach einer spanischen Folkloregruppe, als nach schwedischem Punkrock'n'Roll an. Er bedeutet gar nichts. Sei angeblich Björn beim Träumen als Vision erschienen. Klar, nichts liegt näher!
Zum zweiten Rundumschlag holt das Quartett 2005 aus. Am 24. Januar erscheint das Nachfolgewerk "Hurricane Bar", bei dem Mats Björke den aus unbekannten Gründen ausgestiegenen Daniel Haglund ersetzt. Der Rock'n'Roll schnurrt nun smooth, doch er kann immer noch zubeißen.
Anschließend lassen sich Mando Diao auf ausgedehnter Club-Tour ordentlich abfeiern und erleben mit, wie die Anzahl ihrer Fans stetig wächst. Auch Saturn-Kaufhäuser besucht man mittlerweile, um Autogrammstunden zu geben. Im November spielen Mando Diao als Headliner bei den "15 Jahre Visions"-Parties in Stuttgart, Köln und Berlin. Erst nach dieser Feuerprobe gehört auch Mats offiziell zur Band.
Es folgt eine Zeit der Ruhe und Besinnung, die das Erfolgsjahr 2005 verklingen lässt, bevor neue Aufgaben warten: das dritte Album. Im Frühjahr gehts dann wieder ins Stockholmer Studio, das man nur kurz für einen Fußball- und DJ-Ausflug nach St. Pauli zur Turbojugend verlässt. Mando Diao-Frontmann Björn Dixgård macht sich als Discjockey einen Namen, so dass er sogar bei Rock Am Ring an Pfingsten hinter die Plattenteller stehen darf. Natürlich hält es den Männerclub auch nicht in der Heimat, als die Fußball-WM beginnt. In Berlin schauen sich Björn und Co. das Spiel der Schweden gegen Paraguay an, das nur knapp mit 1:0 gewonnen wird.
Ihrer eigentlichen Aufgabe kommt die Band mit Auftritten auf diversen Sommerfestivals nach, darunter auch Southside/Hurricane. Schließlich dringt die Nachricht durch, die alle Fans am meisten interessiert: Das dritte Album "Ode To Ochrasy" erscheint am 25. August. Auf dem sind so sonderbar klingende Tracks wie "Good Morning Herr Horst" enthalten. Bereits zwei Wochen eher steht die Single "Long Before Rock'n'Roll" im Laden, die ein guter Vorgeschmack auf die Platte ist. Mando Diao haben das Rocken nicht verlernt, sind aber weiter gereift. Und sie sind endgültig gekommen, um zu bleiben.
Um zu bleiben? Nun ja, langsam wollen auch die Amerikaner ein Stück vom Schweden-Rockkuchen abhaben und so setzen sich Mando Diao eben in den Flieger. Konzerte in Chicago, New York, San Francisco, Seattle, Palm Springs (!) werden erfolgreich über die Bühnen gebracht. Und weil man gerade vor Ort war, schaute man auch beim Coachella-Festival in Kalifornien und für insgesamt neun Shows beim texanischen Branchentreffen auf dem SXSW-Festival vorbei.
Die Fans in Europa müssen aufgrund dieses Abstechers allerdings nicht leiden: Ungarn, Italien, Spanien, Schweden, Slowakei und natürlich Deutschland; Mando Diao schauen 2007 eigentlich überall vorbei, wo Mando Diao-Platten zu erwerben sind.
Überall? Nun, jedenfalls bereisen die Schweden auch China. Im September 2007 spielt die Band neben den Nine Inch Nails, Public Enemy, Marky Ramone und den New York Dolls beim Beijing Pop Festival vor 30.000 Menschen. Trotzdem veröffentlichen sie auch in den Folgejahren fleißig Studioalben und landen mit "Give Me Fire" und der Single "Dance With Somebody" 2009 ihren größten kommerziellen Erfolg, der etwa in Österreich auf eins geht.
2010 folgt eine Einladung von MTV zu deren "Unplugged"-Reihe. Die erste Best Of der Karriere legen die Schweden Anfang 2012 nach. Ein dreivierel Jahr zuvor verlässt Drummer Giers im April 2011 ohne offiziell zu begründen die Band. Zu der Zeit füllen es Mando Diao bereits, die ganz große Hallen. Mit dem Nebenprojekt Caligola nehmen Björn und Gustav mal ein bisschen Tempo raus.
Gustaf über das MTV Unplugged-Ereignis und die schlimmste Frage überhaupt.
Am 2. September spielte die schwedische Rockband Mando Diao in den Studios der Union-Film in Berlin-Tempelhof ihr MTV Unplugged-Konzert ein.
