Porträt

laut.de-Biographie

Tilman Rossmy

Die musikalische Karriere des Tilman Rossmy beginnt 1982 als Ein-Mann-Projetkt mit Die Regierung, ehe er sich weitere Bandmitglieder ins Boot holt. Bis 1994 veröffentlicht die Regierung vier Longplayer.

Seit Mitte der Neunziger ist Tilmann Rossmy zuerst solo und ab 1998 als Quartett aktiv, mit dem er die Ungeschliffenheit und Punk-Orientierung seiner Ex-Band hinter sich lässt. Der Singer/Songwriter setzt nun auf weniger sperrigen Pop zwischen Alternative Country, Rock, einen Hauch von Jazz und auch mal Chanson.

Mit seinen das Alltags- und das Gefühlsleben reflektierenden und völlig unverstellten Texten lässt er sich in die Nähe von Bands wie den Lassie Singers, Bernd Begemann Funny van Dannen, Die Aeronauten oder Tom Liwa (Flowerpornoes) rücken.

Geboren wird Tilman am 7. August 1958 als Sohn einer Lehrerin und eines Chemikers in Essen, wo er Kindheit, Jugend und die ersten zehn Jahre seines Musikerlebens verbringt, ehe er nach Hamburg zieht. Seit 2001 lebt Tilman in München, wo der seit 1999 diplomierte Physiker freiberuflich als Programmierer tätig ist.

Das von Begemann produzierte Solodebüt "Willkommen Zuhause" erscheint 1996 wie auch die letzten beiden Die Regierung-Alben auf dem Hamburger Label L'age d'or. Bezüglich des Sounds offenbart sich schon damals Tilmans Vorliebe für Künstler wie Lloyd Cole oder Mary-Chapin Carpenter. Die Musikpresse nimmt das Werk wohlwollend auf, es schließt sich eine erfolgreiche Tour mit Bernd Begemannn an.

"Wir hatten damals ein ganz gutes Budget, und wir konnten es uns leisten, eine wirklich gute Band zu engagieren. Folke (Jensen) hatte ja schon bei den Aufnahmen Gitarre gespielt, Stefan Rager von den Jeremy Days, der auf der Platte Schlagzeug spielt, konnte nicht, empfahl uns dann aber Rob (Feigel, seinen Nachfolger bei den JD), und der wiederum brachte Ralf (Schlüter, den Keyboarder) mit. Das waren alles Leute, die ich überhaupt nicht kannte, und nach nur vier, fünf Tagen Proben ging's dann auf Tour. Das waren damals also sozusagen hired guns, aber die hatten so viel Spaß dabei, dass sie danach dabeigeblieben sind."

1997 und 1998 entstehen mit dem Tilman Rossmy Quartett die Platten "Selbst" und Passagier", die musikalisch an das Debüt anschließen und auf Glitterhouse erscheinen. Der Country-Gitarrist Folke Jensen macht bei diesen Aufnahmen schon hörbar seinen Einfluss geltend.

Obwohl Glitterhouse als Label fungiert, vertreibt Tilman Rossmy seine Tonträger nur im Eigenvertrieb, um nicht komplett in die Fänge der Plattenindustrie zu geraten und sich seine Unabhängigkeit zu bewahren.

Dass die vierte Veröffentlichung "Reisen Im Eigenen Land"(2002) ausschließlich neu eingespielte Regierung-Songs enthält, hängt damit zusammen, dass die Band während ihrer Live-Auftritte immer mehr umarrangierte Songs der Ex-Band mit ins Programm aufgenommen hat. Dabei entwickelt sich die Idee, die früheren Songs neu aufzunehmen.

Von seiner chansonartigen und melancholischen Seite zeigt sich Rossmy 2003 mit den Longplayern "Seitdem Man Mich..." und "Alles Muß Gehen"(2004), auf dem er unter anderem Übersetzungen persischer Dichter aus dem späten Mittelalter vertont.

Es vergehen vier Jahre, bis Rossmy mit "In Einem Fremden Land" neues Songmaterial auf den Markt bringt. Als musikalische Mitstreiter hat er Folke Jensen (Gitarren, Mandoline), Ralf Schlüter (Piano, Synthesizer, Orgel) Rob Feigel (Schlagzeug) und Sarah Berger (Gesang) an seiner Seite. "In Einem Fremden Land" erscheint im März 2008 auf dem Label Popappeal und knüpft atmosphärisch wieder an die ersten Werke des Solokünstlers Tilman Rossmy an und glänzt mit sanften Country-Arrangenments.

Wie er dieses Werk live mit seiner Band präsentiert, kann der geneigte Hörer im Mai 2008 auf erlesenen Bühnen erleben.

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