Porträt

laut.de-Biographie

Adele

Die gelungenen Arbeiten herausragender Soulsängerinnen besitzen in Großbritannien eine lange Tradition. Neben Dusty Springfield setzen im neuen Jahrtausend Duffy oder Amy Winehouse diese Linie fort, und natürlich die am 5. Mai 1988 in Tottenham im Norden Londons geborene Adele Laurie Blue Adkins, die schlicht unter ihrem Vornamen Adele firmiert.

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Als Kind zeigt sie sich begeistert von Gabrielle und den Spice Girls, spielt für ihre Eltern zuhause erste kleine Konzerte. Schon früh entscheidet sie sich für den Beruf Sängerin: "Seit ich mit 14 das erste Mikrofon in die Hand bekam, wusste ich: Das ist es!" Adele nutzt dabei von Beginn an die Möglichkeiten des Internets. 2004 erstellt sie ihre MySpace-Seite, die von der Netzgemeinde sofort positiv aufgenommen wird.

Eine künstlerische Ausbildung an der BRIT School For Performing Arts schließt Adele 2006 ab. Die 2007 erscheinende, noch in limitierter Auflage herausgegebene, erste Single-Veröffentlichung "Hometown Glory" macht weiter auf die Heranwachsende aufmerksam. Sie unterzeichnet einen Vertrag beim Label XL Recordings. Im selben Jahr erhält sie bei den Brit Awards den Kritikerpreis.

Mit dem Song "Chasing Pavements", einem Vorboten der ersten Longplayer-Veröffentlichung, landet Adele auf Rang 2 der UK-Charts. Das Album "19", das als Konzept die Liebes- und Seelenlage einer jungen Frau zwischen 18 und 19 darstellt, startet 2008 bis auf Platz eins durch und sichert ihr weltweite Aufmerksamkeit - einschließlich vier Nominierungen bei den Grammy-Awards. Sie gewinnt in zwei Kategorien: als Beste Neue Künstlerin und mit der Besten Weiblichen Gesangsdarbietung.

Es folgt eine Tour durch Nordamerika samt Auftritten beim Coachella-Festival und einigen Radio- und TV-Sendern. Dank eines Joint Ventures zwischen XL Recordings und Columbia Records verschafft sich Adele auch in den Staaten verstärkt Gehör. Anfang 2009 erhält sie für ihre dortigen Verkäufe eine goldene Schallplatte, bis Juli erreicht sie die Zahl von über zwei Millionen Tonträgern.

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Neben vielen Nominierungen bei verschiedensten Awards gewinnt Adele unter anderem den Urban Music Award als bester Jazz-Act. Rasch kommt es zu Zusammenarbeiten mit bereits etablierten Künstlern wie Jack White (White Stripes, The Raconteurs), Alicia Keys oder Jack Penate, und sie erntet Lob für ihre Live-Interpretation des Burt Bacharach-Klassikers "Baby It's You".

Mit nur einem Album und vielen Live-Auftritten erobert die junge Künstlerin auf Anhieb Zuhörer- und Kritikerherzen. Als Einflüsse nennt Adele so unterschiedliche Musiker wie Etta James, Billy Bragg, Peggy Lee, Jeff Buckley und The Cure.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet Adele ihren erfolgreichen Start ins Musikgeschäft: "Ich weiß nicht, was passiert, wenn meine musikalische Karriere danebengeht. Denn einen anderen Job kann ich schließlich nicht." Doch Sorgen dieser Art erweisen sich bald als unbegründet. Anfang 2011 landet Adele mit der Single "Rolling In The Deep" und dem dazugehörigen zweiten Album "21" europaweit auf den vorderen Chartsplätzen. Die folgende Auskopplung "Someone Like You" untermauert diese Erfolge.

In Großbritannien stellt sie sogar einen Rekord auf: Seit den Beatles ist sie die erste Künstlerin, die sowohl in den Single- als auch in den Album-Charts zwei Top-5-Hits gleichzeitg vorweisen kann; denn auch der Erstling "19" findet wieder Beachtung. 2011 gelingt der Britin außerdem der schwierige Sprung über den Ozean: Im März klettert "21" die US-Hitlisten bis nach ganz oben.

Adele selbst ist fassungslos ob des riesigen Erfolgs: "Es ist so viel passiert. Keiner hatte große Erwartungen, als ich damals den Plattenvertrag unterschrieben habe. Umso mehr hat alles, was passiert ist, meine Erwartungen übertroffen."

Dazu zählt wohl auch die Anfrage aus dem Jahr 2012, pünktlich zum 50. Geburtstag des Geheimagenten einen Song für den neuen James Bond-Film zu komponieren. Auch an dieser hohen Hürde scheitert Adele nicht: "Skyfall" klingt klassisch, zeitlos und angemessen pathetisch. Belohnung: Ein Oscar.

Mit der Verkündung ihrer Schwangerschaft und einer längeren Pause hofft Adele auf etwas Ruhe. 2012 bringt sie Sohn Angelo zur Welt. 2014 berichtet die Daily Mail von einem 80-Millionen-Dollar-Vertrag, den Sony Music der Sängerin angeboten haben soll, obwohl diese noch mit drei Alben in der Pflicht bei XL Recordings steht. Adele und Sony hüllen sich in Schweigen. Erst Ende 2015 lanciert die Britin einen 30-Sekundenclip in der Werbepause des TV-Formats "X Factor", in der sie eine Strophe singt. "Adele 25 coming soon", lautet die lapidare Mitteilung. Und diese hält Wort: "25", an dem u.a. Danger Mouse und Damon Albarn mitgearbeitet haben sollen, erscheint am 20. November 2015, fast fünf Jahre seit Erscheinen ihres letzten Albums "21".

News

Alben

Adele - 25: Album-Cover
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2015 25

Kritik von Jeremias Heppeler

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2011 21

Kritik von Artur Schulz

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When We Were Young (Live at The Church)
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