Von diesem Abend erschien vor kurzem der Mitschnitt "MTV Unplugged – Above And Beyond", am 3. Dezember folgt die Live-DVD. Als Gäste luden sich die "Dance With Somebody"-Schöpfer mit Juliette Lewis und The Kinks-Sänger Ray Davies hochkarätige Gäste ein. Mit Lana Del Ray war auch eine Newcomerin dabei. Grund genug, mit Mando-Sänger Gustaf Norén über den besonderen Abend zu sprechen.
Hi Gustaf.
Gustaf: Hi Ulf, du hast einen skandinavischen Namen.
Ja, das ist in Norddeutschland gar nicht so ungewöhnlich.
Ja, das ist wohl so.
Recht ungewöhnlich war es aber, euch mal unplugged zu hören.
Ja, das ist neu, auch für uns. Wir fühlen uns auch sehr geehrt, dass wir das machen durften.
Das Konzept gibt es ja nun auch schon seit 20 Jahren. Ganz große Helden wie Dylan, R.E.M. oder Neil Young haben das geprägt. Warum eigentlich sollte die Welt nun ausgerechnet auf ein Akustikalbum von euch warten?
(stolz) Wir haben immerhin etwas gemacht, das bislang wirklich niemand unserer Vorgänger so gemacht hat. Es gibt da einen ganz bestimmten Rahmen plus Film und eine Art Choreographie, ein Setting. Wir tragen Uniformen. Das ist als Spektakel schon etwas anders als gewohnt. Wer würde denn ein solches Angebot ausschlagen? Ich habe mir das ohnehin schon immer gewünscht. Schön auf dem Boden sitzen, Kerzen drum herum und so was. Aber unsere Motivation war, eine echte Show abzuliefern.
Euren Gästen scheint es ja gefallen zu haben.
Erstaunliche Gäste, nicht wahr? Juliette Lewis und Ray Davies.
Nicht alltäglich, in der Tat. Wie schafft man es denn überhaupt, an Juliette und Ray ran zu kommen? Es war ja nicht bekannt, dass es da eine freundschaftliche Verbindung gibt?
Gut, wir wollten von Anfang an Gäste dabei haben. Also hat die Band sich in Ruhe zusammen gesetzt und diskutiert, wer in Frage käme. Ray Davies und Juliette Lewis waren einfach erste Wahl. Dann haben wir die Plattenfirma gefragt: 'Hey, habt ihr die Nummern von den beiden?' Sie sagten: 'Ja.' Also haben wir da einfach mal angerufen und gefragt. 'Hey Juliette, hey Ray, habt ihr Lust, mit uns unplugged zu machen?' Wir haben ihnen die Songs genannt und sie hatten Spaß. Das lief wirklich gut.
"High Heels" blüht in den Händen von Juliette wirklich auf. Das war ja ohne den weiblichen Gegenpart im Original noch eher Sparflamme statt Feuerwerk.
Das ist natürlich toll geworden. Aber das Original ist auch nicht schlecht, finde ich.
Wie sieht es mit den Unplugged-Vorschriften aus, auch Coverversionen bringen zu müssen?
Abgesehen von Rays "Victoria" haben wir auch "Bleeker Street" gemacht.
Simon And Garfunkel? Die sensible Singer-Songwriter-Kiste kann ich mir bei euch eigentlich gar nicht vorstellen. Ungewohnt. Bislang stehen mir ja auch nur sieben Tracks zur Verfügung. Ich habe noch kein komplettes Muster erhalten.
Ja, das machen wir bewusst so, wegen der Download-/Upload-Gefahr. Simon And Garfunkel ist wirklich nicht der typische Mando-Stil. Aber das macht doch gerade Spaß als Herausforderung. Wir lieben die Band alle seit unserer Jugend. Im Tourbus hatte eines unserer Chormädchen eine Scheibe von den beiden. Dadurch sind wir erst darauf gekommen. Speziell dieses Lied kannten wir vorher gar nicht so richtig. Im Bus haben wir das aber immer gespielt und uns in das Stück verliebt.
Nach allem was ich bislang gehört habe, könnte man euch bei den Arrangements der eigenen Tracks nach der Eigenständigkeit fragen. Man findet eure Vorbilder schon deutlich wieder: Da ist die klassische Neil Young-Harp, das Honky-Tonk-Rolling Stones-Piano und den Kinks-Touch hört man auch nicht nur bei "Victoria".
