Porträt

laut.de-Biographie

Diplo

Diplo, mit bürgerlichem Namen Wesley Pentz, bekannt auch als Antrieb von Major Lazer, beginnt seine Laufbahn als Dj und Produzent nach einem kurzen Ausflug in die Welt des Films und einer Saison als Matrose auf einem Shrimpkutter. Geboren am 10. November 1979 in Tupelo, Missisipi, verbringt Diplo seine Kindheit überwiegend in Florida, wo er seine erste musikalische Prägung durch Miami Bass erfährt und sein Vater noch 2006 einen Laden für Jagd- und Fischereiköder betreibt.

Des Heimatlandes überdrüssig zieht es ihn für ein Jahr nach Japan, von wo aus er seine ersten selbstproduzierten Beats an das britische Hip Hop-Label BigDada schickt und auch prompt einen Vertrag erhält. Ersten Ruhm erlangt Diplo mit dem von ihm 2001 initiierten und vielbeachteten Hollertronix-Projekt, bei dem er mit seinem Kumpel DJ Low Budget und einer Hand voll Miami-Bass-, Dirty South und Dancehall-Platten im Koffer die Vereinigten Staaten unsicher macht. Die Partys gelten als energiegeladen und witzig, nicht zuletzt wegen den teilweise auf den ersten Lauscher sehr kruden Mash-Ups der beiden, bei denen sie zu oben genanntem Standardrepertoire immer wieder überwiegend aus den 80ern stammende Wave-, Rock und Discosounds bei mischen.

In der Folge veröffentlicht Diplo zahlreiche beliebte Mixtapes, die das bewährte Konzept der Hollertronix-Sessions fortsetzen und nach Aufenthalten in Rio zusätzlich um den in Brasilien sehr beliebten Baile Funk, einen Underground-Ba(s)stard aus Hip Hop und traditionellen folkloristischen Einflüssen, erweitert werden.

Seitdem ist Diplo regelmäßig in den Favelas, den brasilianischen Armenvierteln, unterwegs und sucht nach innovativen Sounds. Dabei produziert er dann auch gerne mal einen Beat mit den Musikern direkt vor Ort, oder er nimmt sie, wie z.B. Bonde Do Role, gleich für Mad Decent, sein eigenes Baile Funk-Label, unter Vertrag.

Seinen Namen leitet Diplo übrigens vom Jura-Saurier Diplodocus ab und gibt damit einen Hinweis auf eine seiner frühen Leidenschaften. In einem Interview mit der De:Bug anno 2004, sagt er zum Ursprung seines Namens:

"Es gibt keine besonders gute Story zu dem Namen. Ich wollte als Kind Paläonthologe werden und hab im Garten meiner Mutter alle möglichen Sachen ausgegraben, auf der Suche nach Knochen. Irgendwann war ich drüber weg. Naja, später hing ich mit einem Mädchen ab, und ich nannte sie 'Stegosaurus', wegen ihrer Lippen, und sie gab's mir zurück, indem sie mich 'Diplo' nannte. Als ich meine ersten Produktionen machte, blieb der Name hängen. Und ich hab keinen besseren gefunden."

Einem Soloalbum folgen in regelmäßigen Abständen zahlreiche monströse Mixtapes, mit denen wohl selbst die letzte Eiszeit zum schweißnassen Danceevent geraten wäre. Daneben produziert er fleißig Beats und Remixe u.a. für Beck, M.I.A., Cat Power, Bloc Party und Madonna.

Als Major Lazer hebt Diplo mit DJ Switch und Vokalisten der jamaikanischen Dancehall-Szene, darunter neben Vybz Kartel, Ward 21, Busy Signal, T.O.K. oder Ricky Blaze auch Santigold und Amanda Blank schon mit dem Debüt "Guns Don't Kill People ... Lazers Do" (2009) Dancehall auf ein neues Level. "Get Free", die Vorab-Single von Major Lazers "Free The Universe" (2013), geistert Monate vor dem Album-Release in Dutzenden Remix-Versionen durchs Web. Und wie nebenbei verhilft Diplo auch noch alternden Stars wie Usher oder Snoop zu respektablen Comebacks.

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