Porträt

laut.de-Biographie

Kent

"Hey 'ne neue Britpop-Band" - dieser Gedankengang wird so manchem beim Hören der Musik von Kent durch den Kopf schießen. Doch die teils wirklich "very british" klingende Truppe kommt aus Schweden und ist so neu auch nicht. Erfolg verbuchen die Mannen vor allem im nördlichen Teil Europas.

1990 formiert sich die Gruppe um Sänger und Songwriter Joakim Berg, der mit Gitarrist Sami Sirvio die Schulbank drückt. Im Stockholmer Vorort Eskilstuna beheimatet entscheiden sich die beiden, zusammen zu jammen und mit Drummer Markus Mustonen, Bassist Martin Sköld und Keyboarder Thomas Bergqvist ist das Line Up vorerst komplett. Später steigt Klampfer Martin Roos noch ein, nimmt jedoch 1995 nach massiven Touraktivitäten wieder seinen Hut und wird durch den alten Kumpel Harri Mänty ersetzt. Anfangs nennt man sich Havsanglar, entscheidet sich dann aber doch für den etwas internationaleren Namen Kent.

Zwei Jahre nach der Gründung steigt Keyboarder Bergqvist ersatzlos aus. 1994, von BMG Schweden gesignt, veröffentlichen sie die Debütsingle "Nar Dert Blaser Pa Manen" und schieben im Folgejahr ihr erstes selbstbetiteltes Album nach. 1996 erscheint ihr Zweitwerk "Verkligen", das den kommerziellen Stein langsam ins Rollen bringt. Der Sound schwenkt stiltechnisch in bislang fremde Gefilde: melancholische, teils an Radiohead erinnernde Songs stehen auf dem Programm.

Schlag auf Schlag geht es weiter: 1997 kommt "Isola" auf den Markt. Die Band hat inzwischen heftig Liveerfahrung in meist ausverkauften Venues gesammelt. Als Belohnung steht eine Performance auf der Main Stage beim Hultsfred-Festival an, Schwedens größtem Rock-Open Air. "Isola" knallt auf Platz 1 der schwedischen Charts, es hagelt heimische Grammy Awards, und langsam reift die Zeit für neue Pläne: Eine englische Version von "Isola" steht 1998 in den Läden.

Im Frühjahr 2000 releasen sie das zweite englischsprachige Album "Hagnesta Hill". Auf der skandinavischen Halbinsel erobert es Platz Eins der Hitliste und heimst allerhand Preise ein. Anschließend besinnen sich Kent wieder darauf, die Songs in ihrer Muttersprache aufzunehmen. Nach einer B-Seiten-Kollektion erscheinen die Folge-LPs auf schwedisch.

Überraschenderweise steigt 2007 Harri Mänty aus, doch mit Gründungsmitglied Sami Sirviö ist der Gitarrenpart gesichert. Der Stil ändert sich dagegen kaum: zwischen Indie, Rock und Alternative erinnern Kent teils an Coldplay oder Keane und zeigen sich damit von der britischen Musikszene inspiriert.

Alben

Kent - Hagnesta Hill: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2000 Hagnesta Hill

Kritik von Sebastian Hornik

Balladesk, melancholisch, aber nicht kitschig - einfach schön (0 Kommentare)

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