(seufzt tief) Na, wenn jemand glaubt, wir kopieren einfach alle und jeden, muss er das selbst wissen. Ist dann eben seine Meinung. Wir können uns doch nur darauf konzentrieren, genau die Mucke zu machen, von der wir fühlen, sie tut unseren Songs einfach gut. Wenn andere nun glauben, wir seien Copycats, dann können wir nicht den ganzen Tag darüber grübeln. Sonst wird man am Ende noch paranoid. Wie könnten wir Musik machen, wenn wir nur daran dächten, was wohl die Leute denken? Sowas führt immer nur zu schlimmen Kompromissen, unter denen die Musik selbst leidet.
Klar, die Unabhängigkeit des Künstlers. Aber das kann ja auch mal dem eigenen Publikum auffallen. So egal wäre es dann ja vielleicht auch nicht.
Die eine Sache, die wir wirklich immer brauchen, ist natürlich unser Publikum. Das ist selbstverständlich das wichtigste Glied in der Kette. Diese Leute sind uns wichtig. Aber die mögen schließlich, was wir tun. Genau wie wir. Also gibt es kein relevantes Problem.
Nun seid ihr ja Schweden. Die einzige schwedische Band, die bislang unplugged spielen durfte, war Roxette.
(unterbricht lachend) Oh ja, das weiß ich aber auch erst seit gestern. Uns war gar nicht klar, dass die das auch gemacht haben.
Der Vergleich ist als Hörer auch reizvoll. Zwei vollkommen unterschiedliche Arten und Herangehensweisen von gleichwohl typisch skandinavischen Musikern.
So etwas merkt man außerhalb des Landes wahrscheinlich mehr. Aber am Ende sind wir alle Schweden. Das hört man wohl irgendwie.
(lacht) Für mich ganz persönlich ABBA. Wallander und Roxette haben ihre Sache auch gut gemacht in der Repräsentation unseres kleinen Landes. Sie haben der Welt etwas gezeigt, das nur mit uns zu tun hat und von uns kommt. Aber ABBA - (enthusiastisch) - hey: ABBA! Das ist doch noch einmal etwas ganz anderes. Die sind doch wirklich fast genau so populär überall wie die Beatles. Und sie haben auch fast genau so geniale Musik gemacht wie die Beatles. Das waren Monster!
Für viele Künstler bedeutet der Unplugged-Gig einen Wendepunkt in der Karriere. Gibt es bei euch auch so ein Gefühl der Zäsur und der Weiterentwicklung?
Vielleicht würde ich dieses Gefühl jetzt nicht so dramatisch beschreiben. Aber da gibt es schon so etwas. Alles, was ich sagen kann, ist: Im Moment schreiben wir an neuem Material. Und das fühlt sich anders an, klingt auch etwas anders als bisher. Natürlich wollen wir uns stetig entwickeln. Immer eine neue Richtung anpeilen, nicht stehen bleiben. Unplugged kann man hier wohl als eine Art Zusammenfassung unserer Karriere begreifen. So fühlt es sich an. Insofern hast du wohl schon Recht.
Ich ganz persönlich glaube ja, dass ihr erstmals im Ansatz eine echte Leidenschaft für mitunter sehr atmosphärisch ruhige Momente entwickelt. Das Piano in der runter gefahrenen Version von "Dance With Somebody" ist solch ein neues Puzzleteil. Steht euch sehr gut. Passt auch in den schnelleren Stücken wie "Down In The Past". Habt ihr das bewusst gelegentlich ins Zentrum gerückt?
(nachdenklich) Das Piano?
Ja.
Interessanter Punkt. Da ist der Gig aber eher der Schlusspunkt einer Entwicklung, die man nicht so öffentlich sehen konnte. Im letzten Jahr haben wir innerhalb der Band die von dir angesprochenen ABBA für uns erst so richtig entdeckt. Vorher dachte ich immer, das wäre eine Kitschband für Weicheier. Ich habe die echt null respektiert. Inzwischen haben wir die aber wirklich lieben gelernt und verstanden. Wir sehen jetzt die Großartigkeit ihrer Musik. Vor allem die von Benny Anderssons Pianospiel.
Es ist so organisch und natürlich. Das wollten wir als Ideal eben auch gern sichtbar transportieren. Im Hintergrund gab es das schon immer. Seit dem ersten Tag der Band schreiben wir unsere Songs auf der Akustischen und einem Piano. Das sind die beiden Kerninstrumente seit hunderten von Jahren, wenn du komponieren willst. Ein zeitloses Rad, Musik zu machen! Also wollten wir das auch einfach mal hervorheben; vor allem das Piano.
Was für eine perfekte Antwort.
