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Fettes Brot sind drei Vorstadtrapper aus der Elb-Metropole Hamburg, namentlich Doktor Renz (Martin Vandreier, geboren am 23.07.74), König Boris (Boris Lauterbach, 18.06.74) und Schiffmeister (Björn Warns, 20.5.73). Nachdem sich 1992 die Hip Hop-Band Poets Of Peeze auflöst, gründen deren Mitglieder Doktor Renz und Tobi (von Der Tobi & das Bo sowie Fünf Sterne Deluxe) mit König Boris und Schiffmeister das Fette Brot. Tobi verlässt die Band später - gelegentliche Kooperationen sind damit aber schon vorprogrammiert.
Ihre erste EP "Mitschnacker" veröffentlichen die Brote 1994 beim Hamburger Label Yo Mama. Doch der große Durchbruch kommt erst mit ihrer Platt-Hymne "Nordisch By Nature" und der dazugehörigen LP "Auf Einem Auge Blöd". "Neunzehnsechsundneunzig" ist es dann endgültig soweit und die Fetten Brote reihen sich mit "Jein" in die erste Riege der deutschen Sprechsänger ein. Mit "Außen Top Hits, Innen Geschmack" festigen sie die erreichte Stellung.
1998 veröffentlichen die Hamburger "Marxistenkinder" schon ihre dritte Scheibe "Fettes Brot Lässt Grüssen". Renz trennt sich im Zuge des Albums endgültig von seinem Markenzeichen, den Rastas. Aller Erfolge zum Trotz setzen sie die eigene Radiosendung "Forellentee" beim Berliner Sender Fritz leider wieder ab, vermutlich um sich voll und ganz auf die UEFA-Cup-Pläne "ihres" SUS Waldenau (leider ziemlich aussichtslos) zu konzentrieren.
Nach einem Big-Band-Soul-Intermezzo mit Swingmeister James Last im Jahr 1999 ("Ruf Mich An") geht mit "Da Draußen" eine Single ins Rennen, die sich auf der B-Seiten und Raritätensammlung "Fettes Brot Für Die Welt" wieder findet. Derweil konzentrieren sich die Brote schon auf das nächste Studioalbum "Demotape", das im Oktober 2001 erscheint. Diesmal gibt's als Belag allerdings nicht nur Schinken, sondern Lachs ...
Im November 2002 erscheint der nächste Clou der drei Nordlichter. Die Compilation "Amnesie - 16 Singles Gegen Das Vergessen" zeigt, dass Fettes Brot es musikalisch drauf haben, auch wenn sie in ihren Texten öfter schelmisch mit dem Auge zwinkern. Damit ist es spätestens auf der Anti-Schill-Nummer "Tanzerverbot - Schill To Hell" vorbei, bei der sie Bela B. unterstützt. Denn hier geht es darum, eine Botschaft zu verbreiten. Auch das Rio Reiser-Cover "Ich Bin Müde" gelingt den Jungs von der Waterkant vorzüglich.
Richtig fett ins Geschäft poltern Fettes Brot erst 2005 wieder, als sie im Februar mit ihrer spritzigen Single "Emanuela" am "Bundesvision Song Contest" von Stefan Raab teilnehmen. In der Endausscheidung schaffen sie einen fulminanten zweiten Platz. Noch im selben Jahr erscheint das Album "Am Wasser Gebaut", mit dem die Brote Ausflüge in Richtung R'n'B unternehmen und auch Latino-Einflüsse zulassen. Mehr Pop, weniger Rap.
2005 sind alle drei über 30, auf Rente stehen die Zeichen bei den Hamburgern aber nicht. Im Gegenteil: Vor der Veröffentlichung ihres nächsten Albums gründeten sie das hauseigene Label "Fettes Brot Schallplatten". Die Band selbst nennt die Firma eine "selbstausbeuterische Gesellschaft mit beschränkter Haftung". Ein erstes Signing lässt sich auf jeden Fall recht geheimnisvoll an: Hinter der ersten Single von d.o.c.h.! zumindest scheinen Fettes Brot selbst zu stecken.
Diese Vermutung bewahrheitet sich, kurz bevor ein Album der Band erscheinen soll. d.o.c.h.! sind frei erfunden. Fettes Brot geht derweil 2007 mit Band unter dem Namen Bette Frost auf Tour, im Dezember wird ein neues Studioalbum für März 2008 angekündigt. Es wird den Namen "Strom Und Drang" tragen. Die Tour zur Platte führt das Trio im April und Mai durch den deutschsprachigen Raum.
Nach weiteren Club-Shows und einer ausgiebigen Festival-Tour im Jahr 2009, beschließt das Trio die vergangenen Konzert-Erlebnisse ein Jahr später in Form zweier Live-Alben ("Fettes", "Brot") festzuhalten.
