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Saxon zählen zusammen mit Bands wie Maiden, Priest oder Black Sabbath zu den Mitbegründern der New Wave Of British Heavy Metal zählen.
Vor Saxon existieren 1976 in South Yorkshire, England zwei Bands: SOB mit Gitarrist Graham Oliver und Basser Steve Dawson und Coast mit Sänger Biff Byford und Gitarrist Paul Quinn. Mit Drummer Pete Gill schließen sich die übrigen vier zusammen und die Band namens Son Of A Bitch steht. Der Name wird aber nach einigen Jahren wieder verworfen und man benennt sich in Saxon um. Schon nach der Veröffentlichung ihrer ersten Scheibe bestreiten die Jungs im Vorprogramm von Motörhead ihre erste England Tour. Als äquivalentes Maskottchen für Motörheads Bomber oder Iron Maidens Eddie haben Saxon ihren Adler, der von der Roadcrew nur 'Biff's Budgie' (Biffs Wellensittich) genannt wird.
Innerhalb von zwei Jahren bringen Saxon drei CDs raus, und das, obwohl sie 1981 beinahe das komplette Jahr quer durch die Welt touren. Nach der Veröffentlichung von "Denim And Leather" steht erst einmal Amerika auf dem Plan, die Band grast von New York bis San Francisco mit insgesamt 38 Gigs den ganzen Kontinent ab. Ergebnisse dieser Tour sind die prompte Veröffentlichung von "Strong Arm Of The Law" in den Staaten, die Buchung für eine weitere Tour und Aufnahmen für eine Live Platte, die auf Wunsch der Fans "The Eagle Has Landed" genannt wird. Hier spielt zum ersten Mal Nigel Glockler an den Drums auf, da sich Pete verabschiedet hat.
"Power And Glory" ist das letzte Album für Carrere Records, schlägt aber mächtig ein (allein in Los Angeles setzt man in der ersten Woche 15.000 Einheiten ab). Ab da nimmt sich EMI der Belange der Band an und verlegt die Aufnahmen für "Crusader" nach L.A. Die USA beackern sie zusammen mit Mötley Crüe in einer Co-Headliner-Tour, bevor Iron Maiden sie einladen, das Ganze kurze Zeit später zu wiederholen. 1995 sieht man Saxon auch mit dem deutschen Metal-Urgestein Accept durch Deutschland ziehen.
Album Nr. 7 nehmen Saxon in Holland auf und das Teil bezeichent den Schlusspunkt für Basser Steve, der sich von der Band trennt, da ihn seine Frau vor die Wahl stellt. Scheidungsanwälte sind teuer, deshalb übernimmt Paul Johnson seinen Job ein und sackt auf "Rock The Nation" die Credits dafür ein, obwohl es eigentlich Biff ist, der die Bass-Parts spielt. Auf "Party 'Till You Puke" und einer der drei Singles "Northern Lady" übernimmt niemand geringeres als Sir Elton John die Klavierparts, was mal wieder zeigt, wie der Hase rockt.
Vor den Aufnahmen zu "Destiny" packt Nigel seinen Nachnahmen und seine Koffer und macht Platz für Nigel Durham, der somit auf dem letzten für EMI produzierten Album trommelt. Sein Gastspiel dauert aber nur kurze Zeit, denn schon auf der nächsten Tour kehrt der andere Nigel samt Nachnamen zurück, dafür klemmt Paul Johnson ab. Seinen Jon übernimmt fortan der damals erst 22-jährige Tim 'Nibbs' Carter. Das nächste Live-Album steht an sowie eine Co-Headliner-Tour mit Manowar durch Deutschland.