(lacht) Danke sehr. Aber die Frage war auch nicht schlecht. Manchmal ist man sich erst hinterher so richtig klar darüber, warum man als Band dies oder jenes gemacht hat.
Wer sind denn eure ganz persönlichen Unplugged-Helden? Seid ihr euch klar darüber?
Ein Favorit ist natürlich Nirvana. Ich war dreizehn als das veröffentlicht wurde. Als Teenager ist man ja ohnehin weit offen für alles. Etwa ein Jahr vorher habe ich deren Alben für mich entdeckt, aber das hier war wirklich die komplette Magie. Nirvana Unplugged wird immer einer meiner größten Musikmomente bleiben. Vielleicht höre ich es inzwischen nicht mehr besonders oft. Aber ich habe es früher rauf und runter gehört. Vielleicht zu oft.
Und sonst?
Das überrascht dich jetzt vielleicht, aber Jay-Z hat ein Unplugged-Album gemacht, das auch sehr gut ist. Eigentlich fast ein Wunder, das für diese Art von Musik hinzubekommen.
Neee, muss nicht sein.
Doch, doch. Vor Jahren gab es die Geschichte mit deiner Äußerung, "Bring 'Em In" sei besser als alles von The Who, The Small Faces oder The Kinks und eine rundere Sache als vieles von den Rolling Stones und den Beatles. Das kam in Europa ja nun nicht so gut an.
(unterbricht leicht genervt) Diese Frage bekommen wir dauernd gestellt. Echt jetzt! Jeder Journalist hält uns das andauernd wieder unter die Nase. Es kommt der Tag, an dem ich einfach aufstehe und aus dem Raum gehe. Nee, echt. Wir haben da so die Schnauze voll.
Moment, mir geht es nicht darum, eine uralte Sache als Beschuldigung neu aufzuwärmen. Sieh es als Chance an, endlich das definitive Statement abzugeben, das von unserer Website in die Welt strahlt und der gesamten Presse zukünftig die Chance raubt, euch darauf fest zu nageln. Mach den Sack einfach zu.
Okay, aber ich bin es echt leid. Wir waren noch Youngster, weißt du. Und dann wurden wir noch falsch zitiert. Wir haben nie gesagt, wir machen bessere Alben als die Beatles. Das kann doch nun wirklich niemand sagen. Wie dumm wären wir denn, so etwas zu behaupten? Und zu den Kinks und Who: Da ging es um etwas anderes. Wir haben lediglich gesagt, es sei doch bekannt, dass diese beiden Bands nie dafür bekannt waren, total perfekte Alben hin zu legen. Sie machten perfekte Songs und perfekte Singles.
Und im Kontrast dazu sind wir wohl eher eine Alben-Band. Mehr volle und komplette Alben, dafür weniger Hit-Singles und so. Das heißt deshalb aber doch nicht, dass wir besser sind. Das ist doch eine ganz neutrale Einordnung. Die sind doch alles Helden. Und mit Anfang 20 dachten wir noch, wir könnten mit den Medien so spielerisch umgehen wie mit der Musik. Das war von unserer Seite eher humoristisch gemeint. Spaß von Schuljungen quasi. Hat leider nicht funktioniert.
Insofern ist es wohl die beste und cleverste Antwort eurerseits, sich den Ray Davies zu schnappen.
Natürlich, oder denkst du allen Ernstes, Ray Davies würde mit uns spielen, wenn er uns für arrogant halten würde?
Lieber Gustav, ich danke dir für dieses Gespräch.
Danke auch, Mann. Ich hoffe, wir werden jetzt wirklich nie wieder auf diese alte Story angesprochen.
Im Interview sprechen Drummer Samuel und Sänger Gustav über ihre neuen Songs, den grundlegenden Einfluss der Beatles und die sexuelle Anziehungskraft von Janis Joplin und Aretha Franklin.
Zwei ziemlich müde Gestalten sitzen mir da gegenüber und halten sich an ihrem Kaffee fest. Der Mando Diao-Drummer Samuel sieht zwar fertiger aus, gibt sich jedoch zunächst aufgeweckter. Doch trotz seiner Müdigkeit überstrahlt ihn die Schönheit seines Sängers Gustaf. Der übernimmt im Verlauf des Gesprächs ruhig die Führung. Auch wenn er zwischendurch lieber an seinem Milchkaffee schnüffelt, der während des Interviews herein gereicht wird.
Als ich euer neues Album hörte, dachte ich: Auf ihrem Debüt haben sie Rock gemacht, jetzt kommt der Roll. Könnt ihr nachvollziehen, was ich damit sagen will?
