Porträt

laut.de-Biographie

Mitski

Die bewegende Geschichte der in Japan geborenen Mitski Miyawaki ist schon mit Mitte 20 von ständigen Reise und Heimatlosigkeit geprägt. In New York am SUNY Purchase College studiert sie Anfang der 2010er schließlich Komposition und arbeitet mitten im kreativen Zentrum Brooklyns an ihrer Musik. Der Halb-Japanerin, Halb-Amerikanerin Mitski, die zeitweilig im Kongo, in Malaysia, China und der Türkei lebt, dient die Weltenbummlerin M.I.A. wegen ihrer politischen Aktivitäten als Vorbild.

Mitski - Puberty 2 Aktuelles Album
Mitski Puberty 2
Mit der Leidenschaft der jungen PJ Harvey.

Beeinflusst vom Folk und der japanischen Popmusik ihrer Eltern erspielt sich Mitski in Indiekreisen einen guten Ruf. Ihre ersten beiden Alben "Lush" (2012) und "Retired From Sad, New Career in Business" (2013) sind durch filigrane Piano- und Streicherarrangements geprägt. Die Musik lässt sich noch eindeutig im Art-Pop verorten.

Dies ändert sich schlagartig mit "Bury Me At Makeout Creek" (2014), das kratzigen Gitarrenrock präsentiert und für Mitski den endgültigen Durchbruch in der US-amerikanischen Indie-Szene bedeutet. Das Album bekommt in den USA sehr gute Bewertungen und macht sie zu einer der großen weiblichen Hoffnungsträgerinnen alternativer Musik. Es ist auch das erste Album, das über das Label Dead Oceans außerhalb der USA veröffentlicht wird.

Nach der Liveplatte "Mitski-Audiotree Live"(2015) folgt 2016 das vierte Studioalbum "Puberty 2". Der Longplayer, der zwischen den wilden Gitarrenausbrüchen des Vorgängers und den filigranen Arrangements ihrer ersten Alben changiert und neue, elektronische Klänge bereithält, findet in den Blogs und Feuilletons weltweit noch größeren Zuspruch als der schon hoch gelobte Vorgänger. Inhaltlich greift Mitski das Gefühl der Unzugehörigkeit und die Hürden des Erwachsenwerdens auf.

Mitski sagt selber zum Album: "I had a certain confidence this time. I knew what I wanted, knew what I was doing and wasn't afraid to do things that some people may not like."

Sie besitzt nun ein viel größeres Selbstvertrauen als in der Vergangenheit und nimmt bezüglich ihrer Identitätsprobleme kein Blatt mehr vor Mund. Musikalisch wird Mitski mit PJ Harvey verglichen, besitzt jedoch einen vielseitigen, eigenständigen Sound an der Schnittstelle von Indie, Folk, Ambient und Pop.

"Happiness is up, sadness is down, but one's almost more destructive than the other" -mit wenigen Worten umreißt sie das Lebensgefühl einer heranwachsenden Generation, die noch nicht weiß, was sie will. Auch bei Mitskis musikalischer und persönlicher Reise ist noch kein Ende absehbar

Alben

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