Porträt

laut.de-Biographie

Kim Wilde

Ihre Hitsingles "Kids In America" und "Cambodia" finden sich heute auf jeder Compilation, die die Anstrengung unternimmt, einen Hauch von New Wave einzufangen. Doch es sind nicht nur die eingängigen Synthie-Pop-Melodien, die Kim Wilde zu Beginn der 80er an die Spitze der Charts bringen. Keine Frage: Sex sells. Und Kim Wilde hat(te) mehr als genug davon. Doch bei aller aufreizenden Schönheit bleibt sie, ganz dem Spirit der New Romantics verpflichtet, immer in unerreichbarer Ferne, pflegt ihr Image der schmachtenden Beauty.

Kim Wilde: "Ich brauche diesen Popzirkus nicht mehr" Aktuelle News
Kim Wilde "Ich brauche diesen Popzirkus nicht mehr"
Einst eine der erfolgreichsten Pop-Sängerinnen der Welt, kehrt die heutige Gartenbau-Expertin Kim Wilde nun wieder in ihren alten Beruf zurück. laut.de traf die Britin vor ihrem Auftritt in Zürich.

Am 18. November 1960 in Chiswick, Großbritannien geboren, liest sich ihr Werdegang wie eine unglaubliche Erfolgsstory. Mit zwanzig unterschreibt sie ihren ersten Plattenvertrag und findet sich rund ein Jahr später mit den Synthie-Dance-Tracks "Kids In America" und "Cambodia" in den Top Ten wieder. Das im selben Jahr veröffentlichte selbstbetitelte Debütalbum festigt ihren Status als Popqueen neben Cyndi Lauper und Blondie.

Als die Alben "Select" (1982) und "Catch As Catch Can" (1983) nicht mehr an die Erfolge des Debüts anknüpfen können spielt Wilde offener mit ihrem Sexappeal, wie sich auf dem '84er Album "Teases & Dares" beobachten lässt. Trotzdem wird die Single "The Second Time" nur ein mittelgroßer Erfolg und es dauert weitere zwei Jahre, bis Kim Wilde mit "You Keep Me Hanging On", einer Coverversion der Supremes, wieder in aller Munde und folglich auch in den Charts zu finden ist. Nachdem Hi-NRG nicht mehr ausschließlich den Takt auf dem Dancefloor angibt, orientiert sich auch Wilde immer mehr in Richtung Mainstream Pop um.

"Another Step (Closer To You)", ein Duett mit Junior Giscombe von 1987, läutet diese Phase in Wildes Karriere ein. Mit ihren Alben "Close", und "Love Is ..." geht sie ihren Weg weiter, feiert aber nur noch mit "You Came" einen Charterfolg alter Kategorien. Vor großem Publikum performt sie 1988 als Vorgruppe von Michael Jackson und David Bowie (1990). 1992 meldet sie sich noch einmal mit dem Album "Love Is ..." zurück, das aber floppt. Nicht besser ergeht es dem Nachfolger 1995. Daher strebt sie im Februar 1996 neue Berufswege an: Ein Jahr lang spielt sie in der englischen Produktion des Musicals Tommy. Außerdem heiratet sie Hal Fowler, der ihr zwei Kinder schenkt.

Kim Wilde - Wilde Winter Songbook
Kim Wilde Wilde Winter Songbook
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Die Mutterrolle lässt ihr dennoch genügend Zeit, sich republikweit als Landschaftsgärtnerin zu outen. Channel 4 strahlt ihre Gartenserie "Garden Invaders" aus und zeigt die einstige Pop-Queen recht unglamourös in Gummistiefeln und mit Gießkanne. Vom großen 80s-Revival-Kuchen will aber auch die Naturfreundin ein Stück abhaben. 2001 geht sie erstmals wieder auf erfolgreiche UK-Tour im Paket mit anderen Wieder-Auferstandenen (u.a. Curiousity Killed The Cat, T'Pau, Paul Young!) 2002 wiederholt sich der Spaß. Dieses Mal mit The Human League, Dollar und Visage. Im Oktober 2002 steht sie in Frankfurt beim Nena-Jubiläumskonzert mit auf der Bühne, bei dem auch Udo Lindenberg und Rosenstolz teilnehmen. Ab und an ist sie danach in Achtziger Revival-Shows zu sehen und steht sporadisch auf der Bühne.

