Porträt

laut.de-Biographie

Saender

"... und da steht nicht nur meine Art drauf, da steckt sie auch drin", versichert der Kölner Künstler Saender aka Markus Sangermann bezüglich seines Debütalbums "Meine Art".

Selbiges erscheint im November 2008 auf Songpark und enthält Remixe von Jochen Naaf, der unter anderem Peter Licht, Schrottgrenze und Polarkreis 18 produziert. Der charmante Sound einer kleinen Großstadt beherrscht "Meine Art": melancholisch mit Akustikgitarre, trashig-tanzbar mit elektronischen Hilfsmitteln. Saender, das ist Pop-Musik mit Leidenschaft und Motivation.

Er erzählt authentische Geschichten aus dem Leben eines Jecken: "Hier treffen New Order und Coldplay auf deutsche Straßenlyrik." Für Fans der Bastelei gibt es als besonderes Gimmick zur CD einen Saender zum Ausschneiden: eine schöne Erinnerung an Teenagerzeiten, als man sich mit der BRAVO in der Hand und mindestens einem legendären Starschnitt an der Wand jugendlichen Schwärmereien hingab.

Hinter dem Singer/Songwriter steckt ein echter kölscher Jung, auch bekannt als Mitglied der Szenejunkies. Ein anderer Junkie ist ebenfalls im Klüngel unterwegs: René Engel, der Sohn von Ex-Bläck Fööss-Sänger Tommy Engel.

Neben der rheinischen Stadt-Idylle dreht sich bei Saender alles um die Musik. Er verehrt Gruppen und Künstler wie New Order, The Cure, Coldplay, Tilman Rossmy, Richard Ashcroft und Jesus And Mary Chain. In seiner Freizeit unterstützt der fleißige Musiker befreundete Bands und bucht kleinere Touren für sie. Als King Kalk veranstaltet er Konzerte, bevorzugt in seiner Lieblingskneipe Blue Shell oder im gegenüberliegendem Stereo Wonderland in Köln.

Saender selbst geht ebenfalls gerne auf Konzertreise und Tour mit Kollegen, die er schätzt. Dazu zählen Niels Frevert, Kolkhorst und das ebenfalls aus Köln kommende Elektro-Duo Schmackes & Pinscher. Im Vorprogramm begleitet er Thees Uhlmann, Superpunk, Timid Tiger (Köln), Dorfdisko und Neuser.

Der Sängermann spielt bevorzugt Gitarre, beherrscht aber auch Bass und Keyboard. Live bekommt er manchmal Unterstützung von einer Beatbox oder seinen Freunden. Dazu gehören, am Bass und als knackiger Catwalk-Animateur, Jules Rademacher (Schmackes), Basti Boensch oder Henning Neuser an der Gitarre und zuständig für Tasten und Beats.

Seine Ideen holt sich Saender in den unterschiedlichsten Situationen. "Ich Tanz Allein" entsteht im Urlaub in Andalusien, nachdem er am Strand einem Esel begegnet. Danach wird schnell irgendwo ein Laptop ausgeliehen und mit Soundkarte, Stimme und Gitarre die Idee eingespielt. Auch mit dem kleinsten Mikro der Welt nimmt der Mann ohne Hemmungen seine Ohrwürmer auf.

Saender textet glaubwürdig über sich und seine Umwelt. Er sieht die schönen Dinge, die schlimmen Erlebnisse, sein Motto lautet dabei, frei nach Christoph Schlingensief: "Scheitern als Chance".

"Meine Art" posaunt eine neue Lebenshymne in den Alltag: "Klar trink ich viel / gut das muss so sein, ich kann ja einfach jederzeit wieder damit aufhören / hat ja mit dem Rauchen auch geklappt / wenn die City ruft dann bin ich da / wenn das Leben ruft, sag ich ja!"

Im Rheinland sagt man: "Dat issene jute Jung!" Voll Indie, und das soll auch so bleiben.

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