Gustaf: Ja, das kann ich mir vorstellen. "Hurricane Bar" ist viel gezielter, viel mehr easy going. Im Endeffekt haben wir nur versucht, die Songs so einfach wie möglich zu schreiben und aufzunehmen.
Habt ihr einen Lernprozess zwischen den Aufnahmen zu den beiden Alben bemerkt? Was hat sich verändert?
Samuel: Wir spielen jetzt natürlich viel besser als beim ersten Album. Wir haben einfach beim Touren viel Übung bekommen. Außerdem was das zweite Album viel geplanter als das erste. Das wurde zu Hause aufgenommen. Wir haben einen neuen Song geschrieben und dann sofort aufgenommen. Der ist dann auch so auf dem Album gelandet. Beim zweiten Album haben wir ca. 60 Demos aufgenommen. Die haben wir dann ungefähr ein Jahr lang angehört und anschließend 20 Songs für die Aufnahmen rausgesucht. Es war ein schnellerer Aufnahmeprozess.
Woran habt ihr gemerkt, dass ihr professioneller geworden seid?
Gustaf spricht, obwohl er sich sehr jugendlich und cool gibt, sehr besonnen und mit tiefer, leiser aber bestimmter und dadurch extrem erwachsener Stimme, die auf der Aufzeichnung sehr besänftigend und gleichzeitig hoch-sexy klingt. Er hat den Schlafzimmer-Blick auch in der Stimme ...: Es hat nur vier Wochen gedauert, bis das ganze Album fertig war. Das war sehr leicht und problemlos. Alles ist live aufgenommen. Das war ein Zeichen. Es war klar, das etwas passiert war. Wir sind Fans der Musik, also hat jeder in der Band die Demos sehr intensiv gehört. Wir haben nichts anderes mehr gehört, als unsere eigenen Demos. Wir kannten unsere Demo-Stücke irgendwann genau so gut wie klassische Beatles-Tracks. Das hilft, gute Songs zu finden.
Woran merkt ihr dann, dass eure Stücke gut genug sind, um sie das Publikum hören zu lassen?
Gustaf: Wir vertrauen unserem eigenen Urteilsvermögen ...
Samuel: Wir haben immer Hits gehört. Die Hits der Sechziger und Siebziger.
Gustaf: Wir sind keine Musik-Freaks, die rumsuchen und rare B-Seiten von 1964 ausgraben von einer obskuren Band mit hohem künstlerischen Anspruch. Wir hören eher die Best-Ofs, wir kriegen einen Kick von der Musik, aber wir sind auch sehr leicht zufrieden zu stellen. Wir begnügen uns mit einer Best-Of, hören die eine Weile und versuchen es dann mit einer anderen Band. Wir nehmen Bowie, T-Rex und die Beatles, Bob Dylan und Neil Young und wer uns noch so in die Quere kommt.
Samuel: So haben wir gelernt, einen guten von einem schlechten Song zu unterscheiden.
Gustaf: Es dreht sich alles um ein gutes Urteilsvermögen.
Samuel: Aber natürlich haben wir auch Leute um uns rum, die sich die Stücke anhören und mit denen wir dann über die Musik diskutieren. Aber normaler Weise suchen wir die richtigen Songs raus. Wir sind diejenigen, die die Songs schreiben und aufnehmen, die sie als erste hören. Wenn der Song also schlecht ist, kriegt den erst gar niemand zu hören.
Schreibt ihr eure Songs vor allem für euch, oder um sie einem Publikum zu präsentieren?
Gustaf: Wir schreiben das meist für uns selbst. Der Grund, warum Mando Diao so gut funktioniert und immer größer wird, ist, dass wir einen sehr durchschnittlichen Musikgeschmack haben. Wir kümmern uns nicht wirklich darum, was andere Leute von unserer Musik denken. Wir brauchen die Leute, damit sie unsere Platten kaufen und wir weiter machen können. Aber wenn du zu Hause sitzt und einen Song schreibst, wird das Publikum sehr viel unwichtiger. Denn da sitzt nur du. Wenn du das dann der Band präsentierst und versuchst, daraus einen richtigen Song zu formen, interessierst du dich zunächst nicht für das Publikum. Das kommt also erst als Drittes. Daran denken wir erst, sobald wir die Songs präsentieren müssen, zum Beispiel bei Live Shows. Aber bis zu dem Punkt sind nur wir mit der Musik beschäftigt.
Als ihr begonnen habt, Musik zu machen, was wolltet ihr damit erreichen?
Samuel: Wenn du Musik machst, möchtest du, dass das so viele Leute wie möglich hören. Von Beginn an ...
Gustaf fällt Samuel ins Wort: Du möchtest, dass 14-jährige Kinder wegen dir Bands gründen. Das ist der Traum.
