Porträt

laut.de-Biographie

Lea-Won

Während bei der Entstehung des amerikanischen Sprechgesangs der politische mit dem Battle-Rap Hand in Hand ging, lag hierzulande der Schwerpunkt eher auf Party und Selbstverherrlichung. Klar, es gab Advanced Chemistry und die Brothers Keepers, auch Jan Delay und selbst Samy DeLuxe lassen ab und an kritische Zeilen von Stapel, doch insgesamt scheint diese Richtung in Deutschland einfach nicht lukrativ genug zu sein.

Der junge Münchner Lea-Won fährt eine andere Schiene. In einer Zeit, in der Metallica MP3-Tauschbörsen verklagen, ruft er in Songs wie "Money Kills Music" ganz offen zum Brennen von CDs auf, was alleine schon diskutabel ist. Fremdenfeindlichkeit, kapitalistische Ausbeutung und das allgemeine Gesellschaftsklima sind andere Themen, denen sich der 1984 geborene Rapper widmet.

1999 beginnt er mit dem Schreiben von Texten, ein Jahr später versucht er sich auch am Produzieren von Beats. Die ersten drei Alben erscheinen im Jahrestakt und werden, von Lea-Won selbst gebrannt, auf CD vertrieben. Mit "12-2001", "Headphonetik" und "Lautleben" etablierte sich der Mann mit der blau-weißen Wollmütze fest in der Münchner Rapszene.

Als Opening Act von Nico Suave und Clueso sowie mit Konzerten im mitteldeutschen Raum vergrößert Lea-Won seinen Bekanntheitsradius schnell, ohne dabei die Credibility zu verlieren. Denn auch sein erstes 'richtiges' Album "Trotzdem Und Gerade Deshalb" mit 22 Tracks verkauft der Rapper von der Bühne aus für fünf Euro. Gleichzeitig ist der Mann, der auf den Savas-Schwanzvergleich im Rap ebenso schimpft wie auf die pseudointellektuellen Babylon-Vergleiche eines Gentleman und gerne kritisch analysiert, statt die Moralkeule zu schwingen, als Anheizer bei Protesten gegen NATO-Veranstaltungen in München tätig. Hip Hop als Punk der Neuzeit? Werden solche Phrasen gewöhnlich als idealistisch verhöhnt, treffen sie bei Lea-Won voll ins Schwarze.

2006 geht er in die Vollen und veröffentlicht das Album "Anti-Style 4 Life", die EP "Alles Ansichtssache" sowie ein Live-Album und die Scheibe "Lernt Mich Lieben (Vol.1)". Alles in Eigenregie.

Alben

Surftipps

  • Offizielle Seite

    Homepage des Rappers mit Download-Optionen.

    http://www.lea-won.net
  • Lea-Won@MySpace

    Wing my Chung, it's MySpace!

    http://www.myspace.com/kramatik84

373 Kommentare mit 1825 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    POOOIS! Habt auch ihr k1 boque mehr auf langweilige Dauerfakes wie den Scientologen, Gleep Glorp und die vierzigste Inkarnation von manback?
    Markiert ihr schon täglich im Kalender, wie lange der Einritt des lautusers nun schon auf sich warten lässt?
    Sehnt auch ihr euch nach einer ethnischen Säuberung der laut.de-Landschaft? Nun, die wird es nicht geben, wenn Rainer und der alte Gauger sich weiter auf ihrem Teufel-Cash ausruhen und hier Sodom und Gomorrha regieren lassen.

    Stattet doch mal lieber dem Chat einen Besuch ab. Garantiert hurensohnfrei, angereichert mit vielen spannenden Diskussionen und essentiellem Real Talk.

    http://webchat.quakenet.org/
    Der Kanal ist #gromky

  • Vor einem Monat

    frohe ostern, ihr seibelnden buttebüxxen! der tag ist noch lang und die eier sollten zwischenzeitlich alle gefunden sein ...was spricht also dagegen ne runde im chat zu chillen? wir freuen uns heute auf fumers umfangreiche analysen zum fc kölliken und um liveberichte aus der opi-sauf-box. weiterhin rechnen wir mit dem erscheinen des legendären wolfgang wölki. selbstverständlich sind auch der tessiner und unser amti herzlich willkommen. die schlampe hingegen darf nur herein, wenn sie die mokken thematik zukünftig etwas gelassener angeht...denn wie heisst es so schön, mokken over metten. hier lang: https://webchat.quakenet.org/ der channel heisst #gromky

  • Vor 29 Minuten

    State of decay 2

    Großes Lob ans Sounddesign für den dezenten ambient tone