Porträt

laut.de-Biographie

Bloodhound Gang

Schon am Anfang stand der Spaß: 1993 gründen vier Teens in Philadelphia eine Depeche Mode-Coverband. Laut Sänger Jimmy Pop Ali aus reinem Dank an die englischen Synthiestars, weil er bei deren Musik auf Partys die Mädchen am schnellsten zum Entkleiden überreden konnte.

Bloodhound Gang: Evil Jared schändet russische Flagge
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In der Ukraine zog sich der Basser eine russische Flagge durch die Hose. Die Folge: Auftrittsverbot.
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Die Jungs von God lives Underwater, die mit der Bloodhound Gang aufwachsen, zeigen ihnen schließlich den Umgang mit MIDI-Equipment, woraufhin die Band sich bald an eigenen Stücken probiert. Ihr erstes Demo mit dem ironisch-makabren Titel "The Original Motion Picture Soundtrack to Hitler's handicapped Helpers" führt 1994 zur EP "Dingleberry Haze". Sony Music America wagt das Signing mit dem mittlerweile auf fünf Mitglieder aufgestockten Chaotenteam, was zunächst wenig erfolgreich aussieht.

Der Erstling "Use Your Fingers" weist zwar einige gelungenen Stellen auf, beispielsweise bei der Coverversion des Kim Wilde-Klassikers "Kids in America", ansonsten wirkt der Hip Hop-Rock-Crossover aber noch zu statisch und verkauft sich auch eher schlecht. Und natürlich ist Sonys Geduld damit am Ende, was die Band aber nicht weiter stört.

Das Jahr 1996 verbringt man mit den Aufnahmen zu "One Fierce Beer Coaster", dem Album, das sie in Europa schlagartig zu Alternative-Stars machen sollte. Durch ausgiebige Tourneen quer über den Kontinent festigt die Band ihren Ruf als abgedrehte Partycombo, bei der auf der Bühne schonmal der Drummer gewürgt, der Basser ausgezogen oder das Publikum beworfen wird (Gegenstände variieren!). Anfang Oktober 1999 ist es nach monatelangen Vertröstungen endlich soweit; der Longplayer "Hooray For Boobies" wird auf die Menschheit losgelassen.

Bloodhound Gang - Show Us Your Hits
Bloodhound Gang Show Us Your Hits
Lauter Höhepunkte des schlechten Geschmacks.
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Und was da auf ebenjene zukommt, kann zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch gar nicht abgesehen werden. Hysterische Fans, die der Gang Publikumsmassen in nicht gekannten Ausmaßen beschert, Edelmetall-Scheiben, dass es nur so kracht, Preise bei Mainstream-Radiosendern undsoweiterundsofort. Als der große Rummel etwas nachlässt, wird es auch wieder still um die Verrückten. Fanpages sterben ab und musikalisch lassen die Helden auch nichts mehr von sich hören.

Ganze sechs Jahre später ist es dann doch wieder so weit: "Foxtrot Uniform Charlie Kilo" - genau, F.U.C.K. - heißt das erste musikalische Lebenszeichen der Band nach Ewigkeiten. Jimmy Pop ist immer noch mit Kotze besudelt und auch sonst bleibt alles beim Alten. Obwohl: Im Video zur Single spielt die Band in Anzügen. Doch es taucht darin auch Bam Margera im Bananamobil auf. Noch mal Glück gehabt, der Wahnsinn ist nicht vorbei. Das dazugehörige Album erscheint im September 2005 und hört auf den Namen "Hefty Fine". Für die Tour zum Album holt sich die Gang einen neuen Drummer ins Boot. Adam Perry, der zuvor die Stöcke bei A schwang, setzt sich auf den Stuhl.

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Bloodhound Gang - Hefty Fine: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2005 Hefty Fine

Kritik von Vicky Butscher

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Videos

The Inevitable Return Of The Great White Dope
Uhn Tiss Uhn Tiss Uhn Tiss
Foxtrot Uniform Charlie Kilo
Altogether Ooky

Fotogalerien

Überfall auf Konstanz Immer wieder bescheuert: Die Bloodhound Gang live am Bodensee.

Immer wieder bescheuert: Die Bloodhound Gang live am Bodensee., Überfall auf Konstanz | © laut.de (Fotograf: Alexander Cordas) Immer wieder bescheuert: Die Bloodhound Gang live am Bodensee., Überfall auf Konstanz | © laut.de (Fotograf: Alexander Cordas) Immer wieder bescheuert: Die Bloodhound Gang live am Bodensee., Überfall auf Konstanz | © laut.de (Fotograf: Alexander Cordas) Immer wieder bescheuert: Die Bloodhound Gang live am Bodensee., Überfall auf Konstanz | © laut.de (Fotograf: Alexander Cordas)

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