Die Zeit zwischen "Solid Ball Of Rock" und "Forever Free" läuft wie gewohnt ab, soll heißen, man tourt eifrig, u.a. in Uruguay, Paraguay, Argentinien, Mexico, Brasilien und Neuseeland und schmeißt mal wieder 'ne Live-Platte auf den Markt. Nachdem '95 "Dogs Of War" erscheint, verlässt Graham Oliver Saxon, um mit Steve Dawson und Pete Gill Son Of A Bith zu reformieren. Deren "Victim You"-Album erscheint 1996. Grahams Part wird seitdem von Doug Scarrat ausgeführt, der aber erst auf "Unleash The Beast" auch auf Tonkonserve zu hören ist. Da sich Graham mit zwei weiteren ehemaligen Gründungsmitgliedern von Saxon zusammen tut, beansprucht er bald die Rechte auf den Namen, da in seiner Band ja mehr Urmitglieder zocken würden, als bei Saxon selbst.
Die Prozesse um die Namensrechte gehen fröhlich weiter und Saxon werfen eine Zeit lang mit Live-Alben und Compilations um sich, wohl um die Kosten zu decken. Drummer Nigel kann sich wohl auch nicht so recht entscheiden, was er will und steigt nach einer weiteren ausgiebigen Tour durch die Staaten mal wieder aus. Ersatz findet man in dem Deutschen Fritz Randow. Was bis zum '99er Album "Metalheads", jetzt bei SPV, an Compilations und Schrott veröffentlicht wird, spottet jeder Beschreibung, da auch jedes Label noch mal kräftig kassieren will.
2001 steht mit "Killing Ground" das 15. Studioalbum in den Läden und kann sich durchaus gegen die alten Glanztaten behaupten. Eingespielt wird die Platte in den Karo Studios in Brackel unter der Regie von Nikolo Kotzev. Die Erstauflage von "Killing Ground" kommt als Doppelalbum mit einer Bonus-CD in die Läden, auf der einige ihrer Klassiker neu aufgenommen wurden. Der Streit um die Namensrechte an Saxon geht unterdessen weiter.
2003 erscheint die erste DVD der Metal-Urgesteine namens "The Saxon Chronicles". Darauf kann man sich nicht nur den Gig vom Wacken Open Air 2001 ansehen, sondern auch einige ältere Sachen sowie Bilder und Interviews. Am 25. Februar beschließt endlich ein Gericht, dass Biff und Co. fortan die Rechte an dem Namen Saxon besitzen und Oliver und Dawson in die Röhre gucken. Auch ansonsten verläuft das Jahr überaus erfolgreich für die Band, sie spielt u.a. auf mehreren großen Festivals.
Eine weitere DVD erscheint, welche die beiden VHS "Live Innocence" und "Power And The Glory" vereint, und die Arbeiten für das nächste Album stehen an. Doch bevor es mit den Aufnahmen richtig los gehen kann, steigt Drummer Randow bei der Band aus, um sich mehr auf die wiedervereinigten Victory zu konzentrieren. Seinen Platz nimmt vorübergehend Stratovarius-Fellgerber Jörg Michael ein. Kaum steht "Lionheart" Mitte September 2004 in den Regalen, sind die Briten auch schon wieder mit Dream Evil und Chinchilla im Bus quer durch Europa unterwegs.
Eigentlich wollen sie auch eine Tour in Gedenken an die NWOBHM starten und ausschließlich altes Material spielen, da aber Biffs Haus in der Normandie komplett abbrennt, fällt das alles aus. Einmal mehr kehrt Nigel Glockner zurück, um seinen Platz hinter dem Drumkit einzunehmen, doch auch mit ihm kommen sie nicht nach Dubai um auf dem Desert Rock Festival zu spielen. Stein des Anstoßes ist der Text zu "Crusader" in dem es heißt, dass die heidnischen Sarazenen bald das Schwert zu spüren bekommen würden ... So konzentrieren sie sich lieber auf das nächste Studioalbum, das den Titel "The Inner Sanctum" tragen soll.
