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Wenn vier Rapper gelangweilt aussehende Fans in schweißtriefende Stagediver verwandeln, können sie mit Fug und Recht das Prädikat Rampensäue beanspruchen. Wenn sie mit ihrer Fusion aus Persiflage und Pogorap nicht nur geneigte Headz, sondern auch Punkrock-Anhänger oder Techno-Jünger um sich scharen, tun sie gleichzeitig etwas für die interkulturelle Verständigung. Und wenn sie den Hype um die eigenen Personen so weit treiben, dass das dritte Release in Kollaboration mit Majorlabel Universal erscheint, hat Markus Staiger offenbar endlich mal das richtige Händchen bewiesen.
Der Gründer der Mutter aller Berliner Raplabel signt den aus Freiburg mit Zwischenstopp in Spanien nach Berlin eingewanderten Tarek mitsamt seinen Kollegen, den Berlinern Maxim, Euro8000 und DJ Craft im Jahr 2005. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gruppe ein unbeschriebenes Blatt. Maxim und Tarek rappen zwar schon vorher zusammen, für Euro8000s Karriere bildet die Gründung von K.I.Z. allerdings erst den Startschuss. Lediglich der Mann an den Turntables blickt bereits auf sieben Jahre musikalisches Schaffen zurück: Jazz Hop-, Dancehall-, Nu Metal- und Punk-Projekte beschäftigen DJ Craft seit seinem vierzehnten Lebensjahr.
Im Rahmen der Royalbunker Streetalben-Offensive im Jahr 2005 lebt das Quartett mit dem "RapDeutschlandKettensägenMassaker" zum ersten Mal seine Phantasien aus. Die drehen sich des Öfteren um gegrilltes Fleisch. Woher der Spleen kommt - nach einem Konzert in Berlin liefern sie sich mit mehreren Kilogramm Gehacktem und einigen Pferderücken eine Lebensmittelschlacht - weiß niemand. Sicher ist: Das Spiel mit dem eindrucksvollen Image des psychopathischen Grillmeisters bringt die "Kannibalen In Zivil" ebenso in die Munde wie der Kulttrack "Hurensohn" auf das Instrumental von Bronski Beats "Small Town Boy".
"Kannibalen In Zivil" ist übrigens nicht der offizielle Name der Gruppe. Wahlweise stehe er für "Kriegsverbrecher In Zwangsjacken", "Künstler Im Zuchthaus", "Kriegsverbrecher In Zentralasien" oder auch jede x-beliebige andere Deutung - außer "Klosterschüler Im Zölibat", wie Tarek im Rhymin' Simon-Feature "Rosenbusch" auf "Royalbunker No.1 Sampler Vol. 2" klar stellt. Zuvor machen sich die Jungs allerdings mit dem Berliner Kollegium vertraut: Features mit Catee, Rufmord und Mach One gehen dem nächsten Release der Rapper voraus.
2006 geht mit dem Release von "Böhse Enkelz" der Rummel um das Quartett erst so richtig los. Mit Persiflagen von unter anderem den Beginnern ("Riesenglied"), Torch ("Wir Werden Jetzt Stars") und Azad ("Bong Verkippt") sichern sie sich den Ruf als J.B.O.- bzw. Weird Al Yankovics der Neuzeit. Es folgen exklusive Tracks für den "Rap City Berlin Vol. 2"-Sampler und die Juice sowie ein Feature auf Boba Fettts "Meister Des Universums".
Im Frühjahr 2007 geht das Quartett gemeinsam mit Prinz Pi und Kollegah, den man von einem kurzen Gastspiel bei der Reimliga Battle Arena kennt, auf die große "Donnerwetter!"-Tour und zelebriert den Durchbruch auch live. Zuvor hat man schon mit der Bloodhound Gang auf der Bühne stehen dürfen.
Das Mixtape mit seinem kompromisslosen, zynischen Humor findet seinen Weg aus dem Untergrund, trifft den Nerv Rapdeutschlands zielsicher und lässt Majorlabel Universal aufhorchen. Obwohl es zunächst noch einen kleinen Skandal gibt, als die Berliner vom Rock Am Ring-Festival ausgeladen werden, wo sie eigentlich die Aftershowparty gestalten sollten, weil ihre Texte Sponsor Suzuki zu hart erschienen. Ihr trockener Kommentar: "Nächstes Jahr Hauptbühne. So ist das."
So folgt im August 2007 nach mehrmaligem Verschieben des Releasedates das zweite Studioalbum "Hahnenkampf" in Zusammenarbeit von Royalbunker und Universal, nachdem die vorhergehende "Das Album Ist Fertig Und Wir Zeigen's Euch"-Tour die Spannung ausreichend gesteigert hat. Als dritte Tour in nur einem Jahr folgt im Herbst die "Raus Aus Dem Körper, Rein In Den Club"-Tour. Der Wahnsinn hat gerade erst begonnen.
Sil-Yan und Maxim über Humor, Scheißrapper und ihr Engagement für 'Die Partei'.