Im selben Jahr schocken die Hamburger ihre Anhängerschaft mit der Ankündigung einer unbefristeten Pause der Band. Zwei Jahre später wagt sich König Boris alias Der König Tanzt aufs Solo-Parkett.
2013 sind Fettes Brot aber schon wieder vereint und schicken mit "KussKussKuss" einen Vorboten des Comebackalbums ins Rennen.
Fettes Brot über Steuerflucht, sexy Live-Alben und Castingshows.
Anlässlich der exklusiven Radio NRJ Live-Session treffe ich die drei Hamburger gut gelaunt und bei bestem Frühlingswetter in der Lounge des altehrwürdigen Zürcher Kaufleuten, erste Adresse für Parties der Zürcher High Society (oder Leute, die sich wohl gerne dazu zählen würden). König Boris, Doktor Renz und der Schiffmeister sind wie immer gesprächig und auch in ihrem 18. Bandjahr sichtlich froh, wieder auf Tour gehen zu können.
Als momentaner Exilschweizer spreche ich sie sogleich auf die doch etwas strapazierten Verhältnisse einiger Eidgenossen mit dem "großen Kanton" Deutschland an. Alles halb so wild, man hat sich im Grunde genommen doch (zumindest heimlich) immer noch gern.
Ihr habt es vielleicht mitbekommen: Das Schweizer Bankgeheimnis ist unter Attacke, Steuerflucht vielgenanntes Schlagwort und Steuersündiger zeigen sich vermehrt selbst an. Habt ihr euren Ausflug nach Zürich gleich damit verbinden können, euer eigenes Schließfach auszuräumen?
König Boris: Auszuräumen? Wir müssen zuerst einmal eins einräumen!
Doktor Renz: Aus Angst vor Entdeckungen meinst du? Mir hat das tatsächlich mal jemand angeboten, so ein Typ, mit dem ich irgendeinmal - zum Glück - nur kurz zu tun hatte, dass man eine Scheinfirma in der Schweiz gründen könnte, um dadurch deutlich Steuern zu sparen. Ich fand es damals kurzzeitig verlockend, aber auch sehr, sehr unseriös. Ich habe mich irgendwie sehr unwohl gefühlt!
Leider ist in letzter Zeit bei einigen Leuten in der Schweiz "German Bashing" zum richtigen Volkssport geworden. Habt ihr damit auch schon Erfahrungen gesammelt?
König Boris: Nein, wir sind ja privilegiert und insofern behandelt man uns anständig. Wir müssen hier ja nicht in Kneipen jobben!
Also habt ihr keine Angst, hier in Zürich aufzutreten?
König Boris: Noch nicht!
Doktor Renz: Wie ist es denn für die Deutschen, die hier in Zürich leben? Es sind doch viele, oder?
Es kommen tatsächlich immer mehr. Einige Schweizer haben darum Angst, dass ihre Spitzenjobs von deutschen Einwanderern quasi weggenommen werden. Man sprach auch schon vom "deutschen Filz" an den Universitäten.
Schiffmeister: Herzlich willkommen in der Realität, würde ich da sagen! Aber was die Musik angeht, habe ich schon den Eindruck, dass es in den letzten Jahren in der Musiklandschaft Schweiz ein größeres Selbstvertrauen gegeben hat, mehr Bands und mehr Eigenständigkeit. Vielleicht gibt es deswegen die Tendenz zu sagen, warum brauchen wir noch eine andere deutschsprachige Band...
König Boris: Die doofen Deutschen!
Schiffmeister: ...wenn wir selber eine Schwiizerdütsch-Band haben, die das viel besser macht. Aber ich hab da jetzt keine großen Feindschaften oder so was.
Ich denke auch nicht, dass das Schweizer Publikum reservierter wird gegenüber deutschen Bands.
Doktor Renz: Wir fühlen uns hier immer sehr warm willkommen geheißen. Das Publikum kommt anscheinend gerne zu uns und wir kommen gerne in die Schweiz
Hattet ihr irgendwelche prägende Erlebnisse in der Schweiz?
Schiffmeister: Das erste Mal in der Schweiz waren wir während der Klasse von 95-Tour. Da habe ich auch zum ersten Mal in meinem Leben überhaupt Berge gesehen! Insofern war es für mich schon ein relativ prägendes Erlebnis.
Doktor Renz: Ein ganz toller Moment war, als wir in der Roten Fabrik in Zürich gespielt haben und dann Nordisch By Nature anstimmen und eigentlich denken, jetzt fliegt der Quatsch spätestens auf, jetzt versteht keiner mehr ein Wort. Und dann rappen da wirklich Leute diesen plattdeutschen Text mit, den sie garantiert nicht verstanden haben, sondern nur lautmalerisch imitieren konnten.
König Boris: Ein ganz anderer toller Moment war als wir in Bern oder Basel - ich weiß nicht mehr so genau wo - gemerkt haben, dass das Hotel, in dem wir untergebracht waren, eine Strip-Bar war. Als wir an der Hotelbar noch ein Bier trinken wollten, standen plötzlich ein Haufen nackter Frauen um uns.