Kaum ist jenes Anfang März auf dem Markt, geht es auch schon wieder mit Masterplan und Hellfueled auf Tour. Damit nicht genug, erscheint auch eine weitere DVD namens "To Hell And Back Again" und Biff veröffentlicht auch seine absolut lesenswerte Biographie "Saxon - Never Surrender (Or Nearly Good Looking)".
2008 bleibt es bis auf einige Festivals wie das Bang Your Head relativ ruhig um die Sachsen. Das liegt vor allem daran, dass sie eigentlich schon an den zwei kommenden Alben arbeiten. "Into The Labyrinth", sozusagen ein typisches Saxon-Album, ist Ende 2008 fertig und steht Anfang Januar '09 in den Regalen.
Zuvor lassen sie alte Zeiten aufleben und gehen nach fast exakt 30 Jahren erneut mit Motörhead auf Tour. Rechtzeitig zum Release von "Into The Labyrinth" sind sie schon wieder mit Iced Earth auf Co-Headlinertour unterwegs. Die alten Säcke sind einfach nicht unter zu kriegen und legen eine Konstanz an den Tag, von der sich sämtliche Herren ihres Alters und auch einige Jüngere noch eine Scheibe abschneiden könnten.
Biff Byford über Downloads, die Whitesnake-Tour und das neue Album.
Das Angebot, auf der gemeinsamen Tour mit Motörhead ein kleines Interview mit Saxon zu veranstalten, kommt relativ kurzfristig und überraschend.
Immerhin war ich weder auf der Listening Session in Berlin zugegen, noch lag mir zu diesem Zeitpunkt das neue Album "Into The Labyrinth" vor. Doch genau wie bei Lemmy hat man es bei Biff Byford mit einem Mann zu tun, der schon lange genug im Geschäft ist, dass man sich auch über andere Dinge als nur über das neue Album unterhalten kann.
Zwar gibt es vor dem Gig in Offenbach noch jede Menge zu tun und zu improvisieren, doch nach ein paar Minuten bittet uns der Sänger in den Backstageraum und macht es sich auf dem Sofa gemütlich.
Biff, ihr habt ein neues Album fertig, das ich bislang leider noch nicht gehört habe. Zur Prelistening-Party wurde ich nicht eingeladen, und die Scheibe habe ich auch noch nicht bekommen. Muss der Postbote für sich behalten haben.
'It's in the mail'. Die alte Rock'n'Roll-Lüge (lacht). 'Der Scheck ist in der Post' oder 'Wir arbeiten daran'. Wie oft habe ich diesen Spruch schon gehört. Aber du musst das neue Album auch gar nicht vorab gehört haben, es ist fantastisch (grinst).
Jaha, das glaub ich gern. Ich hab mir den Podcast auf eurer Seite angeschaut, da scheinen alle hellauf begeistert gewesen zu sein.
Hast du denn die Single "Live To Rock" schon gehört?
Öh, wenn das der Song ist, der da im Hinergrund dazu läuft, dann …
Jaja, genau das ist er. Der läuft auch schon im Radio und in den Discos. Du solltest mehr ausgehen (lacht).
Ganz offensichtlich. Zur Prelistening-Party wurde ich ja wie gesagt nicht eingeladen. Da wäre ich jedenfalls gekommen. Was machst du eigentlich, wenn du als Musiker dasitzt und die Leute sich zum ersten Mal deine neue Scheibe anhören?
Eigentlich nichts anderes als der Rest auch. Bis zu dem Zeitpunkt hatten wir die Scheibe noch auf keiner anständigen Anlage mit dem fertigen Mix gehört, das war schon interessant. Irgendwie klingen die Sachen anders, wenn noch andere Personen zuhören. Wenn du auch Musiker bist, weißt du bestimmt was ich meine. Man versucht sich vorzustellen, was die anderen gerade hören und achtet dabei auf einmal auf ganz andere Sachen, als bisher. Und ich muss gestehen, für mich hat sich das alles ziemlich gut angehört.