"Urlaub Fürs Gehirn" heißt die neue Platte der Berliner Rotzlöffel mit Tiefgang. Ist Hip Hop bereits tot oder riecht er nur streng?
Warum stellen sich Teile der Band für eine Splitterpartei als Bürgerschaftskandidaten auf? Und warum haben Thilo Sarrazin und Lars von Trier den Witz verkackt? Sil-Yan und Maxim stehen in diesem nicht ganz typischen Hip Hop-Interview ihren Mann und zeigen sich dabei als sehr politische Band.
Moin Leute, eines vorweg: Ich bin aus eurer Sicht sicherlich ein Genrefremdling, ein Public Enemy/NWA-Backpacker aus der Kreidezeit und dem Hip Hop ne Schickse. Aber immerhin fast auf die Minute genauso alt wie Tupac. Wir hatten immer dasselbe Horoskop. Das ist die einzige Credibility. Traurig, ich weiß.
Achso, nein. Das geht ja nicht. Wir hauen dann ab. Tschüss! Nein, nein, Scherz beiseite. Leg mal los.
Auf eurer Platte heißt es: "Als Tarek sagte, wir würden jetzt zu Universal gehören, habe ich zum ersten Mal von Universal gehört. Ein Verse – Universal zerstört! Küss mir den Schwanz!" Seid ihr sicher, dass solche Zeilen die richtige Wahl sind, wenn man am Tropf des Majors hängt und von denen auch großes Werbeengagement plus eine smarte Tournee organisiert bekommen möchte?
Ach, das finanzieren die doch gar nicht. Die Tour ziehen wir selbst auf. Klar machen die promomäßig auch was für uns. Aber man muss gerade die großen Konzerne auch mal in die Schranken weisen.
Warum geht man dann da hin und bleibt nicht gleich independent?
Nö, das geht schon so. Schließlich ist das ja keine Sparkasse oder so. Wir sind künstlerisch schon sehr unabhängig. Das macht wirklich keinen Unterschied für uns.
Soviel geändert hat sich textlich indes nicht. Wird man nicht auch selbst mitunter müde von Zeilen wie "Wenn du schwitzt, kacken deine Poren"?
Nö, das finden wir immer noch total witzig.
Nach dem "Kettensägenmassaker", eurer Visitenkarte, ist es nicht leicht, den Qualitätspegel zu halten. Warum ist das "Hirn"-Album denn nicht ganz so gut wie jenes damals?
Haha, darauf fallen wir nicht herein. Das ist natürlich mindestens so gut. Wir sind auf jeden Fall besser aufgestellt. Gerade die Produktionsqualität ist einfach gestiegen. Wir sind dabei vor allem die britischen Produktionen durchgegangen. Dort fließt in bestimmter Hinsicht einfach mehr Breakbeat und verschiedenes Elektrozeug als in den USA. Das hat definitiv seinen Teil zu der Platte beigetragen. Wobei ich ganz persönlich besonders die Konzeptsongs sehr mag.
Zu Beispiel?
Na, "Lach Mich Tot" ist eine dieser Nummern. Da gibt es einen technoiden Part mit nem Rapbeat. Absolut am Nabel der Zeit.
Birgt das breite Aufstellen nicht auch die Gefahr der Beliebigkeit? Das furchtbarste Lied des Albums ist für mich "Heiraten". Warum machen talentierte junge Männer mit aller künstlerischen Freiheit freiwillig solch autogetunte Gruselmucke im Refrain aus derselben Mottenkiste wie Gaga und Kesha? Ist doch besonders schade, wenn man mit Sil-Yan nen Typen am Start hat, der sogar lässige Jazztupfer in eurem Sound integrieren kann.
Das hat aber einfach gepasst! Muss ich echt so sagen. Klar verstehe ich deinen Kritikeransatz. Du darfst aber nicht vergessen, dass wir beim Komponieren, Arrangieren und Produzieren immer in jeder Sekunde unseren Humor spielen lassen. Sonst ginge das Konzept ja nicht auf. Wie ich schon sagte: Spott über Zeitgeist geht mit unserem Ansatz nur, wenn du auch selbst mit der Umsetzung am Puls der Zeit hängst.
Klingt als würdet ihr alles selbst produzieren.
Nicht so, wie du denkst. Nico schon ziemlich. Aber grundsätzlich überlassen wir das handwerklich gern anderen. Das Album haben wir aber gemeinsam mit einem Abmischer gemixt. Dann geht es währenddessen ja immer hin und her. Da wird diskutiert und arrangiert im Team. Eigentlich kannst du sagen: Das Allermeiste wurde in der gesamten Gruppe entschieden.
Aber zum Beispiel der Maxim und ich sind jetzt nicht die typischen Frickler, die wochenlang an derselben Bassdrumspur herumschrauben. Das machen dann andere Leute. Aber natürlich nach unseren Vorgaben. Wir werden zu allem und jedem gefragt. Wenn uns da was nicht passt, fackeln wir nicht lange. Das wird sofort geändert.
Mit anderen Worten: Wir sind keine Produzenten. Aber wir haben definitiv unseren Teil beigetragen. Man sollte nie zu viel den anderen überlassen, wenn es um die eigene Musik geht.