Doktor Renz: So ist es bis heute geblieben!
Schiffmeister: Du hast recht, ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen, dass uns erst jetzt bewusst geworden ist, dass wir mit dieser Band live tatsächlich etwas machen, was sich von den Dingen im Studio doch sehr unterscheidet! "Jein" ist das beste Beispiel. Dies ist uns irgendwann bewusst geworden und war ausschlaggebend dafür zu sagen: Jetzt wäre es an der Zeit, das festzuhalten, was wir live auf der Bühne machen.
Doktor Renz: Wir haben uns tatsächlich lange geziert und fanden den Gedanken an ein Live-Album nicht wahnsinnig sexy. Wir dachten, es muss sich schon einiges von der Originalversion auf Platte unterscheiden, damit es sich lohnt eine Live-Version zu veröffentlichen. Als uns dann klar wurde, dass wir diesen Punkt erreicht haben, hat unsere Steuerberaterin es sehr schön auf den Punkt gebracht: Das war übernotwendig!
Waren die Tourneen 08/09 so außerordentlich speziell, um sie auf Platte zu festigen?
Doktor Renz: Ich würde behaupten, so gut waren wir noch nie!
Wieso veröffentlicht ihr gleich zwei Live-Alben auf einmal? Spielt da ein bisschen Größenwahn mit?
König Boris: Spielt der mit?
Doktor Renz: Größenwahn?
König Boris: Unbedingt!
Oder gar der Ruf des Geldes?
König Boris: Nein, ich denke nicht, dass man dabei besonders viel mehr Geld verdienen würde. Wir müssen ja auch zweimal Covers drucken, Booklets machen und CDs pressen.
Schiffmeister: Bei einer Doppel-CD wäre wahrscheinlich mehr Geld am Ende übrig.
König Boris: Uns geht es eher um den künstlerischen Aspekt. Wir wollten nicht ein typisches Doppelalbum rausbringen, sondern zwei eigenständige CDs. Das hat zuletzt Guns'n'Roses gemacht, was auch schon zehn Jahre her ist. Dieser Gedanke der Dualität ist uns sehr wichtig: Wir haben zwei Videos produziert, zwei Singles rausgebracht. Es gibt zwei Blogs, den blauen und den orangen. Dies so aufzuziehen fanden wir sehr reizvoll.
Ich finde die rearrangierten Versionen eurer Songs beeindruckend, fetter Sound, hammer Soundqualität. Wie habt ihr in "Das Nervenkostüm" eine Band gefunden, die eure Songs so gut orchestriert? Kennt man sich schon lange?
Schiffmeister: Die haben wir nach und nach von der Straße aufgelesen! Mit einer der ersten war auf jeden Fall Pauli, unser DJ. Die meisten Leute sind aus unserem Umfeld und kannten sich zum Teil schon vorher. Es war uns wichtig und immer ein Wunsch keine bezahlten Mucker mitzunehmen, die nur da stehen und die Sachen einfach runterspielen.
In dem Moment müssen wir das Interview kurz unterbrechen. Die Band hat im Nebenraum mit dem Soundcheck begonnen und strapaziert daher auch mein eigenes "Nervenkostüm" beachtlich. Dass die Türe immer wieder aufgeht, trägt seinen Teil dazu bei, dass ein Gespräch in normaler Lautstärke beinahe unmöglich war. Leider lässt sich kein anderer Raum finden, so rücken wir ein wenig näher ums Mikro zusammen.
Doktor Renz: Ist ganz schön laut.de!
Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, mein Kollege schrieb in der Rezension von "Fettes Brot" von "erstaunlich rockig". War dies gewollt? Wird das nächste Album auch so klingen, oder war das nur für die Liveshow gedacht?
Schiffmeister: Gedacht war es eigentlich gar nicht. Es ist tatsächlich eher zusammen mit den Musikern entstanden und wurde so zum Klangbild. Natürlich ist es toll auch ordentlich Alarm zu machen, wenn man mit so vielen Leuten auf der Bühne steht. Dann wird das vielleicht auch ein wenig rockiger.
König Boris: Aber es gibt genauso soulige Anteile und ruhigere Momente. Ich glaube, wir sind auch Typen, die immer schon mit Rockmusik sozialisiert wurden. Wir haben nicht immer nur Rapmusik gehört, sondern auch viel Punkrock und Gitarrenmusik.
Wird man auf eurer kommenden Deutschland-Tour neue Songs zu hören bekommen?
Schiffmeister: Es wird keine neuen brandneuen Songs geben, aber sicherlich andere Songs als die, welche man bisher auf den Alben hören konnte. Es wird sozusagen eine Erweiterung geben.
