Porträt

laut.de-Biographie

SOJA

Längst handelt es sich bei Reggae um kein jamaikanisches Phänomen mehr. Sound und Botschaft des Genres haben die Grenzen des Inselstaates gesprengt und bewegen weltweit die Herzen der Fans. Die sitzen zuweilen sogar in Washington, D.C. - obwohl dort eigentlich ein ganz anderer Wind weht.

SOJA - Born In Babylon Aktuelles Album
SOJA Born In Babylon
Die Soldiers Of Jah Army lassen ein laues Lüftchen los.

"DC, das bedeutet in erster Linie Hardcore und Punk", so Jacob Hemphill, Sänger, Gitarrist und Mitbegründer der Soldiers Of Jah Army, kurz SOJA, gegenüber behindthehype.com. "Bad Brains, Fugazi, Minor Threat ... Obwohl: ein paar gute Reggae-Acts gibt es da schon auch."

Um sich selbst dazu zu zählen, ist man bei SOJA zwar zu bescheiden. Die internationale Anerkennung, die die Jungs genießen, spricht aber für sich: SOJA teilen sich die Bühnen mit Damian Marley, Ben Harper, Matisyahu, Slightly Stoopid und vielen anderen.

Deutschlands Reggae-Export Nr. 1, Gentleman, verlässt sich für seine Europatour zu "Diversity" auf die Dienste der Amerikaner, deren Herkunft ihrer Musik eine ganz eigene Note verleiht.

Jacob lebt als Kind mit seiner Familie in Afrika. Kurz nach der Rückkehr in die USA trifft er in Arlington in Virginia auf Bob Jefferson. Die beiden freunden sich an - und entwickeln über die Jahre ein Faible für Musik.

Alle Termine anzeigen
Alle Termine anzeigen

Dabei fehlt ihnen jedoch etwas ganz Entscheidendes: "Wir fanden Rock und Hip Hop großartig, aber wir vermissten eine tiefere Aussage." Das Loch stopft der Reggae: "Bob Marley oder Peter Tosh sangen in jedem einzelnen Song über wunderschöne Dinge, Dinge, die wirklich wichtig sind."

Der Funke ist entzündet. Zu Jacob und Bob, der Bass spielt, gesellen sich, ebenfalls noch zu Schulzeiten, Percussionist Ken Brownell, Drummer Ryan Berty und Patrick O'Shea an den Keyboards. Die Soldiers Of Jah Army ziehen 1997 in den Kampf.

Gleich für ihre erste Platte gewinnen sie Toningenieur Jim Fox. Dessen Lion & Fox Studios genießt unter Kollegen von Black Uhuru über Israel Vibration bis Inner Circle einen exzellenten Ruf. Dumm nur, dass bei SOJA auf halber Strecke das Geld ausgeht ...

Fox bleibt trotzdem am Ball: "Ich wollte nicht, dass etwas Gutes vorschnell beendet wird." Das Resultat der gemeinsamen Bemühungen liegt 2000 in Form der EP "Soldiers Of Jah Army" vor.

Erste nationale Aufmerksamkeit beschert aber erst das Album "Peace In A Time Of War" von 2005. Der Durchbruch gelingt ein Jahr später mit "Get Wiser", das aus dem Nichts in die Top Ten der Reggae-Charts bei iTunes schießt.

Zu Reggae-typischen, sehnsuchtsvollen Melodien gesellen sich hier knallharte Drum'n'Bass-Einflüsse. Drei Jahre lang touren SOJA mit "Get Wiser" durch die Lande: Eine gute Idee, denn hundertprozentig eingefangen bekommt die Truppe ihre Live-Power nie.

Begeisterung und Gefühl dafür um so mehr: "Die Leute sollten singen, was sie fühlen", betont Jacob Hemphill. "Bei uns dreht sich immer alles darum, was wir fühlen."

"Wir möchten eine Geschichte erzählen", so der SOJA-Frontmann an anderer Stelle. "Es ist wie bei einem Gedicht: Man umkreist ein Thema, aber es gibt keinen definitiven Schlusspunkt. es ist, als könne man beide Seiten einer Münze gleichzeitig sehen" - und das ganz ohne zu schielen.

Alben

Videos

I Believe

Termine

So 28.09.2014 Köln (Live Music Hall)
Do 02.10.2014 Hamburg (Mojo Club)
Fr 03.10.2014 Berlin (Yaam)

Noch keine Kommentare