"Es gibt kein deutsches Ghetto. Wir haben Ghettos hier erfunden." Lasst das mal nicht den Friedmann hören. Darf Satire alles solange die Pointe überragend gut ist?
Ganz klar: Satire darf alles! Punkt! Da sind wir auch radikal. Es gibt nur eine einzige goldene Regel. Die Pointe darf einfach nicht langweilig sein.
Guter Ansatz. Aber immer subjektiv. Wie checkt ihr das denn ab?
Bei den Sachen gucken wir schon sehr genau, dass alle den harten Gag jeweils für sich einzeln vertreten können und wir das geschriebene gemeinsam lustig finden.
Das hat Lars von Trier auch gedacht.
Aber genau solch eine Sache, wie sie ihm gerade passiert ist, wollen wir selbstverständlich vermeiden. Trier wurde erst gefeiert, dann gefeuert. Aber der hat eben auch den Witz verkackt. Es gab ja keine Pointe. So sollte man es nicht machen.
Kein Glück für die Dänen bei Karikaturen und Faschowitzen letzthin. Der gute Lars ist aber wohl eher ein Opfer seiner komplexbeladenen Depressionen.
Man muss schon dazu sagen, was für ein guter Filmemacher der ist, finde ich. Was der mit Dogma gemacht hat, war echt Punkrock. Den Rausschmiss finde ich trotzdem gut. Stell dir vor, wir würden beispielsweise einen anderen Rapper dissen, indem wir sagen "Ich vergas' dich, du Judenschwein!". Da würde mir auch nichts einfallen, so was witzlos Stumpfes zu rechtfertigen. Kann man auch gar nicht.
Kommen wir zu ...
Nein, Moment mal eben, das will ich aber noch genauer wissen. Der Satz mit den Ghettos ist doch geschichtlich nicht falsch. Mir würde gar nicht einfallen, wie man uns daraus nun einen Strick drehen sollte.
Ich denke, gerade deshalb! Obwohl das Statement nicht diskriminiert, gibt es doch immer irgendwelche Generalbedenkenträger, die monieren, man dürfe mit so was keine Scherze treiben und es erst recht nicht zur Berliner Unterschichtenpointe machen.
Achso. Ok. Auch in diesem Fall bleiben wir natürlich bei 'Satire darf alles!'
"Doitschland Schafft Sich Ab" ist erkennbar ein Sarrazin-Statement. Warum mit dem Lied die unseriös geführte Debatte noch verlängern?
Du wirst es nicht glauben. Eigentlich war das eher so eine Schnapsidee. Der Titel mit dem Sarrazin-Bezug kam uns erst später in den Sinn. Das muss man gar nicht so in den Vordergrund stellen. Aber das Verbinden mit der Debatte finden wir lustig. Dadurch wird alles, was im Song passiert doch total offensichtlich doof.
Habt ihr an der Quelle in Neukölln den Eindruck, dass Sarrazins Buch die Fronten zwischen beiden Seiten tatsächlich übel verhärtet hat; auch bei sonst eher moderaten Charakteren?
Nicht unbedingt. Das Buch von Sarrazin ist doch im Ergebnis Ausdruck der Politik, die spätestens mit der Agenda 2010 begonnen hat.
Smartes Statement, Kompliment! Klingt auch geil. Verstehen tu ichs aber nicht. Wie meinst du das?
Ich glaube ganz klar, dass das darin festgelegte Hartz IV die Wurzel allen gesellschaftlich üblen Klimas ist. In erster Linie kein Problem der Kulturen, sondern der Klassengesellschaft. Aber da muss man gar nicht extra nach Neukölln. Sowas hast du in Bremen doch auch. Da bin ich öfter und lasse beim Barbier meinen Bart schneiden.
Ach was? Du kommst extra hier her und hängst dann in Tenever rum wegen eines Barbiers?
Kommt vor. Als ich da auf den Bus gewartet habe, hab' ich sogar vorm Aldi ne krasse Pennerfrauenschlägerei gesehen.
Seid ihr nicht selbst manchmal irritiert, wie sehr ihr mitunter in der Öffentlichkeit missverstanden werdet mit euren doppelbödigen Texten?
Nein, ein Übermaß kann es nicht geben. Das ist ja gerade Teil des Konzepts. Nimm doch jetzt nur mal den "Biergarten Eden". Das wird doch erst dadurch richtig lustig, dass Leute, die sagen 'Ey, ich bin Patriot und liebe mein Vaterland und deshalb kein Nazi!' das Lied dann auch richtig abfeiern. Drüber können wir hier gut lachen. Extrem witzig.
Es gab ein Konzert am langweilig schicken Schlesischen Tor anno 2007. Warum dann nicht gleich dahin gehen, worüber man singt; Berlins Ghettoprovinz?
Ha, 1000 Fans und viel mehr Polizisten. Wir sind dann mit den ganzen Leuten durch die Straßen gerannt und ich hab einen Polizeihut geklaut. Es ging doch darum, etwas in der U-Bahn zu machen, wo es auch technisch möglich ist. Und dazu ist das ganze doch auch als demonstratives Statement zu sehen.