König Boris: Ich hab mir schon gedacht, dass sie gewinnen würde, auf jeden Fall war ich nicht überrascht. Sie stach sehr hervor durch ihre Art und Weise, aufzutreten und Songs für sich zu interpretieren. Ich glaube, sie wird auf jeden Fall ihren Weg gehen. Sie hat einen eigenen Kopf und macht nicht jeden Scheiß mit. Ich glaube, sie weiß was sie will. Insofern kann ich ihr nur alles Gute wünschen. Was sie macht, könnte ganz erfrischend sein.
Denkst du, dass Raabs Format Zukunft hat? Anscheinend lässt sich auch mit Casting-untypischen Leuten Geld verdienen...
König Boris: Grundsätzlich finde ich Bands, die sich abseits von Castingformaten gründen, angenehmer und ursprünglicher. Wenn jemand den inneren Drang verspürt, Musik zu machen, dann sollte er es einfach machen ohne sich vor eine Jury zu stellen. Wenn es doch eine Jury sein soll, dann ist Raabs Show eine ganz okaye Alternative zu dem sonstigen Castingtrash. Es geht dort nicht darum, irgendwelche ekligen Geschichten aus der Vergangenheit auszubuddeln und Leute im Fernsehen vorzuführen.
Siehe DSDS...
König Boris: Genau, das macht mir überhaupt keinen Spaß. Deshalb habe ich bei Raab mitgemacht. Da geht es um die Musik und nicht darum, junge Leute lächerlich zu machen.
Doktor Renz: Man könnte aus dieser Sendung die Inspiration ziehen, dass es viele junge Leute gibt, die interessante neue Stimmen sein und sich tolle neue Musik ausdenken können. Man könnte die Idee aufgreifen, Nachwuchskünstlern mehr Plätze in deutschen Fernsehformaten einzuräumen. Eine prominente Show zur besten Sendezeit macht letztendlich den Erfolg aus. Bei all dem Grand-Prix-Hype ist ein großer Teil des Erfolgs sicherlich auch, dass es nun im Fernsehen zu einer Zeit Musik gibt, während der sonst wenig Musik läuft - außer Volksmusik!
Schiffmeister: Ich möchte trotzdem als kritische Bemerkung anfügen, dass ich das Prinzip seltsam und fragwürdig finde, vor einer Jury aufzutreten - wie auch immer sie zusammengesetzt ist - und das Publikum abstimmen lässt, ob die Musik gut oder schlecht ist. Es ist ein falsches Bild, wenn man als junger Mensch, der gerne Musik machen möchte, irgendwo hingeht um sich bewerten zu lassen. Darum geht es gar nicht. Viel wichtiger wäre mir, dass man eine Vorstellung davon hat, was man gerne machen möchte. Man sollte einen Traum haben und die richtigen Leute suchen, mit denen man das machen kann. Sein Ding einfach durchziehen, ohne sich gleich zu fragen: "Mache ich denn alles richtig, sag mir bitte, ob ich es so mach, wie ihr das wünscht." Das finde ich komisch.
Doktor Renz: Selbst wenn die Jury teilweise so nett ist wie König Boris!
Eine ganz andere Frage: Bushidos Filmbiographie "Zeiten Ändern Dich" erntete vernichtende Kritiken und wird von einigen als kompletter Sell-Out des eigenen Lebens angesehen. Was haltet ihr von solchen Projekten?
König Boris: Ich finde, grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, wenn jemand eine interessante Lebensgeschichte hat und Lust hat einen Film zu machen. Es kommt jedoch darauf an – wie bei allen künstlerischen Dingen – welche Motivation dahinter steckt. Wenn die Motivation jene ist, einen geilen Film zu machen, der etwas aussagt und die Leute bewegt, man also Kunst machen will, dann ist das grundsätzlich nichts schlechtes. Wenn es ausschließlich darum geht, Geld zu verdienen und sich zu vermarkten, ist es uninteressant – im besten Falle.
Könnt ihr euch auch vorstellen, eine Filmbiographie über Fettes Brot zu machen? Wie würde die aussehen?
König Boris: Anders, auf jeden Fall!
Doktor Renz: Teurer produziert!
König Boris: Von Roland Emmerich! Nein, solch einen konkreten Weg gibt es bei uns nicht.
Schiffmeister: Es würde sicherlich einen verzwirbelteren Ansatz haben.
Wird St. Pauli den Aufstieg schaffen? Im letzten Laut-Interview sagtet ihr, realistisch betrachtet, eher nein...
Doktor Renz: Haben wir das wirklich gesagt? St. Pauli hat sich ja eine kurze Schwächephase erlaubt. Wir waren live dabei, als sie 3:0 gegen Kaiserslautern verloren haben, das war ein bitterer Moment. Wir haben die Hoffnung, dass es gerade noch rechtzeitig war um die Kurve zu kriegen. St. Pauli hat definitiv gute Chancen, nicht in die Relegation zu müssen.
