Porträt

laut.de-Biographie

EPMD

"We Mean Business" Der Titel ihres siebten Albums darf gerne als Statement verstanden werden: EPMD nehmen ihr Geschäft ernst. Als einer der erfolgreichsten und meist zitierten East Coast-Rap-Acts beeinflusst das Duo Kollegen von DMX über Tupac Shakur und Jay-Z bis hin zum Wu-Tang Clan und geht fraglos in die Hip Hop-Geschichte ein.

Erick Sermon und Parrish Smith, beide Jahrgang 1968, wachsen im New Yorker Stadtteil Long Island auf. Obwohl sie gemeinsam die Brentwood High School besuchen, kommen sie erst später mit Hip Hop in Kontakt und schließen sich zusammen.

Smith ist bereits als 15-Jähriger unter dem Kürzel PMD als DJ aktiv. Erick Sermon erweitert das Projekt zwei Jahre später um das E - und zum Duo. Für das Kürzel existieren verschiedene Lesarten: Neben "Microphone Doctors" und "Millennium Ducats" bleibt die gebräuchlichste Deutung: "Erick & Parrish Making Dollars".

Sowohl als Rapper als auch als Produzenten-Team kreieren EPMD einen ganz eigenen Sound. Sermons Lispeln zwingt ihn zur Ausarbeitung eines kontrollierten, langsamen Flows, der ihn von der breiten Masse seiner Zeitgenossen deutlich absetzt.

Im Gegensatz zu den meisten oft eher Disco-lastigen Old School-Hip Hop-Künstlern samplen sich EPMD von Eric Clapton, und Steve Miller über Kool & The Gang zu Zapp und ZZ Top einmal quer durch den Garten, verwenden reichlich Funk- und Rock-Breaks und gelten so als Wegbereiter für den Sound von Dr. Dres "The Chronic".

Mit ihrem Debüt "Strictly Business" legen EPMD 1988 den Grundstein für vieles, das Rap über Jahre hinweg ausmachen soll. Neben dem Titeltrack sorgt "I Gots To Chill" für einen Hit, der sich zum Alltime-Klassiker auswächst.

Die folgenden Alben ("Unfinished Business", "Business As Usual" und "Business Never Personal") beinhalten neben dem "Business" jeweils einen "Jane" betitelten Track. Noch etwas haben sie gemein: Sämtliche EPMD-Longplayer erreichen Gold-Status.

EPMD touren mit Run DMC, Public Enemy, Jazzy Jeff & the Fresh Prince und vielen weiteren und erweisen sich zudem als gute Spürnasen für Talente: In ihrem Hit Squad sind unter anderem Das EFX, Redman und Keith Murray unterwegs.

Mit den Jahren wachsen jedoch die Spannungen. Ende 1992 trennen sich nicht nur die Wege von Erick Sermon und Parrish Smith. Auch die langjährige Zusammenarbeit mit Def Jam findet ihr Ende. Sermon und Smith bewegen sich fortan auf Solopfaden.

1997 dann die Überraschung: EPMD melden sich "Back In Business". Erick Sermon legt mit Redman und Keith Murray das Def Squad-Album "El Niño" nach. Nach "Out Of Business" ist 1999 jedoch wieder Feierabend.

Die Geduld der Fans wird diesmal auf eine noch härtere Probe gestellt: Erst 2006 stehen Erick Sermon und Parrish Smith mit Rückendeckung von DJ Scratch wieder gemeinsam auf einer Bühne in New York. Die Unstimmigkeiten scheinen beigelegt, der neuen Single "Blow" folgen Shows mit Rage Against The Machine, Mos Def, Cypress Hill und dem Wu-Tang Clan.

Die Feature-Auftritte bei EPMD lesen sich wie die Teilnehmerliste eines Rap-Veteranen-Kongresses: Neben Mobb Deep, Redman, Method Man und Raekwon geht the teacher an den Start: "KRS-One ist ja auch schon immer dabei, er ist die Nummer eins auf der Liste der Schreiber und MCs."

"Es scheint, als würde jeder über den Zustand unseres Hip Hops heulen, aber keiner tut etwas dagegen", bringt Parrish Smith seine Sicht der Dinge auf den Punkt. "Es ist, als hätten alle aufgehört zu arbeiten. Jetzt arbeiten wir aber wieder, und der Kreis schließt sich."

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