Und zwar?
Die Rückeroberung des öffentlichen Raumes! In den so genannten gentrifizierten und sanierten Gegenden kann und darf man sich doch im öffentlichen Raum als Subjekt nicht mehr aufhalten. Es sei denn, du kaufst ihn. Du kannst dich nicht irgendwo hinsetzen ohne einen Kaffee kaufen zu müssen etc.
So gesehen ist eine Demonstration, wenn ich das jetzt einfach so nennen darf, das 'Nein, mit uns nicht!' doch gerade in solchen Gegenden besonders wichtig. In manch anderen Metropolen wären solch negative Sachen nicht denkbar. In den Pariser Banlieues zum Beispiel gehört den Kids auch die Straße.
Ok, bin absolut überzeugt. Man merkt im Gespräch, wie politisch ihr seid. Was hat es denn mit dem Engagement für 'Die Partei' als Kandidaten für die Berliner Bürgerschaftswahl im Herbst auf sich?
Ja, unter anderem Nico und ich kandidieren hier für den Bezirk Friedrichshain/Prenzlauer Berg Ost. Wir sind dort auf der Landesrangliste der Abgeordneten.
Für uns ist das schon ein großer Sprung. Das ist ja die Sonneborn-Partei. Und wir waren schon immer große Fans der Titanic. Ich mochte dessen Aktionen schon immer. Vor allem, wie die die FDP vorgeführt haben, damals als Möllemann/Westerwelle ihre große Spaßkampagne gefahren sind. Das war toll. Die Satire-Ebene haben wir ja gemeinsam. Da bietet sich so was doch an.
Schlussendlich dann doch gar kein politisches Engagement, sondern schnöde private Selbstverwirklichung?
Wenn du es so formulieren willst. Ja, das ist wohl schon so ein bisschen so.
Immerhin stellt ihr euch gleichwohl für ein öffentliches Mandat auf. Kann ein Text voller Verachtung die rechte Medizin sein? Wie geht das, wenn man mit "Raus aus Dem Amt" pure, triefende Verachtung für das Milieu im Prekariats-Doom übrig hat?
Ach, warum denn? Bei Sarrazin klappt es doch auch. Der ist immer noch in der SPD. Einen erfolglosen Eindruck macht er nicht. Und dessen Texte sind ja auf jeden Fall menschenverachtend.
Das ist bei uns, glaube ich, wohl eher nicht der Ausgangspunkt. Ist das echt häufig so? Na, wir sind immer gut drauf. Ok, jetzt aber nicht im debilen Sinne. Und wenn es mal anders ist, wird eben chemisch nachgeholfen.
Denyo aka Dennis Lisk, Max Herre und andere haben sich zuletzt vom puristischen Ansatz abgewandt und gehen in Richtung Singer-Songwriter. Wichtige Weiterentwicklung oder lieber doch ein guter Rapper sein statt ein lahmer Rabattmarken-Folkie für Arme?
Ja! Danke! Genau so, wie du es sagst, ist es doch. Ich finde das teilweise so krass schlecht, was da angeboten wird. Klar, das sind alles persönlich gesehen sehr nette Leute. Trotzdem: Wir finden das nicht gut. Die können eben nicht krass Gitarre oder Piano spielen. Die können nicht krass singen. Und man sieht ja: Es funktioniert auch nicht. Lisk ist gefloppt. Und das Max Herre-Album finde ich richtig grausam. Auch textlich gesehen ist das richtig gemein!
Wo siehst du denn die Ursachen für den Trend?
Oft bilden sich Hip Hopper ein, damit erwachsen zu werden. Sie schämen sich oft ihrer Kindheit und halten Rap und Hip Hop ab einem gewissen Punkt insgesamt für kindisch. So viele erzählen schon ganz jung, sie können sich nicht vorstellen, mit 30 immer noch zu rappen. Solche Scham ist doch einfach nur krasser Blödsinn.
Verstehe. Wenn die Angesprochenen nun jeweils das Album des Jahres gemacht hätten, also in die Richtung des Songwritergottes Leonard Cohen oder des ersten Rappers Lou Reed, würdet ihr den Wechsel dann akzeptieren oder ist das ein rein dogmatischer Ansatz?
Schön, dass du die Frage so noch mal stellst. Kein Missverständnis bitte. Natürlich ist das kein Dogma bei uns. Wenn das alles super gespielt und komponiert wäre, würden wir uns freuen und das auch kaufen und feiern. Aber so ist das leider nicht. Mir fällt leider gerade überhaupt kein Beispiel bei uns ein, wo das mal befriedigend funktioniert hätte.
Clueso?
Ach gut, ja klar. Der war wirklich ein Scheißrapper. Der hat wirklich Scheißplatten gemacht. Die fand ich richtig kacke. Aber seit er das echte Singen angefangen hat und ganz andere Songwritersachen macht, finde ich den richtig gut. Der hat einfach Zeit gebraucht, sein Ding zu finden. Jetzt hat er es und ist nicht so verkrampft wie die anderen. Ach, mir fällt noch ein gelungenes internationales Beispiel ein. Kennst du die Indieband Black Keys aus Amerika?