König Boris: Noch haben wir es selber in der Hand, wir brauchen noch einen Punkt auf den zweiten, Augsburg ist noch zu spielen...
Schiffmeister: Das würde ein Fest werden! Wenn wir gegen Augsburg gewinnen, gebe ich einen aus.
Doktor Renz: Nur einen!
Fettes Brot sind seit geraumer Zeit eine der erfolgreichen Hip Hop-Bands in Deutschland, zugleich lassen sie sich nicht als reine Hip Hop-Band definieren. Ein Widerspruch? Lest selbst.
Sie sind entspannt, sie sind gut gelaunt. Genauso wie man sich Fettes Brot vorstellt. Ein aufregender Moment, wenn man den Helden der eigenen Jugend gegenüber steht. Im norddeutschen Flachland, wo außer einer Änderung der Windstärke selten mal was passiert, war "Nordisch By Nature" wesentlich wichtiger als beispielsweise "Die Da". Wie weit die Herren Vandreier, Lauterbach und Warns seitdem gekommen sind, zeigt sich, als das Thema Alter auf den Tisch kommt. Doch zuerst zeigen sie sich von ihrer betont unernsten Seite. Doktor Renz (die drei werden im Interview mit ihren wohl geläufigsten Namensvariationen Doktor Renz, Schiffmeister und König Boris angesprochen) horcht beim Nennen des Mediums laut.de auf und meint: "Da hab ich heute morgen die Plattenkritik zu 'Am Wasser Gebaut' gelesen. Da hat einer was von 'Buena Vista Brote Club' oder so geschrieben. Hat das was mit der Musik zu tun?" Ein guter Einstieg, den ich so ähnlich auch vorgesehen hatte. Wir einigen uns darauf, dass ich diese wunderschöne Anfangsfrage übernehmen darf. Danke, Herr Rektor!
Mein Kollege Benjamin Fuchs, der eure Platte besprochen hat, schrieb im Hinblick auf eure Salsa- oder Merengue-Einflüsse vom "Buena Vista Brote Club". Ist der Original-Social Club ein Einfluss für euch?
Schiffmeister: Das ist mir völlig unerklärlich! Ich finde, dass an Fettes-Brot-Musik deutlich zu hören ist, was ihre musikalischen Inspirationen sind. Bei manchen Liedern führt das zu so einer wahnsinnigen Vermengung verschiedener Musikstile, wie bei "Emanuela" beispielsweise, wo man am Ende dann gar nicht mehr weiß, was für Musik das ist oder woher das kommt. Woher allerdings die lateinamerikanischen Einflüsse kommen, ist mir ein Rätsel. Ich weiß es nicht. Ich selbst habe ja den Song "Kuba" gemacht, dabei habe ich mich, glaube ich, an die Idee der kubanischen Musik geklammert. Oder daran orientiert. Darum ist das dann so geworden. Aber lateinamerikanische Musik hören wir privat nicht oft .
(König Boris gähnt demonstrativ herzhaft.)
Diese Buena-Vista-Geschichte ist ja schon ein paar Jährchen her, der Hype kann euch also kaum allzu sehr beeinflusst haben ...
Doktor Renz: Ich finde jetzt auch nicht, dass das so sehr nach Buena Vista klingt.
Aber die exotischen Einflüsse sind ja nicht von der Hand zu weisen. Hat das vielleicht was mit dem subtropischen Klima Hamburgs zu tun?
König Boris: Vielleicht liegt das an unserer Suche nach Wärme und Sonne, die wir in Hamburg nicht bekommen.
Die Musik als Flucht aus der Realität also.
DR: Ich hab zum Beispiel einen Nachtspeicherofen bei mir in der Wohnung, und der fällt manchmal aus. Dann wird es bitterkalt.
Und in so einer Situation schreibt man dann solche Songs.
DR: Vielleicht.
Wie läuft denn die Tour bis jetzt? So lange seid ihr ja noch nicht unterwegs.
DR: Wir waren bis jetzt in Lüneburg, Kiel und Bremen, und es waren alle drei ziemlich atemberaubende Konzerte.
KB: Es läuft sehr gut, wir spielen große Hallen, die Leute wollen uns sehen. Das freut uns sehr.
"Emanuela" hat euch sicher dabei geholfen, die Tour so gut losgehen zu lassen, oder?
DR: Ich habe schon das Gefühl, dass sehr viele Fans uns schon lange kennen. Es ist eine sehr angenehme Mischung von Leuten, einige die noch nicht so lange Fans sein können, und auch Menschen, die teilweise älter sind als wir. Kaum vorstellbar.
Es fällt ja schon auf, dass ihr das letzte Mal nebenan im kleineren Columbia-Fritz gespielt habt und dieses Mal seid ihr wieder in der Columbiahalle.
KB: Aber auf dem zweiten Teil der "Demotape"-Tour haben wir auch hier gespielt.
