Porträt

laut.de-Biographie

Damian Marley

Irgendwie scheinen die Gene auch Musikalität zu vererben. Denn Damian Marley hat davon eine Menge abbekommen, obwohl er seinen Vater Bob Marley gar nicht allzu lange kannte. Selbst Jahrgang 1978, war er zwei Jahre, als sein Vater starb. Auch Bob Marleys Rastafari-Beinamen "Tuff Gong" hat er übernommen. Zwischen Vor- und Nachnamen prangt ein ansehnliches "Jr. Gong".

Damian Marley kommt am 21. Juli 1978 zur Welt. Seine Mutter ist die Musikerin und ehemalige Miss World Cindy Breakspeare. Bereits mit dreizehn Jahren beginnt Marley mit dem Musikmachen. Zusammen mit einigen anderen Söhnen berühmter Reggaemusiker gründet er die Band The Shepherds. 1992 eröffnen sie sogar das legendäre Sun-Splash-Festival.

1994 arbeitet Marley an seinem ersten Soloalbum. Während die anderen Marleys ihrem Vater überwiegend musikalisch in den Rootsbereich folgen, wendet sich Marleys jüngster Sohn auch den moderneren Sounds zu und hält Kontakt zur DJ-Szene. Seine Musik enthält daher ebenso Roots-Elemente wie auch moderne Dancehallanleihen. Sein Gesang entstammt dem Deejaying: Er toastet oft mehr, als er singt. Der Erstling "Mr. Marley" erscheint 1996, mit der er eine musikalische Brücke zwischen Roots- und Dancehallmusik schlägt.

Bevor sein entgültiger Durchbruch fällig ist, gehen noch fünf Jahre ins Land. So lang braucht er nämlich für das Zweitwerk "Halfway Tree", das zugleich sein Majordebüt ist. Marley ist Perfektionist und steht mit seinem Veröffentlichungsrhythmus gegen den jamaikanischen Trend, nach dem etliche Musiker gleich mehrere Longplayer innerhalb eines Jahres auf den Markt werfen. Der Erfolg gibt ihm recht: 2001 erntet "Halfway Tree" einen Grammy für das beste Reggae-Album.

Ebenfalls 2001 erscheint das Album "Educated Fools" des Nebenprojektes "Ghetto Youths", das er mit seinem Bruder Stephen gründet. "Educated Fools" ist ein sogenanntes "One Riddim"-Album, bei dem verschiedene Sänger und Deejays dem gleichen Musiktrack ihre Vocals hinzufügen und so zu ganz verschiedenen Ergebnissen auf der gleiche Basis kommen. Mit von der Partie sind unter anderem Bounty Killer, Yami Bolo, Capleton und Spragga Benz.

Wiederum einige Jahre später erscheint im Oktober 2005 "Welcome To Jamrock", das - mehr als seine Vorgänger - wütend die politischen Verhältnisse in Jamaika und der Welt kritisiert und gegen sie aufbegehrt. In den USA erreicht das Album schnell Gold-Status. Außerdem erweitert Marley seine Grammy-Sammlung um zwei der begehrten Trophäen - er fährt die Kategorien "Best Reggae Album" und "Best Urban/Alternative Performance" nach Hause.

Auch das gemeinsam mit Nas aufgenommene Album "Distant Relatives" (2010) macht zu Recht Furore, noch mehr Aufmerksamkeit könnte allerdings die neue Supergroup SuperHeavy bringen, an der neben Damian auch Mick Jagger, Dave Stewart und Joss Stone beteiligt sind.

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