Du meinst die tolle Alternative-Blues Kapelle, die teils vergleichbare und bessere Alben gemacht hat als die White Stripes?
Genau die. Super krasser Indierock aus New York. Die haben so vor zwei Jahren ein Album gemacht. Das heißt "Blakroc". Da haben sie ausschließlich mit amerikanischen Rappern kollaboriert. Ein sehr geiles Album. Auf der Website davon kann man sogar einen Dokufilm über die Entstehung sehen.
So kann es eben auch laufen. Die zeigen erst einmal, wie sich beide Seiten annähern und überhaupt kennenlernen müssen. Die Rapper rappen das erste Mal auf ein Schlagzeug, kiffen und chillen mit den weißen Rockern. Das ist sehr, sehr gelungen. Bin gespannt, was allgemein noch so in der Richtung passiert.
Vorsicht Alter, ich bin der Freedom Fry. Die heißen doch jetzt so.
Ich bilde mir als Musikpapst ja ein, in deiner Phrasierung eine Detailgenauigkeit und sprachmelodische Variabilität zu hören, die nur jene drauf haben, die sowohl das weich-melodische Französisch beherrschen wie hartes Kernseifendeutsch. Warum baust du dieses Talent nicht zur eigenen gesanglichen Entwicklung aus? Wenn es Leute wie du nicht machen, wer dann?
Du meinst, ich sollte singen?
Ich meine, ihr habt wesentlich mehr drauf, als euch möglicherweise bewusst ist. Man hört es doch teilweise für Sekunden zwischendrin auf dem Album. Seien es Sil-Yans Jazztupfer oder anderes. Ihr könntet mehr als euch bewusst ist.
Da müssten wir dann vielleicht mal dran denken. Ich finde das wirklich sehr charmant von dir. Natürlich ist jeder von uns vor allem im Konzept der Gruppe drin. Da schaut man nicht immer nach links und rechts, was noch gehen könnte. Und da K.I.Z. den Rahmen gefunden haben, ist die Richtung natürlich immer grundähnlich. Das möchten wir im Moment aber auch gar nicht verlassen.
Andere machen bei einer solchen Konstellation eine Soloplatte für ganz eigene künstlerische Träume. Ist das bei euch so unwahrscheinlich? Will keiner der neue Delay werden und König Eißfeldt vom Schmalspurthron schubsen?
Es gibt ja schon andere Sachen. Nur eben keine reine Solo-CD. Aber diese Ansätze sind, kreativ gesehen, oft Anstoß und Verlinkung mit Gruppenaktivitäten. Aber okay, eine echte Einzelkarriere ist derzeit nicht geplant. Das mag ja noch kommen. Wir haben ja insgesamt noch viel Zeit, alles mögliche zu machen. Interessant wäre es aber, sich als Band mal vorzunehmen, dass wir ein bierernstes Album machen oder so. Das wär schon eine tolle Irritation für alle.
Ist "Lauf Weg" eigentlich "Neuruppin" Part II? Kommt jetzt die Jeanny-Schiene?
Kann man durchaus so sehen. Ja.
Warum habt ihr bei "Neuruppin" damals die Chance vertan, den Track auf Nachfrage auf Deutschlands fleißigsten aktenkundigen Serienkiller, Carl Großmann, zu beziehen? Wär doch die geilste Publicity für das Lied gewesen? Jetzt sieht das im Nachhinein für eure Verhältnisse recht dösig aus.
Ja, das ist natürlich wirklich schade und etwas dumm gelaufen. Aber wir wussten allesamt nicht, dass der aus Neuruppin war. Wir haben die Stadt ja nur gewählt, weil Neuruppin und New Orleans durch das 'Neu' so stark beisammen sind. Wir haben überhaupt nicht an den Typen gedacht. Und das haben wir einfach auch wahrheitsgemäß gesagt.
Nervt euch dieses provinzielle Szene-Hickhack nicht auch manchmal? Hip Hopper gegen Metaller und vice versa. Wenige begreifen so richtig, dass Kunst Toleranz braucht. Das System freut sich doch immer, wenn alle sich gegenseitig die Fresse polieren und verarschen lassen, statt nebeneinander zu stehen.
Klar gibt es das. Und zwar viel zu viel und zu bierernst. Das kennen wir aber aus eigener Erfahrung so nicht. Bei unseren Gigs – das merkt man sofort – herrscht immer ein guter Konsens. Bei unseren Konzerten sind immer sehr viel Punker und Metaller. Wir spielen ja auch zwischendurch auf Rock- und Metalfestivals. Den Hip Hop-Anteil im Publikum schätze ich so auf 30-40% ein.
Es ist alles immer schön bunt durchgemischt. Da wird dauernd gepogt oder sonst wie ausgerastet. Es ist nie ein langweiliges 'Hände-Hoch-Hip Hop-Konzert'. Und das kommt natürlich daher, dass wir das auch so wollen und pushen.
