Porträt

laut.de-Biographie

A

Um sich im Alphabet prominent zu platzieren, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder, man setzt sich mit Abstand ans Ende (ZZ Top), oder man pflanzt sich ganz vorne hin. Genau das haben A bei der Wahl ihres Bandnamens gemacht. Es gibt keinen Namen, der vor A kommt, was dazu führt, dass Leute, die sich alphabetisch durchs Plattenregal kämpfen, zunächst auf die Engländer stoßen.

Die drei Brüder Jason, Adam und Giles Perry wachsen in Leeds auf und beschließen irgendwann, eine Band zu gründen. Die essentielle Frage ist nicht etwa, welche Art von Musik sie spielen, sondern wer welches Instrument bedienen soll. Schließlich einigten sie sich darauf, dass Jason ans Mikro geht, Adam die Schießbude bedient und Giles sich hinters Keyboard pflanzt. So weit so gut, aber drei Brüder machen noch keine Band und so holen sie sich mit Daniel P. Carter und Mark Chapman einen Bassisten beziehungsweise Gitarristen an Bord. Mit dieser Formation jammen sie eine Weile durch die Gegend und werden sogleich von London Records unter Vertrag genommen. Mit der Single "Five In The Morning" machen sie sich zum ersten Mal auf und touren durch die Gegend, unter anderem als Support der Sex Pistols. Das folgende Debüt "How Ace Are Buildings" spielen sie unter der Regie von Offspring-Produzent Thom Wilson in Kalifornien ein.

Die Tatsache, dass sie sich für die Aufnahmen in den Staaten herum treiben, sorgt wohl mit dafür, dass viele dem Irrtum erliegen und die Band ob ihrer Mucke in den Vereinigten Dingsdas ansiedeln würden. Aber nix da. Die fünf sind waschechte Engländer, haben aber - laut eigenen Aussagen - keine Bindung zu dem, was aus dem Königreich an Musik in die weite Welt hinaus schallt. Ihr musikalischer Mix aus so ziemlich allen Alternative-Spielarten lässt sich nur schwer in eine feste Schublade einordnen und so stecken viele A in die Pop-Punk Sparte. Aus dieser können sie sich auch mit dem zweiten Album "Monkey Kong" nicht recht lösen. Obwohl ihnen mit "I Love Lake Tahoe" ein mittelschwerer Hit in Europa gelingt, der gar nix mit Punk am Hut hat. Die Single macht sie etwas populärer, ohne jedoch einen großen Hype zu entfachen.

Ihr Bekanntheitsgrad steigt, nicht zuletzt aufgrund ausgiebiger Touren mit der Bloodhound Gang. Mit den Spaßvögeln verbindet die Band mittlerweile eine Freundschaft, die gelegentlich zu skurrilen Szenen führt: Jason Perry besucht seinen Freund Jimmy Pop Ali, der ihm offenbart, dass sie heute zu einem Konzert von Freunden gehen werden. Die Freunde sind N Sync und plötzlich stehen die beiden in einem Fußballstadion zusammen mit 80.000 kreischender Teenies.

Die langen, fast ununterbrochenen Touren machen sich aber auch negativ bemerkbar. Jason verliert komplett seine Stimme und es ist einige Zeit unklar, ob er überhaupt wieder wird singen können. Aber die Band versinkt dadurch nicht im Jammertal, ganz im Gegenteil. Frisch auskuriert machen sich Jason und co. an die Arbeit für den Nachfolger von "Monkey Kong". Im April 2002 steht dann mit "Hifi Serious" ein kräftiges Ausrufezeichen in Punkto Power-Rock in den Läden. Zusammen mit den Toten Hosen gehen sie wieder einmal auf eine Support-Tour, schieben aber auch einige kleine Headliner-Gigs dazwischen.

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A - Hi-Fi Serious: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Hi-Fi Serious

Kritik von Alexander Cordas

Mit diesem Release können A ihren Namen um ein Ausrufezeichen verlängern! (0 Kommentare)

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