Girlschool waren in Berlin ebenfalls vor Ort. War das geplant?
Nein, das ergab sich so. Die haben ja vor kurzem auch erst ihre neue Scheibe veröffentlicht und hatten am folgenden Tag auch ein eigenes Konzert. Die Mädels sind eh gute Freunde von uns, und von daher war das eine nette Überraschung. Aber wenn es irgendwo freies Bier und was zum Essen gibt, sind die Mädels eh nicht weit (lacht).
Was hat es denn mit dem Titel der neuen Scheibe auf sich?
Wir hatten einen Song namens "Into The Labyrinth", der hat es jedoch nicht auf das Album geschafft. Mir gefiel der Titel aber sehr gut, und ich mag es eigentlich nicht, wenn ein Album nach einem bestimmten Song auf der Scheibe benannt wird. Das fokussiert so auf diesen, einen Song. Ursprünglich sollte das Album wie der Opener "Batallions Of Steel" heißen, was auch ganz gut zu Saxon gepasst hätte. Aber das hätte den Fokus so auf den gleichnamigen Song gelenkt, dass ich lieber bei "Into The Labyrinth" geblieben bin.
Ja, das ist eine Version von "Live To Rock", in der das Solo fehlt, und unsere Fans werden dazu aufgerufen, ein Solo an dieser Stelle zu spielen. Mit was oder auf welchem Instrument spielt dabei gar keine Rolle. Das kannst du dann nur als Audiospur machen, oder auf YouTube sogar als Video. Da gibt es ein paar ganz nette Preise zu gewinnen. Es gibt eine Gitarre und wir fliegen den Gewinner dann auch zu einem Gig von uns, ich glaube in Brasilien, ein, er verbringt den Tag mit uns und wenn er will, kann er mit uns den Song live spielen. Es ist wirklich egal, mit was du das Ding einspielst, wegen mir auch mit dem Dudelsack oder auf dem Kamm geblasen.
Klingt so ein bisschen wie der nächste Schritt von diesem ganzen Guitar Hero-Zeug.
Jahaha, stimmt allerdings. Doch das war nicht unsere Idee, einer von unserem Label kam damit an. Im Video zu der Nummer kommen wir auch gar nicht vor, sondern es wird alles animiert sein wie in den Guitar Hero-Videos. Das ist eigentlich eine ganz lustige Sache.
Ihr habt die Scheibe ja in den Studios von Blind Guardian in Krefeld aufgenommen.
Ja, das ist richtig. Wir haben es in England geschrieben und in Krefeld aufgenommen. Das lag aber hauptsächlich daran, dass Charlie Bauerfeind (der Produzent) auch schon wieder mit Blind Guardian arbeitete. Deswegen sind wir eben nach Krefeld gekommen, um dort mit ihm aufzunehmen. Das Studio ist echt toll, und die Jungs von Blind Guardian sind auch immer mal wieder vorbei gekommen. Hansi kenne ich ja eh schon länger, und so war das echt eine feine Sache.
Auf "Into The Labyrinth" befindet sich auch eine Neu-Aufnahmen von "Coming Home". Was hat es denn damit auf sich.
Nun ja, das ist eine Bottleneck-Version des Songs, die sich doch sehr vom Original unterscheidet. Wir arbeiten bereits an dem nächsten Album, das ein Akustik-Album werden soll, und "Coming Home" war in der Version eben schon fertig. Das ist also quasi ein kleiner Vorgeschmack - der Song ist auch auf der Single.
Ihr habt nach Weihnachten ja nicht lange Pause, denn die nächste Tour mit Iced Earth steht schon an.
Richtig, wir sind ab dem ersten Februar schon wieder mit Iced Earth auf einer Co-Headlinertour in Europa unterwegs. Wir werden vermutlich nach ihnen spielen, aber jeder von uns hat gleich viel Spielzeit zur Verfügung. Allerdings sind sie in England nicht mehr mit dabei, da ihr Sänger jobtechnisch verhindert ist, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Wir würden gern auch dort mit ihnen spielen, aber das klappt leider nicht.