Dir ist schon klar, dass du gerade von einem 'langweiligen Hip Hop-Konzert' gesprochen hast?
Jaja, aber das ist doch auch so.
Nun seid ihr auf dem Höhepunkt. Es kann nur noch bergab gehen. Was macht ihr denn dann nach der Tour?
(staubtrocken) Ich geh dann deshalb auch erstmal ins Sanatorium.
(Gelächter auf beiden Seiten des Telefons)
Vielleicht wird danach alles etwas feinfühliger. Tarek schreibt schon wie wild. Und dann kommt natürlich noch der menschliche und künstlerische Reifeprozess dazu, den du vorhin angesprochen hast. Ich kämpfe echt dagegen an, erwachsen zu werden. Geb ich zu. Aber irgendwie werden wir hier doch erwachsener – langsam.
Aber insgesamt halten wir uns alle ganz gut gegenseitig am Boden. Keiner denkt, er sei der Krasseste. Natürlich ist die Gruppe die Krasseste weltweit. Aber sonst haben wir immerhin Sinn für die Realität.
Oder: Hip Hop ist nur so Gangster, wie dieses Interview geklaut.
Irgendwas ist ja immer. Die Katastrophe bahnte sich dieses Mal aber erst nach dem Interview und dem Konzert von und mit K.I.Z. an.
Als ich nach getaner Arbeit und gerockter Show im Münchener Backstage an der (bewachten!) Garderobe den Rucksack mit Aufnahmegerät und Kamera wieder abholen will, stellt sich heraus, dass dieser geklaut bzw. geplündert wurde. Gangster, hautnah.
Somit war ich zwar um eine Live-Erfahrung reicher, aber auch um ein aufgezeichnetes Gespräch mit Nico, Maxim und DJ Craft sowie Bildern davon ärmer. Ein kleiner Trost inmitten dieses journalistischen Mundraubs: Wenigstens die Kamera mit den Konzertfotos hatten wir noch.
In einem schier unmenschlichen Akt kollektiven Kopfzerbrechens konnten mein Fotograf Don Dauerfeuer und ich das Interview dann tags darauf rekonstruieren – natürlich nicht in voller Länge und auch nur partiell im O-Ton, aber immerhin. Here we go: Hallo die Herren! Alles klar bei Euch?
Maxim: Hallo. Ja, passt schon.
Gleich mal eingangs: Ich hab gehört, ich habt ein Pornohörspiel in der Mache? Was ist da dran und was wird das genau?
(Maxim und Nico sind etwas überrascht) Maxim: Woher weißt du das? Kann schon sein ... als kleines Naschpaket vor'm Album vielleicht ... aber wir wissen davon nichts. Woher weißt du das denn?
Och ... das hört man so. Ihr scheint recht angeschlagene Stimmen zu haben. Kann ich mir trotzdem eine Chick anzünden?
Maxim: Klar, zünd an, aber sag mal – hast du 'Chick' gesagt? Sagt man das nicht nur in Österreich?
Hoppla, stimmt. Ich bin tatsächlich seit ein paar Jahren in Österreich unterwegs.
Maxim: Ha! Erwischt!
Dann lasst uns mal zum neuen Album kommen. Wie schauts da aus?
Maxim: Naja, das Album ist so gut wie fertig. Deswegen ja auch der Name dieser Tour. (Der lautet: "Das Nächste Album Ist Fast Fertig Und Wir Zeigen Es Euch Natürlich Auch Wieder Vorher-Tour 2008") Fünf Tracks sind komplett fertig, andere Tracks liegen mehr oder weniger komplett vor, von manchen Sachen gibts auch erst Skizzen ... Zehn Tracks werdens insgesamt.
Zehn Tracks? Im Ernst?
Maxim: Ja, klar. Nein, wir wissen es noch nicht so genau ... Vielleicht werden es auch zwölf oder 16 oder 20 - es muss am Ende halt eine runde Sache sein. Es gibt manchmal so Alben, da denke ich mir "Boah, hättste ruhig noch zwei Songs mehr draufpacken können", und bei anderen reichts mir nach der Hälfte. Wir wissen es noch nicht zu hundert Prozent. Aber die fünf fertigen Songs, die spielen wir heute Abend.
Wohin gehts soundtechnisch dieses Mal? In die Elektrorichtung oder eher was ganz Neues?
Maxim: Wir stehen schon immer noch auf den typischen K.I.Z.-Sound, klar ist da auch wieder was Elektronischeres dabei. Aber wenn wir Bock auf Gitarre haben, dann machen wir was mit Gitarre. Siehe "Neuruppin" vom letzten Album. Wir machen, worauf wir Bock haben.
Stehen schon Produzenten fest?
Maxim: Viele Beats liefern dieses Mal WASBASS, das ist unser Haus-Produzententeam, bestehend aus Nico und Gregosch. Ansonsten müssen wir mal schaun. Aber es wird mit Sicherheit wieder sehr abwechslungsreich.