Samuel: Du willst die Leute beeinflussen.
Gustaf: Du möchtest sie inspirieren, Musik zu machen, statt nur zuhause rumzuhocken und sich einen runterzuholen. Denn das ist das Problem, das Kids immer haben: Sie fallen sehr leicht in ein Loch. Sie hocken nur rum und spielen Video- oder Computerspiele. Es macht in dem Alter ja auch wirklich Spaß, rumzusitzen und nichts zu tun. Aber da sind diese ganzen Erwachsenen um dich rum, die dir die ganze Zeit sagen, du solltest etwas tun: Tu was, tu was, tu was! Und wir hatten die Band. Wir konnten noch was anderes machen, als Hausaufgaben oder in irgendeiner Fabrik zu jobben. So konnten wir das machen, was wir wirklich tun wollten.
Ihr betont immer wieder, dass euch die Platten eurer Eltern sehr beeinflusst haben. Habt ihr die schon gehört, als ihr klein wart, oder seid ihr erst später auf den Geschmack gekommen?
Samuel: Unser Interesse an Musik begann mit den Platten, die wir bei unseren Eltern fanden. Wenn du so jung bist kaufst du ja keine eigenen Platten, du nimmst dir einfach, was rumliegt. Und unsere Eltern sind alle ungefähr gleich alt. Sie wuchsen in den Sechzigern mit Bands wie den Beatles und den Stones auf. Also haben wir angefangen, das zu hören, was unsere Eltern hören. Aber wenn du älter wirst, möchtest du rebellieren. Als dann Nirvana kamen, war das eine riesen Sache für uns.
Gustaf: Als wir das erste Mal Nirvana gehört haben, kam uns das durch das ganze Beatles-Hören ziemlich bekannt vor. Viele Leute liebten Nirvana, weil es heavy und tough war. Aber Nirvana hatten wunderbare Melodien und Schönheit in ihren Songs. Natürlich nicht, wenn er geschrieen hat, sondern wenn er wirklich etwas sagte, bzw. sang. Er war vielleicht am nächsten an Lennon dran, mit der Art wie er Stories erzählte und Melodien erschuf. Deshalb war es so einfach, Nirvana zu mögen. Alles, was raus kommt und gut ist, ist irgendwie von den Beatles beeinflusst. In jedem Musikstil, sogar Nerd und Justin Timberlake.
Ihr bezieht euch immer auf diese ganzen alten Kamellen. Hört ihr denn gar keine neueren Bands?
Gustaf: Das ist schwer, denn wir haben eine neue Band: Das ist Mando Diao. Alles, was wir tun, ist neu für uns.
Samuel: Natürlich hören wir auch Bands, die in den letzten Jahren raus gekommen sind. Wie zum Beispiel die White Stripes. Eine sehr gute, kreative und produktive Band. Sie haben etwas, was du nicht an jeder Ecke hörst. Das hat zum Beispiel überhaupt nichts mit dem Sound von Mando Diao zu tun. Das ist was komplett anderes - und sehr gut so.
Gustaf: Als ich die Beatles zum ersten Mal hörte, dachte ich nicht, dass das alt sei, denn ich wusste nicht, was alt war! Ich habe ja in den Sechzigern noch nicht gelebt. Genau so war es, als ich zum ersten Mal Motown-Sachen oder Michael Jackson hörte. Ich wusste nicht, was davon alt und was neu war. Wir haben einfach immer auf die Melodien geachtet. Als wir dann die ganzen großen Sachen wie Bowie, die Beatles oder auch Al Green, die wir hörten, mit der schwedischen Musikszene verglichen, hörte sich da natürlich alles scheiße an. Wir haben die eben mit den Beatles verglichen. Und dem Vergleich können die nicht standhalten. Irgendwie dachten wir da, dass unsere Musik viel mehr den Beatles ähnelt, als das Zeug, was die anderen in der schwedischen Musikszene so machten. Und da waren wir erst 16. In anderen Länder gab es Bands, die mit den Beatles mithalten konnten, wie zum Beispiel die Stone Roses, Primal Scream, Oasis, The Verve und all diese Bands. Die britische Szene ... aber im kleinen Schweden ...
Findet ihr es nicht trotzdem ein wenig anmaßend, euch selbst mit den Beatles zu vergleichen?