Das letzte Mal hab ich euch auf dem Bang Your Head Festival dieses Jahr gesehen.
Ah, cool. Mit Priest war das.
Jap … mit Priest … hast du den Gig von ihnen gesehen?
Ja zum Teil, wir haben in der Zeit ein paar Konzerte mit Priest gespielt. Ich fand den Gig nicht schlecht. Wir sind ja auch alte Freunde.
Ok, aber von der Freundschaft jetzt mal abgesehen: Sahen Priest für dich nach einer Band aus, die Spaß auf der Bühne hat?
(Nach einer langen Pause) Pffff, das kann ich dir auch nicht sagen.
Genau darauf will ich hinaus. Vor euch hat ja Yngwie Malmsteen gespielt, der für einen Song sogar noch mal zu euch raus auf die Bühne kam. Das war meiner Meinung nach auch der erste Song für ihn, bei dem er wirklich Spaß hatte (Biff lacht sich schlapp), aber das nur nebenbei.
Ok, ok, aber ich kann da echt keinen Kommentar über andere Bands abgeben, ob die auf der Bühne Spaß haben oder nicht. Priest sind sehr gute Freunde von uns und ich mag ihre Musik sehr. Ich kann nur sagen, dass ich es sehr mutig finde, solch ein Konzeptalbum zu veröffentlichen, wie sie es getan haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir so was machen würden, weil ich das für viel zu komplex halte. Allein dafür respektiere ich Judas Priest.
Ich habe mir zum Beispiel die Show von Queensryche angeschaut, die ja ihre komplette "Operation: Mindcrime"-Story gebracht haben. Mein Ding wars nicht unbedingt, aber den Leuten schien es zu gefallen. Aber was soll ich sagen? Wenn wir Festivals spielen, ist es unser Hauptziel – neben dem die Leute dazu zu bringen unsere CDs zu kaufen – einfach nur eine verdammt gute Zeit und Spaß zu haben. Dazu sind Festivals da, das ist für mich ein deutlicher Unterschied zu Clubshows. Aber egal was du jetzt sagst, du wirst mich nicht dazu bringen, Priest zu kritisieren (grinst).
Ich war gestern in Berlin und hab mir das Konzert von Whitesnake und Alice Cooper angeschaut. Momentan gehen ja wieder Gerüchte durch die Presse, dass David Coverdale live nicht richtig singen würde, sondern dass ein Playback läuft. Meiner Meinung nach vollkommener Schwachsinn. Ich habe ihn mir angehört und darauf geachtet, und ich denke, dass ich das durchaus unterscheiden kann. Die Leute sollten nicht immer nur auf David achten, sondern sich mal die ganze Band anhören. Was soll es denn, wenn er nicht alles so singt wie auf Platte. Das hört man bei Rob Halford auch immer wieder: "Oh, er lässt die ganzen, hohen Noten weg". Na und? Wir reden hier von Fleisch und Blut und nicht von einer verdammten Gitarre. Man schlägt nicht nur eine Seite an und hat den entsprechenden Ton. Als Sänger ist man doch immer in den Arsch gekniffen. Sobald du dir mal die Stimme irgendwie versaut hast, wegen einer Erkältung oder was auch immer, dann musst du das Beste daraus machen.
Mir geht es auch gar nicht um technische Perfektion auf der Bühne oder darum, dass jeder Ton so sitzen und klingen muss, wie auf dem Album. Ich will einfach sehen, dass die Band auf der Bühne ihren Spaß hat und den auf das Publikum übertragen will.
Da magst du schon recht haben, aber so sind nun mal nicht alle Bands. Metallica scheinen auf der Bühne jedes Mal einen Riesen-Spaß zu haben und transportieren diesen auch gut. Aber es gibt auch genügend andere Bands, die eher einen ersten Eindruck machen, was das Publikum auch akzeptiert. Man kann da kaum eine Verallgemeinerung treffen.