Was dürfen wir inhaltlich erwarten? Hahnenkampf-Style?
Maxim: Es wird ein sehr politisches Album werden. Und sehr spaßig. Wir kommen jetzt nicht mit einem ganz neuen Style ums Eck, aber haben auch nicht vor, uns selbst zu kopieren ... Nico: Doch! Wir kopieren uns selbst! Yeah!
Aha. Wie soll es denn heißen?
Maxim: "Tomatensalat" wird es heißen. Wir finden, dass das ein aussagekräftiger Name ist. Ganz im Gegensatz zu Curse' neuem Album. Der hat das "Freiheit" genannt. Aber wenn er wirklich frei wäre, dann hätte er sein Album "Tomatensalat" genannt. Denn nur das beweist ultimative Freiheit.
Nico: Naja, die wollten ein Album mit Remixes produzieren und haben uns daraufhin gefragt, ob wir das machen wollen. Und das haben wir dann getan. Den Song spielen wir heute übrigens auch.
Oh, dann wirds ja wohl wieder beste Moshpit-Atmo geben ... Erinnere mich schmerzhaft an das Nikolauskonzert im Huxley's vergangenes Jahr... und an das Intro, als sie euch an die Galgen gehängt haben.
Nico: Ah, da fällt mir gerade eine kleine Anekdote dazu ein. Bei der Generalprobe zu der Galgenaktion haben die mir die Schlaufe zu eng angelegt. Als ich dann da so baumel, merke ich plötzlich, dass mir immer wärmer und schummrig wird. Und plötzlich hänge ich ohnmächtig da rum ... Der Strick hat mir die Halsschlagader abgedrückt und ich bin weggetreten. Gottseidank war das bei der Probe. Das hat dann am Abend kurz vor der Show aber noch mal so richtig und extra viel Adrenalin einschießen lassen... (lacht)
Oha. Und was ist das für eine Schramme an deinem Kopf? Wieder was schiefgegangen bei der Probe?
Nico: Ach das. Das ist vom Konzert von gestern. Da hat mir ein Hater während der Show einen Becher an den Kopf geschleudert. Kommt halt auch mal vor ...
Brauchen tuts das zwar nicht – wie gehtes euch eigentlich als Band? Alles bestens oder brodeln Pläne für erste Solokarrieren in den Köpfen?
Nico: Nee, wir sind momentan echt gut unterwegs zusammen und es klappt alles wunderbar - warum sollten wir da K.I.Z. aufgeben oder so? Never change a winning team, wa?
Schön, das zu hören ... Wen dürfen wir als Featuregäste erwarten?
Nico: Manowar natürlich! Maxim: Die üblichen Verdächtigen aus dem engeren Freundeskreis ... Cuba, Massimo und so weiter natürlich. Und sonst ... mal gucken. Die fünf Tracks die fertig sind, sind aber momentan nur von uns.
Ist eigentlich Kollegah noch ein Kollege?
Maxim: Klar. Alles cool. Nico: Nein, wir haben todernsten Beef. Beef bis aufs Blut, Alter.
Wer sind eigentlich die toten Crackhuren im Kofferraum? Und wo?
Maxim: Die sind nebenan, glaube ich. Das sind unsere Anheizer fürs Publikum. Das sind so Mädls aus Berlin, die machen ... ähm, Elektropunk, sag' ich mal.
Und was macht ihr?
Maxim: Elektropunk. Sag ich mal.
Apropos "Punk" - Prinz Pi hat sein neues Album ja auch "Neopunk" genannt - und auch er und Biztram haben dafür tief in die aktuelle Elektronikkiste gegriffen. Im krassen Gegensatz dazu stehen beispielsweise "Huss & Hodn" - die haben ja einen extrem rückgewandten, oldschooligen Sound. Wie steht ihr zu den Entwicklungen in dieser Hinsicht?
Maxim: Also ich finde das beides gut. Sowohl diese Elektrokiste als auch den 90er-Jahre Retrofilm ... ich find das lustig. Solange es gut ist und Spaß macht, cool. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen ...
Wisst ihr eigentlich von der Sache mit der Bild-Zeitung und Frauenarzt? Vom "Wochenrückrap"?
Maxim: Frauenarzt und die Bild? Echt? Nee, wissen wir nicht. Finde ich persönlich jetzt aber nicht so toll. Ich meine die Bild ... naja. Ich will und würde jetzt nix gegen Frauenarzt sagen, der macht sein Ding und hat Spaß dabei ... aber mit der Bild würde ich niemals kooperieren wollen.
Apropos operieren: In welchem Studio nehmt ihr momentan auf?
Nico: In unserem Studio! Wir haben jetzt ein eigenes - wir haben uns da so eine fette Kellerwohnung in Berlin gemietet, und die zum Studio umfunktioniert. Macht richtig Spaß dort!
Klingt teuer ...
Maxim: Jaaa, aber das haben wir selber bezahlt. Von der eigenen Kohle! Da hat Papa nix dazu gegeben.
Sonst noch etwas, das Ihr der Welt mitteilen wollt?