Gustaf: Wir waren da 16! Wenn du einen 16-jährigen anmaßend nennst, ist das ziemlich vermessen, oder? Denn das ist doch, was Rock'n'Roll ist: Anmaßend, naiv und dich kümmert nichts. Ich kann mir vorstellen, dass einem ein 30-Jähriger anmaßend vorkommt. Aber als wir die Band gründeten und wie die Beatles sein wollten, da waren wir noch Kids. Und Kinder sind nicht anmaßend. Wir wollten einfach nur wie unsere Vorbilder sein, daran ist ja nichts falsch! Und dann wurde unser Traum Realität. Bevor wir überhaupt aus dem Traum erwachen konnten, hatten wir nur drei Jahre später einen Plattenvertrag. Wir wollen ja jetzt nicht mehr die Beatles sein. Natürlich wollen wir nur Mando Diao sein und sonst nichts. Inzwischen haben wir uns an den Beatles schon fast überhört ... Wir machen einfach nur das, worauf wir Lust haben. Es ist sehr einfach: Song schreiben, aufnehmen ...
Samuel: Und hoffentlich wird es dann ein Hit.
Wenn man Artikel über euch liest, stehen oft Sachen, wie: Die Jungs sind so hübsch und so weiter. Habt ihr manchmal Angst, auf euer Äußeres reduziert zu werden?
Gustaf: Es ist viel netter, eine schöne als eine hässliche Person anzuschauen. Da kann keiner widersprechen! Wenn du eine Band findest, die gut aussieht, solltest du doch froh sein. Das ist ja nicht unsere Schuld, wir wurden einfach so geboren. Im Endeffekt geht es ja auch nicht um die Gesichter, sondern um die Musik.
Samuel: Natürlich wäre es sehr langweilig, wenn wir zu sehr als Produkt gehandelt würden. Wenn die Leute uns nur mögen würden, weil wir gut aussehen ... wie z.B. Jessica Simpson. Und ich finde sie nicht mal hübsch
Gustaf: Aber die Leute hören ja auch unsere Musik, und als Ganzes wird das ja viel größer als nur ein paar hübsche Jungs. Die Leute bekommen ja auch noch gute Musik.
Samuel: Wenn Jessica Simpson gute Musik machen würde, dann würde ich sie wahrscheinlich auch hübsch finden.
Gustaf: Wenn du dir nur das Gesicht anschaust, bist du ein Heuchler, dann verstehst du das Ganze nicht. Wenn du so dumm bist, dir die Bands nach der Schönheit ihrer Gesichter auszusuchen ... dann interessierst du uns nicht. Ich denke, ... ich hoffe, die Leute denken, dass wir wegen unserer Musik schön sind. David Bowie war schön, aber er ist überhaupt nicht hübsch. Die Leute, die einen mögen, denken wohl auch, man sei schön. Die fucking Republikaner denken wohl auch, George Bush sei schön! Also, was heißt schon schön? Who cares?
Samuel resümiert: Es ist immer gut, eine gut aussehende Band zu haben ...
Gustaf ergänzt: "Rock'n'Roll is supposted to be sexy". So waren James Dean, 2Pac, Elvis, einfach jeder, der im Showbiz groß wurde. Um nicht nur gut, sondern ein Star zu werden, musst du auch dementsprechend aussehen.
Glaubst du nicht, dass dieses Star-Image auch was mit nem Rock'n'Roll-Lifestyle zu tun hat? David Bowie war da ja nicht gerade zimperlich, er lebte den Exzess!
Gustaf: Ich kenne den Rock'n'Roll-Lifestyle nicht. Wir kommen aus einer komplett anderen Generation, als diese Typen. Und wir leben ein total anderes Leben als die. Ich liebe meine X-Box und meine Playstation genau so sehr, wie ich es mag, mich zu betrinken und Drogen zu nehmen. Also spiele ich manchmal damit, und das tat David Bowie garantiert nicht. Wir haben ein viel luxuriöseres Leben, das Touren ist nicht mehr so hart. Wir haben alles. Ich meine, wir leben in einem Bus, in dem es Flachbildschirm-Fernseher gibt, Playstations, DVD-Player und Espresso Maschinen ... Es ist ein sehr sauberes Leben. Wir versuchen, unser Leben so schön wie möglich zu machen, die süßen Dinge zu genießen.
Samuel wiegelt ein wenig ab: Wir nehmen unsere Musik sehr ernst, deshalb gehen wir nicht zu zerstörerisch mit uns um. Drogen mögen für eine Weile Spaß bringen, aber ein paar Jahre später wirst du einfach nicht mehr so gute Musik machen können.
Dann endet man wie Pete Doherty.