DR: Das Problem in Berlin ist, dass es größenmäßig zwischen dem Columbia-Fritz und dem Huxleys nix gibt. Und damals war das Huxleys sogar noch geschlossen.
KB: Aber anstatt eine neue Halle zu bauen, haben wir uns gedacht, nehmen wir halt die Columbiahalle.
Dann habt ihr wahrscheinlich das Paket mit dem Flughafen gemietet, oder?
SM: Das ist natürlich der Vorteil von der Columbiahalle. Nach der Show steht gleich gegenüber der Hubschrauber mit drehenden Rotoren.
Der Erfolg von "Emanuela" ist doch schon ein wenig überraschend. Wann kam der Zeitpunkt, an dem ihr gemerkt habt, dass das doch eine Nummer größer wird?
SM: Beim Bundesvision-Songcontest habe ich mich schon ganz schön gewundert. Ich wusste ja auch, dass es in Deutschland ganz viele tolle Fans der Band Fettes Brot gibt, aber ich habe einfach gedacht, dass der Song so sperrig daherkommt, dass man eine Weile braucht, um zu verstehen: Was ist das denn wieder für ein Wesen? Dieses "Emanuela"? Auf ner Party, einer Fettes-Brot-Party, haben wir den Song schon mal getestet, und da war die Reaktion auch eher so: riesengroße Verwirrung! Beim Bundesvision-Songcontest war das ähnlich. Die Leute kannten den Song gar nicht, das Video lief vielleicht eine Woche vorher ...
DR: ... und auf ein paar Radiostationen ...
KB: ... aber nicht viel ...
SM: ... aber es fing gerade erst an, sich ein bisschen rumzusprechen, dass wir wieder eine neue Single haben. Da war ich dann schon erstaunt, dass wir auf Platz Zwei gelandet sind. Da müssen ja schon viele Leute für uns angerufen haben.
DR: Auch in der Halle, wie die Leute abgegangen sind. Das ist eine große Halle da in Oberhausen.
KB: Da hatten wir dann schon eine leise Ahnung, das könnte eventuell ganz gut laufen, aber das wir die achte Woche Top Five sind mit "Emanuela" und Nummer Eins in Österreich, und auch in der Schweiz ganz gut dabei, das ist schön und überraschend.
Aber erwartet man das von euch nicht auch? Das ihr so was Ungewöhnliches macht? "Schwule Mädchen" war doch in der Hinsicht eine ganz ähnliche Nummer, die ganz ordentlich in den Charts war.
DR: War bis dato auf jeden Fall unser größter Hit. Hat nicht ganz so viel verkauft wie "Jein", war aber höher platziert. Da gibt es schon ein paar Parallelen. Auch dass man nicht weiß, welche Musikrichtung das jetzt gerade ist. Dieses bastardmäßige. Der Straßenköter "Schwule Mädchen" hat sich dann in eine Straßenköterin namens "Emanuela" verliebt. Die beiden gehören schon zusammen.
SM: Wobei ich schon finde, dass "Schwule Mädchen" noch zerstörerischer ist, mehr Punk in sich birgt als "Emanuela". Ich empfinde bei "Emanuela" eher romantische Gefühle.
DR: Ich finde, soundmäßig ist "Emanuela" schon ziemlich dreckig.
Bei "Schwule Mädchen" hat es aber noch länger gedauert, bis sich daraus ein Ohrwurm entwickelt hat.
DR: Das hätte ich bei "Emanuela" eben auch erwartet. Weil es mir selber so ging, und in unserem engsten Umfeld war das auch so. Wir haben dann da noch rumarrangiert. Und dann war das so: wo fängt da die Strophe an, wo hört der Refrain auf?
SM: Aber das war auch schon ein bisschen Absicht. Dass das Arrangement-mäßig ein bisschen drunter und drüber geht, das war in dem Moment klar, in dem Daniel und ich den Loop gemacht haben, und den nicht vier Durchgänge laufen ließen, sondern nach dem dritten schon aufgehört haben. Das war schon klar, dass das kein typisches Pop-Arrangement hat, wie zum Beispiel "Jein". Das war schon immer ein bisschen anders.
Wir müssen jetzt mal von "Emanuela" loskommen ...
DR: Stimmt, da reden wir schon viel zu lange drüber.
Bei einigen anderen Songs auf dem Album hört man durch, dass ihr erwachsener geworden seid. Ihr seid ja zum Teil auch schon Väter, wirkt das auf das Songwriting ein?
DR: Wir sind Väter (zeigt auf sich und Schiff) von verschiedenen Frauen. - Aber man muss ja auch sehen, dass Boris jetzt nicht total kindisch geblieben ist. Insofern würde ich nicht sagen, dass man unbedingt Vater werden muss, um sich mit ernsthaften Themen zu befassen. Das hat Fettes Brot ja auch immer schon gemacht. Ich weiß nicht, ob wir so doll drauf hingewiesen haben, dass wir ernster geworden sind oder ob es wirklich so ist. Ich fand auf "Demotape" waren auch schon ernste Sachen und ernst gemeinte Sachen drauf. Was stimmt, ist, dass wir die Idee hatten, ein Soul-Album zu machen. Nicht so wie Marvin Gaye, aber ein Album über große Gefühle. Bei dem wir unser Innerstes nach Außen kehren. Das sieht nicht immer lecker aus, hat aber manchmal auch sehr schöne Ergebnisse. Deswegen war das uns vielleicht auch eine Herzensangelegenheit, über Sachen zu reden, die uns auf der Seele lagen. Dass das auch mal ernstere Sachen waren, haben wir in Kauf genommen. Haben dann aber auch gesagt: keine ironische Brechung, keinen Witz noch am Ende, der das Ganze der Kitsch-Gefahr entzieht. Oft ist Ironie ja auch der Notausgang, um nicht darauf festgenagelt zu werden, was man da gesagt hat. Wir haben ein paar Stücke gemacht, die sehr ironiefrei sind.
SM: So was bleibt auch nicht aus, nach zwölf, dreizehn Jahren Bandgeschichte. Wir haben auch schon eine ganze Menge Songs geschrieben. Wir wollen ja selber auch immer wieder mal was Neues entdecken, musikalisch, aber auch thematisch. Vielleicht war das auch eine Herausforderung, der wir uns stellen wollten, ob wir das Können. Einen Song zu schreiben, der 100 % ernst gemeint ist. Der so einfach gehalten ist wie möglich.
Ihr redet von Soul, ein bisschen Funk hat das Album ja auch: seid ihr durch mit dem Hip Hop? Im Booklet findet sich ja so eine Art Essay, in dem ihr eure persönliche Beziehung zu Hip Hop, und zum deutschen Hip Hop beschreibt, und "Die Meisten Meiner Feinde" thematisiert das auch. Ist es euch manchmal peinlich, Hip Hopper zu sein?
DR: Ne, das gar nicht. Wir haben eher das Gefühl, wir müssen die Fahne des Hip Hop, der uns gut gefällt hoch halten. Das ist keine schlimme Verpflichtung, der wir uns ausgesetzt fühlen, das machen wir gerne. Ich habe der Idee Hip Hop viel zu verdanken, einfach bei dem Spiel mitmachen zu können. Jede andere Musikrichtung hätte mir erst mal gesagt, ich müsse ein Instrument lernen und Fähigkeiten entwickeln, die ich bei mir nicht gesehen hab, und die hat Hip Hop bei mir wach geküsst. Diesen Traum hatten wir glaub ich alle, Musik zu machen, aber ohne Hip Hop hätten wir uns das gar nicht getraut. Boris hat früher in ner Punkband gespielt, das ist ja ein ganz ähnlicher Ansatz. Da gibt es ja auch den Glauben: drei Akkorde und das reicht erst mal. Und beim Rappen brauchst du ein Mikro und ein Mitteilungsbedürfnis. Alles weitere ergibt sich dann. Ich liebe Hip Hop nach wie vor sehr. Wir haben Fiva MC, die ich sehr schätze, als Gastrapperin im Vorprogramm, die jeden Abend wildfremde Leute, die sie noch nie gesehen haben, davon überzeugt, für sie die Hände zu heben und mitzugehen, und den Texten zuzuhören. Die hat ihren DJ Redrum dabei, da ist Hip Hop lebendig!
Gibt es denn auch außerhalb des Hip Hop Sachen aus Deutschland, die ihr interessant findet?
SM: Ich glaube, man kommt in Interviews nicht umher, früher oder später auch über Sido zu sprechen. Das ist aus der letzten Zeit eine der interessanten und hörenswerten Platten. Nicht, dass ich immer alles richtig und toll finde, was er so macht, und ich würde das auch ganz anders anpacken als er, aber es ist eine interessante Platte und ein interessanter Typ, als Darsteller so.
DR: Sehr erfrischend auf jeden Fall.
SM: Und das braucht Hip Hop auch. Es ist natürlich auf eine Art auch sehr konservativ, weil es das als Hip Hop schon gibt, aber in Deutschland halt noch nicht.
DR: Generell gibt es noch so Bands wie Beginner oder Blumentopf, bei denen man sich drauf verlassen kann, dass da immer wieder eine gute Platte kommt. Aber man lechzt natürlich auch nach den neuen Leuten, die vierzehn Jahre alt sind und einem einen neuen Style um den Kopf hauen. Da wird garantiert was kommen. Zur Not unsere Kinder!
Was verbirgt sich hinter 'Fettes Brot Schallplatten'? Wollt ihr einfach nur unabhängig sein, oder steckt da mehr dahinter, wie zum Beispiel bei Four Music? Wollt ihr darüber auch Hip Hop promoten?
KB: Four Music ist nicht unser Vorbild. Wir haben das hauptsächlich für uns gegründet. Was da in Zukunft passiert, weiß man nicht. Kann sein, dass vielleicht mal ein richtiges Plattenlabel daraus wird. Eigentlich ist die Intention, unsere Platten selber rauszubringen. Unsere Verträge waren ausgelaufen, und dann haben wir überlegt: wieder Major-Deal? Und dann haben wir gedacht, das können wir mittlerweile alles selber. Außer Geld können uns große Plattenfirmen nichts mehr bieten.
Hättet ihr denn einen Vertrag bekommen?
DR und KB: Ja. Klar.
KB: So schlecht war es um uns ja nicht bestellt. Alle unsere Alben waren Top Ten-Alben, und mit so einer Bio kriegt man schon nen ordentlichen Vertrag bei einem Major. Aber wir wollten es selbst machen. Ich finde das auch moderner, eine kleine eigene Firma zu haben, mit der man flexibel reagieren kann. Es ist super, dass es so großartig läuft mit unseren Partnern. Aber wir haben auch ein Jahr gebraucht, das ganze Ding auf die Beine zu stellen. Wir sind nach wie vor mehr Musiker als Geschäftsleute. Wir machen das nicht allein. Zwei Menschen kümmern sich um das daily business, und wir gehen auf Tour.
Wessen Idee war das Bahnhofs-Konzert in Hamburg am 01.04.?
DR: Das war Radio NRJs Idee. Die Props müssen leider an die Leute da raus. Ich hab das erst mal für eine Schnapsidee gehalten. Unser Manager Jens hat sich das mit denen ausgedacht. Und als ich dann morgens um sieben da am Bahnhof stand und diese Leute da gesehen habe ... Die sind aus Düsseldorf und Bremen angereist. Auf dem Weg nach Bremen hab ich noch Leute von da getroffen. Die sind um vier Uhr morgens losgefahren!
Aber war doch praktisch, die mussten in Hamburg nur aus dem Zug fallen.
DR: Das war gigantisch. Ein Riesenspaß.
Haben sich keine Pendler beschwert?
DR: Keine Ahnung. War das so? Ich würde es mir wünschen!
SM: Wir hatten gehofft, wir würden den Nahverkehr zum Erliegen bringen.
KB: Das war echt ganz toll. Stranger Tag natürlich, morgens um acht auf der Bühne zu stehen. Hinterher hab ich mich noch mal schlafen gelegt.
Ist sicher auch ganz schön laut, so ein komplett gefliester Bahnhof
DR: Ne, das war viel zu leise. Die Anlage war für die Riesenhalle nicht groß genug, glaube ich.
SM: Und der Boden hat gebebt. Einige Freunde meinten, das sei regelrecht furchteinflößend gewesen. Dann überlegt man sich: Wir sind ja noch gar nicht auf dem Boden, da drunter sind ja noch Gleise.
KB: Ich glaube, die Konstruktion hatte an dem Tag ihren größten Härtetest. Vielleicht könnnte man berechnen, dass ein Mensch mehr das Gebäude zum Einsturz gebracht hätte.
SM: Lieber nicht. Dann ist meine Mutter Schuld daran, dass wir nicht abgestürzt sind. Denn die ist gegangen, weil es ihr zu laut war.
DR: Björns Mutter. Sie hat 4.000 Menschen das Leben gerettet.
Seid ihr noch beim SUS Waldenau involviert?
DR: Nein. Wir kannten da mal einen ambitionierten Spieler. Der ist aber mittlerweile nach Ottensen gewechselt. Dem gucke ich ab und zu noch mal sonntags beim Spielen zu, aber sonst ...
Und, steigt St.Pauli auf?
KB: Schön wärs, aber realistisch betrachtet, nein.
DR: Boris ist der einzige, der noch regelmäßig zu Heimspielen geht. Wir Opportunisten gehen lieber zu Erstligaspielen.
Das Interview führte Mathias Möller
Außen Top Hits, Innen Geschmack (1996), Auf einem Auge blöd (1995)
| Mo | 03.06.2013 | Fettes Brot Flensburg (Volksbad) | |
| Di | 04.06.2013 | Fettes Brot Bremen (Lagerhaus) | |
| Do | 06.06.2013 | Fettes Brot Hamburg (Große Freiheit) | |
| Fr | 07.06.2013 | Fettes Brot Rock Am Ring (Nürburg) | |
| Sa | 08.06.2013 | Fettes Brot Rock im Park (Nürnberg) | |
| Fr | 30.08.2013 | Fettes Brot CH-Zürich Open Air (Zürich) |
18,99 €
16,99 €
16,99 EUR
4,86 €
17,99 €
17,95 €
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Fettes Brot beim Mini Rock Festival 2010 MiniRockerin |
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01.04.10, 13:16 MiniRockerin |
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Brot und Pansen pushit2 |
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Hamburger Meister 2008 ! Lautschrift |
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