Maxim: Der Harz ist vorbestraft!
Wer ist das?
Wer Peter Harz ist?
Ja, keine Ahnung.
Maxim: Naja, der Mann, der uns Hartz IV beschert hat.
Achso! Hartz! Jetzt kenn ich mich aus. Der ist vorbestraft?
Maxim: Ja, stand neulich in der Zeitung. Wirtschaftsverbrechen, irgendwas. Das ist wie wenn ich jemanden erschieße und dann in die Politik gehe. Ist doch krass. Derjenige, der unser soziales Entlohnungssystem entworfen hat, hat wegen dunkler finanzieller Machenschaften eine Klage am Hals. Zu krass.
(Nico und Maxim schauen sich an) Maxim: Eigentlich haben wir vereinbart, bei dieser Frage aufzustehen ...
... und ich wollte ehrlich gesagt auch nur eure Reaktion sehen. Aber die halbe Stunde ist außerdem eh um ...
Maxim: Ja und ich will noch ein bisschen Sport machen vor der Show. Nico: Und ich muss noch ...
... dem weißen Porzellangott huldigen.
(In diesem Moment betritt DJ Craft den Raum, Maxim und Nico verabschieden sich.)
Hallo Herr Craft – kann ich Dir noch ein paar Fragen stellen?
Hallo! Klar.
Wo ist eigentlich Tarek?
Der schwirrt irgendwo draußen rum ... im Tourbus oder am Gang. Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht genau.
Außer Zigeunermusik und elektronischer Mucke - auf was stehst du noch?
Naja, ich bin recht vielfältig, ich leg so gut wie alles auf. Rock, Metal, Hip Hop, Clubsound ... Rage Against The Machine, AC/DC... was du willst. Fast.
Ein klassischer Party-DJ also?
Ja, genau. Stimmt! (lacht)
Du warst ja gerade noch mit Kollegah als dessen Tour-DJ unterwegs. Was sind die größten Unterschiede zu einer K.I.Z.-Tour?
Also in erster Linie ist natürlich das Publikum sehr viel Hip Hop-lastiger, als die K.I.Z.-Crowd. Kollegah wird live auch immer besser und besser und zieht außerdem immer mehr Leute. Das Publikum bei uns ist aber schon größer, gerade auch, weil bei uns eben alle möglichen Leute auftauchen ... Punks, Rocker, Hip Hopper. Aber das ist cool, da gibts eigentlich nie Stress ... vielleicht gerade deswegen.
Und wie gehts jetzt nach dem Ende von Royalbunker mit K.I.Z. weiter? Bleibt ihr bei Universal und ist Staiger noch euer Mentor?
Klar, der berät uns in so marketingtechnischen Sachen und so. Und er ist ja jetzt nach Royalbunker der Chefredakteur bei rap.de - das kommende K.I.Z.-Album ist das letzte, was noch in Zusammenarbeit mit Royalbunker erscheinen wird. Danach ist dann endgültig Schluss mit RB. Ich denke, wir werden dann in Kooperation mit Vertigo unser eigenes Label gründen, auf dem wir releasen. Aber das sind nur Pläne, davon ist noch nichts in trockenen Tüchern oder so. Jetzt machen wir erst mal das Album fertig!
Gutes Schlusswort – in diesem Sinne: Vielen Dank und eine gute Show heute!
Danke! Ich wünsche dir ebenfalls gute Unterhaltung!
Die Lebendigkeit der toten Crackhuren im Vorprogramm habe ich dann leider verpasst, weil ich noch an der Garderobe mit Rucksack abgeben beschäftigt war. Kurz darauf stürmen Tarek, Nico, Maxim und DJ Craft die Bühne und performen "Geld Essen", während Tausende K.I.Z.-Geldscheine auf das Publikum herunterregnen.
Es folgt eine zweieinhalbstündige Party-Druckwelle: Die neuen Songs rocken, die alten werden fast ausnahmslos mitgegrölt. Und von der Live-Präsenz von K.I.Z. könnte sich die eine oder andere Metal-Band noch eine ganz dicke Scheibe abschneiden.
Ach ja. Hier noch eine ganz persönliche Notiz von mir an denjenigen, der mir das Zeug geklaut und unsere Leser damit fast um dieses Interview gebracht hätte. Ein Live-Mitschnitt von 2007 aus dem Huxley's in Berlin. Werter Garderobenräuber, der hier ist für dich:
| Fr | 01.06.2012 | K.I.Z. Berlin (Wuhlheide) | |
| Sa | 02.06.2012 | K.I.Z. Berlin (Wuhlheide) | |
| Sa | 09.06.2012 | K.I.Z. Vainstream Rockfest (Münster) | |
| Fr | 22.06.2012 | K.I.Z. Hurricane Festival (Scheeßel) | |
| So | 24.06.2012 | K.I.Z. Southside Festival (Neuhausen ob Eck) | |
| Do | 09.08.2012 | K.I.Z. Open Flair Festival (Eschwege) | |
| Fr | 10.08.2012 | K.I.Z. Dresden (Elbufer) |
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