Gustaf: Naja, so lange er noch Songs schreibt, ist das OK. Aber wenn er aufhört, Songs zu schreiben, ist er ein Nobody. Dann ist er nur noch ein Scheiß-Junkie. Aber das geht uns ja nicht anders. Würden wir keine Musik mehr machen, wir wären auf der Stelle wieder Nobodys. Wir haben ein Talent. Und das ist Musik machen. Würden wir das nicht mehr tun, wäre jeder von uns wieder ein ganz normaler Typ auf der Bühne. Das macht uns ein wenig Angst - auf der anderen Seite ist das auch ein Antrieb, weiter zu machen. Du brauchst Drogen irgendwie, um dein Leben aufzupeppen. Jeder tut das in irgendeiner Form. Ob er nun Alkohol trinkt, Marihuana raucht oder ... auch Kaffee und Zigaretten sind eine Droge. Jeder benutzt Chemikalien, wenn es ihm schlecht geht. Da ist es dann Medizin. Jeder tut das. Das macht dich ja noch lange nicht zu einem Rockstar.
Ihr habt mal gesagt, euer erstes Album ist über einen Typen, der zur Party geht, das zweite über einen auf der Party. Ist das dritte dann ein "nach der Party-Album"? Muss man sich darauf dann zwölf pathetische Liebeslieder anhören? Oder ist es ein Hangover-Album voller Katerstimmung?
Gustaf: Das dritte wird das Hangover-Album, ja. Aber es wird nicht nur aus rührenden Love-Songs bestehen. Es wird genau so viel Energie haben wie die letzten Alben. Aber es sind Stücke mit Kater-Stimmung, ich habe sie gehört.
Ihr habt also schon neue Songs?
Gustaf: Ja, wir haben das dritte Album schon fertig. Wir wollen so bald wie möglich mit den Aufnahmen beginnen.
Spielt ihr sie schon live?
Beide: Nein, aber bald
Samuel: Auf den Sommerfestivals werden wir vermutlich die ersten neuen Songs spielen. Um zu sehen, wie sie beim Publikum ankommen.
Ihr Schönheiten habt bestimmt Groupies, oder?
Samuel: Es gibt immer Leute, die bei einem sein wollen, die mit dir reden wollen und so.
Gustaf: Ich denke nicht, dass es heute noch richtige Groupies gibt.
Samuel: Es ist nicht mehr wie in LA in den Achtzigern. Wenn wir noch bekannter wären, vielleicht würden dann all diese "Psychos" kommen. Die Leute, die sich kein Stück für die Musik interessieren und einfach nur von Berühmtheiten besessen sind und diese belästigen. Dann würde es vielleicht gefährlich werden. Aber bei uns ist das alles noch sehr harmlos.
Gustaf: Natürlich gibt es Groupies, aber es ist sehr einfach, mit ihnen umzugehen. Wenn du nüchtern und clean bist und weißt, was du sagst, ist es sehr einfach, sie wegzuschicken, wenn du nicht mit ihnen reden möchtest. Denn sie sind nicht obsessed oder Maniacs. Es sind ganz normale Menschen, die auf Celebreties stehen. Und ich kann die Aufregung verstehen, die du spürst, wenn du einen Star - na ich würde sogar sagen, einfach jemanden, den du magst - triffst. Sie mögen uns, denn sie mögen unsere Musik. Wer denn nicht, ich mag mich ja auch. Ich würde gerne mit mir reden. Mich nach Songs fragen ... Ich würde auch gerne mit meinen Vorbildern reden. Ich würde definitiv mit ihnen schlafen, wer auch immer es ist ... Janis Joplin - obwohl sie ziemlich hässlich ist, Aretha Franklin oder ... Denn da ist etwas Sexuelles in dem, was sie tun. Rock- und Soul-Musik ist immer sexy.
The Malevolence Of Mando Diao - The EMI B-Sides 2002-2007 (2009)
| Thema | Posts | Letzter Beitrag | |
|---|---|---|---|
| {ersteller.avatar} |
{thread.titel} {ersteller.name} |
{thread.antworten} |
{letzter.zeit} {letzter.name} |
|
www.schule-der-rockgitarre.de SchulederRockgitarre |
1 |
08.05.11, 01:34 SchulederRockgitarre |
|
|
Wie viel kostet die Band für ein Openair Festival? Wiesenfest Keltern |
1 |
21.06.09, 14:22 Wiesenfest Keltern |
|
|
Hamburg 22. - 24.3.09 JanD |
4 |
21.03.09, 23:11 Lada |
|
|
mando diao Konzert 19.03 Offenbach-Karte übrig herta |
2 |
16.03.09, 16:20 Daphne |
|
|
Neues Album im Februar Carlinchen |
18 |
07.03.09, 18:33 need.my.music |
Format
Homepage: