Porträt

laut.de-Biographie

No Doubt

Als No Doubt 1996 vollkommen unerwartet mit ihrem Song "Don't Speak" an der Spitze der US-Charts landen, ist dies bereits das dritte Album, aber - ohne Zweifel - das bislang erfolgreichste der südkalifornischen Band. Kommentar der Sängerin Gwen Stefani zum Mega-Erfolg von "Tragic Kingdom": "Ich kann nicht glauben, dass das alles mit dieser Loser-Band passiert ist ...". Ein typischer Über-Nacht-Erfolg ist dies jedoch nicht: Langsam aber sicher hatten sich Front-Powerfrau Stefani, Bassist Tony Kanal, Gitarrist Tom Dumont und der Drummer Adrian Young eine immer größer werdende Fangemeinde geschaffen.

Scott Weiland: Mit No Doubt im Studio
Scott Weiland Mit No Doubt im Studio
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Nicht zuletzt indem sie als Support der britischen Band Bush durch die großen Stadien der Staaten tourten. Ihre Anfänge datieren zurück bis ins Jahr 1986, als Sänger John Spence die Band in Anaheim gründet. Gwen ist damals noch Backgroundsängerin und darf aufgrund ihrer Liebe zu Madness (und ihres Aussehens?) dabei sein. Der Sound der Anfangszeit hat dementsprechend wenig mit der heutigen No Doubt-Mucke zu tun: Ska steht dick auf No Doubts Fahnen, Offbeat ist die Religion. Tragischerweise nimmt sich Spence im Dezember 1987 das Leben.

Die Band beschließt, dennoch weiter zu machen. Kurzerhand tauscht die erst 17-jährige Gwen ihr bisheriges Schattendasein gegen grelles Rampenlicht ein und gibt der Band nicht nur einen Kopf zurück, sondern auch eine deftige Prise Girl-Power. Mit Support-Shows für die Red Hot Chili Peppers, Ziggy Marley und Mano Negra erspielen sie sich eine riesige Fangemeinde. Ende 1991 landen sie bei Interscope Records ihren ersten Major Deal.

Als Mitte der 90er plötzlich Bands wie Green Day, The Presidents of the United States of America oder Offspring dem leidvollen Grunge-Hype allmählich das Leben aushauchen, treten No Doubt mit besagtem "Tragic Kingdom"-Album auf den Plan. Das Werk klettert nach einigen Anlaufschwierigkeiten bis auf Nummer Eins der Billboard-Charts. Auch Europa kann sich dem Single-Schmachtfetzen "Don't Speak", der Gwens Trennung von No Doubt-Basser Kanal thematisiert, nicht mehr entziehen. Der Hit-Nachfolger "Just A Girl" zeigt den frischgewonnenen Fans, dass die Amis auch auf der schnellen Schiene reiten können. Unzählige TV-Auftritte ("Saturday Night Live", "Letterman") sowie eine über eineinhalb Jahre andauernde Tournee setzt den Bandmitgliedern spürbar zu, was eine längere Kreativpause zur Folge hat.

No Doubt - Push And Shove
No Doubt Push And Shove
No Doubt sind nun nett, aber nicht mehr cool.
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Ende 1997 hat "Tragic Kingdom" in den USA acht Millionen Einheiten abgesetzt, im Rest der Welt weitere 13 Millionen. Es dauert schließlich bis März 2000, bevor die vier Energiebündel sich zurückmelden: Mit der Vorab-Singelauskopplung "Ex-Girlfriend" rockt Gwen, mittlerweile 30 und mit pinken Zöpfen, über alle Musiksender. Der Song handelt diesmal nicht von der alten Beziehung zu Tony, sondern über Gwens neue Liebe Gavin Rossdale (Bush). Mit dem Album "Return of Saturn" geht die Band erneut auf Welttournee. Vergleichsweise schnell erscheint ein Jahr später das fünfte Studioalbum "Rock Steady", das die Single "Hey Baby" ankündigt. Als Tour-Partner stehen diesmal U2 parat, 2002 eröffnen sie gar für die Rolling Stones.

2003 ist ein eher geruhsames Band-Jahr. Für eine Best Of-Platte nehmen No Doubt zwar eine Coverversion von Talk Talks 80er Hit "It's My Life" auf. Ansonsten kümmert sich Gwen jedoch um ihre frisch erlangten Ehepflichten und ihr neues Modelabel L.A.M.B., während sich Drummer Adrian mit Bow Wow Wow ins Studio verkrümelt. Zur Resteverwertung zählt 2004 auch eine DVD, die sämtliche No Doubt-Videos seit 1992 und reichlich Behind The Scences-Material beinhaltet. Im Spätsommer 2004 arbeitet Stefani verstärkt an ihrem lange erwarteten Solodebüt. Die u.a. in Kollabo mit den Neptunes, Dr. Dre, New Order, Linda Perry oder Andre 3000 entstandene Platte erscheint am 22. November.

Auch in der Folge bemüht sich Gwen eher darum, in die High Society des Show-Business aufzusteigen, als No Doubt zu reaktivieren. Als im Frühjahr 2006 mit "Crash" die sechste Singleauskoüülung an den Start geht, hat sie ihren zweiten Solo-Streich "The Sweet Escape" bereits im Kasten. Musikalisch geht es weiter bergab in Richtung überproduzierter Popsongs. Die gehaltlose Attitüde ihrer Solo-Versuche drückt sich auch im Coverartwork ab, das mehr denn je eine entrückte und überzeichnete Stefani zeigt.

Zuvor veröffentlicht Tom Dumont 2005 sein eigenes Soloprojekt "Invincible Overlord", das er mit Ted Matson umsetzt. Just zu dem Zeitpunkt, als keiner mehr wirklich damit rechnet, dass No Doubt noch einmal zusammen finden würden, heißt, dass die Band tatsächlich an einem neuen Output feilt.

Außer Stefani - die noch auf Tour weilt - gehen alle Bandmitglieder ins Studio, schreiben Songs, feilen an den Arrangements und warten darauf, dass sich Gwen aus dem Olymp wieder auf irdische Ebenen begibt, um ebenfalls ihren Beitrag zu leisten.

Doch erst Ende 2008 gibt es konkrete Anhaltspunkte für eine Reunion: Die Band arbeitet an neuem Songmaterial. Ab 2009 spielen No Doubt auch wieder live. Doch erst im September 2012 steht die Comebackplatte "Push And Shove" in den Läden - elf Jahre nach dem letzten offiziellen Studioalbum (die Single "Settle Down" erscheint bereits im Juli). Langzeitpartner Mark Spent sowie Switch und Diplo aka Major Lazer sitzen hinter den Reglern.

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Auf dem Southside 2001 Gwen und co. live auf dem Southside 2001.

Gwen und co. live auf dem Southside 2001., Auf dem Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Gwen und co. live auf dem Southside 2001., Auf dem Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Gwen und co. live auf dem Southside 2001., Auf dem Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: ) Gwen und co. live auf dem Southside 2001., Auf dem Southside 2001 | © LAUT AG (Fotograf: )
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