Na schön, dann lass uns mal zu deinen Tourblogs kommen. Ich hab gesehen, dass du dich da ab und an ein wenig mitteilst.
Stimmt, das mach ich mittlerweile sogar relativ häufig. Auf dieser Tour ist nur alles ein wenig stressig und mir fehlt die Zeit, mich hinzusetzen und was zu schreiben. Die ganze Zeit geht es nur im Promotion für das neue Album, Promotion für diese Tour und die nächste mit Iced Earth und das und das und das … Das ist ganz schön hektisch zur Zeit, aber es macht großen Spaß zu bloggen. Das ist meistens ne willkommene Ablenkung, wenn man sich sonst auf Tour langweilt. Aber es lohnt sich natürlich nur dann, wenn auch tatsächlich irgendwas passiert ist. Wenn irgend etwas besonders gut war oder total schief lief. Was aber auch lesenswert ist, ist der Beer-Guide von Nibbs. Allerdings muss man davor google.earth runterladen, aber es lohnt sich. Man kann sich da über das Bier in den unterschiedlichen Clubs informieren, in denen wir gespielt haben und das weltweit (lacht).
Das sollte unbedingt weiter verfolgt und weiter ausgebaut werden! Vor allem in Gegenden, in denen es mit der Braukunst eher bitter aussieht. Wenn wir grad davon sprechen: Lebst du immer noch in Frankreich?
Oh ja. Immer noch in der Normandie. Mein altes Haus ist ja vor ein paar Jahren abgebrannt, und auf der neuen Scheibe gibt es mit "Voice" auch einen Song darüber. Wir haben das Grundstück mit den Resten des Hauses dann aber verkauft und sind in ein neues gezogen. Es hatte keinen Sinn für mich, das alte noch mal neu aufzubauen.
Wenn man die Blogs und all das in Betracht zieht, bist du ja durchaus internetaffin. Allerdings scheinst du kein großer Fan von iTunes und Konsorten zu sein.
Nein, nicht wirklich. Mir wird von verschiedenen Leute immer gesagt: "Oh, ihr müsst unbedingt einen exklusiven Track zum Download bei iTunes haben." Schön und gut, aber uns fallen die Songs auch nicht einfach so aus dem Arsch. Wir müssen die verdammten Dinger auch erst schreiben und aufnehmen (lacht). Wenn mich jemand wirklich davon überzeigen kann, dass das sinnvoll und zwingend notwendig ist, werde ich mich auch nicht mehr dagegen wehren, aber bislang ist das noch nicht passiert.
Ok, dann war’s das auch schon. Wie wirst du denn Weihnachten verbringen?
Ganz gemütlich, mit meiner Frau und meinen Kindern. Wahrscheinlich schauen wir auch mal nach England rüber, die Verwandtschaft für ein paar Tage besuchen. Wäre schön, wenn es schneit, denn dann können die Kids da ein wenig Schlitten fahren.
Eine Frage hätte ich dann doch noch: Wer ist denn der älteste Sack auf der Tour?
Lemmy, wer denn sonst? (lacht)
To Hell And Back Again (2007), The Inner Sanctum (2007), The Eagel Has Landed Part III (2006)
Metalheads (1999), Unleash The Beast (1997), Dogs Of War (1995), Forever Free (1992), Solid Ball Of Rock (1990), Destiny (1988), Rock The Nation (1986), Innocence Is No Excuse (1985), Crusader (1984), Power And The Glory (1983), Denim And Leather (1981), Strong Arm Of The Law (1980), Wheels Of Steel (1980), Saxon (1979)
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Sehr aktuelle Inhalte, viele schöne Bilder und vereinzelte MP3s (in der Diskografie).
http://www.saxon747.com/frame.html
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