Porträt

laut.de-Biographie

Ricky Warwick

Ist Ricky Warwick zu Beginn seiner Karriere nur als Ehemann von Headbanger's Ball-Hohlbirne Vanessa Warwick bekannt, gelingt es ihm bald, sich mit seiner Band The Almighty einen Namen zu machen. 2002 beginnt er schließlich auch als Solokünstler, doch bis dahin ist es ein langer Weg mit vielen Ups and Downs.

Das Licht der Welt erblickt Ricky in Newtownards, County Down, einer Provinz in Nord-Irland. Dort steht er als 14-jähriger zum ersten Mal auf einem Live-Konzert und wird von den Stiff Little Fingers förmlich umgehauen. Er kauft sich seine erste Gitarre und bringt sich mit ein paar Johnny Cash-Platten seines Vaters und einem Eagles-Songbook selbst das Spielen bei. Hinzu kommen Bands wie Motörhead, MC5, The Ramones, The Clash und die Sex Pistols. Schnell ist dem Knilch klar, dass er Musiker werden will.

Ein Jahr später zieht er mit seiner Familie nach Strathaven in Schottland und spielt dort in mehreren Bands, ehe er die Rhythmusgitarre bei New Model Army übernimmt. Als er dort aussteigt, gründet der inzwischen in Glasgow lebende Gitarrist seine eigene Band The Almighty. Was ihm mit dieser alles widerfährt, gibt es an anderer Stelle nachzulesen. 2002 steht für Ricky ein weiterer entscheidender Schritt als Musiker an, denn er nimmt in Dublin seine erste Soloscheibe "Tattoos & Alibis" auf.

Musikalisch verarbeitet er darauf Einflüsse von Steve Earle, Johnny Cash, The Ramones und The Clash. Als Produzent fungiert Joe Elliot von Def Leppard, der sich den Kerl gleich als Opener für die anstehende Def Leppard US-Tour verpflichtet. So spielt Ricky allein, nur mit einer Gitarre und seiner Stimme bewaffnet, unzählige Konzerte und verbringt inzwischen den größten Teil seiner Zeit in Amerika, dem Land, das er früher so gern und ausgiebig kritisiert und beleidigt hat.

Hatte der Sound des ersten Soloalbums schon nicht mehr viel mit The Almighty zu tun, so setzt sich das auf seinem zweiten Werk "Love Many Trust Few" noch deutlicher fort. Darauf schreibt er u.a. mit dem Irischen Singer/Songwriter Kieran Goss an neuen Songs, was man dem Material deutlich anhört. Entsprechend klingen die meisten Stücke eher nach Songwritern wie Tom Petty oder den Soloalben von Mike Ness. Neben Violine und einigen Pianos taucht auch schon mal ein Banjo oder eine Mandoline in den Songs auf.

In den Staaten erscheint die Scheibe schon Anfang 2005 über Sanctuary Records. Im Juni geht er im Vorprogramm von Whitesnake auf Tour. Im September und Oktober stehen noch ein paar Gigs mit Bryan Adams und Def Leppard an, ehe er im Januar 2006 tatsächlich ein paar Konzerte mit The Almighty in England spielt, zu Gunsten von Leukemie-Kranken. Über das griechische Label Sleaszy Rider Records ist das "Love Many Trust Few" inzwischen auch in Europa erschienen, doch Ricky scheint seine Vorliebe für rockige Sounds wieder gefunden zu haben.

Zusammen mit den beiden ehemaligen The Cult-Muckern Billy Morrison und Billy Duffy gründet er in L.A. die Band Circus Diablo, der sich auch Fuse-Tieftöner Brett Scallions anschließt. Morrison übernimmt den Gesang und Matt Sorum (The Cult, Velvet Revolver, Ex-Guns N' Roses) spielt im Studio die Drums ein, während Ricky die Rhythmusklampfe schrubbt. Dabei verliert er aber auch seine Solo-Aktivitäten nie aus den Augen, geht im Vorprogramm von Keith Caputo (Life Of Agony) auf Tour und schreibt fleißig weiter an Songs.

Nachdem 2008 bereits die EP "Love Owes" erscheint, die man ausschließlich auf seinen Livegigs oder über seine Homepage erstehen kann, folgt Ende April 2009 das dritte Album "Belfast Confetti". Darauf geht er einmal mehr sehr reduziert und nachdenklich vor und nähert sich den ruhigen Momenten von Künstlern wie Bruce Springsteen oder auch Roy Orbison.

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