Hoch in die deutschen Charts katapultiert sie im Jahre 2003 das erfolgreiche Duett mit ihrem deutschen 80er-Pendant Nena. "Anyplace, Anywhere, Anytime" rückt Kim Wilde nicht nur zurück ins Rampenlicht, sondern beschert ihr auch einen neuen Plattenvertrag mit EMI/Capitol. Das Comebackalbum mit dem programmatischen Titel "Never Say Never", eine Mischung aus neuen Songs und aufgepeppten alten Hits, erscheint im Spätsommer 2006. Als Produzent fungierte Nena-Intimus und Popstars-Jurymitglied Uwe Fahrenkrog-Petersen. Im Februar 2007 geht sie erstmals seit Anfang der 90er wieder auf Tournee, die sie auch zu vier Konzerten nach Deutschland führt.

Kim begeistert dabei nicht nur die alten Fans. 2008 tritt sie im Rahmen der Nokia Night Of The Proms-Showreihe auf. 2009 setzt die Sängerin ihre Europatournee fort. Mit den Göteborger Rockern von Fibes, Oh Fibes! spielt sie im selben Jahr die Single "Run To You" ein, und landet damit in in den schwedischen Charts auf Rang 30.

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Die Gartenbau-Expertin über Pop-Kollegen aus den 80ern und junge Bewunderer.

2010 erscheint mit "Come Out And Play" ein brandneues Studioalbum, das sich als kommerziell äußerst erfolgreich erweist. Auf dem 2011 herausgebrachten Longplayer "Snapshots" covert Kim eine Reihe persönlicher Songfavoriten aus dem Fundus von beispielsweise Mike Oldfield, David Bowie oder Dionne Warwick.

Besonders in Deutschland bleibt Kim Wilde dank zahlreicher TV- und Festivalauftritte weiterhin präsent. Im August 2012 führt sie eine kleine Tour auch nach Ungarn und Belgien. Der 80er-Ikonenstatus, der der Künstlerin längst anhaftet, belegen eine Reihe von Tributes. Das Album "Grey To Fade" der englischen Singer/Songwriterin Charlotte Hatherley enthält einen Songs namens "Kim Wilde".

Ebenfalls nur schlicht mit Kims Namen betitelt, nimmt die ostdeutsche Punkband Feeling B eine eigene Nummer auf. Der französische Popstar Laurent Voulzy erweist seine Referenz mit dem Titel "Les Nuits Sans Kim Wilde". Und im einem Comicstrip des iranischen Zeichners Marjane Satrapi dient die Sängerin als Inspiration für ein junges Mädchen in Teheran.

Von der Wave-Ikone hin zur Popsängerin: die Musik von Kim Wilde bietet über die Karriere-Jahrzehnte einen guten Überblick über verschiedenste Musikstile und Zeitgeist-Trends. Dank ihrer nasalen, aber stets einnehmenden Singstimme erhalten viele Songs einen charmanten Anstrich.

Interviews

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Kim Wilde - Snapshots: Album-Cover
  • Leserwertung: 3 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2011 Snapshots

Kritik von Artur Schulz

Solides Cover-Album ohne große Höhepunkte. (0 Kommentare)

Videos

Who Do You Think You Are
Say You Really Want Me
Love Is Holy
Never Trust A Stranger

Fotogalerien

Pressefotos Kim Wilde im Mai 2006, frisch fürs Comeback gestylt.

Kim Wilde im Mai 2006, frisch fürs Comeback gestylt., Pressefotos | © EMI/Capitol (Fotograf: Sebastian Schmidt) Kim Wilde im Mai 2006, frisch fürs Comeback gestylt., Pressefotos | © EMI/Capitol (Fotograf: Sebastian Schmidt) Kim Wilde im Mai 2006, frisch fürs Comeback gestylt., Pressefotos | © EMI/Capitol (Fotograf: Sebastian Schmidt) Kim Wilde im Mai 2006, frisch fürs Comeback gestylt., Pressefotos | © EMI/Capitol (Fotograf: Sebastian Schmidt)
  • KimWilde.com

    Offizielle Artist-Seite der 80er-Ikone auf deutsch und englisch.

    http://www.kimwilde.com/
  • Rainers Kim Wilde-Fanpage

    Deutschsprachige Fanseite. Guter Inhalt, dürftiges Layout.

    http://www.kimwilde.de/
  • Kim Wilde TV

    Ebenfalls sehr sehr umfangreich, auch wenn die Navigation etwas umständlich ist.

    http://www.kimwildetv.com/
  • Kim WIlde Net

    Schöne deutsche Fanpage von Yvonne Hendrich.

    http://www.kim-wilde.net
  • Official Kim Wilde

    Für Facebook-Freunde.

    http://www.facebook.com/officialkimwilde

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